Schweiz
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Jungwölfe mit ihrer Mutter im Juraparc: Im Gegensatz zu einem Bündner Wolfsrudel, das nun teilweise abgeschossen werden soll, riskieren diese Wölfe nichts. (Archivbild)

Jungwölfe mit ihrer Mutter im Juraparc: Im Gegensatz zu einem Bündner Wolfsrudel, das nun teilweise abgeschossen werden soll, riskieren diese Wölfe nichts. Bild: KEYSTONE

In Graubünden werden vier Jungwölfe geschossen



Im Kanton Graubünden sollen bis Ende März nächsten Jahres vier Jungwölfe aus dem neunköpfigen Beverinrudel geschossen werden. Im Streifgebiet dieses Rudels sind mindestens 15 Risse aus Ziegenherden bekannt. Die Gruppe Wolf Schweiz bedauert den Abschuss.

Mit den mindestens 15 Rissen aus Ziegenherden, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren, sei ein Grenzwert überschritten worden, der das Verhalten dieses Wolfsrudels als problematisch klassifiziere, schreibt die Bündner Jagdverwaltung in einer Mitteilung vom Freitag.

Die DNA-Proben hätten das männliche Elterntier M92 als Verursacher identifiziert. Als Elterntier wird es selber allerdings vom Abschuss verschont bleiben. Bereits im letzten Jahr sei das Tier negativ aufgefallen, als es auf der Stutzalp oberhalb Splügen eine grosse Anzahl Schafe gerissen habe.

Insgesamt habe das Wolfspaar im letzten Jahr 59 Schafe gerissen und in diesem Jahr sei es nach der Rudelbildung zu gegen 40 weiteren Schafrissen gekommen, sagte der Bündner Jagdverwalter Adrian Arquint auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Für diese Tiere habe es allerdings keinen Herdenschutz gegeben, sie seien also ungeschützt gewesen. Nun habe dieser Wolf aber damit begonnen, Tiere in geschützten Herden zu reissen und dieses Verhalten an seine Nachkommen weiterzugeben. Das Rudel bestehe aus insgesamt neun Tieren, die Hälfte davon dürfe gemäss dem Gesetzgeber reguliert werden, sagte Arquint weiter.

Vier Jungtiere werden geschossen

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat nun den Antrag des Kantons Graubünden gutgeheissen, insgesamt vier Wölfe aus dem Beverinrudel unter Schonung der Elterntiere abzuschiessen. Die Bewilligung zur Regulierung des Wolfsbestandes beschränkte sich auf das Streifgebiet des Wolfsrudels Beverin und die Abschüsse hätten bis am 31. März 2020 zu erfolgen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF) habe sich in den vergangenen Wochen auf diesen Eingriff vorbereitet. Die Wildhut werde die entsprechende Regulierung vornehmen. Geplant sei ein zeitnahes Vorgehen: Dies sei nötig, damit die Elterntiere noch von den übrigen Wölfen unterschieden werden könnten. Je länger zugewartet werde, desto schwieriger werde sich die Identifizierung der einzelnen Wölfe gestalten.

Weiter werde versucht, die Tiere im Rudelverbund zu erlegen, um eine zusätzliche vergrämende Wirkung zu erziehen. Generell sei zu erwarten, das sich der Eingriff als schwierig herausstellen werde, da das Rudel mittlerweile äusserst mobil sei und sich jeweils nur für kurze Zeit am selben Ort aufhalte.

Rund 30 Wölfe im Kanton Graubünden

Die Entwicklung der Wolfspopulation im Kanton Graubünden hat sich nach Einschätzung der örtlichen Behörden nach dem Auftauchen des ersten Rudels am Calanda im Jahr 2012 gemäss den Prognosen bestätigt. Bereits damals seien weitere Rudelbildungen prognostiziert worden. Gemäss Arquint leben im Kanton Graubünden derzeit rund 30 Wölfe. Allein in diesem Jahr seien mindestens 17 Jungwölfe geworfen worden.

