Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Zuercher SVP Nationalraete, Alfred Heer, links, und Roger Koeppel beugen sich ueber einen Laptop Computer, kurz vor Beginn der Sitzung, am ersten Tag der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 30. November 2015, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Der Zürcher SVP-Nationalrat Alfred Heer im Nationalrat neben Roger Köppel: Heer erfüllte die Rolle als SRG-Kritiker im «Sonntalk» mustergültig.
Bild: KEYSTONE

Die SRG als «Sprachrohr der SP»: Wie Gillis Revanche zur Service-Public-«Arena» verlief

Nach dem verhagelten Auftritt als Gastinterviewer in der «Arena» zum Service Public setzte «Tele Züri»-Moderator Markus Gilli in der eigenen Sendung auf Revanche. Zur Seite stand ihm ein SVP-Nationalrat mit Wut im Bauch.  



Eines war allen Fernsehkritikern von Gillis Auftritt in der «Arena» vom Freitagabend in Erinnerung geblieben: Die Metaphern, mit denen der Fernsehmann seine Fragen an SRG-Chef Roger de Weck unterlegte – mal treffend, mal weniger. Er las die Kritiken offenbar auch und freute sich schon eingangs des gestrigen «Sonntalk» darüber, dass die privaten Medien in der SRF-Diskussionssendung durch ihn ihren Standpunkt «so bildhaft» hätten darstellen können.

Für die Revanche auf heimischem Boden holte sich Gilli den SRG-Kritiker Alfred Heer. Der Zürcher SVP-Nationalrat, der nie um eine spitze Bemerkung verlegen ist, enttäuschte nicht in seiner Rolle. Schon bei der ersten Frage bezeichnete er das Schweizer Fernsehen als «Sprachrohr der SP» und verglich das «Staatsfernsehen» mit der «Prawda», der staatlichen Arbeiterzeitung der ehemaligen Sowjetunion.

Weil die weiteren Gäste – SP-Nationalrätin Bea Heim und FDP-Neo-Nationalrat Thierry Burkart – eher eines besonneneren Naturells waren und die Provokationen nicht aufnahmen, verlief die Diskussion bald in ruhigeren Bahnen. Die Solothurnerin Heim verteidigte die SRG als Eckpfeiler der Demokratie und betonte deren wichtige Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes. Dennoch zeige sie sich offen für eine Diskussion über den «Service Public».

SRG-Befürworter in der Wagenburg

Burkart, der gerade seine erste Session als Aargauer Nationalrat hinter sich hat, kritisierte derweil, dass auf Seiten der SRG-Befürworter bei solchen Diskussionen eine Wagenburg-Mentalität herrsche. «Es wird total abgeblockt.» Die Rolle der SRG sei zwar eine wichtige, doch es könne nicht sein, dass «private Sender an die Wand gedrückt werden».

Den nächsten Anlass zu einem verbalen Tiefschlag ergab sich für Heer, als SP-Frau Heim die Doppelrolle der Medienmanagerin und SVP-Nationalrätin Natalie Rickli kritisierte. Immerhin arbeite Rickli in der Privatwirtschaft, während die Linken meist gar nicht arbeiteten, verteidigte Heer seine abwesende Parteikollege.

Nachdem Heer die «Zerschlagung des Monopols» der SRG forderte, damit Private mehr Raum erhalten, begab sich die Runde zu den weiteren Themen: Der starken Bauernlobby im Bundesparlament und der «Weltwoche»-Auszeichnung für Sepp Blatter als «Schweizer des Jahres». Während Heer sich beim Thema Bauern zurückhielt, stellte er in Sachen FIFA geradezu nüchtern fest, dass die Welt korrupt und der Weltfussballverband halt ein Spiegel der Gesellschaft sei. (trs)

