Schweiz
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SRF Studio Zürich Leutschenbach Oscar Alessio

Die SRF-Studios am Leutschenbach in Zürich-Oerlikon. Bild: SRF

«Die SRG sollte sich auf ihren Kern besinnen»

Trotz unveränderter Gebühren nimmt der öffentlich-rechtliche Gigant jedes Jahr mehr Geld ein. Ein Kommentar über Service Public bei Radio und Fernsehen – und wie die SRG aus dem Ruder gelaufen ist.

Christian Dorer



Ein Artikel der

Erstaunlich früh hat der Kampf um das revidierte Radio- und TV-Gesetz (RTVG) begonnen, über das am 14. Juni abgestimmt wird. Im Kern geht es um einen Systemwechsel bei den Gebühren: Neu soll jeder Haushalt und jedes grössere Unternehmen zahlen müssen – und nicht mehr nur jene, die ein Empfangsgerät besitzen.

Die Revision wurde taktisch geschickt aufgegleist, nach dem Motto: «Lass die Mehrheit profitieren, dann gewinnst du.»

Die einzelnen Haushalte sollen ein bisschen weniger zahlen, die privaten Radio- und TV-Stationen ein bisschen mehr erhalten – und weg ist der Widerstand. Finanztechnisch hat die Revision ihre Vor- und Nachteile.

Strategisch jedoch würde sie die Vormachtstellung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) langfristig zementieren – und eine Diskussion über den Service Public auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben.

Umfrage

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Dabei bräuchte es diese Diskussion dringend: Was soll die SRG quasi staatlich verordnet machen? Was bedeutet Service Public – und wie viel darf er kosten? Was können die privaten Medienhäuser ebenso gut? Die heutigen Definitionen sind viel zu schwammig – mit dem Resultat, dass die SRG alles macht, was nicht explizit verboten ist.

Zweifellos: Sie SRG ist eine wichtige Institution für die Schweiz. Sie produziert Sendungen in allen Landessprachen, die «zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung beitragen», wie es die Verfassung definiert.

Denn auf dem freien Markt wären nicht alle diese Angebote finanzierbar – «Tagesschau», «Rundschau» und andere wichtige, gut gemachte Sendungen könnten zu wenig Werbeeinnahmen generieren, von deren französisch- und italienischsprachigen Pendants ganz zu schweigen. Deshalb greift der Staat ein und verordnet Gebühren.

Die SRG wächst und wächst und wächst

So weit, so gut. Betrachtet man jedoch das heutige Angebot der SRG, zeigt sich: Die SRG mit ihren 17 (!) Radio- und 7 TV-Sendern ist aus dem Ruder gelaufen.

Sie bietet heute vieles an, was die privaten Medienunternehmen auch tun – und konkurrenziert sie mit ungleich längeren Spiessen: Die Privaten müssen ihre Einnahmen erwirtschaften, die SRG wird mit Gebührengeldern versorgt. Die «Nordwestschweiz» hat diese Woche anhand der Geschäftsberichte gezeigt, dass die SRG zwischen 2000 und 2013:

Diese Zeitung gehört zu den AZ Medien, einem privaten Unternehmen also, und ist damit in Medienfragen Partei. Trotzdem sei die Feststellung erlaubt: Die SRG macht heute zu viel, sie entzieht den Privaten damit den wirtschaftlichen Boden und schadet langfristig der Medienvielfalt.

Tageszeitungen, Online-Portale, private Radio- und TV-Stationen, rechtsaussen die «Weltwoche» und linksaussen die «Wochenzeitung» – sie alle tragen zu einer lebendigen Meinungsbildung bei und zu einer breiten Verteilung der Medienmacht. Aus diesem Grund steht zum Thema «Radio und Fernsehen» ebenfalls in der Verfassung: «Auf die Stellung und die Aufgabe anderer Medien, vor allem der Presse, ist Rücksicht zu nehmen.»

