Schweiz
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Die Teilnehmer der Pestizid-Arena: Marcel Dettling, Markus Ritter, Moderator Sandro Brotz, Tiana Angelina Moser, Maya Graf. screenshot: srf

Analyse

«Das ist eine Katastrophe» – Fisch-Forscher eröffnet Pestizid-Arena mit einem Hammer

In der Pestizid-Arena sagt ein Fisch-Forscher gleich zu Beginn, was Sache ist. Danach sehen auch alle mehr oder weniger Handlungsbedarf. Ausser FDP-Mann Feller, welcher von GLP-Moser vorgeführt wird.



Die Schweiz erlebte einen turbulenten Frühling. Klimastreik, Frauenstreik und das EU-Rahmenabkommen sorgten für viele hitzige Debatten an den Stammtischen und Politstuben des Landes.

Nun, in der Woche des kalendarischen Sommeranfangs, trat ein anderes Thema auf das politische Parkett, welches das Potential hat, in den kommenden Monaten ebenso viele Emotionen zu schüren. Die Rede ist von den Pestiziden und deren Einsatz in der hiesigen Landwirtschaft.

Zunächst berichtete 10 vor 10 darüber, dass im Trinkwasser krebserregende Pestizide gefunden wurden. Wenig später und nach stundenlangem Wortgefecht lehnte der Nationalrat sowohl die Trinkwasser- als auch die Pestizidinitiative ab.

Am Freitagabend fand dann die Arena mit dem Titel «Gift auf unseren Tellern?» statt.

Welch bedrohliche Auswirkungen Pestizide haben können, illustrierte gleich zu Beginn der Sendung Fisch-Forscher Roland Kurt. «Es ist eine Katastrophe, was hier abläuft, und es wird oft einfach verharmlost», schimpfte er. Wenn er vor zwanzig Jahren einen Stein in einem Bach umgekehrt habe, dann habe es dort gewimmelt von Kleinlebewesen. «Wenn ich das heute mache, dann hat es nichts mehr.»

Dies sei katastrophal, denn die kleinen Tiere seien ein Indikator dafür, wie es den Schweizer Bächen und Flüssen gehe, führte Kurt aus. «Und es geht ihnen nicht gut, sie sind krank.» Die Fische hätten zu wenig Nahrung und jene Nahrung, die sie aufnehmen würden, sei bereits durch Pestizide verseucht, warnte Kurt mit Nachdruck. «Seit dem Jahr 2000 haben wir einen Rückgang von einem Drittel der Fische in unseren Bächen und Flüssen. Das ist alarmierend.»

Kurt: «Hören Sie auf, unser Trinkwasser zu versauen»

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Kurt forderte deswegen von Markus Ritter, dem Präsidenten des Bauernverbandes, den sofortigen Stopp des Pestizid-Einsatzes. Dieser entgegnete, dass Schweizer Bauern nur jene Mittel einsetzten, die vom Bund zugelassen seien und schob die Verantwortung sogleich weiter. «60 Prozent der Gewässerverunreinigung kommt von den Haushalten und der Industrie», so Ritter.

Während die Landwirtschaft die Probleme erkannt und Massnahmen ergriffen habe, müssten alle anderen nichts tun, ärgerte sich der oberste Bauer des Landes.

Ritter: «Wir müssen das ganzheitlich angehen»

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Dass mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln sehr vorsichtig umgegangen werden muss, und dass Handlungsbedarf besteht, darüber waren sich die anwesenden Politiker nach der krachenden Eröffnungsrede des Fisch-Forschers einig. Welche Massnahmen jedoch ergriffen werden müssen, darüber schieden sich die Geister.

Während Ritter die Landwirtschaft auf gutem Kurs sieht, fordert Grüne-Nationalrätin Maya Graf strengere Regeln. «Wir haben seit Jahren ein Problem, Herr Ritter, und wir erreichen es nicht», sagte Graf und echauffierte sich darüber, dass die Mehrheit des Nationalrats diese Woche keinen zusätzlichen Handlungsbedarf sah und nicht bereit für einen Gegenvorschlag war. «Es ist so schade, gemeinsam könnten wir eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft in der Schweiz erreichen.»

Graf: «Ihr verspielt das gute Image der Bauern»

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Marcel Dettling, der wie Graf einen Bauernhof betreibt und vor der Arena noch Gülle auf seinen Feldern ausbrachte, fürchtet sich derweil vor weitgehenden Pestizidverboten. Der SVP-Nationalrat sieht die Ernährungssicherheit bedroht. «Wenn man die ganzen Pflanzenschutzmittel in der Schweiz nicht mehr einsetzen darf, geht man von Ernteausfällen von bis zu 40 Prozent aus», so Dettling. In Teilbereichen würden sogar totale Ausfälle drohen.

Die Trinkwasser- und die Pestizidinitiative, welche den Einsatz von Pestiziden stark erschweren beziehungsweise verbieten würden, seien letzten Endes Importinitiativen, meinte der Schwyzer. «Wir schrauben in der Schweiz die Produktion herunter und kaufen im Ausland ein. Da mache ich nicht mit!»

Dettling: «Wir verlagern das Problem ins Ausland»

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Das sei ein Angstszenario, hielt Tiana Angelina Moser dagegen, man müsse einfach anders produzieren. Eigentlich sei das aber sowieso die falsche Diskussion, fuhr die bestens aufgelegte Grünliberale fort. «Wenn ich Ihnen sage, Herr Dettling, dass die bisherige Produktion unser Trinkwasser und unser Ökosystem kaputt macht, dann können Sie irgendwann gar nicht mehr zuhause produzieren.»

Moser kritisierte, was momentan mit den Dirketzahlungen des Bundes an die Bauern passiert. «Ich bin doch nicht bereit, mit der einen Hand Geld in die Landwirtschaft zu investieren», so Moser, «und danach mit der anderen Hand noch mehr Geld zu investieren, um wieder alles zu sanieren, das wir kaputt gemacht haben.» Man erhalte mit Steuergeldern ein System künstlich am Leben, das Natur und Menschen schaden würde. «Das geht doch nicht, das ist doch absurd!»

Moser: «Das ist doch absurd»

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Ritter, der sich mächtig ins Zeug legte, kam nach diesen Voten aus der Öko-Ecke zunehmend in Erklärungsnot. Seine Situation verbesserte sich auch nicht, als er sich mit Franziska Herren, der Initiantin der Trinkwasser-Initiative, anlegte.

Herren rechnete vor, dass bei der Produktion von Schweizer Fleisch 50 bis 70 Prozent Import-Futter verwendet würde. Das stimme nicht, entgegnete der Präsident des Bauernverbandes, «90 Prozent des Futters kommt aus der Schweiz.»

Dies löste bei Herren wiederum ein Kopfschütteln aus. Wenn man das Gewicht betrachte, stamme tatsächlich nur zehn Prozent des Futters aus dem Ausland, so Herren. Aber es gehe hier doch um den Nährwert, nicht um das Gewicht. «Ob Sie einen Teller Sojabohnen oder einen Teller Salat essen, hat einen ganz anderen Effekt», erklärte sie schlüssig und liess damit den CVP-Nationalrat einigermassen hilflos zurück.

Noch schlechter erging es eigentlich nur Olivier Feller, der von seiner liberalen Ratskollegin Moser regelrecht überfahren wurde. Der FDP-Nationalrat setzt seine Hoffnung in die Selbstregulierung des Marktes. Wenn alle Links-Wähler nur Bio-Produkte kaufen würden, dann würde auch die Anzahl Bio-Bauern steigen, so Feller.

Feller: «Wenn die Linken mehr Bio kaufen würden ...»

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Dieser Strategie konnte Moser so rein gar nichts abgewinnen. Es würden heute systematisch Grenzwerte überschritten, während ein Insekten- und Vogelsterben stattfinde, konterte die Grünliberale. «Wir können doch nicht die Gesundheit der Umwelt und der Menschen dem Markt überlassen. Da gibt es Grenzen!»