Hier geht's zum Video

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

51
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Donalf 22.12.2015 23:59
    Highlight Highlight Warum reitet Gilli immer auf der SRG herum? Weil er sich selbst in den Vordergrund stellt. Zudem ist er so stark Rechtslastig, dass es schon schmerzt. Vielleicht wird er bald soweit sein wie Fernsehen Schaffhausen, das die Sendung TeleBlocher aus Dauerwerbe Sendungen für Rechtspopulisten im Programm hat. Gilli ist der schlechteste Talker der Schweiz.
  • Bruno Wüthrich 21.12.2015 12:12
    Highlight Highlight Parlamentarier werden für ihre parlamentarische Tätigkeit fürstlich entschädigt. Rechnet man alles zusammen, erhalten sie pro Monat mehr als 10'000 Franken (!!!). Es ist deshalb vorbildlich, wenn sie sich für so viel Kohle auf ihre parlamentarische Tätigkeit konzentrieren. Das Märchen vom rechten Parlamentarier, der täglich 14 - 16 Stunden arbeitet, glauben wirklich nur die Dümmsten. In Teilzeit die populären Themen beackern und sonst bei der politischen Arbeit fehlen oder vor sich hin dösen, ist die Devise. Die «nicht arbeitenen» linken Parlamentarier anzuprangern ist völlig intelligenzfrei!
    • FrancoL 21.12.2015 12:33
      Highlight Highlight Man könnte ja auch davon ausgehen dass es um einen bedingungslosen Einsatz für die Sache bzw für das Vertreten der Wähler geht und die Politiker für Ihre Mandatszeit den Fokus auf das Mandat setzen und nicht auf den summierten Verdienst. Der Fokus auf das Mandat würde mich als Bürger freuen.
    • atomschlaf 21.12.2015 12:48
      Highlight Highlight @Wüthrich: Wir haben ein Miliz- und kein Berufsparlament.
      Abgesehen davon, ist es in der Tat bei etlichen Politikern spürbar, dass sie nie in der Privatwirtschaft gearbeitet haben und grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Beschränkt sich leider auch nicht auf das linke Spektrum.
    • Bruno Wüthrich 21.12.2015 17:43
      Highlight Highlight @ Atomschlaf: Trotz Militzparlament ist es seriöser, sich aufs NR oder SR-Mandat zu konzentrieren. Doch die Eindimensionalpolitiker und Fehlstundenschrieber machen der unkritischen Wählerschaft vor, wie hart sie arbeiten, und wie gut sie Beruf und Mandat unter einen Hut bringen. Doch das tun sie eben nicht. Viele Vollzeitberufstätige sind in 98% der Vorlagen überfordert. Kein Wunder, bringen sie die Zeit für die restlichen 2% problemlos auf. Wer sein Berufspensum nicht reduziert, ist ein elender Abzocker des Staates. Es sind immer die faulsten Hunde, die am meisten gearbeitet haben wollen.
  • atomschlaf 21.12.2015 11:42
    Highlight Highlight Die grosse Begeisterung für die SRG auf der linken Seite des politischen Spektrums bestätigt indirekt meine These, dass die SRG oft nicht neutral sondern linkslastig berichtet.
    • FrancoL 21.12.2015 11:57
      Highlight Highlight Haben Sie sonst noch eine These! Ich kenne genügend Leute die eher Mitte oder Mitte-Rechts stehen die die SRG genügend unterstützen. Dass die SRG nicht rechts politisiert ist sicherlich eine Tatsache. Das alles ändert für mich nichts an der Tatsache dass die SRG reorganisiert und optimiert und werden muss. Aber alles auf einer Basis die den Grundauftrag der SRG ermöglicht.
    • atomschlaf 21.12.2015 13:45
      Highlight Highlight @FrancoLeo: Bei den Politikern ist es leider so, dass diese bis weit rechts der Mitte die SRG hofieren, weil sie panische Angst davor haben, dort in Ungnade zu fallen und dadurch an Medienpräsenz einzubüssen.
