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SNB erzielt im ersten Quartal Verlust von 0,5 Milliarden Franken

epa12832217 The facade of the Swiss National Bank (SNB) in Zurich, Switzerland, 19 March 2026. The Swiss National Bank holds its media briefing in Zurich on 19 March. EPA/ANDREAS BECKER
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal 2026 ein negatives Ergebnis erzieltBild: keystone

SNB erzielt im ersten Quartal Verlust von 0,5 Milliarden Franken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal 2026 ein leicht negatives Ergebnis erzielt. Der Hauptgrund waren Kursverluste auf Aktien und Obligationen infolge des Irankrieges.
23.04.2026, 07:3423.04.2026, 09:25

Der Verlust für die Periode von Januar bis März des laufenden Jahres betrug 497,9 Millionen Franken, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr hatte die SNB einen Gewinn von 26,1 Milliarden Franken erzielt, dabei im ersten Quartal allein einen solchen von 6,7 Milliarden.

Dass es nun im ersten Quartal einen Verlust gab, ist keine Überraschung. Die Experten der UBS hatten im Vorfeld mit einem Wert in dieser Grössenordnung gerechnet.

Denn das Ergebnis der SNB hängt stark von der Entwicklung an den Finanzmärkten ab und kann entsprechend stark schwanken, wie die SNB in ihrer Mitteilung betont.

Talfahrt wegen Irankrieg

Im Startquartal ging es an den Finanzmärkten wegen des Irankrieges zum Teil deutlich bergab. So gab zum Beispiel der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial zwischen Januar und März mehr als 3,5 Prozent nach.

Dies führte bei der SNB, die per Ende März über weltweite Devisenanlagen von 747,8 Milliarden Franken verfügte, zu Kursverlusten auf Beteiligungspapiere und -instrumente in der Höhe von 6,3 Milliarden Franken. Hinzu kamen Kursverluste von 5,3 Milliarden auf Zinspapiere und -instrumente, also etwa Obligationen.

Trotz der Kursverluste von insgesamt somit 11,6 Milliarden Franken resultierte auf den Fremdwährungspositionen gleichwohl nur ein Verlust von 8,2 Milliarden. Denn die Kursrückgänge wurden insbesondere durch Dividenden- und Zinserträge in der Höhe von 3,8 Milliarden etwas gemildert. Die wechselkursbedingten Verluste waren mit insgesamt 0,2 Milliarden Franken derweil vernachlässigbar.

Dass unter dem Strich der Quartalsverlust moderat ausfiel, ist derweil der Goldpreisentwicklung zu verdanken. Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand erzielte die Notenbank einen Bewertungsgewinn von 7,8 Milliarden.

Leicht positiv war ausserdem der Gewinn auf den Frankenpositionen (40,4 Millionen). Er resultierte laut den Angaben im Wesentlichen aus der Verzinsung der Sichtguthaben auf Girokonten und aus liquiditätsabschöpfenden Operationen.

Wie wird das zweite Quartal?

Rückschlüsse auf das Jahresergebnis seien wegen der Volatilität der Finanzmärkte nur bedingt möglich, betonte die SNB wie üblich. Tatsächlich ist es gut möglich, dass schon das zweite Quartal völlig andere Werte bringt.

So haben sich die Aktienmärkte bislang im April gut entwickelt. So ist etwa der Dow Jones Industrial um fast 7 Prozent nach oben geschnellt, gleichzeitig hat sich der Goldpreis nur ganz leicht verringert. Allerdings dauert das zweite Quartal noch mehr als zwei Monate.

Ohnehin können noch keine Aussagen zur Gewinnausschüttung an die Kantone und den Bund gemacht werden. Denn für das Geschäftsjahr 2026 handeln das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) und die SNB derzeit eine neue Vereinbarung aus. (awp/sda)

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