Fisch-Forscher Kurt kam im Verlauf der Sendung leider nicht mehr zu Wort. Doch vielleicht wird sich der eine oder andere Arena-Zuschauer in den kommenden Sommermonaten an seine Warnung zurück erinnern und in der Fluss-Badi mit einem unguten Gefühl einen Stein umdrehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 22.06.2019 17:54
    Highlight Highlight Es ist tatsächlich unfair, den "Alten Weissen Mann" den Bauern allein zuzuschieben und sie zu Buhmännern der Gewässervergiftung zu machen!
    Wenn die zahlreichen Problem-Unkräuter, wie Placken, Hahnenfuss, Kratzdistel, usw. und investiven Neophyten, wie Berufskraut, Springkraut, etc. biologisch, das heisst von Hand, bekämpft werden sollen, dann ist das für die Bauern mit einem enormen Aufwand verbunden!
    Wenn dieser nicht genügend abgegolten und honoriert wird, haben die Bauern auch keine Lust, nebst dem täglich vollgepackten "Grundprogramm" noch bis zum Eindunkeln zu jäten...
    • es isch wies isch (Oiiiink-Edition) 22.06.2019 20:38
      Highlight Highlight Mir kommen gleich die Tränen. Ich lebe auf dem Lande und sehe täglich wie die Bauern 'arbeiten'.
      Wenn die einmal von ihrem Traktor runtersteigen um etwas von Hand zu machen, kannst Du ein Kreuz an die Decke machen. Viele Kreuze wirst Du allerdings nicht malen können.
      Ich sag's gleich mal direkt: Die meisten Bauern beziehen ihren Lohn direkt/indirekt vom Steuerzahler. Und ich bin der Meinung, wer bezahlt soll auch (mit)bestimmen in jenen Bereichen, welche die Allgemeinheit betreffen.

    • rodolofo 23.06.2019 12:04
      Highlight Highlight Ich wohne in der Stadt und ARBEITE auf dem Lande, gegen karges Entgelt.
      Einen "Subventions-Spender", der sein Auto auf dem Feldweg parkiert hatte und der sich jetzt seelenruhig und wie selbstverständlich daran machte, schöne Blumen in der Wiese auszustechen, habe ich auch einmal gesehen.
      Ich fragte ihn, warum er das tue und ob er nicht zuerst die Bauern fragen wolle, die gleich da oben im Bauernhaus wohnen täten.
      Er antwortete mir stinkfrech, dass er die Blumen schon längst bezahlt habe, mit seinen Subventionen.
      Da wurde ich dann hässig und sagte ziemlich energisch, er solle sofort ABFAHREN!
    • es isch wies isch (Oiiiink-Edition) 23.06.2019 13:33
      Highlight Highlight Nicht Äpfel und Birnen vermischen. Du kennst doch bestimmt den Unterschied?????


      "Und ich bin der Meinung, wer bezahlt soll auch (mit)bestimmen in jenen Bereichen, welche die Allgemeinheit betreffen."

      'Allgemeinheit' ist das Zauberwort.
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 22.06.2019 17:54
    Highlight Highlight Die zur Zeit gelben Wiesen täuschen, diese sind überdüngert mit Jauche und Kunstdünger, was richtig wäre sind saftige Magerwiesen! Wann kommen die Politiker und Gesetzgeber endlich zur Vernunft und verbieten diese Vergiftung unseres Lebensraums? Auch der Import von Lebensmitteln, die nicht nachweislich nachhaltig produziert wurden, sollten verbannt werden, wie z.B. diese unsäglichen Produkte von den vergifteten Böden aus Almeria!
    • chleber 23.06.2019 21:00
      Highlight Highlight Mit ihrem Zitat „saftige Magerwiesen“ outen sie sich leider als Hobby-Agronom.
      Tschuligom.
  • B-Arche 22.06.2019 17:22
    Highlight Highlight Ist wie beim Bienensterben. Jahrzehntelang hat man Insektenvernichtungsmittel gespritzt und heute wundert man sich warum die Insekten vernichtet sind.
    Ich frage mich, warum das sich unlogisch und dumm zu verhalten anscheinend evolutionär durchgesetzt hat.
    • orso129 23.06.2019 07:22
      Highlight Highlight Albert Einstein sagte schon..."die Dummheit der Menschen ist unendlich...!"
  • Der sich dachte 22.06.2019 17:01
    Highlight Highlight Wir vergiften uns, damit wir 40% der Lebensmittel fortschmeissen können, während anderswo Kinder hungern. Wer will das eigentlich und wer profitiert davon? Einmal mehr: Die SVP und die FDP!
  • Walser 22.06.2019 15:37
    Highlight Highlight Es kann nicht sein, dass wir Milliarden in unsere Landwirtschaft investieren und dafür verseuchtes Wasser und Lebensmittel erhalten. Der Anteil der Landwirtschaft an der Gesamtvergiftung ist dabei nicht relevant. Alles diskutieren nützt aber letztlich nichts. Wir Stimmbürger haben es in der Hand, diejenigen zu wählen, denen wir eine Kehrtwende zutrauen. Tun wir es.
    • TingelTangel 22.06.2019 20:40
      Highlight Highlight "Der Anteil der Landwirtschaft an der Gesamtvergiftung ist dabei nicht relevant" Doch ist er. Sie wollen gar nicht wissen wie unsere Landwirtschaft aussehen würde ohne Direktzahlungen. Was an Mengen Spritzt die SBB auf die Gleise, denn das Versickert schneller im Grundwasser wie auf Feldern. Dazu würde ich auch gerne mal Studien sehen Bezüglich Medikamente und Kosmetika/Körperpflege Produkte. Und gerne auch noch die Spritzmittel der Biobauern und deren Anwendungen mal genau Studieren. Unachtsam angewendet kann das Giftiger werden wie mit Chemischen.
  • TingelTangel 22.06.2019 15:32
    Highlight Highlight Was ist überhaupt mit der SBB, die spritzen die Gleise auch mit Herbizid, sind aber im Gegensatz zu den Bauern nicht in der Kritik? Ahh, natürlich, die ganzen Bio-Anhänger fahren mit dem Zug.
  • Barracuda 22.06.2019 15:23
    Highlight Highlight Ich habe die Nase voll. Ich weiss die Initiativen sind radikal. Aber wenn die Rechte inklusive die neue FDP in ihrem grünen Mäntelchen überhaupt nichts machen wollen, dann stimme ich halt ja. Da können sich die verlogenen Rechten dann selbst an der Nase nehmen, wenn sie nicht mal einen moderaten Gegenvorschlag unterstützen. Ich kann Gössi nicht mehr sehen!
    • TingelTangel 22.06.2019 18:14
      Highlight Highlight Sie würden sich selber ins Bein schiessen. Viele Bauern würden dann ohne Regulierung arbeiten, sprich erst richtig mit Spritzmitteln.
  • No fear 22.06.2019 14:26
    Highlight Highlight Wir sollen mehr BIO kaufen, der Mark würde das regeln? Echt jetzt? Das einzige, was der Markt regelt, ist die Gewinnmarge derer, die ihn bestimmen. Das sind und waren noch nie die Konsumenten! Also hört endlich auf, die Konsumenten für etwas verantwortlich zu machen, das die Politik mit falschen Anreizen und einer absurden Subventionspolitik zu verantworten hat. Das Parlament hat die Zügel in der Hand und soll jetzt endlich handeln! Schluss mit der stetig zunehmenden systematischen Vergiftung unserer Böden. Punkt.
    • Der sich dachte 22.06.2019 18:52
      Highlight Highlight Hätte gerne tausend Herzen gegeben! ❤️
    • No fear 22.06.2019 22:06
      Highlight Highlight Danke 💕 herzen sind soooo viel schöner als alles Andere 🙌🏼😊🙌🏼
  • WeissNixSagNixMachtNix 22.06.2019 14:24
    Highlight Highlight Wir sind die Konsumenten und beeinflussen zum grossen Teil, wie was produziert wird. Augen auf beim Einkauf und sich besser informieren. Ich fange heute an genauer hinzuschauen.
  • Blaubar 22.06.2019 14:17
    Highlight Highlight Und wir Konsumenten sind an allem schuld, nicht wahr. Aber mal ehrlich: Wollen wir diese perfekten Lebensmittel überhaupt? Wollen wir überhaupt die 5G-Technologie? Wollen wir das alles überhaupt? Ich bin mir da nicht so sicher. Eine Wahlmöglichkeit besteht nur sehr bedingt.
    • mountaineer 22.06.2019 16:59
      Highlight Highlight Bei Lebensmitteln würde ich es begrüssen, wenn mehr auf Geschmack als auf Optik gesetzt würde.
      Kleine Story dazu: Letztes Jahr kaufte ich in Deutschland in einem Supermarkt einer grossen Kette Erdbeeren.
      Ich war erst etwas skeptisch weil die Beeren nicht so "schön" aussahen.
      Geschmeckt haben sie aber um Welten besser als alles was ich in der Schweiz in den letzten Jahren bekommen habe und zwar inkl. "Coop Primagusto" und dergl. teurem Firlefanz.
      Recherche ergab, dass die Beeren von einem Hof dort in der Nähe stammten, vermutlich eine Sorte die Geschmack statt Aussehen priorisiert.
    • mountaineer 22.06.2019 17:10
      Highlight Highlight ...und ja, auf schnelles mobiles Internet möchte ich auf keinen Fall verzichten müssen!
  • mountaineer 22.06.2019 13:57
    Highlight Highlight Frage in diesem Zusammenhang: Bei Früchten und Gemüse ist Bio-Ware oft doppelt so teuer (oder noch mehr) als konventionelle Produkte.
    Sind die Produktionskosten wirklich so viel höher oder verdient der (Detail-)Handel sich da eine goldene Nase?
    • auloniella 22.06.2019 14:28
      Highlight Highlight Klar alles Verschwörung....Ohne Pflanzenschutzmittel ist der Ertrag geringer, die Kosten für Unkraut und Schädlingsbekämpfung sind im Bio-Landbau höher. Daher der höhere Preis. Margen der Grossverteiler kommen noch dazu. Ist das nicht offensichtlich?
    • Jesses! 22.06.2019 15:22
      Highlight Highlight Verdient sich eine goldene Nase!
    • TingelTangel 22.06.2019 15:40
      Highlight Highlight Gehen Sie mal in eine Bio Gärtnerei arbeiten. Hab ich mal und war erschrocken, denn damit der Preis gerechtfertigt ist muss 1 Klasse angeboten werden und da wird sehr vieles weggeworfen, weil man nicht an die Qualität rankommt. Bio zu produzieren für den Markt ist sehr zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Auch bleiben Bio-Produkte weniger lang frisch und die Kunden sind anspruchsvoller und heikler, was den Preis mehr als rechtfertigt, mehr verdienen tut man nicht. Gemessen am Arbeitsaufwand eher weniger. Und sonst geh mal ne Woche Blacken stechen auf dem Feld.
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  • Nüübächler 22.06.2019 13:54
    Highlight Highlight Moser von der GLP ist widersprüchlich, auf der einen Seite will sie keine Spritzmittel, auf der anderen Seite ist sie für offenere Grenzen.
    Sie kann ja ehrlich sein und sagen dass sie in der Schweiz keine produzierende Landwirtschaft will, sondern möglichst Geld verdienen will mit Import von ( gespritzten) Lebensmittel.
    • Blaubar 22.06.2019 14:14
      Highlight Highlight Hier geht es für einmal nicht um Geldverdienen, sondern darum, dass wir alle noch ein wenig weiterleben möchten.
    • Kupetzky 22.06.2019 20:04
      Highlight Highlight Denkfehler, Nüübächler. Du setzt voraus, dass in der Schweiz nur mit Gift produziert werden kann. Der abgeschottete Markt ist ein Freipass für Mittelmässigkeit und Ignoranz. Weisst Du noch als der einheimische Alkohol dem importierten gleich gestellt wurde? Das Ende der heimischen Destillate, jammerten alle Glünggis. Und jetzt? Noch nie hatten wir so tolle einheimische Brände! Noch nie ging es der Branche so gut!
  • Coop 22.06.2019 13:53
    Highlight Highlight Mal von allem abgesehen... Wann wird endlich verstanden, dass es "krebserzeugend" und nicht "krebserregend" heißt? "Krebserregend" ist einfach nur falsch.
    • Blaubar 22.06.2019 14:15
      Highlight Highlight Beides falsch. Krebszellen gibt ist dauern im Körper, werden aber normalerweise eliminiert. Es müsste also heissen „krebsbegünstigend“.
    • Garp 22.06.2019 14:47
      Highlight Highlight Krebserzeugend ist schon ok und auch krebserregend, wenn Stoffe zu mehr Krebszellen führen, weil sie Zellen schädigen oder das Immunsystem schädigen. Begünstigen find ich dann verharmlosend.
    • Barracuda 22.06.2019 15:25
      Highlight Highlight Und noch was Relevantes zum Thema, ihr Besserwisser? 😉
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  • Garp 22.06.2019 13:20
    Highlight Highlight Das Bundesamt für Landwirtschaft wurde vernachlässigt, das Pestizide zulässt, die krebserregend sind und sonst extrem schädlich. Es gibt Stoffe die gar nie hätten zugelassen werden dürfen. Da muss ein Filz herrschen mit Syngenta & Co .
  • momet 22.06.2019 12:58
    Highlight Highlight Früher sah man nach einem Platz oder Gewitterregen zahlreiche Regenwürmer. Heute fast keine mehr. Regenwürmer sind extrem Wichtig für einen gesunden Boden. Wegen dieser enormen Pestizid Vewendung, wird die Regenwumpopulation radikal dezimiert. Sehr ungut Langfristig sehr Bedenklich.
    • Martin Kaufmann 22.06.2019 14:33
      Highlight Highlight Total falsch. Jetzt gerade regnete es. Und in meinem Garten kommen die Würmer raus. Viele. Und die Vögel jubeln und fressen sie.
    • Martin Kaufmann 22.06.2019 14:39
      Highlight Highlight Auch die Schnecken kommen. Sogar kleine Frösche sehe ich. Als nächstes werde ich zum Bach gehen und Steine umdrehen. Ich glaube, der Fischforscher hat Unsinn erzählt. Ich mache Fotos davon.
      Benutzer Bild
    • TingelTangel 22.06.2019 15:45
      Highlight Highlight Wir haben auch ein Feld und bewirtschaften es mit Direktsaat, was der Bodenerosion vorbeugt. Herbizid-Einsatz ist da nötig. Wir haben einen sehr gesunden Boden und wenn man mit der Saatmaschine durchfährt, bewegt sich der Boden von denn vielen Regenwürmern. Ich kenne Nachbarn, die Bio sind, und durch die Bodenbearbeitung den Boden verdichtet haben und auch keine Würmer mehr haben.
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  • derlange 22.06.2019 12:35
    Highlight Highlight Warum arbeitet man nicht mit den Bauern sondern gegen Sie?
    Ich denke jeder Betrieb wäre doch froh, wenn sein Boden nicht vergiftet ist.
    Oder sind die Mittel gar nicht so schlimm?