      Mit der politischen Ausrichtung hat das wenig zu tun.
    • FrancoL 21.12.2015 14:16
      Highlight Highlight Die panische Angst erkenne ich nicht. Der Auftritt auch bei privaten Sendern ist Ihnen nicht verwehrt und wenn man Tele Züri schaut haben die Mitte Links Exponenten durchaus genügend Plattform. Das gilt durchaus auch für die SVP, diese wird ja überall "gerne" eingeladen damit diese Privatsender nicht als unausgewogen attackiert und linkslastig verurteilt werden, das würde den Sendern die Werbeeinnahmen arg kürzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rööfe 21.12.2015 11:39
    Highlight Highlight Fredi Heer, Compishop-Unternehmer und Präsident des "Bunde der Steuerzahler", der selber keine Steuern bezahlt. Solche Spezialisten massen uns die privaten TV-Sender an. Und dass der Gilli Markus, ein glühender Verehrer der SVP ist, sieht man immer Abends, wenn die wutüberschäumenden Rentner die andersdenkenden Gäste bei talktäglich beschimpfen dürfen.
  • Christian vG 21.12.2015 10:31
    Highlight Highlight Ich bin auch für eine gewissen Begrenzung der SRG, speziell im Bereich Unterhaltung. Aber trotzdem möchte ich eine starke SRG, die von einer breiten Masse gestützt wird. Eine Berlusconisierung der Medienlandschaft mit Blocher und Jünger als Hauptakteure möchte ich auf jedenfall nicht. Das wäre fatal und eine Katastrophe für unser Land und Demokratie. Vorschlag: Informations-, Politik-, Sport-, Landeskultur- und Newssendungen über Gebühren finanzieren. Und reine Unterhaltungssendungen (Serien,VoS, Tatort ect.) über Onlineplattform nach Bedarf in Online-Shop von Konsument zahlbar. Freier Markt.
    • FrancoL 21.12.2015 11:15
      Highlight Highlight Diese Aufteilung kann ich nicht unterstützen. Der Auftrag der SRG muss so gesichert werden, dass A: der Auftrag immer ausgeführt werden kann und nicht ZB unter rückläufigen Online-Einnahmen gefährdet wird. B: es müssen auch Zugpferde (ZB. Serien) im Programm der SRG Platz haben damit die weniger bekannten aber durchaus sinnvollen Formate der SRG dem Zuseher näher gebracht werden können. Wird die SRG zu einem INFO-Sender degradiert wird das Volk die Bindung verlieren und die SRG den ursprünglichen Auftrag nicht gerecht werden. Optimierungen und Einsparungen am Apparat sind mehr als erwünscht!
    • atomschlaf 21.12.2015 11:39
      Highlight Highlight @Christian: Die SRG wird vom hohen Ross steigen und schrumpfen müssen, sonst könnte schon bald der Rückhalt im Volk fehlen. Das Unterhaltungsfernsehen stirbt zusammen mit seinem Publikum langsam aus. Erstes Opfer war die grosse Samstagabendshow, viele weitere werden folgen.
      Filme und Serien schaut man heute per Streaming oder ab DVD, dafür braucht niemand mehr Monopolfernsehen.
      Das knappe Abstimmungsresultat vom Juni war ein Warnsignal, aber Herr de Weck predigt immer noch in alter Arroganz was gut für's Volk sei. Die Zeit läuft gegen die SRG in ihrer heutigen, überdimensionierten Form.
    • Triesen 21.12.2015 17:44
      Highlight Highlight @atomschlaf ..."der Rückhalt im Volk" - und schon wieder plappert einer daher und spricht für das "Volk". Danke, aber macht es dir und deinen Gesinnungsgenossen etwas aus, wenn ich - auch Zeil des Volkes - für mich selber spreche und vor allem selber denke? Ihr könnt ja derweil den Christoph nach eurer Meinung fragen...
  • Hierundjetzt 21.12.2015 10:13
    Highlight Highlight Gili hat gestern eindrücklich bewiesen warum das SRF alternativlos ist.

