DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ausländer mit dem Ausweis F müssen keine Reisegründe mehr für ein Rückreisevisum angeben.
Ausländer mit dem Ausweis F müssen keine Reisegründe mehr für ein Rückreisevisum angeben.Bild: KEYSTONE

Jetzt gibt der Bund Tipps, wie Firmen Ausländer einstellen können

Schweizer Firmen dürfen seit diesem Jahr nur noch 6500 statt 8500 Nicht-EU-Ausländer rekrutieren. Nun zeigt sich: Diese Regelung kann umgangen werden. Die Tipps dazu kommen direkt vom Staatssekretariat für Migration.
05.03.2015, 08:5605.03.2015, 09:13
Ein Artikel von
Aargauer Zeitung

Der Bundesrat kürzte vergangenen November das Kontingent für Zuwanderer aus Drittstaaten: Statt 8500 dürfen Firmen seit diesem Jahr nur noch 6500 Spezialisten einstellen. Der Entscheid war eine Reaktion aufs Volks-Ja zur Zuwanderungs-Initiative.

Diese Woche soll nun aber das Staatssekretariat für Migration den Kantonen einen Brief mit «Empfehlungen» zugesandt haben, wie man das tiefere Kontingent umgehen könnte, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Darin heisst es: «Um Kontingente einzusparen, kann in gewissen Fällen als Alternative eine Stagiairesbewilligung genutzt werden.» Mit diesen Bewilligungen könnten junge Berufsleute «ohne Belastung des Drittstaatenkontingents beschäftigt werden». Als junge Berufsleute gelten Personen unter 35 Jahren aus 15 Ländern, unter anderem auch aus den USA und Kanada. 

Jetzt auf

Das Migrationsamt gibt weitere Tipps, wie man das tiefere Kontingent umgehen kann. Die Kantone könnten in Branchen, «welche weniger im öffentlichen oder kantonalen Interesse liegen, die Bewilligungsdauer einschränken und unkontingentierte Bewilligungen für 4 Monate erteilen».

Mit den Vorwürfen konfrontiert, man untergrabe das Nicht-EU-Ausländer-Kontingent, sagt das Migrationsamt dem «Tages-Anzeiger»: «Die Empfehlungen erinnern vielmehr an die geltenden gesetzlichen Richtlinien.» Die Empfehlungen seien zudem mit dem Kanton ausgearbeitet worden.

Firmen dürfen Nicht-EU-Ausländer nur anstellen, wenn sie keine Person aus dem Inland oder der EU gefunden haben. (az)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die populärsten iPhone-Apps im zweiten Corona-Jahr lassen tief blicken
Zum Jahresende «verrät» Apple jeweils die beliebtesten Apps. 2021 ist die Schweizer Corona-Warn-App aus den Top 10 gefallen, dafür hat's eine berüchtigte Schwurbler-App reingeschafft.

Apple hat am Donnerstag seine App-Charts für das zweite Corona-Jahr (2021) bekannt gegeben. Die populärste kostenlose iPhone-App hierzulande sei die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) herausgegebene Zertifikats-App.

Zur Story