    Was ist eigentlich mit Medikamenten und Hormone? Sind die unschädlich für Flora und Fauna?
    • auloniella 22.06.2019 14:31
      Highlight Highlight Nein, nicht unschädlich. Oft weiss man noch nicht wie sich hormonsktive Stoffe oder Medikamentenrückstände auf einzelne Arten auswirken. Die Medikamentenrückstände fördern aber generell resistente Bakterienstämme. Ein weiteres grosses Problem...
    • Kupetzky 22.06.2019 20:19
      Highlight Highlight Du hast die Sendung offensichtlich nicht geschaut. Die Bauern sind die, welche sich nicht verändern wollen. Die grüne Politik rennt da seit JAHRZEHNTEN an die Wand. Bauernbetrieben ist ein vergifteter Boden egal - solange die Kohle stimmt. Die Mittel sind verantwortlich für all die Zivilisationskrankheiten, welche immer mehr Menschen plagen. Und Medikamente? Wie prophylaktisch verabreichte Antibiotika? Schweizweit flächendeckend! Durch alle Giftbauern! Seit Jahrzehnten!
    • derlange 22.06.2019 20:49
      Highlight Highlight Wie bitte?
      Denken Sie den Landwirten liegt der eigene Boden nicht am Herzen? Schliesslich ist das ihre Existenzgrundlage.
      Haben Sie schon mal mit eine. Landwirten gesprochen? Ich denke die bedauern ein Fischsterben ebenso.

      Profilaktische Antibiotika Abgaben an Tiere ist in der Landwirtschaft verboten.
      Bitte verbreiten Sie keine Fakenews.

      Glauben sie denn, Pflanzen brauchen keinen Schutz?
      Wir gehen doch auch zum Arzt wenn es uns nicht gut geht...
      Wenn Sie Fusspilz haben, nehmen Sie sich auch was? Wenn ihre Kinder Läuse haben, was machen Sie dann? Bettmilben, Mücken, usw.



    Weitere Antworten anzeigen
  • René Obi (1) 22.06.2019 12:07
    Highlight Highlight Tiana Moser hat recht. Eigenverantwortung wahrnehmen für alle wäre toll, funktioniert aber in vielen Bereichen schlicht nicht. Ganz viele können gar nicht mehr bezahlen für Bio-Produkte oder für teurere Zugreisen (im Vergleich zum Flug) etc. Ganz viele interessiert es einfach nicht. Darum muss es leider staatlich geregelt werden. Schade.
  • wolge 22.06.2019 11:34
    Highlight Highlight Als Kind meinte ich Bauern würden die Natur und Tiere lieben...