  • amore 21.12.2015 09:47
    Highlight Highlight Zur Errichtung einer Volksdiktatur ist eine unabhängige starke SRG natürlich hinderlich. Ich bin froh, gibt es die SRG.
    • Denk-mal 21.12.2015 10:58
      Highlight Highlight Amore: Besser schreibt man's nicht
    • atomschlaf 21.12.2015 11:41
      Highlight Highlight @amore: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Um eine (Volks-)Diktatur zu errichten, ist ein massiv marktdominierendes Staatsfernsehen, das keine ernsthafte Konkurrenz ermöglich von Vorteil.
    • FrancoL 21.12.2015 12:05
      Highlight Highlight Atomschlaf! Da liegen Sie mehr als nur falsch. Nur wenn das Staatsfernsehen mit der Staatsmacht im selben Bett liegt trifft das zu und das ist in der Schweiz nun mal wirklich nicht der Fall. Selbst Berlusconi musste einsehen, dass er nur über die private Ebene seine Forza Italia unterstützen konnte. Die RAI war ihm nie dienlich zum Glück. Und machen Sie keinen Salat mit den im Osten teilweise herrschenden Verhältnissen, die sind allesamt geschichtlich ganz anders entstanden als die SRG.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sillum 21.12.2015 09:28
    Highlight Highlight Wenn Politiker der SVP die Wahrheit klar und deutlich aussprechen ist so etwas rüpelhaft. Während: Zitat: Die SP-Nationalrätin Bei Heim eher eines besonneneren Naturells war und die Provokationen nicht aufnahm. Watson versteht es wahrhaft meisterhaft subtil zu berichten.
    • Rittiner Gomez (1) 21.12.2015 09:42
      Highlight Highlight ist es den war das linke nie arbeiten und srf die prawda ist?
    • Anam.Cara 21.12.2015 09:49
      Highlight Highlight @Sillum: die SRG mit der Prawda zu vergleichen kann man beim besten Willen nicht als besonnen bezeichnen (schon nur weil bei in der CH keine Pressezensur gilt und die SRG nicht die einzige journalistische Institution im Land ist). Das ist in meinen Augen polemisch.
      Neben solchen Aussagen wirkt eine nicht-provokant kommunizierende Person ziemlich besonnen...
  • Robert K. 21.12.2015 09:24
    Highlight Highlight (1) Hr. Gilli, Nachtreten bekommt die rote Karte. (2) Die gestrige Sendung war gerade Beleg dafür, dass privates Fernsehen versagt: Statt einer sachlichen Auseinandersetzung zum Public Service, wurde eine Breitseite inhaltsleeren Schlagworten präsentiert. (3) Private Anbieter können nur Sendungen produzieren, die rentieren, d.h. genügend Werbeeinnahmen d.h. Zuschauer haben, gerade die Schweiz ist zu klein für dieses Angebot. (4) Wenn ich mir die grossen Privatsender anschaue, haben ARD, ZDF, Arte, 3Sat, SRG einen sehr grossen Inhaltsvorsprung auf das Privatfernsehen.
    • FrancoL 21.12.2015 10:07
      Highlight Highlight Alles richtig erkannt. Das large Verhalten von Gilli gegenüber Heer zB. bei der Aussage "während die Linken meist gar nicht arbeiteten" finde ich mehr als nur bedenklich und zeigt den tiefen Hass der offensichtlich bei Gilli weit unten schwellt. Gilli der sanfte, säuselnde Mann mit den 2 Gesichtern war für mich eine herbe Enttäuschung.
  • dracului 21.12.2015 08:26
    Highlight Highlight Thierry Burkart hat es auf den Punkt gebracht mit den Wagenburgen: Ich vermisse eine Auseinandersetzung jenseits der Extreme. Für mich ist eine Unterstützung der Sprachenvielfalt gegeben. Punkt. Aber welche und wieviel Eigenproduktionen wollen wir uns leisten und welche (amerikanischen) Serien müssen wir wirklich einkaufen? Für was werden Billag-Gelder verwendet und was muss mehr mit Werbeeinnahmen finanziert? Wenn ich bspw. die Skirennen oder Fussballspiele vom Wochenende anschaue, sollte es dafür wirklich keine BIllag brauchen. Solche Formate könnten fast als Dauerwerbesendung durchgehen.
