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Polizisten rücken mit einer grossen Zange an.
Polizisten rücken mit einer grossen Zange an.Bild: keystone

Tibeter ketten sich am IOC-Sitz in Lausanne an, um gegen Olympia in Peking zu protestieren

Etwa zehn Pro-Tibet-Aktivistinnen und -Aktivisten haben am Samstag in Lausanne gegen die Austragung der Olympischen Winterspiele in Peking demonstriert. Am Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ketteten sich mehrere Personen an, bis die Polizei eingriff.
11.12.2021, 16:43

Fünf Personen ketteten sich im Inneren des Gebäudes, in der Eingangsschleuse, an. Zwei weitere taten dasselbe vor dem Gebäude, indem sie sich an den olympischen Ringen festbanden.

Die Mitglieder der «Tibetan Youth Association in Europe» (Verein Tibeter Jugend Europa), von denen die meisten aus der Region Zürich stammten, schwenkten ausserdem tibetische Flaggen. Auf Schildern prangerten sie die chinesische Tibet-Politik an und warfen dem IOC vor, die Augen zu verschliessen.

Die Demonstranten kritisieren die Vergabe der nächsten Olympischen Spiele an Peking.
Die Demonstranten kritisieren die Vergabe der nächsten Olympischen Spiele an Peking.Bild: keystone

Anzeige gegen den Organisator

Die Polizei war schnell vor Ort und versuchte, mit den Aktivisten zu verhandeln. Diese weigerten sich jedoch, der Aufforderung zum Abzug Folge zu leisten. Die Polizisten, die mit einer grossen Zange bewaffnet waren, trennten daraufhin die im Gebäude angeketteten Demonstranten, bevor sie sie ins Freie brachten und abführten.

Sechs Demonstrierende wurden zur Identifizierung auf die Wache gebracht, wie Antoine Golay, Sprecher der Lausanner Polizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Der Organisator der Demonstration, die nicht genehmigt war, werde auf jeden Fall angezeigt. Auch andere könnten angezeigt werden. Es gehe insbesondere darum, die «Konfrontation» zu klären, die zwischen den Aktivisten und dem Sicherheitsdienst des IOC stattgefunden habe.

IOC verurteilt den Protest

In einer Erklärung, die den Medien vor Ort übermittelt wurde, verurteilte das IOC die Aktion: «Wir haben mehrmals mit friedlichen Demonstranten gesprochen, aber wir werden nicht mit den Demonstranten sprechen, die Gewalt angewendet haben, um in das IOC-Gebäude einzudringen», hiess es dort. Ein Sicherheitsbeamter sei zudem beim Eindringen der Aktivisten leicht verletzt worden.

Die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking finden vom 4. bis 20. Februar statt. Die Vergabe erfolgte im Sommer 2015, nachdem sich die Kandidatur der chinesischen Hauptstadt gegen Almaty (Kasachstan) durchgesetzt hatte. (ram/sda)

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Peking im Würgegriff des Smogs

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Peking im Würgegriff des Smogs
quelle: ap / greg baker
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