Bis heute hätten in allen Teilen des Kantons Einzelnachweise von Wölfen erbracht werden können. Weitere Rudelbildungen seien daher wahrscheinlich. Wenn wie beim Beverinrudel festgestellt werde, dass Wölfe und Wolfsrudel ein problematisches Verhalten zeigten, müsse das AJF seine Verantwortung wahrnehmen und einen Eingriff in die Wolfspopulation vornehmen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt seien.

Bedauern über Abschuss

Die Gruppe Wolf Schweiz bedauert den Abschuss, erachtet die Regulierung aber als rechtmässig und akzeptiert sie, wie aus einer Mitteilung vom Freitag hervorgeht. Dennoch werde die Regulierung nicht dazu beitragen, dass Nutztiere im Gebiet geschützt oder Wölfe besser akzeptiert würden. Ein starker, gut ausgebauter Herdenschutz bleibe alternativlos zum Schutz von Schafen und Ziegen.

Die Vorgaben des Bundes seien aber derart schwach, dass dies zwingend dazu führe, dass Wölfe den Herdenschutz immer wieder überwinden könnten. Die Gruppe Wolf Schweiz hat sich deshalb bereits in der Vernehmlassung zu dieser Richtlinie dafür ausgesprochen, die Vorgabe zu erhöhen, um einen besseren Schutz zu erreichen. Leider seien diese Forderungen nicht berücksichtigt worden. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 05.10.2019 19:24
    Highlight Highlight Im Appenzell essen sie noch immer Hundefleisch und im Bündnerland gibt es zukünftig Salsiz von Wolfswelpen.
    SCHÄMT EUCH!
  • Partikel 05.10.2019 14:21
    Highlight Highlight Füchse sieht mann/frau auch in der Stadt, oder in den Dörfern. Ist das, weil der Lebensraum für Wildtiere a) grösser, oder b) kleiner geworden ist? Entspricht die Flächenmässigen Wildzonen a) so wie sie früher zur Zeit des Wolfs waren, oder b) die Zonen sind kleiner geworden? Der Bestand der Wölfe wird kleiner, wenn Sie nicht genug Nahrung finden. Solange sie locker zu Futter kommen . Z. B. von schlecht geschützten Weiden, greift der Wolf zu. Kann der Hirte nicht für den Schutz aufkommen, darf er keine mehr halten, sollte so sein.
  • Mephista87 05.10.2019 10:24
    Highlight Highlight Ich verstehe das einfach nicht. Würde die aktuelle Wolfspopulation denn nicht ausreichen, um den Wildbestand zu regulieren? Warum schiessen Jäger den Wölfen das Futter vor der Nase weg und jammern dann über gerissene Ziegen und Schafe? Wo ist da die Logik? Kann mich jemand erleuchten?
    • gizmoo 06.10.2019 08:29
      Highlight Highlight Pro Jahr werden durch die Jagd ca. 14k Hirsche, 45k Rehe und 10k Wildschweine erlegt.
      !Niemals! könnten Wölfe das übernehmen...oder sie müssten in einer derart hohen Anzahl vorkommen, dass die Gefahr für Seuchen, Unfälle, usw. gewaltig wäre.
      Abgesehen davon: Die Wölfe sind Oppertunisten, die suchen sich das einfachste Opfer. Ihren Hund?
  • Lisbon 05.10.2019 09:01
    Highlight Highlight Dann sammle ich das Rudel ein und lasse es nachher wieder frei.
    • Albi Gabriel 05.10.2019 14:26
      Highlight Highlight Mach das. Aber bitte am Uetliberg.
  • juergy 05.10.2019 08:35
    Highlight Highlight Kühe töten und verletzen Wanderer gelegentlich. Der bei den Wölfen angewandten Methode und Logik folgend müsste man daher regelmässig einigen Kälbern das Licht ausblasen. 🤔🤗
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 05.10.2019 00:25
    Highlight Highlight «Negativ auffallender Wolf»...! 😂 Wie müssen sich denn WÖLFE in der/ihrer Natur verhalten, dass sie vom Menschen als positiv aufgefallen klassifiziert werden können??? Lustig manchmal, diese Berichterstattung...
    • Lisbon 05.10.2019 13:31
      Highlight Highlight Sie sollen brav "Sitz" machen, wenn man es befiehlt. Zudem bräuchte es mehr Robiwolf-Säckchen.
  • RETO1 04.10.2019 21:08
    Highlight Highlight Diese Gefühlsduselei wegen ein paar Wölfen ist lächerlich und kommt natürlich aus dem vom Wolf nicht besiedelten Mittelland
    Wölfe gibt's millionenfach auf der Welt
