Schweiz
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102 Stellen weg, «SwissAward» gestrichen, beim Sport abgespeckt: So will die SRG 40 Millionen Franken einsparen



ZUM STELLENABBAU BEI DER SRG STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 6. OKTOBER 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Ein Kameramann filmt anlaesslich der Jahrespressekonferenz am Dienstag, 14. Januar 2014 in einem Studio des SRF in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Weniger Geld beim SRF.
Bild: KEYSTONE

Das Schweizer Fernsehen SRF muss über 100 Stellen streichen. Das wirkt sich auch auf das Programm aus. Der Rotstift angesetzt wird etwa beim «SwissAward». Im Januar 2016 wird letztmals die Schweizerin oder der Schweizer des Jahres gekürt.

Insgesamt werden im Rahmen der SRG-Sparmassnahmen beim Fernsehen und bei der Produktionsgesellschaft tpc 102 Stellen gestrichen, wie SRF am Donnerstag mitteilte. Über Fluktuationen, Pensenreduktionen und vorzeitige Pensionierungen soll die Zahl der Kündigungen so tief wie möglich gehalten werden. Mit den Sozialpartnern sei ein Sozialplan ausgehandelt worden.

Gespart wird vor allem bei der Technik und im Support. Aber auch am Programm gibt es Abstriche. So wird es ab dem kommenden Jahr weniger Neuproduktionen geben. Für das Publikum sollen die Sparmassnahmen möglichst wenig spürbar sein, wie es in der Mitteilung heisst.

Abstriche gibt es etwa bei «Puls», «Einstein», «Sportlounge»/«Sport aktuell», «Aeschbacher» und «Kulturplatz». Zudem werden am Samstagabend weniger eigenproduzierte Shows zu sehen sein.

«SwissAward» wird gestrichen

Der «SwissAward» ist im Januar 2016 letztmals im Programm. SRF müsse nachhaltig im zweistelligen Millionenbereich sparen, begründete SRF-Sprecherin Andrea Wenger den Verzicht auf die Weiterführung der Sendung. Das sei nur mit Massnahmen möglich, die einschneidend seien. Die Zuschauerquote habe bei den Überlegungen keine Rolle gespielt.

Einzelne Abstriche beim Programm seien unvermeidlich, wird bei SRF betont. Vom Sparprogramm nicht tangiert würden bauliche und technische Entwicklungen an den Standorten Leutschenbach in Zürich und Basel. Diese sollen jedoch mittelfristig die Betriebskosten senken.

