Schweiz
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Grosse Solidaritäts-Welle auf Facebook, aber für den vermissten Semere gibt es kaum Überlebenschancen 



Seit Samstagnachmittag wird in Wattwil SG nach dem 2-jährigen Semere gefahndet. Die Eltern des Jungen nahmen an einem Fest im Katholischen Kirchzentrum Wattwil teil. Dabei verloren sie ihren Sohn aus den Augen und konnten ihn nicht wieder auffinden. Sie informierten in der Folge die Polizei, welche umgehend eine Suchaktion einleitete. Vermutet wird, dass der kleine Junge in die Thur gefallen ist. Neben dem Fluss wurde sein Schuh gefunden. 

Gegenüber watson meinte der Sprecher der Kapo-St.Gallen Andrea Rezzoli: «Die Thur führte am Samstag sehr viel Wasser mit sich. 10 - 15 cm mehr als sonst. Es kann also sein, dass der Junge vom ersten Wehr nicht aufgehalten wurde.» Deshalb wird nun auch weiter flussabwärts gesucht.

Die Überlebenschancen des Jungen seien relativ gering, fährt Rezzoli fort: «Auch wenn er nicht in die Thur gefallen ist, die Temperaturen in der Nacht waren so tief, dass er dies kaum hätte überleben können.» 

Wattwil im Kanton St.Gallen: Hier ist Semere am Samstagabend verschwunden. bild: google maps

Grosse Solidaritätswelle auf Facebook

Doch die Hoffnung lebt weiter. Auf Facebook erlebt die Kapo St.Gallen eine kaum je dagewesene Solidaritätswelle. «Über 300'000 Personen haben sich die Vermissten-Meldung bereits angeschaut», so Rezzoli. «So etwas haben wir noch nie erlebt, ausser einmal bei einer Samichlaus-Aktion, doch das war etwas Lustiges.»

quelle: facebook.com/kaposg

Seit 18 Stunden ist die Meldung erst online und wurde bereits knapp 7000 Mal geshared. In der Kommentarspalte wird den Eltern des Vermissten Mut und Kraft zugesprochen. Mehr kann man momentan auch gar nicht tun, denn wie Rezzoli festhält, «ist die Suche in der Thur sehr gefährlich und kann nur von professionellen und gut ausgerüsteten Tauchern ausgeführt werden.»

(cma)

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