    Was ist wohl brutaler ein mit gezieltem Schuss erlegter Wolf oder hunderte gerissene Schafe die elendiglich leiden müssen bis der Tod sie erlöst
    • Decke 04.10.2019 21:52
      Highlight Highlight Naja, das nennt sich Natur.. was willst du uns damit sagen? Schon mal gesehen wenn ein Rudel Löwen ein Nilpferd jagt? An Brutalität kaum zu überbieten da es lebendig gefressen wird, es dauert Stunden bis das Tier an Blutverlust stirbt da sie es einfach nicht richtig töten können. Willst du jetzt jedes Raubtier mit einem gezielten Schuss töten? Wir wissen beide welches Geschöpf das eigentliche Problem ist oder nicht? Was wir den Tieren antun überbietet alles
      Stichwort: Gallenfarm/Pelzfarm/Massentierhaltung
    • Frausowieso 04.10.2019 23:37
      Highlight Highlight Schafe sind jedoch keine heimischen wilden Tiere. Zumindest nicht die Zuchtschafe. Das Überleben der wilden Tiere wäre eigentlich wichtiger. Zudem sterben weitaus mehr Schafe durch Vernachlässigung. Sie erkranken, verunfallen, werden von Blitzen getroffen, verdursten verletzt auf der Alp. Sie sterben bei Geburten und erkranken an Parasiten und Moderhinke. Darüber wollen die Schafsbauern nicht sprechen. Ich weiss von was ich rede und ich würde niemals ein Schaf schutzlos auf die Alp stellen. Das ist grobfahrlässig.
    • Mr. Kr 04.10.2019 23:56
      Highlight Highlight Das eine ist der Lebenszyklus und ein Bestandteil der Nahrungskette. Das andere eifach nur töten von Lebewesen.
  • Lou10end 04.10.2019 21:06
    Highlight Highlight Was stimmt mit uns nicht? Wann haben wir verlernt mit uns klar zu kommen? Warum gewichten wir uns höher als andere?
  • Borki 04.10.2019 18:17
    Highlight Highlight Der mögliche Abschuss dieser vier Wölfe ist nicht das Problem. Die Schadensschwelle wurde überschritten, das BAFU bewilligt Abschüsse, der Kanton führt aus. Das die Bündner das Wolfsmanagement seriös betreiben, beweisen die anderen Rudel und der steigende Wolfsbestand.
    Das echte Problem kommt, falls das revidierte Jagdgesetz durch kommt: Jeder Kanton schiesst Wölfe nach eigenem Gutdünken und Lokalpolitik zählt mehr als Wildtierbiologie. DAS wäre verheerend, liebe Wolfsfreunde. Also brav Unterschriften sammeln, sobald das Referendum lanciert wird!
    • Kateforever 06.10.2019 09:02
      Highlight Highlight Danke für die Information
  • Mügäli 04.10.2019 17:17
    Highlight Highlight Mein Vater war Jäger, die ganze Wohnung war voller ‚Trophäen‘. Ich habe mich nie daran gewöhnt. Auch haben wir viele Hunde im Fuchsbau verloren was ihn aber trotzdem nicht daran hinderte weiter dieses ‚Hobby’ auszuüben. Ich kann bis heute nicht verstehen wie man Töten als Freizeitbeschäftigung haben kann.
    • Mathis 05.10.2019 08:37
      Highlight Highlight Was passiert mit Hunden im Fuchsbau? Die tötet doch nicht der Fuchs?
    • Mügäli 05.10.2019 09:40
      Highlight Highlight @Mathis - nein, meistens verenden sie qualvoll weil sie nicht mehr raus kommen
    • Mügäli 05.10.2019 09:50
      Highlight Highlight @Mathis - oder sie haben die unschöne Begegnung mit einem Dachs. Der Fuchs flüchtet, beim Dachs ist das anders, dort geht‘s dann in einen Kampf bei dem der Hund sich schwer verletzen kann und dann auch nicht mehr raus kommt. Da diese Bauten riesig sind, kann der Jäger seinen Hund auch nicht ‚ausbuddeln‘ also suchen, das sind teilweise riesige unterirdische Systeme.
  • Nüübächler 04.10.2019 16:21
    Highlight Highlight Hier mokieren sich ein paar Unwissende über Schafhaltung.
    1. Herdenschutz ist teuer, für kleinere Schafhalter unmöglich
    2. Herdenschutz mit Hunden funktioniert nur auf behirteten Alpen. Der Hirt muss abends die Schafe zusammentreiben, auf grossen weitläufigen Alpgebieten eine Herkulesarbeit.
    3. Die Schafhaltung ist nicht so lukrativ wie einige denken.
    • Vecchia 04.10.2019 18:12
      Highlight Highlight Dann machen wir die Schafshaltung halt lukrativ.
      Dann werden halt Fleisch und Milch teurer und die Wolle wird nicht mehr verbrannt.