    Als Erwachsener habe ich erkannt, dass es such dort nur um den kurzfristigen Gewinn geht...
    • Leider Geil 22.06.2019 11:59
      Highlight Highlight Also bitte etwas differenzierter, wenn es geht. Es gibt auch noch anständige und vernünftige Bauern!
    • rodolofo 22.06.2019 12:20
      Highlight Highlight Das ist eine ganze Kette von Profit-Maximierern, die von den "Produzenten" über die "Verarbeiter", den Zwischen-Handel und den Handel bis zu den "Konsumenten" geht.
      Und am Ende dieser Kette steht das Tier, oder die Pflanze...
      Auf jeder Stufe und in jedem Glied der Kette geht es darum, einen nachhaltigen und respektvollen Umgang zu pflegen, im Sinne einer GANZHEITLICHEN Lebensqualität!
      Der tiefere Sinn des Lebens liegt nun mal nicht in der Anhäufung von möglichst Vielem zu möglichst geringen Preis, sondern im Herstellen und Verbrauchen von Lebensnotwendigem in guter Qualität, zu fairen Preisen!
    • Gubbe 22.06.2019 13:33
      Highlight Highlight rodolofo: Das wäre das Idealziel. Ein paradiesischer Zustand, leider wird das nie eintreffen. Die Realität zeigt uns, dass mehr haben/zeigen, überwiegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier 22.06.2019 11:34
    Highlight Highlight Ernährungssicherheit?! Das ich nicht lache! Die Schweizer war seit mindestens 70 Jahren nie in der Lage sich selbst zu versorgen, dass bedingt schon die für viele Arten der Landwirtschaft ungünstige Topographie auf dem Grossteil der Schweizer Fläche. Mindestens 45% der Lebensmittel werden importiert. Selbstversorgung ist also ohnehin eine Illusion, dann solten wir ubs doch eher darauf konzentrieren Lebensmittel zu produzieren, die diesen Namen auch verdienen und nicht sich und unsere Umwelt in Giftmüll verwandeln...
    • wasylon 22.06.2019 13:01
      Highlight Highlight @Domini
      Genau. Besser importieren. Wenn sich im Ausland "die Umwelt in Giftmüll" verwandelt ist es ja nicht weiter schlimm. 😂
    • Gustav.s 22.06.2019 13:16
      Highlight Highlight Möglich wäre es schon. Fleisch nur noch im Berg und Hügelgebiet mittels genügsamen Tierarten produzieren und ansonsten alle auf möglichst vegetarische Ernährung umschwenken.
      Dazu noch Foodwaste und Kalorien pro Kopf senken.
    • Dominik Treier 22.06.2019 15:08
      Highlight Highlight Ich weiss ja nicht genau was Import mit im Ausland die Umwelt in Giftmüll verwandeln zu tun hat wasylon ... Auch dort können schonende Anbaumethoden verwendet werden und es gibt dort eben viel mehr Flächen um das zu machen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Floboter 22.06.2019 11:33
    Highlight Highlight Die "Gutmenschen" sollen also die Erde retten. Ansonsten sind das ja alles utopisten und gewaltbereite Querolanten. Klar, macht sinn... Tranparenz ist in Bern ja auch nicht gewollt. Danke für nichts!
    Ich hoffe im Herbst gibt es einen Rutsch nach Links, sonst müssen wir eine Revolution anzetteln✊
    • rodolofo 22.06.2019 12:26
      Highlight Highlight "Revolution" ist mit dem Umpflügen eines Feldes zu vergleichen:
      Die Lebewesen von unten, wo dunkle, anaerobe Verhältnisse vorherrschen kommen nach oben, wo sie qualvoll zugrunde gehen, ausgedorrt und vertrocknet von der sengenden Sonne und dem Wind.
      Die Lebewesen von oben, wo helle, aerobe Bedingungen vorherrschen, werden hingegen nach unten gedrückt, wo sie in der Enge, Feuchte und Dunkelheit ebenfalls eingehen...
      Aus ökologischen Gründen wird darum heute der pfluglose Anbau gefördert und weiterentwickelt. Revolutionen sollen nach Möglichkeit vermieden werden.
    • Floboter 22.06.2019 14:17
      Highlight Highlight Wohl eher wucher wachsende Pflanzen zu fällen damit die jungen Pflanzen Sonne haben um zu überleben...
    • Chrigi-B 22.06.2019 17:47
      Highlight Highlight "Sonst müssen wir eine Revolution anzetteln"

      Spinnts eigentlich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 22.06.2019 09:57
    Highlight Highlight Bei diesen vielen Bio-Produkten auf dem Markt verwundert es mich, dass überhaupt noch Pestizide eingesetzt werden. Oder wird da am Ende der Konsument verarscht?
    • trudi 22.06.2019 11:20
      Highlight Highlight Der grosse Teil der Konsumenten ist nicht bereit für Bio mehr zu bezahlen! Das Angebot ist grösser als die effektive Nachfrage.
    • Firefly 22.06.2019 11:34
      Highlight Highlight @trudi würde das stimmen, würde der Trend ja nicht anhalten und das Angebot verschwinden.
    • goodguy00 22.06.2019 11:45
      Highlight Highlight @trudi: die argumentation verstehe ich nun gar nicht. das würde ja bedeuten, dass ein beträchtlicher teil der schnell verderblichen bio-produktion weggeworfen würde, wenn sich keine käuferschaft fände.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 22.06.2019 09:54
    Highlight Highlight Die Bürgerlichen aus SVP/FDP wollen tiefe Preise für Lebensmittel. Die Leute sollen ihr Geld ja für möglichst hohe Mieten ausgeben. Wenn die Lebensmittel teurer würden, stiege auch der Druck auf die Löhne und die sollen ja im Interesse der Wirtschaft möglichst tief bleiben. Kürzlich in Bundesbern: Nein zu gesunden (aber teureren Lebensmitteln) während gleichzeitig der Mieterschutz verwässert wurde. An ihren Früchten, (nicht an ihren Worten) sollt Ihr sie erkennen. Sorry, steht so in der Bibel und ist wahr, müsst Ihr doch zugeben.
  • banda69 22.06.2019 09:51
    Highlight Highlight .. und das meint der in der Arena anwesende SVPler.
    Benutzer Bild
    • infomann 22.06.2019 11:08
      Highlight Highlight Wer wählt solche Politiker noch?
    • neutrino 22.06.2019 11:23
      Highlight Highlight Guck mal in die Blick-Kommentarspalte.
    • RichPurnell 22.06.2019 11:28
      Highlight Highlight Ich sehe ihn schon bei der Regierung um Ernteausfallzahlungen wegen der Hitze heulen wie die Deutschen Bauern letztes Jahr...
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  • MachoMan 22.06.2019 09:44
    Highlight Highlight Mit unseren Steuergelder zahlen wir die Vergiftung unseres Trinkwasser, welche wir wieder mit unserem Steuergeld teuer reinigen müssen. Diesem Irrsinn muss endlich Einhalt geboten werden. Die CH Bauern spritzen imho am meisten Gift in der ganzen EU, sind Dank ihrer Lobby unter einer geschützten Glasglocke. Bienen, Blumen, Bäche ohne Pestizide, Schmetterlinge, Vögel, auch viele gefährdete Säugetiere, alles ist Dank der giftspritzenden überintensiven Landwirtschaft bald ausgerottet. Aufgrund der Resistenzbildung erhöht man dann die Dosis an Gift, statt mal umzudenken.
  • 3klang 22.06.2019 09:38
    Highlight Highlight Bio hat einen Marktanteil von 10%, das sagt doch alles!
    Wenn die Nachfrage nach Bio-Produkten steigen würde, würde sich das Problem ja fast schon von alleine Lösen.
    Aber wenn nicht mal Grüne/GLP-Wähler Bio kaufen...
    • Beggride 22.06.2019 10:39
      Highlight Highlight Was nicht im Regal ist, kann man auch nicht kaufen...
    • 3klang 22.06.2019 10:57
      Highlight Highlight Kann man natürlich als Ausrede vorschieben... 🤦‍♂️
    • Chicken Run 22.06.2019 11:00
      Highlight Highlight Ernsthaft? 1. Weniger foodwaste bei bewusst Einkaufenden 2. Selbstversorger kaufen weniger bis fast nichts ein 3. Fertigprodukte sind selten Bio, dafür billig 4. Hofläden führen keine Statistik.
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  • manolo 22.06.2019 09:35
    Highlight Highlight die Lobby im NR hat sich mit ihrer sturen Haltung selbst ins Bein geschossen! Die Quittung werden ihnen die Stimmbürger an der nächsten Abstimmung geben!
    • ninolino 22.06.2019 10:56
      Highlight Highlight ... und hoffentlich auch bei den nächsten nationalen Wahlen.
  • Tom Scherrer (1) 22.06.2019 09:31
    Highlight Highlight Wir halten fest: die bauern weden nur an, was erlaubt ist (und verhindern auf politischer ebene eine Aenderung aktiv) und die scheinheilige Fdp mein, die Bürger seien selber schuld! - es gibt im Jahr 20jetzt keine alternative mehr zu links/grün.
    Unglaublich dieses Arbeiten gegen ein vernünftiges menscheninteresse und für das eigene portemonnaie ! Abgefuckter, zynischer und natur und menschenverachtener Bullshitt!

