Schweiz
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Nationalratskandidat und Chefredaktor der Weltwoche Roger Koeppel zeigt einem Delegierten ein Ausgabe der ''Weltwoche?? der Delegiertenversammlung der SVP am Samstag, 4. Juli 2015 in Kerns. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Verleger Roger Köppel mit einem Exemplar der «Weltwoche». Bild: KEYSTONE

Oops! … I did it again: Bei der «Weltwoche» ist noch ein Plagiat aufgetaucht

Schon bei dreien Artikeln von «Weltwoche»-Redaktor Urs Gehriger kann nachgewiesen werden, dass ganze Teile davon abgeschrieben sind. Verleger Roger Köppel bedient sich der gleichen Entschuldigung wie letzte Woche. 



Die Plagiats-Affäre bei der «Weltwoche» zieht weitere Kreise. Erst am Donnerstag musste «Weltwoche»-Chef Roger Köppel zugeben, dass sein Auslandredaktor Urs Gehriger zwei Artikel zu wesentlichen Teilen aus dem «Telegraph» beziehungsweise der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» abgeschrieben hatte. 

Jetzt berichtet die «NZZ am Sonntag» in ihrer neuen Ausgabe, dass Gehriger sich zudem in einem dritten Artikel grosszügig bei der deutschen Tageszeitung «Die Welt» bedient hat. Für den am 11. Juli 2013 erschienenen Artikel «Suche nach dem Killer-Gen» hat Gehriger ganze Textpassagen integral aus der «Welt» übernommen. 

Weltwoche Ausriss

Ausriss des Artikels von Urs Gehriger vom 13. Juli 2013. quelle: schweizer mediendatenbank / weltwoche

Diese hatte einen guten Monat vor Gehrigers Artikel unter dem Titel «Ist der Puls zu niedrig, wird das Kind ein Mörder» ein längeres Stück zur genetischen Veranlagung von Verbrechern publiziert, wie die «NZZ am Sonntag» weiter berichtet. Gehriger hat davon längere Textpassagen ohne jede Änderung einfach kopiert. 

«Weltwoche»-Chef und SVP-Nationalratskandidat Roger Köppel sagte der «NZZ am Sonntag» zu den mittlerweile schon drei nachgewiesenen Plagiatsfällen erneut, diese Fehlleistungen entsprächen nicht dem handwerklichen Standard der «Weltwoche». Die Frage, ob das Blatt von sich aus darüber aufzuklären gedenke ob weitere Texte abgeschrieben worden sind, beantwortete Köppel nicht. Über betriebsinterne Massnahmen führe er keine öffentliche Korrespondenz. (dwi)

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