  • Der Bademeister 21.12.2015 08:18
    Highlight Highlight Denke das weder Rickli noch Heer wissen was arbeit ist
    • koks 21.12.2015 08:36
      Highlight Highlight SVP Heer lebt als Politiker seit mehr als 10 Jahren auf Kosten von uns Steuerzahlern. Dass ausgerechnet die grössten Steuergeldabzocker die Klappe am weitesten aufreissen müssen.
    • Sillum 21.12.2015 09:30
      Highlight Highlight Oh du heilige Einfalt. Vermutlich leben mehr 90 % der linken Politiker vom Staatstropf.
    • Anam.Cara 21.12.2015 09:54
      Highlight Highlight Das wirft die Frage nach dem Berufsparlament auf, das wir ja auch nicht möchten.
      Andererseits: über alle Dossiers einigermassen im Bild zu bleiben, dazu noch die öffentliche Meinung zu recherchieren und in den Kommissionen mitarbeiten wird vom Aufwand her vermutlich generell unterschätzt. Wer das seriös machen will hat sich einen Knochenjob angelacht.
      Daneben noch ein 80-100%-Job? Das dürfte schon allein zeitlich nicht funktionieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 21.12.2015 07:52
    Highlight Highlight " Immerhin arbeite Rickli in der Privatwirtschaft, während die Linken meist gar nicht arbeiteten"
    So wie die staatssubventionierten Bauern.
    • Käuzchen 21.12.2015 09:35
      Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, dass Sie damit sagen wollen, dass Bauern nicht arbeiten?
    • FrancoL 21.12.2015 10:15
      Highlight Highlight Koks; ich stehe klar positiv einer linken Idee gegenüber. Ihre unterschwellige Behauptung dass Bauern nicht arbeiten ist eine arge Beleidigung gegenüber den Bauern und zeigt dass vermutlich bei Ihnen eine Schieflage der Arbeitsbetrachtung vorliegt. Ihre Aussage ist ein Tiefschlag auch für die klar denkende Linke!
    • strieler 21.12.2015 10:45
      Highlight Highlight Nein ich glaube koks will darauf verweisen, dass gewisse rechte Exponenten im Rat gerne darauf verweisen, dass politische Arbeit allein scheinbar nicht gut genug ist. man soll ja auch sonst noch arbeiten - ob sie das dann selbst tun ist egal. PLUS : raten sie mal wer die meisten Landwirte stellt - sozusagen Staatliche Doppelverdiener. Man darf gleichzeitig schon auch festhalten,dass die SVP auch am meisten Unternehmer stellt - aber siehe dazu: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Im-Parlament-sind-Bueezer-eine-Seltenheit-15316848
      Habe schlicht keine Zeit nen besseren Artikel zu finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gibaue 21.12.2015 06:51
    Highlight Highlight Der SVP ist der Service Public doch völlig egal (ausser Goldbach Rickli). Es geht nur darum entweder das Programm der SRG so zu zerlegen, dass sie keinerlei Marktanteil mehr hat oder dass sie privatisiert wird. CB kann sie dann kaufen resp. seine Leute installieren (siehe BAZ oder Versuch Somm und NZZ) und gleichschalten wie alle Medien die er schon besitzt. So oder so steigt der Marktanteil der Medien von CB die sein rechtsextremes Gedankengut in die Schweizer Stuben tragen. Die SRG erscheint der SVP deshalb links weil sie eben nicht propagandistisch berichtet und so soll es auch bleiben.