    Links grün wählen, dringend. Wichtig. Ab jetzt.
    • The Destiny // Team Telegram 22.06.2019 14:11
      Highlight Highlight Sry,aber links grün ist generell auch keine Alternative.
      Ich fühle mich politisch verloren, es gibt niemanden, welcher meine Interessen vertritt.
    • Barracuda 22.06.2019 15:29
      Highlight Highlight Jammer nicht rum. Dann wähle wie ich das kleinste Übel, also keine Polparteien (oder was für dich persönlich am besten passt). Und dann kannst du ja immer noch zu einzelnen Sachvorlagen deine Stimme abgeben.
    • Tom Scherrer (1) 22.06.2019 18:37
      Highlight Highlight Aus Mangel an Alternativen links / grün. Der Rest ist eigentlich nicht mehr glaubwürdig.

      Die Christen verschlafen die Menschlichkeit, die FDP und die Bauern helfen mit, die Marke Schweizergemüse und Schweizerfleisch zu verpesten und für die SVP haben wir sicher einfach nur ein Fremdenproblem. Und Klima und Naturschutz wenn überhaupt, nur da, wo es Sinn macht - aber sicher nicht bei uns in der Schweiz damit anfangen.

      Alles Bullshit, wer, wenn nicht wir, muss mit gutem Vorbild voran! 2019 muss es heissen: Natur und Konsument gehen vor dem Kapital, Schweiz vor EU. Mieter vor Vermieter...
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  • Katzenseekatze 22.06.2019 09:30
    Highlight Highlight Ein Ernährungsengpass ist solange unrealistisch wie tonnenweise gute Nahrungsmittel weggeworfen werden wegen unseren gestörten Normen. Gar nicht zu reden von der Übergewichtsproblematik!
    Also ....
    • Rhabarber 22.06.2019 10:02
      Highlight Highlight Das geht am Problem vorbei. Fische, Insekten und Vögel sterben trotzdem an der Agrarchemie.
    • Katzenseekatze 22.06.2019 12:03
      Highlight Highlight .... anderer Input. Letztlich zusammenhängend ...
  • skisandtrail 22.06.2019 09:28
    Highlight Highlight Habe etwas die Befürchtung, dass ein totales Verbot dazu führt, dass viele im Ackerbau aus dem Direktzahlungssystem aussteigen könnten und dann würd's erst recht los gehen mit (unkontrolliertem) Pestizidverbrauch.
    Ebenso ist's leider so, dass die aktuellen Bioflächen nur einigermassen gesund sind, weil diejenigen ringsum Schutzmittel nutzen. Wenn keiner mehr benutzen kann, dann werden die Erträge massiv zurückgehen.
    • dorfne 22.06.2019 10:57
      Highlight Highlight Nur: ohne Direktzahlungen müssten die meisten Bauern den Betrieb aufgeben, bevor sie überhaupt den Gifteinsatz sprühen können. Das Argument beweist aber die Skrupellosigkeit von SVP-Vertretern. Nach dem Motto: wenn Ihr nicht endlich Ruhe gebt werden wir Euch erst recht vergiften!
    • skisandtrail 22.06.2019 11:09
      Highlight Highlight Leider wohl nicht.. denn die "Giftversprüher" sind wohl jene Grossbauern, die auch ohne Direktzahlungen bestehen blieben. Weniger Regeln (da keine Direktzahlungen mehr) würde aber auch bedeuten, dass eben günstigeres und mehr eingesetzt werden würde.
      Wir sprechen ja bei dieser Sache weniger von Bergbauern usw.
    • Til 22.06.2019 13:19
      Highlight Highlight Deshalb ist die Verbotsinitiative wohl sinnvoller, als die andere, die über finanzielle Anreize funktionieren soll.
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  • Smeyers 22.06.2019 09:15
    Highlight Highlight Die Bauernlobby ist einfach zu groß. Warum subventionieren wir so viele Betriebe die nicht rentieren und gegen das Gemeinwohl arbeiten. Alles wegen der Folklore?

    Man könnte ja auch Schreiner, Metzger und Bäckereien unterstützen denen geht es auch nicht rosig. Aber denen fehlt die Lobby in Bern.
  • kupus@kombajn 22.06.2019 09:14
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • skisandtrail 22.06.2019 09:30
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Firefly 22.06.2019 10:00
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    • kupus@kombajn 22.06.2019 10:53
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  • dorfne 22.06.2019 08:45
    Highlight Highlight Ich bedanke mich bei Maya Graf, Roland Kurt und Tiana Moser. Das war Klartext. Die Kernaussage von Dettling und Ritter war: "wir tun ja schon viel" und darum herum haben sie dann sehr technisch argumentiert. Und vor Allem an der Tatsache vorbei, dass inzw. 60% der Insekten und Vögel weg sind, dass die Pestizidrückstände im Grundwasser vielerorts die Grenzwerte überschritten werden. Es geht nicht um rechts oder links, sondern um unsere Lebensgrundlagen.
    • skisandtrail 22.06.2019 09:31
      Highlight Highlight Korrekt.. es gibt allerdings einige Giftstoffe, welche auch bei Bahnen und Autbahnen benutzt werden. Während die Bauern zB. max 10kg/ha brauchen dürfen, sinds beim Bund 30kg/ha. Und wir wissen, dass viele Zuggleise entlang von Flüssen führen und Lebensräume untertrennen.
    • Kupetzky 22.06.2019 21:03
      Highlight Highlight Wow Skisandtrail 3 mal mehr? Und erst noch entlang von Flüssen? Uiuiui. Und die Landwirtschaftsfläche in etwa nicht?

      Die Bahngeleise nehmen netto geschätzte 68km2 Fläche ein. Die Landwirtschaft belegt eine Fläche von exakt 14’817 km². DAS IST 218 MAL MEHR!!! Die Bauern sind das Problem. Punkt.
  • Gustav.s 22.06.2019 08:34
    Highlight Highlight Naja, wäre der Handel von Futter und Jauche unter Schweizer Bauern weiterhin erlaubt, wäre ich dafür.
    Möchte Mann die Ausbringung von Nährstoffen begrenzen, gäbe es nämlich bessere. Möglichkeiten: Abgabe von Dünger nur mit Ausweis und senken der Werte pro ha z.b.
    So wie diese Initiative es will, ist es nur eine Einschränkung für Soezialisierte
    • Gustav.s 22.06.2019 09:02
      Highlight Highlight Mein letzter Satz wurde irgendwie verschluckt. Meinte.. .Einschränkung für Spezialisierte die eventuell aufgeben müssen und hilft den Grossbetrieben noch grösser zu werden
  • salamandre 22.06.2019 08:31
    Highlight Highlight Wir können es angehn wie wir wollen. Was wir tun oder lassen machen wir für uns, oder zukünftige Generationen.
    Leider hab ich persönlich den Glauben etwas verloren, was mich aber wenigstens nicht daran hindert mich so ökologisch wie möglich zu Verhalten.
  • Wer weiß denn sowas!? 22.06.2019 08:27
    Highlight Highlight Wer sich über das Bauernsterben in der Schweiz informieren möchte, der soll unten stehenden NZZ-Link anklicken. Hat viel mit Boden-Spekulation zu tun.

    https://www.nzz.ch/schweiz/in-der-landwirtschaft-geht-die-angst-vor-bodenspekulation-um-ld.1476910
    • bebby 22.06.2019 09:27
      Highlight Highlight Aber gibt es nicht auch Bauern, die sich an Umzonungen eine goldene Nase verdient haben? Das ist doch der beste Exit, der Bauer wird finanziell unabhängig, mehr Wohnraum und der Staat spart Direktzahlungen.
    • dorfne 22.06.2019 09:39
      Highlight Highlight Es gibt immer weniger Höfe, aber die Subventionen steigen. Das Geld kriegen nicht z.B. die Milchbauern, die in den Konkurs getrieben werden und sich dann überdurchschnittlich oft aus Verzweiflung das Leben nehmen. Das Geld geht an die Grossbauern und ihre Monokulturen. Und Monokultur heisst spritzen auf Teufel komm raus. Und was sagte einst Ritter dazu: wir wollen die Leistung honorieren. Andere strampeln sich gratis ab, müssen sogar noch ihr Erspartes einsetzen, bis nichts mehr da ist. Aber die mächtige Bauernlobby bringt Alles durch. Auch schreiende Ungerechtigkeiten.
    • salamandre 22.06.2019 12:12
      Highlight Highlight gut gesagt dorfne.
  • RETO1 22.06.2019 08:23
    Highlight Highlight Die Weltbevölkerung nimmt explosionsartig zu und die Grünen wollen Pestizide verbieten, das heisst weniger Lebensmittel für mehr Menschen - grüne Logik halt
    • maude 22.06.2019 09:06
      Highlight Highlight Ja, wenn wir die Erde komplett zerstört haben gibts sicher mehr Essen für alle.