      Die "Wertlosigkeit" der Tiere, durch Gier der Bauern und Geiz der Konsumenten, hat dazu geführt, dass sie unbehütet in Massen gehalten werden.
      Das ist eine neuere Erscheinung. Früher war kein Hausschaf, keine Ziege und kein Rind ohne Hirten auf der Weide, weil die Tiere für Bauern viel mehr wert waren.
    • Magnum 04.10.2019 19:13
      Highlight Highlight Mit anderen Worten: Schafhaltung ist ein Hobbyding, und wegen der Hobbybudgets liegt kein professioneller Herdenschutz drin.
      Also knallt man jetzt wegen ein paar Hobby-Schafzüchtern Wölfe ab. Und das auch in Zukunft immer wieder, denn so lange diese Hobbyzüchter den Herdenschutz nicht professionalisieren, werden Wölfe lernen, wie sie einfach an ihr Futter kommen. Und dieses Wissen dem Nachwuchs weitergeben. Das Problem ist nicht der Wolf. Das Problem ist, wie leider viel zu oft, das destruktivste Vieh von allen. Geht auf zwei Beinen und hält sich für die Krone der Schöpfung.
    • Nüübächler 04.10.2019 23:26
      Highlight Highlight Vecchia
      Ja früher vermochten die Bauern einen Hirten noch zu entlöhnen, und früher haben die Leute ihre Wäsche von Hand gewaschen und früher flogen nicht alle 2 mal im Jahr in die Ferien.
      Wir sind im Jetzt angekommen und da ist der ökonomische und auch der ökologische Druck auf die Bauern ziemlich hoch geworden. Das ist eine Folge der Globalisierung an der Alle eifrig mitmachen. Da kommt Lammfleisch aus Australien sehr billig in die Schweiz. Da ist es einfach nicht richtig zu sagen "der Gier der Bauern". Wogegen Geiz der Konsumenten leider oft zutrifft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sonnenbankflavor 04.10.2019 15:45
    Highlight Highlight Mir ist es ein Rätsel wieso z.B. in Italien die Bergbewohner keine Probleme mit Wölfen und co. haben. Wieso nur in der Schweiz?
    • Narzyss 04.10.2019 21:39
      Highlight Highlight Weil in Italien usw. diese Grossraubziere nie ganz verschwunden sind. Wie z.B. Füchse bei uns. Keiner kommt auf die Idee seine Hühner drausen im Garten ohne Schutz zu halten. Das da der Fuchs kommt ist allen klar. Aber beim Wolf ist das anders Jahrzehnte konnte man ohne jeden Schutz seine Schafe und Ziegen drausen halten und weil man die Tiere eh nur wegen Subventionen hält, haben die Halter wenig Interesse mehr Aufwand zu betreiben.
    • Nüübächler 04.10.2019 23:32
      Highlight Highlight Narzyss
      Nur schon dass du die Subventionen hier reinklebst zeigt dass du nichts von der Landwirtschaft verstehst. Es sind Direktzahlungen und diese sind stets direkt an eine Leistung gebunden.
      Was in Italien anders als hier ist sind die Löhne.
      Der Hirte in der Schweiz braucht einen deutlich höheren Lohn als sein italienischer Kollege. Wogegen der Konsument meint die Preise für Lammfleisch müssten genau gleich sein wie in Italien.
      Frage; bist du bereit für einen ital.Lohn in der Schweiz zu arbeiten?
    • holden27 06.10.2019 02:41
      Highlight Highlight Ich wäre zwar nicht bereit für einen italienischen Lohn zu arbeiten. Aber ich wäre bereit mehr für Schweizer (Lamm)Fleisch zu bezahlen.
      (meines Erachtens ist ausländisches Fleisch sowieso viel zu billig, so etwas sollte man nicht noch fördern...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bits_and_More 04.10.2019 15:30
    Highlight Highlight "In einer Studie von Alp Futur von August 2012 wurden die Verluste von Schafen während der Sömmerung erfasst und analysiert, um die Ursachen dafür zu erkennen und zu bekämpfen.

