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Angriff auf Juden in Zürich: Eine «neue Dimension» – Tweet eines NZZ-Journalisten sorgt für Empörung

Herbert Winter, Praesident SIG, spricht zu den Delegierten an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) in Endingen AG am Mittwoch, 20. Mai 2009. (KEYSTONE/Walter Bieri)

SIG-Präsident Herbert Winter: «Täter gingen ohne jede Hemmungen vor.» Bild: KEYSTONE



Der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) ist beunruhigt nach dem Angriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich-Wiedikon. Dass der Mann am helllichten Tag von 20 Neonazis angepöbelt worden sei, stelle «eine neue Dimension» dar.

«Die Täter gingen trotz der Anwesenheit von Passanten ohne jede Hemmung vor», sagte SIG-Präsident Herbert Winter in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» und «Bund» vom Mittwoch. Besonders beunruhige ihn, dass sich die Täter weniger versteckten als früher und etwa in sozialen Medien mit vollem Namen zu Beschimpfungen und Drohungen stünden.

Das Opfer, das Anfang Juli im Zürcher Kreis 3 angegriffen worden war, ist laut Winter verunsichert. Aus Angst davor, dass seine Identität öffentlich werden könnte, habe er sich noch nicht entschieden, ob er Anzeige erstatten wolle. Auch wenn der Vorfall sehr betroffen mache, rate der Gemeindebund, Ruhe zu bewahren.

Zur Attacke äusserte sich auch die Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch. In einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite verurteilte sie den «antisemitischen» Angriff als «absolut inakzeptabel». Zürich wolle seine «Weltoffenheit und den Respekt zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Herkunft mit Überzeugung und aller Kraft bewahren». 

«Läppischer Einzelfall»

Ein Tweet von Urs Rauber sorgt derweil im Netz für hitzige Diskussionen. Der NZZ-Journalist machte im Netz seinem Ärger über die SRF-Berichterstattung Luft. In einem Tweet bezeichnete er die Attacke auf den Juden in Wiedikon als «läppischen Einzelfall» und stellte die Expertise des Journalisten und Rechtsextremismus-Forschers Hans Stutz in Abrede:

Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • pbs64 30.07.2015 22:20
    Highlight Highlight schurnalischt .... du brauchen neues tschopp ! du auch ausnahmefall, aber du, bis zum fall.

    20:1. !!
    ich hab 3:1 erlebt, genügt.

    stell dir vor "DU" bist die 1!
    und jetzt, emofinde....
  • 123und456 29.07.2015 10:50
    Highlight Highlight Wieder ein Paradebeispiel wie die heutigen Medien mehr und mehr nach Rechts rutschen. Es ist zum Kotzen.

    Wenn ein Islamist, oder zumindest ein Mensch mit der an den Islam glaubt, oder Linksextreme eine Straftat begehen, dann gibts ein RIIIIESEN-Aufschrei und die Tagesschau macht sogleich ein Tagesschau-Spezial, der Blick hat für 2 Wochen sein Titelseitenthema gefunden. Sofort spricht man von einer allgemeinen Bedrohung und Gefahr, ganze Terrororganisationen sind da.
    Wenns mal ein Vorfall mit Neonazis ist oder anderen Rechtsextremen, dann sinds dann meist Einzeltäter.
    • pbs64 30.07.2015 22:28
      Highlight Highlight blablabla

      vorschlag : du wirst konkereter im argument, " veränderung" könnte, sollte, müsste sein.

      ich hab es nicht auf lager, aber dazu stehe ich.

      du susi du !
  • blueberry muffin 29.07.2015 09:16
    Highlight Highlight Mit diesem laeppischen Einzelfall gabs immerhin schon mehr Juden die von 20 Neo-Nazis angegriffen worden sind in Zuerich als es heute noch NZZ Leser gibt. ;)
    • pbs64 30.07.2015 22:23
      Highlight Highlight löst die nzz das problem ?
  • User01 29.07.2015 09:09
    Highlight Highlight Die NZZ wieder... Für den Überwachungsstaat und gegen Publikmachen von gewalttätigen Übergriffen. Nicht mein Stil.

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