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Röstigraben bei der Abstimmung über die Medienförderung zu erwarten

24.01.2022, 08:37
Die Romandie sagt eher Oui.
Die Romandie sagt eher Oui.Bild: keystone

Bei der Abstimmung über die Medienförderung in der Schweiz zeichnet sich nach Ansicht des Medienforschers Linards Udris ein Röstigraben ab. Die Westschweiz habe weniger Berührungsängste gegenüber staatlichen Massnahmen, die das Überleben der Medien sicherstellen sollen.

Der Medienmarkt in der Westschweiz reagieren sensibler, sagte Udris, der am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) in Zürich tätig ist. Der Markt in der Westschweiz sei kleiner. Es gebe nur wenige wirklich unabhängige Medien.

Das Mediengesetz in 130 Sekunden erklärt – und was watson damit zu tun hat

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Das Gewicht konservativer und libertärer Repräsentanten sei in der Westschweiz weniger ausgeprägt als in der Deutschschweiz. Problematisch sei, dass die lokalen Medien von Personen mit politischen Interessen übernommen würden.

Die Präsenz lokaler Medien habe generell einen positiven Einfluss auf die Teilnahme der Bevölkerung an Wahlen und Abstimmungen. Diese Medien seien nahe bei den Leuten.

Zwar sei kein Medium perfekt. Namentlich die skandinavischen Medien, wo der Staat stark engagiert sei, zeigten, dass die Unabhängigkeit gewahrt werden könne. Die nordischen Medien seien in weltweiten Rankings über die Pressefreiheit jeweils weit oben anzutreffen. (aeg/sda)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Swen Goldpreis
24.01.2022 09:04registriert April 2019
"Problematisch sei, dass die lokalen Medien von Personen mit politischen Interessen übernommen würden."

Ich glaube, das ist genau der springende Punkt. Die Gegner der Vorlage gehören ja generell eher in die Kategorie Kaufen-wir-mal-billig-ein-paar-fast-bankrotte-Zeitungen-und-machen-darauf-ein-politisches-Revolverbatt.

Der Einfluss von ein paar reichen Möchte-Gern-Propagandisten finde ich viel gefährlicher als eine staatliche Förderung, die natürlich auch nicht ganz makellos ist.
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SVP-Nationalrätin will Schutzstatus S einschränken – das sagen Kantone und Gemeinden
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