    Aus dieser Studie über die 4221 im Sommer 2011 erfassten Verluste geht hervor, dass 7 Prozent davon auf Grossraubtiere zurückzuführen sind. Das entspricht 294 getöteten Schafen, wovon 258 dem Wolf, 5 dem Luchs und 31 dem Bären zuzuweisen sind."

    Nur ein Bruchteil der Toten Tiere geht auf Raubtiere zurück. Die meisten sterben an Krankheit, Absturz oder werden einfach vergessen.

    https://bit.ly/2ogqgfD
  • Anne Who 04.10.2019 15:09
    Highlight Highlight Hier zeigt sich wieder einmal die grenzenlose Arroganz, Ignoranz und Stupidität des homo sapiens.
  • wolge 04.10.2019 14:58
    Highlight Highlight Sprechen wir mal über ein ECHTES Problem...

    Das Verhalten vieler Menschen würde ich für unseren Planeten als problematisch klassifizieren...

    Ich schlage vor unseren Bestand stärker zu regulieren...
  • parrot 04.10.2019 14:54
    Highlight Highlight Schade, ich hatte den Eindruck, die Bündner sind in den letzten Jahren etwas vernünftiger geworden bezüglich dem Umgang mit Wildtieren. Das war wohl ein Trugschluss. Jeder, wer auch nur minimale Kenntnisse bezüglich des Verhaltens von Wölfen hat, weiss, dass diese Aktion komplett nutzlos ist.
    Ich würde gerne wissen, wie die Ziegen geschützt wurden. Wenn das richtig gemacht wird, müssen die Wölfe ihre Nahrung woanders suchen.
  • loree_n 04.10.2019 14:43
    Highlight Highlight Es ist ja nur schlimm wenn man "exotische" Tiere abschiesst! Und auch der Schutz von "exotischen" Tierarten weit weit weg ist viel wichtiger, als das hegen und erhalten heimischer Tierarten!

    Sorry aber das ist sooooo scheinheilig!

    Wir haben eine Verantwortung unserer Tierwelt gegenüber! Es gibt bestimmt bessere alternativen als Wölfe abzuschlachten.

