Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Krawatten-Streik – jetzt verstärkt die Genfer Polizei den Protest

Die Genfer Polizei, die sich gegen eine Anordnung des Staatsrates zu den Arbeitszeiten wehrt, hat am Montagabend entschieden, ihren Protest zu verstärken.

18.10.16, 04:12 18.10.16, 05:34


Genfer Polizisten wollen künftig nur noch Französisch sprechen und keine Krawatten mehr tragen.  symbolbild: keystone

Die Genfer Polizei, die sich gegen eine Anordnung des Staatsrates zu den Arbeitszeiten wehrt, hat am Montagabend entschieden, ihren Protest zu verstärken. Zusätzlich zum Weiterbildungsboykott und einem Krawatten-Streik beschloss sie drei weitere Massnahmen.

Das Personal werde ausserhalb der Arbeits- oder Pikettzeiten unerreichbar bleiben, teilte die Genfer Polizeipersonalgewerkschaft (UPCP) mit. Weiter würden die Freiwilligen, die unentgeltlich Weiterbildungen durchführten, ihr Angebot einstellen und die Polizei kommuniziere künftig nur noch auf Französisch. Die Massnahmen treten am Montag im Kraft.

Die UPCP fordert erneut, die Arbeitszeit-Verordnung müsse zurückgenommen werden und ruft den für das Dossier zuständigen Sicherheitsdirektor Pierre Maudet (FDP) zu Verhandlungen auf. Die Gewerkschaft bemängelt, die neuen Regeln, welche am 15. Oktober in Kraft traten, führten zu einem «Arbeitssystem auf Abruf auch an Freitagen und ohne Kompensation, welches dem Familienleben hinderlich» sei.

Weitere Massnahmen angedroht

Die UPCP bedaure, dass Maudet sämtliche Verhandlungen ablehne, solange die Polizisten ihre Streikmassnahmen nicht zurücknehmen. Gleichzeitig stellte sie weitere Aktionen in Aussicht, welche «das diplomatische Umfeld und den Flughafen-Sektor» treffen könnten, falls man keine Lösung finde.

Erst Anfang Oktober hatte der Kanton als letzter in der Schweiz den Polizisten erlaubt, Bart und lange Koteletten zu tragen. 2011 und 2014 waren die Genfer Polizisten in einen Rasurstreik getreten, um gegen die veralteten Vorschriften zu protestieren. (sda/rwy)

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Tausende demonstrieren in Genf für wirksamere Schritte gegen Klimaerwärmung

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstagnachmittag am Klimamarsch von Genf teilgenommen. Sie forderten die Politiker auf, unverzüglich wirksame Massnahmen im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen.

Rund 20 Organisationen mit Unterstützung der Klima-Allianz Schweiz hatten zu der Manifestation im Zentrum der Rhonestadt aufgerufen. Sie gaben die Teilnehmerzahl mit über 7000 an, die Polizei allerdings geht von 3000 bis 3500 aus. Greenpeace-Sprecher Mathias Schlegel zeigte sich jedenfalls sehr …

Artikel lesen