KI Claude hat mit Störungen zu kämpfen
Claude, der KI-Dienst von Anthropic, hat mit massiven technischen Störungen zu kämpfen. Auf allen Plattformen kommt es vermehrt zu Fehlermeldungen. Erste Vorfälle wurden am Montagmittag, 2. März 2026, gemeldet und betreffen zahlreiche User weltweit.
Laut dem aktuellen Status-Update untersucht das Team das Problem weiterhin. Die erste Meldung erschien um 12.49 Uhr, ein Folge-Update um 13.06 Uhr bestätigte, dass die Untersuchung noch andauert.
Hauptsächlich betroffen seien die Weboberfläche (claude.ai), der Login-Prozess sowie die Authentifizierung für die KI-Programmierhilfe Claude Code. Gemäss den Angaben von Anthropic funktioniert die Programmierschnittstelle (API), über die sich Dritte mit der Claude-Plattform verbinden können, derzeit wie vorgesehen.
Einen genaueren Zeitpunkt, wann die Probleme behoben werden, gibt es noch nicht, aber das Team arbeitet gemäss Anthropic aktiv an einer Lösung.
User-Ansturm wegen Trump
Hinter den Kulissen tobt seit Ende Februar ein bis dato beispielloser Konflikt zwischen Anthropic und der US-Regierung. Grund: Firmenboss Dario Amodei weigert sich, die ethischen Sicherheitsleitplanken von Claude für militärische Zwecke zu lockern. Daraufhin ordnete Präsident Trump an, dass alle US-Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Software einstellen müssen.
Parallel zum Bruch mit Anthropic gab OpenAI unter der Leitung von Sam Altman am vergangenen Freitag bekannt, einen umfassenden Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium unterzeichnet zu haben. In der Folge kam es zu ChatGPT-Boykottaufrufen. Und die Claude-App registrierte Rekord-Installationszahlen.
Ob die am Montag aufgetretenen technischen Ausfälle bei claude.ai auf den plötzlichen Ansturm von «KI-Flüchtlingen» zurückzuführen sind, ist nicht bekannt.
(ear/dsc)
