freundlich
DE | FR
11
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Romandie

Missbrauch: Schwere Vorwürfe gegen Genfer Choreographen

Schwere Missbrauchs-Vorwürfe gegen Genfer Choreographen – er fühlt sich «missverstanden»

13.10.2021, 05:4913.10.2021, 09:12

Der Direktor und Choreograph der Genfer Tanzgruppe Alias steht in der Kritik. Mehrere Tänzerinnen werfen ihm sexuellen Missbrauch vor.

Der Choreograph habe sie mehrfach unsittlich berührt, zitiert die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» rund ein Dutzend betroffener Frauen. Der Choreograph bestreitet, sich unsittlich verhalten zu haben. Er fügte hinzu, seine Gesten seien wohl missverstanden worden.

tänzer und tänzerinnen
Der Choreograph weist alle Vorwürfe von sich.Bild: shutterstock

Völlig anders schildert Madeleine Raykov, eine der betroffenen Frauen, die Übergriffe. Der Choreograph habe sie während der Proben an Hintern und Brüsten berührt. Sie habe sich unwohl gefühlt und sich gefragt, ob das normal sei. Gesagt habe sie aber nichts.

Der Berufsverband Syndicat Suisse Romand du Spectacle (SSRS) liess verlauten, dass ihm mehrere Personen bekannt seien, die die gleichen Erfahrungen mit dem Choreographen gemacht hätten. Dabei hätten diese Frauen auch andere Formen von Missbrauch erwähnt.

Der Verband fordert, dass die Stadt Genf eine Anhörung durchführt und so schnell wie möglich veranlasst, dass Massnahmen zum Schutz der Beschäftigten ergriffen werden. Es ist nicht das erste Mal, dass dem Choreographen sexuelle Belästigung vorgeworfen wird.

Im November 2018 hatte eine junge Tänzerin, die an einem Kurs des Choreographen teilgenommen hatte, eine Beschwerde gegen ihn eingereicht. Ende August 2021 verurteilte das Bezirksgericht Lausanne den Choreographen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung und 5000 Franken Schmerzensgeld. Der Choreograf hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Realität vieler Frauen – sexuelle Belästigung und Altagssexismus

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
stormcloud
13.10.2021 06:17registriert Juni 2021
Missverstandene Gesten... oh je.
403
Melden
Zum Kommentar
11
Kantonsrätin veröffentlicht ihren Lohn – und löst damit eine hitzige Debatte aus
«Kann sich jeder Mensch leisten, ein politisches Amt auszuüben?» Diese Frage wird unter einem Post von der Zuger Kantonsrätin Ronahi Yener diskutiert. Stefanie Bailer, Politologin, und Yener selbst erklären, warum die Parlamente in der Schweiz aus einer homogenen Personengruppe bestehen.

Die Zuger SP-Kantonsrätin Ronahi Yener hat sich vergangene Woche dazu entschieden, ihren Lohnausweis von ihrem Kantonsratsmandat auf LinkedIn zu posten. Yener hat 2022 für die Teilnahme an über 30 Sitzungen netto 6'672 Franken erhalten.

Zur Story