      Informier Dich mal über die Zusammenhänge usw.
      aber auch Konsument muss umdenken und nicht mehr nur die einwandfreien pestizidbehandelten Früchte und Gemüse haben wollen, dann kann es nämlich klappen.
    • peeti 22.06.2019 09:25
      Highlight Highlight haha räto, du willst also lieber uns Menschen und die Natur weiterhin vergiften, anstatt ökologischer zu produzieren?
      Und die Weltbevölkerung wird, glaubt man den Demograph*innen, in paar Jahrzehnten wieder zurückgehen.
    • bebby 22.06.2019 09:28
      Highlight Highlight Die Weltbevölkerung nimmt schon bald ab und nicht mehr zu...die Ueberalterung ist vorprogrammiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • na ja 22.06.2019 08:21
    Highlight Highlight Der Einzige der Gift braucht, ist unser Mieter, im Garten und das nicht wenig! Wir, nicht BIO, haben und brauchen nix davon. Gegen lästige Stallfliegen gibts z.B. Schlupfwespen.
    Ich glaube, dass Private viel sorgloser mit Pestiziden und Fungiziden umgehen, sehe es ja direkt um meinem Haus herum (inkl. Nachbarn, nicht nur Mieter!)
    • DaveKnobs 22.06.2019 09:31
      Highlight Highlight Genau, dein nachbar hat ja auch einen garten von ein paar hektaren. Säute sone chabis gläse.
    • skisandtrail 22.06.2019 09:33
      Highlight Highlight Danke!
      Leider ja, während Private im Garten einen Liter Glyphosat o.a. versprühen, kann der Bauer eine relativ grosse Fläche damit "düngen" .
    • Rhabarber 22.06.2019 10:06
      Highlight Highlight Kann man als Vermieter nicht verlangen, dass Mieter das Grundstück nicht verseuchen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spiegelfabrik 22.06.2019 08:18
    Highlight Highlight Bio ist mitunter der richtige Weg, um die Bodenerrosion bzw. die Humusabtragung zu bremsen. Gemäss Fibl kann sich die Humusschicht gar wieder dadurch aufbauen. Wenn wir nicht zeitnah ganzheitlich auf Bio oder Demeter bzw. weniger maschinelle Bearbeitung und weniger Chemie umstellen, wächst nichts mehr, weil keine fruchtbare Humusschicht mehr da sein wird. Bio/Demeter, weniger Tierzucht und weniger Foodwaste = sehr hoher langfristiger Selbstversorgungsgrad
    • Avalon 22.06.2019 09:07
      Highlight Highlight Anscheinend ist Humus auch fähig, CO2 zu binden (gemäss einem Artikel in der Süddeutschen Z.). Bio/Demeter, zusammen mit weniger Fleischkonsum und Food Waste, ist der einzige auf lange Sicht vernünftige, menschen- und tierwürdige Weg.
  • LeChef 22.06.2019 08:12
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, warum die Initiativen nur synthetische Pestizide betreffen? Die Schädlichkeit eines Stoffes hat überhaupt nichts damit zu tun, ob er natürlich vorkommt oder nicht. Bspw Arsen oder Rizin sind natürliche Stoffe.
    • Gianini92 22.06.2019 09:33
      Highlight Highlight Weil schon seit langem die Mode gilt natürlich = gut bzw. chemisch = schlecht.
      Viele Biologische Pflanzenachutzmittel (PSM) sind in keiner Weise besser aus ökologischer Sicht. Bspw. ist Kupfer sehr wirksam als Fungizid und im Biolandbau zugelassen. Kupfer ist jedoch für alle Lebewesen toxisch, deshalb wird es mit Kalk vermischt was die Toxizität für die Pflanze reduziert. Moderne synthetische PSM sind hochspezifisch und hauptsächlich giftig für die Zielorganismen. Ausserdem ist gerade Kupfer, im Gegensatz zu den meisten synthetischen Mitteln, nicht abbaubar und reichert sich im Boden an.
    • Jamaisgamay 22.06.2019 10:20
      Highlight Highlight Kupfer ist ja erst mal ein essentieller Mikronährstoff für Pflanzen, Tiere und Mensch. Je nach Boden wird im konventionellen! Getreidebau Kupfer sogar als Blattdünger eingesetzt.
      Im Weinbau ist man mit den als Pflanzenschutzmittel Kupfermengen nur knapp über dem, was der Boden ohne Schaden aufnehmen kann. Muss aber noch weiter reduziert werden. Auch die Konventionellen setzten Kupfer ein, Resistenzmanagement. (...und weil die noch massiv in der Überzahl sind, sind da die absoluten Mengen vieeel höher als im Bio.)
    • Gianini92 22.06.2019 12:28
      Highlight Highlight Ja, Kupfer ist essentiell für die Funktion vieler Enzyme aber die Mengen die eingesetzt werden sind weit jenseits dessen was für diesen Zweck nötig wäre.
      Ich wollte auch kein Argument für oder gegen konventionellen Anbau liefern, sondern etwas die Doppelmoral bezüglich synthetischen und natürlichen PSM aufzeigen.
      Die Annahme, das natürliche Mittel grundsätzlich besser sind, ist schlichtweg falsch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 22.06.2019 08:10
    Highlight Highlight Ach ja die neue grüne FDP, die sich so um unsere Umwelt sorgt...
    Sehr alarmierend ist, dass die konservative Mehrheit so ein Gesetz ablehnt, ungeachtet offensichtlichen Problemen
    • dä dingsbums 22.06.2019 08:51
      Highlight Highlight Alarmierend aber eigentlich nicht überraschend.

      Bei den nächsten Wahlen daran denken.
    • dorfne 22.06.2019 09:13
      Highlight Highlight Unverständlich, nach all den Versprechen. Nicht mal einen abgespeckten Gegenvorschlag wollten sie. Auch für Bürgerliche sollten FDP/SVP für die nächsten Jahre nicht mehr wählbar sein. Es gibt mit der GLP eine bürgerliche Alternative. Tiana Moser hats gestern in der Arena bewiesen.
  • malu 64 22.06.2019 08:07
    Highlight Highlight Wir haben unsere Seelen längst an die Chemiekonzerne verkauft. Der Bumerang kommt nun zurück. Was kurzfristig hilft ist selten gut. Wir vergiften unsere Nahrung, die Tiere, Insekten und Pflanzen. Es entstehen Superkeime, welche niemand mehr in den Griff bekommt.
    • dorfne 22.06.2019 09:43
      Highlight Highlight Und die Konsumenten mit ihrer Geiz ist geil Mentalität?
    • Statler 22.06.2019 11:58
      Highlight Highlight @dorfne: die «Geiz ist geil»-Mentalität ist eine direkte Folge des hochgelobten, sich selbst regulierenden Marktes, der den Konsumenten suggeriert, dass alles immer billiger werden muss und Qualität keine Rolle spielt.
  • Ueli Blocher 22.06.2019 08:06
    Highlight Highlight Ja ja, Bauern wissen was für uns am besten ist. NEIN!
    Die wissen was für sie selber am besten ist. Ein mir Bekannter Bauer wollte einen Schweinestall für 2000 Tiere Bauen. Aber er flippte Total aus als in der Baubewilligung Umwelt Vorgaben standen. Also Vorwürfe wegen Neidischen Linke und Grüne noch mehr Schimpfwörter für diese ********!
    Was wurde Verlangt? Das die Gülle nicht Ungeklärt in den Sempacher See geleitet wird. Der ist eh schon stark Geschädigt. Könnt Ihr euch so viel Frechheit Vorstellen, Abwässer Reinigen! Ja, einigen Bauern ist die Landschaft egal und nur zum Abkassieren da!
    • skisandtrail 22.06.2019 09:36
      Highlight Highlight Und im Brienzersee wird seit Jahren wieder "Dreck" reingelassen, weil der zu sauber war und daher nur noch wenige Lebewesen existieren konnten.
      Zu sauber kanns auch sein.
      (Finde aber die Vorgaben für diesen Bauern natürlich korrekt).
    • D(r)ummer 22.06.2019 09:43
      Highlight Highlight Uff der Sempachersee.

