Schweiz
Romandie

Zug wegen Lawine in Waadtländer Alpen entgleist

Zug wegen Lawine in Waadtländer Alpen entgleist

02.02.2022, 17:5102.02.2022, 17:56
Le train des TPC renverse suite a une avalanche photographie ce mercredi 2 fevrier 2022 a Villars. Une avalanche a fait derailler mercredi apres-midi le train Bex-Villars-Bretaye (BVB) entre le col de ...
Der verunglückte Zug.Bild: keystone

Eine Lawine ist am Mittwochnachmittag in den Waadtländer Alpen niedergegangen und hat dabei einen Zug zum Entgleisen gebracht. Der hinterste Wagen wurde von den Schneemassen verschüttet. Es gab keine Verletzten.

Die Lawine stürzte gegen 14:50 Uhr in die Tiefe und traf den Zug der Linie Bex-Villars-Bretaye (BVB) zwischen dem Col de Soud und dem Col de Bretaye bei Villars VD, wie die Kantonspolizei Waadt gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte. Die Lawine kam im angrenzenden Skigebiet zum Stillstand. Der Verkehr auf der betroffenen Strecke ist vollständig unterbrochen.

Strasse in Gurtnellen UR nach Lawinenniedergang gesperrt

Ausserdem ist n Gurtnellen UR ebenfalls am Mittwochnachmittag eine Lawine niedergegangen. Die Arnistrasse ist deswegen im Abschnitt Feld bis Holzrieri gesperrt, wie die Gemeinde mitteilte. Personen oder Infrastruktur kamen nicht zu Schaden.

Der Lawinenniedergang sei um 14.15 Uhr gemeldet worden, hiess es bei der Gemeinde auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Arnistrasse befindet sich etwas oberhalb des Dorfs. Die Lawine ging im Gebiet Balmtal nieder und lag auf einer Breite von zehn Metern rund fünf Meter hoch auf der Strasse.

Die Lawinengefahr im Kanton Uri ist derzeit hoch, weshalb man noch nicht mit der Räumung beginnen konnte. Eine Neubeurteilung werde am Donnerstagmorgen vorgenommen. Solange seien die rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner von der Aussenwelt abgeschnitten. Lawinen in diesem Gebiet seien allerdings keine Seltenheit. (jaw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Eine Zürcher Handschuh­ma­che­rei erobert die Hände der Schweiz
Um 1920 waren die Hände einer vornehmen Dame oder eines vornehmen Herren von Zürich über Basel bis Lausanne mit feinen Lederhandschuhen der Marke Wiessner geziert. Der Familienbetrieb erlangte schweizweit grossen Ruhm – bis luxuriöse Handschuhe aus der Mode kamen.
Die Anfänge der Handschuhmacherei in der Schweiz basieren auf einer wichtigen Erfindung, die das aufwändige Zuschneiden des Leders erleichterte: der Jouvin-Schnitt. Der Handschuhmacher Xavier Jouvin (1801–1844) aus Grenoble, dem Zentrum der französischen Handschuhherstellung, studierte diverse Menschenhände, die er in 320 Hand-Typen in einer Tabelle gliederte. Diese wiederum übersetzte er in 32 Grössen für Handschuhe. Um 1834 patentierte er die von ihm entwickelten einheitlichen Handschuhgrössen und 1838 eine Stanzform (main de fer), mit welcher die Grössen aus mehreren Stücken Leder gleichzeitig gestanzt werden konnten.
Zur Story