Die SRG macht mit Gebühren dasselbe wie die Privaten

Die Praxis jedoch sieht anders aus:

Auf Online-Portalen wird die SRG von Usern auffallend heftig (und oft unfair) angegriffen. Jedoch finden sich kaum Politiker, die die SRG kritisieren – zu gross ist die Angst, nicht mehr in Sendungen eingeladen zu werden.

Eine der wenigen Ausnahmen ist die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Sie sagt: «Der Service Public muss endlich eingegrenzt werden – nur so können wir die faktische Monopolstellung der SRG ändern.»

Aber auch die meisten Journalisten gehen liebedienerisch mit der SRG um; ihre Kommentare lesen sich nicht selten wie ein Bewerbungsschreiben ...

Die Schweiz täte gut daran, die SRG zu ihren Wurzeln zurückzuführen: zu einem Radio- und TV-Unternehmen, das Sendungen macht, die für das Land wichtig sind und die es sonst nicht geben würde. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll genug.

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    Alle Leser-Kommentare
  • sebjseb 13.04.2015 12:34
    Highlight Highlight Stehe voll und ganz hinter diesem Artikel - auch wenn, oder gerade weil der Verfasser kein Blatt vors Maul nimmt. Einzig die Umfrage ist missverständlich. Bin zwar sehr wohl für eine Revision - aber sicher nicht diese "Revision"!
  • gaba 24.03.2015 19:14
    Highlight Highlight Ich denke, das SRG Modell würde auch für die andern Medien Sinn machen: Zwei kostenlose SRG-Tageszeitungen in jeder Landessprache, zwei kostenlose SRG-Internet-Portale in jeder Landessprache, eine nationale SRG KIno-Kette, ... und weil das alles kostenlos sein soll, von jedem Schweizer und den ansässigen Firmen ein paar hundert Franken zusätzlich via Billag eintreiben. NZZ, Tagi, watson, 20Min, ... baucht's nicht.
  • Schneider Alex 23.03.2015 09:57
    Highlight Highlight Nach dem vernünftigen Gebührenentscheid muss als zweiter Schritt die Überprüfung der SRF-Programme folgen.

    Es stellen sich insbesondere folgende Fragen: Warum gehört das permanente Ausstrahlen von Kriminal-, Gewalt- oder Horrorfilmen oder der Formel-1 Rennen zum Service public? Warum kann man die Ausstrahlung von Klamauk-Formaten nicht einfach den privaten Fernsehkanälen überlassen? Mit Sparmassnahmen an der richtigen Stelle könnten nicht nur Gebühren gesenkt, sondern auch die Werbefenster verkleinert oder mehr und bessere eigenständige Sendungen produziert werden.
    • tomdance 24.03.2015 23:30
      Highlight Highlight Ja was jetzt. SRF oder SRG. Und wenn SRF, warum denn nicht auch RSI, RTS und RTR? Und warum nicht auch gleichzeitig die vergünstigten Versandbedingungen für Zeitungen und Zeitschriften? Es dünkt mich, dass hier von Rechts in Richtung Leutschenbach geschossen wird. Irgendwann werde ich die Beweggründe auch verstehen.
    • Schneider Alex 29.03.2015 08:30
      Highlight Highlight Nicht immer alles mit der Links/Rechts-Brille ansehen, bitte! Einfach nur mal die Sache selbst beurteilen ohne ideologische Scheuklappen.
    • sebjseb 13.04.2015 12:36
      Highlight Highlight @alex: Sie sind also für die Revision? und gegen die SRG? Da passt was nicht.. Bitte nochmals informieren was eine Annahme der Revision zur Folge hat!
  • sleeper 21.03.2015 20:24
    Highlight Highlight Grundsätzlich hat Herr Dorer nicht unrecht mit der Darstellung der momentanen Situation. Allerdings stimme ich mit seiner Interpretation nicht überein. Es ist richtig, das die SRG Vieles tut, was über den ursprünglichen Auftrag hinaus geht. Aber ich finde das aus 2 Gründen gut. Ersten bringt die SRG politisch neutrale News (im Gegensatz zu den meisten News-Portalen), was in unserer direkten Demokratie essentiell ist. Zudem hat sie sich als Garant für qualitativ hochwertige Filme und Serien mit kaum Werbeunterbrechungen etabliert, in einer Zeit, in der immer mehr "Trash" im Fernsehen kommt.
    • gaba 24.03.2015 19:16
      Highlight Highlight "Neutrale" News gibt es nicht. Es muss transparent sein, wer bzw. welche Interessen hinter welchem Medium stehen, damit man die Aussagen einschätzen kann.
    • sebjseb 13.04.2015 12:41
      Highlight Highlight Und ICH soll für Ihr werbefreies Vergnügen aufkommen? Und das nennt sich dan service public? Na so ist das.. interessant!
  • PatricB 21.03.2015 15:40
    Highlight Highlight ... die «zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung beitragen»

