Schweiz
Ostschweiz

Thurgauer Pferdezüchter muss Prozesskosten selbst berappen

Thurgauer Pferdezüchter muss Prozesskosten selbst berappen

18.12.2017, 12:0018.12.2017, 12:22
Die Polizei sichert die ersten Tiere vom Hof von Ulrich K., der wegen der Quaelerei von Pferden unter Verdacht steht, aufgenommen am Dienstag, 8. August 2017, in Hefenhofen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Die Polizei beim Pferdezüchter von Hefenhofen.Bild: KEYSTONE

Der Pferdezüchter aus Hefenhofen TG muss für seine Prozesskosten selbst aufkommen. Das Bundesgericht hat ein Gesuch des mutmasslichen Tierquälers um unentgeltliche Rechtspflege für zwei hängige Beschwerden abgewiesen.

Wie aus einer am Montag publizierten Verfügung des Bundesgerichts hervor geht, hat der Pferdezüchter seine Bedürftigkeit mit den von ihm eingereichten Unterlagen nicht belegen können.

Das Bundesgericht hält fest, dass der Mann nach wie vor Eigentümer seines landwirtschaftlichen Betriebs sei und Land besitze. Nicht entscheidend sei, dass Hypotheken darauf lasteten. Grundsätzlich könnten Mittel für das Verfahren auch durch Vermietung oder Belehnung aufgebracht werden.

Zur undurchsichtigen finanziellen Lage des Pferdezüchters trägt bei, dass er seit 2012 keine Betriebsrechnung seines landwirtschaftlichen Guts mehr erstellt hat, wie aus dem Urteil des Bundesgerichts hervor geht.

Dem Pferdezüchter werden Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Im August räumten die Behörden seinen Hof. Fast 100 Pferde wurden vorerst bei der Armee im bernischen Schönbühl untergebracht. Danach wurden die Tiere versteigert. (Verfügung 2C_108/2017 und 2C_1005/2016 vom 14.12.2017) (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Vom Maggiatal nach Europa – wie ein Maurersohn Geschichte schrieb
Pietro Morettini war als «Schutzpatron» in ganz Europa aktiv. Der Festungsbauer aus dem Süden der Eidgenossenschaft arbeitete für verschiedene Herrscher und genoss hohes Ansehen. Nur in der Heimat war er ein eher unbekannter Zeitgenosse.
Pietro Morettini ist eine Rarität, denn er ist eine der wenigen Ingenieur- und Architektenfiguren des Sopraceneri. Die meisten über die Landesgrenzen hinaus bekannten Namen stammen aus dem Sottoceneri: Solari, Pelli, Trezzini... Aber war Morettini überhaupt ein Tessiner? Jein. Bis 1798 war die Leventina ein Untertanengebiet von Uri. Das Bleniotal, die Riviera und die Region um Bellinzona wurden von den drei Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden kontrolliert. Der südliche Teil, der Lugano und Mendrisio sowie Locarno und das Maggiatal umfasste, wurde von allen souveränen Kantonen (ausser Appenzell) gemeinsam regiert. Der heutige Kanton Tessin wurde erst 1803 gegründet. Aber zurück zu Pietro Morettini.
Zur Story