Schweiz
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Schweiz gründet Task-Force zur Bekämpfung von Schlepper-Banden



Zur Bekämpfung von internationalen Schlepperbanden, die Flüchtlinge auf illegalem Weg nach Europa bringen, ruft die Schweiz eine Task-Force ins Leben. Diese soll aus Grenzwächtern und Polizisten bestehen und mit italienischen und deutschen Behörden zusammenarbeiten.

Ziel sei es, die Schleppernetzwerke «zu erwischen, zu verhaften und zu verurteilen», sagte Olivier Pecorini, Vizedirektor der Bundespolizei fedpol, am Freitag in der Sendung «Rendez-vous» von Schweizer Radio SRF. Beim Menschenschmuggel nach Europa handle es sich inzwischen um «organisierte Kriminalität». Um diese zu bekämpfen, sei auf europäischer Ebene, aber auch innerhalb der Schweiz, eine Zusammenarbeit nötig.

Ein Asylbewerber steht auf einem Balkon der Asylunterkunft im ehemaligen Hotel Rustico, am Mittwoch, 18. Februar 2015, in Laax. Die Gemeinde hatte sich gegen die Umnutzungsplaene des Kantones gewehrt, verlor aber vor Bundesgericht. In diesen Tagen ziehen die ersten 42 Asylbewerber ein. Die Anlage hat Kapazitaet fuer 100 Personen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Schweizer Polizei hat Schlepper, die am Leid von Flüchtlingen verdienen, den Kampf angesagt. Bild: KEYSTONE

Die Arbeitsgruppe werde ihre Arbeit in den nächsten Tagen in Chiasso TI aufnehmen. Sie setze sich aus Mitarbeitern des Grenzwachtkorps, der Kantonspolizeien, der Bundespolizei und Justizbehörden zusammen.

Die Schweiz sei für viele Flüchtlinge auf dem Weg ins «reiche Nordeuropa» ein wichtiges Transit- und Destinationsland. Es gäbe zwei Hauptrouten durch die Schweiz: Die eine führe von Norditalien ins Tessin und von dort aus via Basel Richtung Deutschland. Die zweite führe von der Region Mailand via Simplonpass nach Frankreich.

Ziel sei es, den Schleppern das Handwerk zu legen – auch damit sich in der Schweiz keine Flüchtlingsdramen ereigneten wie etwa am Donnerstag in Österreich, sagte Pecorini weiter. Dort waren auf der Ostautobahn A4 im Burgenland rund 70 Menschenleichen im Kühlraum eines Schlepper-Lastwagens gefunden worden. Die Flüchtlinge waren vermutlich unterwegs erstickt. (wst/sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • E7#9 30.08.2015 10:12
    Highlight Highlight Vielleicht sind es auch die gleichen Netzwerke. Ich weiss es nicht. Auch mein Kommentar kann falsch verstanden werden. Natürlich muss man auch gegen diese Art von Menschenhandel vorgehen. Möchte nichts verharmlosen.
  • saderthansad 28.08.2015 21:07
    Highlight Highlight Bei der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe fehlen Migrantinnen und Migranten, die mittels Schlepper in die Schweiz gekommen sind, und Frauen aus dem Gewerbe, die über Schleppererfahrung oder -kenntnisse verfügen. Das wäre meines Erachtens einer umfassenden Handlungs- und Lösungsfindung dienlich, oder nicht?
  • _kokolorix 28.08.2015 18:27
    Highlight Highlight nur weiter schön vom problem ablenken.
    wie wurde al capone reich und mächtig? als der staat den alkoholschmuglern den kampf ansagte!
  • zombie1969 28.08.2015 15:00
    Highlight Highlight Warum müssen die Schlepper bekämpft, ihre Netze zerschlagen werden?
    Weil man nicht will das Flüchtlinge / Migranten über das Mittelmeer nach Europa kommen?
    Oder weil so viele Menschen auf dem Seeweg nach Europa umkommen?
    Dann sollte man sie abholen, Fährverbindungen einrichten, die Armen informieren worauf sie in Europa Anspruch haben und sie dann, auf Wunsch, einfliegen. Auch die Rohingyas aus Südostasien, die können schliesslich nichts dafür, das sie soweit weg leben.
    • zombie1969 28.08.2015 15:06
      Highlight Highlight 2)
      Und falls, wie einige befürchten, unter den Flüchtlingen auch IS-Kämpfer sein sollten, so wird ein offenes, tolerantes Europa auch damit fertig, einfach integrieren. Eine Burka kann man auch als bunte Bereicherung ansehen. Man muss nur wollen.
    • E7#9 28.08.2015 19:28
      Highlight Highlight Wieso man die Netzwerke der Schlepper zerschlagen muss? Das kann nicht ernst gemeint sein, oder? Schlepper sind hochgradig Kriminelle, die sich illegal am Leid der Menschen bereichern. Je mehr Leid, desto besser läuft ihr Geschäft. Nach dem Abkassieren nehmen sie oft auch den Tod ihrer "Kunden" billigend in Kauf und machen das ja nicht aus Nächstenliebe. Klar muss man gegen Schlepper vorgehen. Und zwar mit aller Härte.
  • QueenDOJOJOD 28.08.2015 14:39
    Highlight Highlight Schon noch interessant, das so eine Task-Force ausgerechnet in diesen Tag auf die Beine gestellt wird....
    An dem Tag, an welchem das Drama in Österreich passierte, wurden nun auch wir Schweizer wachsam...
    Viel Erfolg und gutes gelingen :D
    • Angelo C. 28.08.2015 18:52
      Highlight Highlight Das ist halt typisch schweizerisch, immer erst zuwarten, bis entweder etwas magistrales passiert, oder es uns andere Länder wie Oesterreich und Ungarn vormachen. Aber auch nur halbwegs effiziente Ermittlungen, im Sinne einer wenigstens versuchten aktiven Strafverfolgung, dazu im eigenen Land und in Koordination mit Italien? Wozu auch?

      Hier läuft meist nur etwas konstruktives, wenn es heisst : "Horch - was kommt von draussen rein?!"
    • E7#9 28.08.2015 19:43
      Highlight Highlight Ich habe mich auch gefragt, wieso das so lange ging. Doch jetzt macht man diese Task Force und das finde ich super. Hoffentlich kann sie viele Erfolge verbuchen.

      Den Weg nach Europa zu legalisieren ist dann eine andere Geschichte. Hier muss man auch internationale Lösungen finden.
    • Angelo C. 28.08.2015 20:09
      Highlight Highlight @sound : die Rede ist jetzt in Brüssel, gemäss den heutigen Abendnachrichten, immer mehr, dass man stark darauf tendiere, an den Aussengrenzen der EU grosse Empfangszentren und Lager einzurichten, wo alle Flüchtlinge registriert und auf ihre Asylberechtigung hin abgeklärt würden. Das Problem dabei sei eigentlich "nur", sich unter den 28 Staaten vorher über einen allgemeinverbindlichen Verteilschlüssel zu einigen. Was wohl dauern könnte....
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