    Bei dem vielen Mist, der bei anderen Sendern abgekupfert wird, ist es nicht verwunderlich, wenn die Mehrheit auf die sogenannten Privatsender wechselt. Die Anzahl der Sendungen, welche unter Service Public gehen können ist ja nicht sehr hoch.
  • Lowend 21.03.2015 14:40
    Highlight Highlight Könnte Watson bitte die Interessenbindungen von "christian dorer" erläutern, denn dieser Mensch scheint direkt von Natalie Rickli bezahlt zu werden, oder wie kann man sich diese Lobeshymne, ja fast Liebeserklärung an die SVP-Vertreterin der Goldbach Medien erklären? Solche einseitigen, undemokratischen Kommentare bin ich mir von Watson nicht gewöhnt, sie sind aber ein gutes Beispiel für die Neutralität, die im Privatfernsehen, durch gekaufte Beiträge, nach der durch die Politik geplante Zerstörung von SRF, ganz normal wäre! FOX lässt grüssen!
    • Luca Dietiker 21.03.2015 20:28
      Highlight Highlight Ich bin genau deiner Meinung.
  • gaba 21.03.2015 13:14
    Highlight Highlight Die SRG scheint mir teures PayTV mit Kaufzwang zu sein. Da darf man solche Fragen stellen: Welche Teile kann die Wirtschaft besser, innovativer und günstiger betreiben? Was macht das für einen Sinn, wenn sich Swisscom und SRG, zwei "Staats-Betriebe", z.B. beim Erwerb der Sportrechte den Preis hochtreiben? Was macht es für einen Sinn, den Preis für Spielfilme hochzutreiben, indem die SRG mitbietet? Diese Frage darf man stellen. Schaut mal was in den nordischen Ländern geschehen ist, nachdem die Budgets der staatlichen Sender massiv gekürzt wurden. TV Innovation ohne Ende. Das wäre was für uns.
    • tomdance 21.03.2015 17:28
      Highlight Highlight Hallo gaba. Rangliste der Gebühren: 1. Schweiz, 2. Norwegen, 3. Dänemark, 4. Finnland, 5. Schweden, 6. Deutschland. Die Schweiz hat aber Angebote in 4 Sprachen. Macht das die Schweiz nicht irgendwie zum Schnäppchen?
    • gaba 24.03.2015 19:20
      Highlight Highlight Was bedeutet der erste Platz in dieser Rangfolge? Die höchsten Gebühren pro Einwohner oder die tiefsten?
  • Kastigator 21.03.2015 12:15
    Highlight Highlight Die Privaten würden Serien und Filme mit viel mehr Unterbrechungen und vor allem nicht im Zweikanalton zeigen. Das ist mir schon Geld wert. Und wer Rickli erwähnt, ohne zu sagen, dass sie ihr NR-Mandat missbraucht, um im Auftrag ihres Arbeitgebers (Goldbach Media, verkauft die Schweizer Werbefenster der Deutschen Privaten) die SRG zu schwächen, verdient die Bezeichnung “Journalist“ nicht. Dieser unausgegorene, tendenziöse Kommentar ist mit das Schlechteste, was ich je gelesen habe zum Thema. Oder handelt es sich ebenfalls um eine von Goldbach bezahlte Publireportage?