    • Nüübächler 04.10.2019 23:37
      Highlight Highlight Logisch, der Wolf ist ja weit weg im Bündnerland. Nicht vor deinem Dorf. Das ist etwa das Gleiche wenn ich rufe; die Afrikaner sollen lernen mit dem Löwen zu leben, der Löwe soll sich wieder frei um die Dörfer bewegen können. Mich stört das dann ja auch nicht besonders.
  • Cirrum 04.10.2019 14:36
    Highlight Highlight Paradox, wie sich die Leute drüber aufregen, aber umgekehrt bedenkenlos jeden Tag Fleisch aus schlechtester Tierhaltung essen.. Die Millionen armen Schweine, Kühe, Hennen, Gänse usw... Aber das ist halt schön verpackt als Steak oder Wurst und braucht man sich keine Gedanken zu machen... Typisch Mensch..
  • Oigen 04.10.2019 14:27
    Highlight Highlight 199 tötungsdelikte 2018 in der schweiz durch menschen.
    wann ist da die grenze erreicht um diese abzuschiessen?
  • Fiesekatzekratzetatze 04.10.2019 14:22
    Highlight Highlight Einfach nur traurig solche Entscheide. Das wird überhaupt nichts bringen weil die Elterntiere wieder Würfe haben werden und ihnen das neu erlernte Jagdverhalten beibringen werden. Einzig optimierter Herdenschutz wäre sinnvoll und gleichzeitig die Jagt auf Wild reduzieren.
  • Kyle C. 04.10.2019 14:16
    Highlight Highlight " Bereits im letzten Jahr sei das Tier negativ aufgefallen..." Alleine diese Formulierung sagt schon genug. Ein Tier, dass negativ auffällt...wtf?!? Was sich die pöse Natur dabei wohl gedacht hat...
  • PlayaGua 04.10.2019 13:19
    Highlight Highlight Ein Grund mehr bei den Wahlen auf Umweltschutz zu setzen.
    Das neue Jagdgesetz hat das alte Parlament und die Bauernlobby ja noch durchgepeitscht, im Wissen darum, dass es künftig nicht mehr möglich sein würde. So sollen bald Wölfe noch einfacher abgeschossen werden können.
    Gleichzeitig reklamieren die Bauern dann bei Mercosur, dass Brasilien die Umwelt und die Biodiversität nicht achte, während hier abgeknallt wird, was sich bewegt.
  • Tschüse Üse 04.10.2019 12:57
    Highlight Highlight Nur weil ein paar Bauern zu wenig Geld für den Schutz ihrer Tiere ausgeben wollten.
    • Albi Gabriel 04.10.2019 13:05
      Highlight Highlight Lies einfach nochmal den Artikel. Es geht um Geissen, die trotz Herdenschutz vom Wolf gerissen wurden.
    • MarGo 04.10.2019 13:29
      Highlight Highlight ...offenbar zu wenig ausreichender Herdenschutz...
    • Ichiban 04.10.2019 13:47
      Highlight Highlight Man könnte bauern zb auch angemessen entschädigen, wenn ihre tiere durch geschützte raubtiere gerissen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #plauderi 04.10.2019 12:35
    Highlight Highlight Ich finde den Ansatz nach wie vor falsch. Man sollte den Herdenschutz der Nutztiere erhöhen und die Jagd des Wildes abschaffen. Somit würde der Wolf den Wildbestand regulieren und müsste nicht wieder verdrängt werden... Aber ja, somit hätten die Konsumenten halt nicht mehr ihr Hirschschnitzel auf dem Tisch.
    • Albi Gabriel 04.10.2019 13:37
      Highlight Highlight Endlich mal jemand, dessen Name passt...
    • ralck 04.10.2019 15:42
      Highlight Highlight Korrektur: Ihr Hirschschnitzel aus Tschechien oder Neuseeland auf dem Tisch
    • Gian Plaiv 04.10.2019 15:52
      Highlight Highlight Der Wolf reisst die Schafe nicht, weil es zu wenig Hirsche hat, es sind sogar um einiges zu viele. Er reisst Schafe, weil diese abholbereit rumstehen wie in einem Selfservicerestaurant. Auch mit Herdenschutz ist eine eingezäunte Schafherde ein weit leichteres Ziel als das Rotwild oder Ähnliches.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoscheho 2049 04.10.2019 12:25
    Highlight Highlight Dies sollte allen klar machen, dass eine weitere Lockerung im Zusammenhang mit Grossraubtieren nicht nötig ist.
  • Mülltonne 04.10.2019 12:15
    Highlight Highlight Find ich ned okay🙄
  • MarGo 04.10.2019 11:48
    Highlight Highlight ... unter Schonung der Elterntiere werden dafür deren Kinder erschossen...
    Es ist schon eine Frechheit, wie der Mensch es sich herausnimmt das einzige fühlende, empathische Wesen auf dem Planeten zu sein... und schaut man sich in der Welt um, sieht man, dass der Mensch keine Ahnung von Empathie hat... zum kotzen...
  • Yorik2010 04.10.2019 11:35
    Highlight Highlight Wie hirnlos müssen die Verantwortlichen für den Wolfabschuss sein?! Eigentlich müssten sie ja wissen, dass Wölfe Lücjen in ihrem Rudel umgehen wieder mit Jungtieren auffüllen. Folglich sind Abschüsse kontraproduktiv und unsinnig.
    • Fiesekatzekratzetatze 04.10.2019 14:19
      Highlight Highlight Die Jäger wollen doch auch in Zukunft was zu schießen haben *duckundweg*
    • ChillDaHood 04.10.2019 15:04
      Highlight Highlight Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Ziel nicht weniger Wölfe zu haben, sondern weniger "problematische" Wölfe.