      Genau wegen solchen Typen.
    • RichPurnell 22.06.2019 11:42
      Highlight Highlight @skisantrail: Beim Brienzersee ist die zu effektive Filterung von Phosphaten durch die Kläranlage schuld und nicht 'fehlende' Stickstoffe und Pestizide (beides Schädlich) aus der Landwirtschaft. Kleines aber feines Detail.
  • Th. Dörnbach 22.06.2019 08:01
    Highlight Highlight 1. Jeder und jedem steht es bereits jetzt frei, Bio oder Demeter zu kaufen. Der Marktanteil liegt aber nur etwas über 10%. Die Leute handeln also beim Einkaufen völlig anders, als bei den Umfragen.
    2. Die Unterscheidung zwischen synthetischen und biologischen Pestiziden ist sinnlos. Kupfer ist deutlich gefährlicher als manch synthetisches Mittel.
    • Th. Dörnbach 22.06.2019 08:39
      Highlight Highlight Passen den Blitzern die Fakten nicht? Würde gerne darüber diskutieren.
    • peeti 22.06.2019 10:02
      Highlight Highlight zu 2: Die Menge macht es aus! Biobauern und -Bäuerinnen können aufgrund von Bio-Bestimmungen nur Kleinstmengen verwenden. Dies ist nicht mit dem Kupferverbrauch der konventionellen Landwirtschaft in früheren Zeiten zu vergleichen, als kiloweise Kupfer auf die Felder geschüttet wurde.
      Und ohne einen Teil Kupfer scheint es bei gewissen Sorten nicht zu gehen. Dann lieber Kupfer als synthetische Mittel.
    • RicoH 22.06.2019 10:08
      Highlight Highlight zu Punkt 1: Ganz einfach, Umweltschutz darf nicht dem Markt überlassen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 22.06.2019 08:00
    Highlight Highlight In einem hat Ritter recht. Auch für private müssten Verbote gelten. Was Hobbygärtner alles brauchen, um perfekte Rüebli, Tomaten und Salatköpfe zu ernten, ist oft erschreckend. In allen Gartencenters könnte man als erstes sofort alle Biozide aus dem Verkauf nehmen.
    • dorfne 22.06.2019 09:15
      Highlight Highlight Nur darf er jetzt nicht den Hobbygärtnern die Schuld in die Schuhe schieben, um von den Bauern abzulenken.
  • dancortez 22.06.2019 07:39
    Highlight Highlight Als rational denkender Mensch gewichte ich die Selbstversorgung mit sauberem Trinkwasser höher als die Selbstversorgung mit gesunden Nahrungsmittel. Entsprechend verhalte ich mich und wünsche mir auch die notwendigen Regulierungen in den Bereichen, die ich selber nicht direkt beeinflussen kann.
    • Aliminator 22.06.2019 08:18
      Highlight Highlight Absolut der gleichen Meinung!👍🏻
      Würde am liebsten schon heute über die Trinkwasser Initiative abstimmen statt erst in einem Jahr. 😒
  • Mutbürgerin 22.06.2019 07:32
    Highlight Highlight Ich fand das Argument gar nicht so falsch. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist links und kauft nicht mal selber ihr überteuertes Bio-Zeugs. Ohne Pestizide wird der Ernteertrag noch schlechter und die Lebensmittel noch teurer. Diese grünen Idealisten wollen das Rad des Fortschrittes ins Mittelalter zurückdrehen. Wenn die Erträge auf der ganzen Welt zurückgehen, da wir auch nichts mehr importieren dürfen, werden nur noch Reiche essen können.
    • Fly Baby 22.06.2019 08:33
      Highlight Highlight Ein Beispiel für überteuertes Bio-Zeugs bitte. Und noch was, iss dein verseuchtes, Pestizid geschwängertes überteuertes Zeugs weiterhin. Ah, die Rinder, Hühner und Schweine habe ich vergessen. Auch weiterhin frisch, fröhlich in sich reinstopfen als gäbe es kein Morgen! Auch verseucht, versteht sich.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 22.06.2019 08:42
      Highlight Highlight Einerseits ja, andererseits gibt es Möglichkeiten, biologisch produzierte Nahrungsmittel günstig einzukaufen - auch mit Mini-Budget. Man muss halt etwas kreativ sein.
      1. Hat das Gemüse Saison?
      2. Ist es regional?
      3. Gibt es einen Direkterzeuger vor Ort?
      4. Kann man selbst pflücken?
      5. Kann man am Abend, am Wochenende, in den Ferien vielleicht gegen Naturalien helfen?
      6. Ist man bereit, komisch geformtes, aber genauso leckeres Gemüse zu essen?
      7. Kann man Brot selbst backen?
      8. Kennt man Rezepte, wie man Gemüse und Obst lagern kann?

    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 22.06.2019 08:47
      Highlight Highlight 2. Pestizide lagern sich gerne im Fettgewebe ab. Je länger sie im Körper bleiben, desto grösser wird das Risiko, dass sich einzelne Zellen verändern oder die eigene Genetik. Also hat man nicht nur selbst den Schaden, sondern auch die eigenen Kinder - vorausgesetzt man wird nicht unfruchtbar. Wenn es Möglichkeiten gibt, dieses Risiko zu minimieren, warum sollte man das nicht versuchen?
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  • Gulasch 22.06.2019 07:26
    Highlight Highlight Feller fällt nach dem Mietreferenzzinssatzdebakel schon wieder durch!
  • Fairness 22.06.2019 07:25
    Highlight Highlight Wieso wurde nicht darüber gesprochen, wie „verseucht“ auch Bio von den gespritzten Nachbarsgrundstücken oder vorher schon verseuchten Böden ist? Zuerst alles tot spritzen und dann Bio anbauen ist in der Scheriz möglich. Zumindest wird es gemacht. Aber Gesetz/Theorie/erlaubt und Praxis ist eh zweierlei ...
    in Kanada darf erst nach einer Wartefrist von zhn Jahren (!) Bio angebaut werden.
    • Maya Eldorado 22.06.2019 07:45
      Highlight Highlight In der Schweiz gibt es auch eine Wartefrist. Weiss aber nicht genau wie lange die ist.

      Einerseits geht es ja um die Nahrung, die nicht mehr vergiftet ist. Andererseits geht es auch um die Böden, die sich mit der Umstellung laufend verbessern.
    • rodolofo 22.06.2019 08:04
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Spiegelfabrik 22.06.2019 08:17
      Highlight Highlight Ich glaube es sind in der Schweiz drei Jahre.
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  • atomschlaf 22.06.2019 07:13
    Highlight Highlight Frage in die Runde: Mein Wissensstand war, dass die Fischbestände zurückgingen weil weniger Dünger von den Felder in die Gewässer gelangt.
    Aus Umweltsicht ein klarer Fortschritt.
    Der "Fisch-Forscher" (@watson: Biologe?) sagt jedoch, der Rückgang von 1/3 der Fische sei alarmierend.
    Kann mich jemand aufklären?
    • atomschlaf 22.06.2019 08:16
      Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich, dass man für eine simple Frage geblitzt wird...

      haters gonna hate 🙄
    • Matrixx 22.06.2019 09:14
      Highlight Highlight Das Fischsterben hat mMn 3 Hauptursachen:
      1. Giftstoffe, wie etwa Pestizide von Landwirtschaft oder Giftstoffe, die vom Regen irgendwo ausgewaschen werden und ins Gewässer gelangen. Oder Stoffe aus Haushalt, wie z.B. Hormone und Medikamente, die ausgeschieden werden.
      2. Der höhere CO2-Ausstoss, der sich im Wasser bindet und das Wasser versauern lässt. Also quasi mut Kohlensäure angereicherte See und Flüsse.
      3. Durch Wasserkraftwerke fehlende Sedimentdynamik.