    • gaba 21.03.2015 12:57
      Highlight Highlight Gebe Dir recht, dass man solche Dinge nicht unerwähnt lassen darf. Allerdings scheinst Du unser politisches System nicht im geringsten verstanden zu haben. In Bern vertritt jeder seine Interessen. Das ist die Idee des ganzen. Du vertrittst Deine eigenen Interessen, indem Du jemanden wählst, der Deine Interessen stellvertretend für Dich in Bern vertritt.
      Genau so wie die Bürger, tun das Unternehmen, Organisationen, ... das ist die Idee. Die Interessen treffen dann aufeinander und man muss sich einigen.
      Ein Problem gibt es dann, wenn das nicht transparent ist oder man dies ignoriert.
    • Kastigator 21.03.2015 13:50
      Highlight Highlight Rickli wurde aber nicht von Goldbach Media gewählt. Und sie macht diesen Link auch nie transparent - obwohl sie fast ihre ganze Energie auf den Kampf gegen die SRG verwendet. Besonders pikant. weil sich die SVP immer als Partei des Volks und des Mittelstands verkauft - und dabei Wendehals-Klientelpolitik betreibt wie kaum eine andere Partei. Fragt sich. ob ihre Anhänger tatsächlich so naiv und lernreistent sind.
  • Toni K. 21.03.2015 11:59
    Highlight Highlight Qualitätsvolle Radio- und TV-Information in der Schweiz lässt sich keinem privaten Konzessionär "aufbrummen", wie Jol Bear meint. Denn die Werbemärkte sind zu klein. Kein Privater könnte die Aufgabe bloss mit Werbeeinnahmen stemmen - er ginge schnell pleite. Oder die Sendungen wären oberdürftig. Dies gilt noch ausgeprägter für die Romandie und das Tessin (von den Rätoromanen nicht zu reden ... ).
    Die SRG produziert vielleicht auch manch Überflüssiges. Aber so oder so lässt sich mehrsprachiger "Service Public" in diesem kleinen Land nur mit Hilfe von Gebühren finanzieren.
  • Stellar 21.03.2015 11:48
    Highlight Highlight Ich bin gleicher Meinung. Für das erhaltene Geld soll die SRG weiterhin den Qualitätsjournalismus liefern. Die durchmischung zu einer Qualitätsonline-Plattform finde ich absolut richtig. Ansonsten würde die Institutution am Pranger stehen für das Geld nicht das gewünschte abzuliefern. Was für mich jedoch überflüssig ist, sind einige Sendungen (glanz&gloria, dgl.) welche private anscheinend nur zu gerne erfüllen.