      d.h. Wolf der geschützte Tiere reisst wird geschossen, Wolf der das nicht tut, nicht. Insgesamt müsste der Bestand immer noch steigen.
  • Vecchia 04.10.2019 11:21
    Highlight Highlight Gemäss Fachleuten vermehren sich Wölfe nur wenn der Bestand an Tieren nicht zu gross ist....

    Demnach wird der Wolfabschuss in Graubünden in Zukunft zum jährlichen Jagdprogramm gehören.
    Der Nachfolger des pensionierten Jagdaufsehers Georg Brosi scheint dessen Liebe zu Grossraubtieren nicht zu teilen....
    • Borki 04.10.2019 18:03
      Highlight Highlight Da bin ich aber einmal gespannt auf eine Quellenangabe zu diesen Fachleuten...

    • Vecchia 04.10.2019 18:16
      Highlight Highlight https://www.srf.ch/sendungen/netz-natur/wolf-und-baer-wer-braucht-schutz-vor-wem
  • Thurgauo 04.10.2019 11:14
    Highlight Highlight Ich fordere eine besser Behirtung der Tiere. Jährlich sterben über 4'000 Schafe durch schlechte Behirtung qualvoll. Sie erfieren, verhungern, stürzen ab, erkranken, verfangen sich im Stacheldraht usw. Der Wolf reisst jährlich ein paar wenige hundert? Wo liegt jetzt wohl das grössere Problem?
  • Pinhead 04.10.2019 11:10
    Highlight Highlight Vorschlag: im Gegenzug darf die Wolfsmutter vier Bündner Jäger reissen.
  • Wuerachs 04.10.2019 11:05
    Highlight Highlight Bringt doch nichts, das Jagdverhalten wird von den Eltern an die Jungen weitergegeben dass wird auch bei der nächsten Generation so sein also bleibt das Problem bestehen, dass einzige was hilft ist restriktiver Herdenschutz und vergrämen, übrigens bin ich auch Ziegenhalter
    • ChillDaHood 04.10.2019 15:06
      Highlight Highlight Wie vergrämt man einen Wolf?

      Ich weiss, blöde Frage, aber ernsthaft, wie macht man das?
    • Orfeo 04.10.2019 20:47
      Highlight Highlight Mit der Grossmutter natürlich... 🤔
  • karl_e 04.10.2019 11:04
    Highlight Highlight Wieviele Schafe sind in dieser Zeit durch Absturz oder Krankheit umgekommen?

Das sind die 88 Flugplätze der Schweiz (ein Wasserflugplatz gehört auch dazu)

Zürich, Basel und Genf sind nicht allein: Hier sind alle 88 Flugplätze der Schweiz – und wie viele Passagiere sie abfertigten.

58'157'623 Passagiere wurden 2018 von einem Flugplatz in der Schweiz aus transportiert. Davon entfällt wenig überraschend der allergrösste Teil auf die drei Hauptflughäfen Zürich, Basel und Genf, wie neueste Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen. Wo aber sind die rund 800'000 Passagiere gestartet, die nicht die Hauptflughäfen benutzt haben? Eine Übersicht über die Flugplätze der Schweiz:

Unsere interaktive Karte zeigt dir, wie viele Passagiere die einzelnen Flugplätze der Schweiz im Detail …

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