      1/3 Rückstand ist alarmierend. Das heisst, irgendwas tötet sie.
    • dorfne 22.06.2019 09:24
      Highlight Highlight Weil bei viel Dünger weniger Plankton und Algen wachsen? Jetzt müsste man wissen wie gross die Fischbestände vor hundert Jahren waren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 22.06.2019 07:10
    Highlight Highlight Ein Totalverbot von Pestiziden fände ich übertrieben, aber es ist Zeit, die Bauern endlich an die Kandare zu nehmen.
    Dass unsere andauernd glorifizierte Schweizer Landwirtschaft nicht nur zu rekordverdächtigen Kosten sondern auch mit rekordverdächtigem Pestizideinsatz produziert geht gar nicht!
    Ausserdem ist es eine Frechheit von Ritter, zu behaupten, 60% der Gewässerverschmutzung kämen von Haushalt und Industrie. Deren Abwässer laufen durch Reinigungsanlagen während die exzessiv eingesetzten Pestizide vom Feld direkt ins Wasser gelangen.
    • Til 22.06.2019 07:31
      Highlight Highlight Fände ich auch übertrieben, alle Pestizide zu verbieten. Aber mangels Gegenvorschlag ist es die beste Lösung.
    • Matrixx 22.06.2019 09:17
      Highlight Highlight Die Schweiz hat ein getrenntes Abwassersystem. Regenwasser läuft nicht durch die Abwasserreinigungsanlagen.
      Alles was also "über die Strasse" in die Kanalisation fliesst, geht direkt so ins Wasser, auch die Pestizide oder die Seife vom Nachbarn, der sei Auto wäscht, etc.
    • Satan (live from hell) 22.06.2019 09:56
      Highlight Highlight Lesen wir doch alle mal kurz den Initiativtext, bevor wir hier von einem Totalverbot schwadronieren.
      Es geht darum, dass Bauernhöfe, die Pestizide und prophilaktisch Antibiotika einsetzen keine Subventionen mehr erhalten sollen. Das klingt schon weniger nach einem Totalverbot nicht? Wieso sollte der Staat überhaupt künstlich am Leben erhalten, was die Umwelt zerstört und uns immer mehr Superkeime beschert? Wir können ja schon Chemiefilter für die ARAs entwickeln, aber wieso nicht das Probiem bei der Wurzel packen anstatt Symptome bekämpfen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DavidSuter 22.06.2019 06:01
    Highlight Highlight FDP Feller's Aussage ist genial! Wenn alle links-grünen Wähler Bio-Produkte kaufen, gibt es mehr Biohöfe = weniger Pestizideinsatz.
    Fellers Lösunsvorschlag: links-grün wählen und Bio kaufen.
    So eifach! Danke!
    • Der Kritiker 22.06.2019 08:44
      Highlight Highlight DavidSutter. Deine Folgerung ist nicht logisch, aber dies nur am Rande. Ganz unrecht hat Feller mit seiner Aussage ja nicht. Wenn wir alle weniger Wein predigen würden, aber Wasser tränken, dann wäre schon ein grosser Schritt getan. Zudem ist BIO nur ein Label, was heisst das schon? Seit ich mal im Migros Bio-Gemüse kaufte und erst zuhause las, von welchem Produzenten dieses Bio-Gemüse ursprünglich war, habe ich jeden Glauben in diese Art von Labels verloren.
    • dorfne 22.06.2019 09:07
      Highlight Highlight Die Knospen-Produkte sind sehr viel teurer als das gespritzte Gemüse. Die Nr.1 im Detailhandel türmt z.B. Billigpeperoni, 3 Stk. für Fr. 1,50 ins Blickfeld der Kunden. Da interessiert sich dann niemand mehr für das drei mal teurere Bio. Die Bio-Pouletbrüstli z.B. liegen in der hintersten kleinen Ecke, manchmal ist das Datum fast schon abgelaufen, manchmal gibts gar keins. Damit will ich sagen: Fangt an Bioprodukte in den Läden auffälliger zu platzieren. Aktionen nur noch auf Bioprodukte.
    • skisandtrail 22.06.2019 09:26
      Highlight Highlight Richtig.. mehr Biohöfe = tiefere Preise = weniger Höfe. Zumindest die Bergbiohöfe machens grösstenteils aus wirtschaftlichen denn aus ideologischen Gründen.
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  • Jaiho 22.06.2019 05:56
    Highlight Highlight Erst wenn der letzte Fisch verendet,
    die letzte Biene vergiftet
    der letzte Vogel nicht mehr zwitschert
    werden die Bauern merken, dass man Geld nicht essen kann.
    • sowhat 22.06.2019 08:58
      Highlight Highlight Mmn unpassend abgewandeltes Zitat der Cree-Indianer. Die Bauern sind nicht unbedingt die, die Geld scheffeln.

      Was nicht heisst, dass ich es nicht richtig finde, die Pestizide markant zu reduzieren.
  • Zeit_Genosse 22.06.2019 05:12
    Highlight Highlight Wer auf dem Land lebt, sieht was alles auf die Felder ausgebracht wird und zu den Tierställen gekarrt wird. Ökonomie steht vor Ökologie. Das ist absurd. Das Problem liegt in der Menge. Für die Ernährungssicherheit und eine ökonomisch funktionierende Landwirtschaft stehen nicht genug Flächen zur Verfügung und eine zu grosse Bevölkerung gegenüber. Da kann man nur mit Intensivlandwirtschaft ran, was uns letztlich selbst vergiftet. Was für ein beschiessener Kreislauf.

    Wir werden bei allem was wir tun nicht um eine Kostenwahrheit herumkommen. Die daraus folgende Bepreisung ändert unser Lebensstil
    • Midnight 22.06.2019 10:22
      Highlight Highlight Naja, Konzepte gäbe es genug. Von Unterwasser-Landwirtschaft (zugegeben in der Schweiz weniger relevant) bis zu vertikalen Bauernhöfen.

      In der Schweiz stehen wir in puncto Innovation einfach so krass auf der Bremse, dass erst am Sankt Nimmerleinstag mal jemand den Mut aufbringt etwas neues zu versuchen. Statt dessen stehen immer finanzielle Interessen im Vordergrund.

      Unser
  • zeusli 22.06.2019 04:04
    Highlight Highlight Ich finde Grenzwerte bei Nahrungsmitteln einfach nur kriminell. Auch unsere Bauern vergiften sich damit selbst. Keiner von ihnen benutzt Schutzausrüstungen bei der Handhabung von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Für die sogenannte Ernährungssicherheit unserer Erde gehen wir über Leichen. Wir wissen es besser und wir können es besser! Setzen wir ein Zeichen und ermöglichen und allen eine gesündere Zukunft, auch unseren Bauern.
    • dorfne 22.06.2019 08:54
      Highlight Highlight Ich glaube wir haben vier Grund- Probleme: Die Nahrunsmittel sind zu billig (30% davon landen im Chübel), drum brauchen die Bauer immer höhere Erträge; die Politiker sind die Gefangenen ihrer Ideologie, Alles was von links-grün kommt wird aus ideologischen Gründen verworfen; Die Politik kuscht vor mächtigen Lobbies wie dem Bauernverband; Verbote und Bussen sind verpönt.
    • Bowell 22.06.2019 10:21
      Highlight Highlight "Keiner von lhnen benutzt Schutzausrüstung". Wieviele Bauern kennen sie denn und wieviele davon haben sie schon bei der Handhabung mit Pflanzenschutzmitteln gesehen?
  • banda69 22.06.2019 03:39
    Highlight Highlight Entweder der Fischforscher oder die menschen- und umweltfeindliche SVP.

    Einer von beiden lügt. 🤔
    Benutzer Bild
    • sowhat 22.06.2019 09:01
      Highlight Highlight Sauber heisst nicht gesund. Die Gewässer werden chemisch gereinigt 😉ist vlt das, was die svp meint
    • dorfne 22.06.2019 09:27
      Highlight Highlight Nicht nur Trump arbeitet mit Fake-News.
  • Butschina 22.06.2019 03:29
    Highlight Highlight Die Konsumenzen könnten den grössten Teil beisteuern indem bewusster eingekauft wird. Weniger Foodwast--> weniger Lebensmittel müssen produziert werden --> eine etwas kleinere Ernte auf Grund des schärferen Pestizidverbotes könnte mit der wieder erhöhten Produktion ausgeglichen werden.
  • walsi 22.06.2019 03:10
    Highlight Highlight Wenn wir über die Bauern und die Menge der produzierten Nahrungsmittel reden, werden wir nicht darum herumkommen über die Anzahl der Bewohner in der Schweiz zu reden. Fakt ist, heute wohnen mehr Menschen in der Schweiz als die Schweizer Landwirte ernähren können. Die Schweiz ist also auf Lebensmittelimporte, von denen man nicht weiss wie sie produziert wurden, angewiesen. Aktuell liegt die Selbstversorgung bei 60%.

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kataloge-datenbanken/publikationen.assetdetail.5287762.html
    • DavidSuter 22.06.2019 06:11
      Highlight Highlight Vielleicht sinkt ja mit dem Pestizideinsatz die Anzahl der Bewohner bald so rasch wie die Anzahl der Fische, Insekten und Vögel in unserem Land.
      Ob die miserable Qualität der Spermien in der Schweiz mit den Pestiziden in Zusammenhang stehen könnte?
      Oder sind daran auch die Zuwanderer schuld?
    • wasps 22.06.2019 06:22
      Highlight Highlight Und was ist ihr Lösungsvorschlag? Grenzen zu und das Problem ist gelöst?
    • The Destiny // Team Telegram 22.06.2019 08:09
      Highlight Highlight @Suter, miserabler Vergleich, ist die Einwohnerzahl immer noch ein Tabu Thema?
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  • Nik G. 22.06.2019 03:02
    Highlight Highlight Die 40 % können mit den Lebensmittel kompensiert werden die weggeworfen werden weil sie nicht "perfekt" sind. Pestizide für Haushalt verbieten und für Bauern nur ein Kontingent. Aber wir machen ja so viel für die Umwelt.....
    • Wanni 22.06.2019 05:50
      Highlight Highlight Ohne Pflanzenschutzmittel werden aber noch viel mehr Lebensmittel „nicht Perfekt“ sein.
    • Til 22.06.2019 07:30
      Highlight Highlight Und im schlimmsten Fall stellt man um auf robustere Gewächse, vielleicht ist das Sortiment im Supermarkt dann etwas kleiner, aber das ist nunmal das kleinere Übel.

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