    Eine wichtige Funktion besteht meines errachtens auch darin die Kultur vielfalt zu erhalten oder fördern. Was für die Privatenmedien durch rationalisierung und marktquotenstreben, was im privatwirtschaftlichen Umfeld verständlich ist, wohl ehrlicherweise nicht primär ist.

    Sicher ist es sinnvoll beiden genügend Raum zu geben. Und knautsch zonen gibt es immer.
    Wie jeder weiss ist es immer wieder eine Auslegungssache.

    Bezüglich Medienvielfalt stellt sich die Frage ob diese überhaupt noch existiert, zumindest werden heute Publikationen um ein vielfaches kopiert. Die starke Präsenz, ist teilweise auch ein selbstverschulden der privaten Medienhäuser, welche sich in der Marktwirtschaft gegenseitig mit immer billiger, selbst zerfleischen.
    Die unabhängige Qualität finde ich heute nur noch in Medien die sich eben auch ein Korrespondenzen-Netz leisten, was natürlich kostet.
  • Jol Bear 21.03.2015 10:43
    Highlight Highlight Zum Service Public gehört in erster Linie, dass alle Regionen des Landes mit TV und Radio abgedeckt werden und die notwendigen Informationen in allen Landessprachen gewährleistet werden. Das kann den privaten Anbietern im Rahmen einer Konzession aufgebrummt werden. Das heisst: einen staatlichen TV- Sender braucht es genau so wenig wie eine staatliche Zeitung (letztere gibt's ja auch nicht). Dass die Privaten gegenwärtig wenig ausführliche Informationssendungen anbieten, hat damit zu tun, dass SRF hier dank seiner Millionengebühren eine nicht angreifbare Monopolstellung aufgebaut hat. Aus Deutschland und Grossbritannien liegen ebenfalls seriöse Untersuchungen vor, gemäss denen staatliche Medienanbieter, zumindest solche mit umfassendem Angebot, nicht mehr zeitgemäss sind.
  • Adonis 21.03.2015 10:18
    Highlight Highlight Liebe(r) Big_Berny, liebe(r) Nyi Phy
    Beide sind im Recht. Ich schaue Fernsehen seit der ersten Stunde, da fernsehen öffentlich zugänglich ist. Im technischen Bereich kommt es mir vor wie bei mir zu Hause. Die Ausgaben stehen in einer Kopfpyramide. Nach oben offen. Immer perfekter, immer verre.....! Immer mehr Personal bedeutet immer mehr Werbung und am Schluss: "Der grösste Teil der Bevölkerung zappt sich fast zu Tode" Schaut mal die Zeitschrift "Die Welt". Echt interessant!! http://www.welt.de/print-welt/article211867/Dieses-Geraet-kann-Ihre-Nerven-toeten.html
  • Gott 21.03.2015 10:14
    Highlight Highlight Die ideale SRG des Autors würde von 18-21 Uhr senden, sonst nur Flimmern; im Internet auf einem veralteten Flash Player diese paar Sendungen anbieten und noch via einzelne Radiostation alle Nationalratsdebatten live übertragen.
    Ich bin diese Diskussion langsam müssig. Den freien Markt hochstilisieren und die Woz mit der Weltwoche vergleichen, das einzige was ein freier Medienmarkt bringt ist ein Blochermonopol.
    Nur weil es für die AZ finanziell eng wird, wenn sie nur Neuigkeiten erfasst, heisst das doch noch lange nicht, dass die SRG schuld ist, denn in einem freien Markt überlebt auch nur, wer innovativ ist. Und die AZ ist es nicht.
  • SanchoPanza 21.03.2015 10:12
    Highlight Highlight Was soll das, man könnte meine Natalie Rickli habe den Artikel geschrieben!
    Zugegeben, auf Sendungen wie Glanz&Gloria könnte man gut verzichten, aber das Netz an Auslandskorrespondenten, gute Redaktoren (nicht wie 90% der Tageszeitungen) usw. das können sich private nicht leisten! Es gibt Sparpotential, aber nicht in dem Umfange wie es gefordert wird!
    Rickli und Co. wollen einfach für die eigene Forma mehr Umsatz generieren - SVP halt! Solange es dem Volk gefällt UND in mehr Geld in die eigene Tasche läuft, vorwärts rechts! typisch...
  • Big_Berny 21.03.2015 09:50
    Highlight Highlight Wie ehrenvoll und mutig von Frau Rickli, die rein zufällig für Goldbach Media arbeitet - die Werbevermarkterin der Schweizer TV-Sender. Sorry, aber bei dieser Diskussion gehts fast allen Akteuren um den eigenen Profit.
    • SanchoPanza 21.03.2015 10:08
      Highlight Highlight so ist es! Rickli ist das denkbar schlechteste Argument!
  • Nyi Phy 21.03.2015 09:45
    Highlight Highlight Ich stimme dem Autor zwar in vielem zu, nicht aber in dem Punkt über Spielfilme und -Serien. Die Öffentlichen bringen diese im Mehrkanalton mit einem einzigen kurzen Werbeunterbruch. Die vielen ausgedehnten Werbeunterbrüche der privaten Sender sind für einen Filmgenuss nicht mehr tragbar.

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