Ab 2016 muss die SRG 40 Millionen Franken einsparen. Der Betrag erhöht sich bis 2018 auf 50 Millionen Franken. Der Anteil von SRF beträgt im nächsten Jahr 12 Millionen Franken und erhöht sich bis 2018 auf 14 Millionen Franken. Mit zusätzlichen Sparanstrengungen müssen bei SRF bis 2018 insgesamt 23 Millionen Franken eingespart werden. (sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tomdance 20.11.2015 13:23
    Highlight Highlight @Jol Bear & @Zaffee: der private Markt richtet sich nach Quoten. Das bedeutet, dass grundsätzlich quotenschwache Sendungen nicht angeboten werden. Weil eben kommerziell nicht interessant. Das ist OK so, der Return on Investment ist für die Firmen relevant. Service Public ist aber eben auch ein Investment in Society und kann nicht immer mit Megaquoten glänzen. Das bedeutet, dass das Geld anders beschafft werden muss. Sollten wir denn an Kultur, Philosophie und Kinderprogrammen interessiert sein...
  • tomdance 19.11.2015 18:50
    Highlight Highlight Und nun wird wieder gejammert. Die SRG soll an allen Ecken und Enden zurückgebunden werden. Ausser bei den Inhalten, die mich betreffen/interessieren. Sagen die Produktionsfirmen, die Sportfans, die Kulturbeflissenen, die Besserwisser, etc.. Wer einen soliden Service Public bei den Medien will, der muss akzeptieren, dass alle Wünschen Geld kosten - aber eben auch einen Wert haben. Wer keinen Service Public will, der kann sich mit ausländischen öffentlich-rechtlichen Sendern und den Privatsendern zufrieden geben. Die berichten ja auch alle wunderbar z.B. über die Abstimmungen in der Schweiz...
    • tomdance 20.11.2015 07:29
      Highlight Highlight @zaafee: und schon haben wir zwei Menschen, die einen unterschiedlichen Service Public wollen. Welchen wählen wir nun? Meinen oder Deinen?
    • Jol Bear 20.11.2015 07:59
      Highlight Highlight Mal etwas losgelöst und befreit nachgedacht: Gäbe es keinen, mit obligatorischen "Gebühren" (es sind neuerdings eher Steuern) finanzierten Staatssender, so würde sich zweifellos auch der privat finanzierte TV-Markt verändern und würde anders aussehen als heute. Die heutige SRG verhindert eben, dass private TV-Anbieter mehr gesellschaftliche, politische oder kulturelle Informationen anbieten, weil sie von den Mitteln her dank SRG-Monopol völlig konkurrenzschwach sind.
    • Jol Bear 20.11.2015 18:07
      Highlight Highlight @zaafee: ja, ob es denn wirklich einen "Service publique" am TV braucht, ist die Frage? 1. Uneinigkeit, was dazu gehört (auch Sport, Unterhaltung?). 2. ist TV nicht völlig überbewertet? Sein Stellenwert beim Medienkonsum sinkt laufend. Für "nackte" Informationen wie Abstimmungsergebnisse, Wetter, Sportresultate u.ä. braucht niemand TV. Möglicher Ansatz: Für jede Sprachregion ein TV-Programm ähnlich Typ ARTE? Mit Kultur, Bildung, Wissen, national bedeutenden News. Kommerziell verwertbares, Sport, Entertainment, Serien usw. bei Privaten.
  • Dewar 19.11.2015 18:27
    Highlight Highlight Ach, jetzt haben wieder alle was zu jammern. Im Sommer noch wird das RTVG nur historisch knapp angenommen, aber von überall her empören sich die Bünzlis, wie viiiiiel zu hoch die Gebühren seien, alle meinen zu wissen, wo und wie einfach man sparen könnte, und überhaupt, die Billag sei eh unnötig. Und jetzt, wo gespart werden muss, ist wieder keiner zufrieden. Für die einen ist's an der falschen Stelle, anderen gehen die Massnahmen bereits zu weit oder noch nicht weit genug. Leute, die SRG muss es 8 Millionen Menschen in 4 Sprachen recht machen, also seid doch etwas nachsichtig.
  • Pitar 19.11.2015 17:48
    Highlight Highlight besser schawinski und glanz und gloria weg
  • Androider 19.11.2015 17:22
    Highlight Highlight Kürzungen im Sportbereich, was für ein Witz. Nach der Tagesschau ist der Sport wohl das zuschauerreichste Programm. Die im Artikel erwähnten Kürzungen sollten soweit noch in Ordnung gehen, aber viel mehr sollte nicht mehr folgen...
  • saukaibli 19.11.2015 17:14
    Highlight Highlight Streicht doch einige Sportsendungen wie z.B. die Formel 1. Die kann man auch auf ORF1 oder RTL schauen, dazu noch mit einem kompetenten Kommentar. Ich bin überzeugt damit könnte man gleich einige Millionen einsparen. Auch die Champions League ist extrem teuer und ist wohl nur noch in der Schweiz im Free TV zu sehen. Man muss ja nicht an jedem Spieltag einen Match zeigen, meistens sind die Spiele ja eh grottenlangweilig. Aber nein, man spart wieder indem man Leute entlässt, Arbeiter wie du und ich. Und dann wollen die Sparparteien dann noch die ALV kürzen, eine tolle Gesellschaft sind wir.
  • Amboss 19.11.2015 16:39
    Highlight Highlight Und immer schön Jammern. Möglichst dort sparen, wo der Zuschauer meisten merkt (so es ihn denn intressiert).

    Ansonsten käme man ja auf die Idee, dass man eigentlich Problemlos noch mehr sparen könnte.....
  • elivi 19.11.2015 16:30
    Highlight Highlight mit dem müssen wir jetzt leben, schade dass es sehr kulurelle programme betrift. Sehr schweizerische produktionen die ein privat sender kaum würde produzieren.
  • Max Heiri 19.11.2015 16:27
    Highlight Highlight Den Swiss Award vermissen einzig die nominierten Sportler.
    • capture 19.11.2015 23:14
      Highlight Highlight SwissAward und Credit Suisse SportsAward sind nicht das selbe...
  • boeserkeinohrhase 19.11.2015 16:15
    Highlight Highlight Wie kann man nur beim Sport einsparen? Also echt jetz.
    • Butschina 19.11.2015 17:16
      Highlight Highlight Das ist Geschmacksache. Die einen freut es, die anderen nervt es. Immerhin werden verschiedene Bereiche kürzer treten und nicht nur ein Bereich. So trifft es alle.
  • Schuhmeister Flaig 19.11.2015 16:00
    Highlight Highlight Gut so.
    • K. Ommentar 19.11.2015 22:31
      Highlight Highlight Sag das doch mal den Mitarbeitern, denen gekündigt wird.

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