    • Der Kritiker 21.12.2015 08:16
      Highlight Highlight cb ist nicht rechtsextrem, nicht einmal patriotisch, das ist farce. cb ist einfach nur ein opportunist und nutzt die rechte seite, um macht zu gewinnen. ganz einfach. will aber nicht heissen, dass er minder gefährlich ist. das volk - und dazu gehören alle schweizerinnen und schweizer - steht gespaltener da, als jemals zuvor. genau in der heutigen zeit mit all den herausforderungen wäre einigkeit wichtiger denn je.
    • Gibaue 21.12.2015 08:40
      Highlight Highlight Opportunist wäre ja noch was, CB und seine Partei zeigen eher faschistische Tendenzen: Führerkult, Gleichschaltung der Medien, Ablehnung von Staat, Grundrechten und Demokratie, jeder Anspruchsgruppe das erzählen was sie hören will: Reiche (tiefe Steuern), Büezer (nationale Werte), Bauern (Subventionen), gemeinsames Feindbild (EU resp. Ausländer), Gleichschaltung der Parteipoltik. Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Think about it!
  • tomdance 21.12.2015 06:08
    Highlight Highlight Heer sagt offenbar, dass die Welt korrupt und der Weltfussballverband halt ein Spiegel der Gesellschaft sei. Bedeutet das, dass er und die SVP nun offiziell käuflich sind?
  • Joshzi 21.12.2015 06:00
    Highlight Highlight Genau, weil bei Volksabstimmungen jeweils mit über 50% für den Erhalt des Medienmonopols gestimmt wird, muss das ja ein "Sprachrohr" der SP sein. Diese dumpfe rechte Gesinnung muss gar keine Bezüge zur Realität mehr herstellen. Ihr Anhang wiegt scheinbar dermassen in nationalistischer Besoffenheit.
    • FrancoL 21.12.2015 10:22
      Highlight Highlight Ein wenig derb dargestellt, aber wieso auch nicht; die Rechte zeigt einem den Umgang vor, siehe Herr in Tele-Züri.
    • Joshzi 21.12.2015 12:14
      Highlight Highlight Da haben Sie sicher recht, mit dem "wenig derb". Aber dieses derb ist nur ein Ausdruck meiner Hilflosigkeit angesichts dieser, scheinbar widerstandslosen Gefälligkeit eines Anhangs, der überhaupt nichts mehr reflektieren möchte, sich in einer nationalistischen Besoffenheit seine Ergebenheit zelebriert.
    • FrancoL 21.12.2015 12:59
      Highlight Highlight Ich kann Sie mehr als nur verstehen. Aber glauben Sie mir Hilflosigkeit kann überwunden werden, es braucht Hartnäckigkeit und man muss mit gleichen "Waffen" antreten. Man darf sich nicht durch Frasen beirren lassen, man muss aber auch zu Fehlern der eigenen Seite stehen können. Es braucht einfach gesagt eine Hausmacht die sich voll einsetzt und besser argumentiert als die ferngesteuerten Gegnerschaft.
    Weitere Antworten anzeigen

Heikler Datenaustausch: Schweiz meldet eritreische Geflüchtete ans Herkunftsland

Die Schweiz verrät Daten von abgelehnten Asylsuchenden dem Regime in Eritrea. Im Nationalrat werden nun Antworten vom Bundesrat gefordert.

Eritreische Flüchtlinge haben in den vergangen Jahren eine Asyl-Verschärfung nach der anderen erlebt. Faktisch haben jene Menschen, die vor der Diktatur und dem Nationaldienst flüchten, heute kaum mehr Chancen auf Schutz in der Schweiz: Zuerst wurde die illegale Ausreise als Fluchtgrund aberkannt, dann wurde behauptet, das Desertieren vom Nationaldienst stelle keine Gefahr für Rückkehrer dar. Und zuletzt entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass in Eritrea keine Situation allgemeiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel