Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Krawatten-Streik – jetzt verstärkt die Genfer Polizei den Protest

Die Genfer Polizei, die sich gegen eine Anordnung des Staatsrates zu den Arbeitszeiten wehrt, hat am Montagabend entschieden, ihren Protest zu verstärken.



Bild

Genfer Polizisten wollen künftig nur noch Französisch sprechen und keine Krawatten mehr tragen.  symbolbild: keystone

Die Genfer Polizei, die sich gegen eine Anordnung des Staatsrates zu den Arbeitszeiten wehrt, hat am Montagabend entschieden, ihren Protest zu verstärken. Zusätzlich zum Weiterbildungsboykott und einem Krawatten-Streik beschloss sie drei weitere Massnahmen.

Das Personal werde ausserhalb der Arbeits- oder Pikettzeiten unerreichbar bleiben, teilte die Genfer Polizeipersonalgewerkschaft (UPCP) mit. Weiter würden die Freiwilligen, die unentgeltlich Weiterbildungen durchführten, ihr Angebot einstellen und die Polizei kommuniziere künftig nur noch auf Französisch. Die Massnahmen treten am Montag im Kraft.

Die UPCP fordert erneut, die Arbeitszeit-Verordnung müsse zurückgenommen werden und ruft den für das Dossier zuständigen Sicherheitsdirektor Pierre Maudet (FDP) zu Verhandlungen auf. Die Gewerkschaft bemängelt, die neuen Regeln, welche am 15. Oktober in Kraft traten, führten zu einem «Arbeitssystem auf Abruf auch an Freitagen und ohne Kompensation, welches dem Familienleben hinderlich» sei.

Weitere Massnahmen angedroht

Die UPCP bedaure, dass Maudet sämtliche Verhandlungen ablehne, solange die Polizisten ihre Streikmassnahmen nicht zurücknehmen. Gleichzeitig stellte sie weitere Aktionen in Aussicht, welche «das diplomatische Umfeld und den Flughafen-Sektor» treffen könnten, falls man keine Lösung finde.

Erst Anfang Oktober hatte der Kanton als letzter in der Schweiz den Polizisten erlaubt, Bart und lange Koteletten zu tragen. 2011 und 2014 waren die Genfer Polizisten in einen Rasurstreik getreten, um gegen die veralteten Vorschriften zu protestieren. (sda/rwy)

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Parlament stimmt für zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub – SVP und Bundesrat waren dagegen

Der Nationalrat hat sich wie der Ständerat für zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Ob die vier Wochen fordernden Initianten ihr Volksbegehren nun zurückziehen, ist offen. Im Parlament wird der Ruf nach grosszügigeren Elternzeitmodellen lauter.

Ein einziger Tag wie heute? Künftig zwei, vier, acht Wochen bezahlter Urlaub für Väter? Oder doch ein Elternurlaub, eine Elternzeit nach dem Vorbild umliegender und skandinavischer Länder - je nach Modell zwischen 28 und 52 Wochen? Bei der …

Artikel lesen
Link zum Artikel