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SBB: Ab 2023 kommt das «GA light» – das musst du dazu wissen

SBB-Zugbegleiterin Priska Portmann bei der Billetkontrolle im ICN von Zuerich nach Genf, aufgenommen am 29. Mai 2013. Ein Fahrgast zeigt sein GA (Generalabonnement). (KEYSTONE/Christian Beutler)
Das alte GA bekommt Konkurrenz: Zum Fahrplanwechsel 2023 kommt das neue Guthaben-Abo auf den Markt.Bild: KEYSTONE

Ab 2023 kommt das «GA light» – das musst du dazu wissen

Mit dem Fahrplanwechsel 2023 wird ein neues Abo auf den Markt gebracht. An wen es sich richtet und was es kann – in 5 Punkten.
11.11.2022, 14:4112.11.2022, 13:34

«GA light»? Was heisst das?

Mit dem Fahrplanwechsel 2023 – also in gut einem Jahr – wird schweizweit ein neues Abo lanciert. Das bestätigt Thomas Ammann, Mediensprecher der Branchenorganisation Alliance Swiss Pass. Das neue Angebot gleicht dabei weniger einem Abo als einer Prepaid-Karte.

Wie genau funktioniert das neue Abo?

Das ist noch nicht abschliessend klar. Das Guthaben-Modell sieht vor, dass sich Kunden zusätzlich zum bestehenden Halbtax-Abo bestimmte Guthaben zu einem reduzierten Preis kaufen können. Getestet wird momentan das Modell 3000 Franken Guthaben für 2000 sowie 1000 Franken zu einem Preis von 800. Welche Guthaben man letztlich zu welchem Preis kaufen kann, ist noch offen. «Es könnten auch andere Kombinationen auf den Markt kommen», sagt Thomas Ammann.

Dieses Guthaben kann während eines Jahres für den Kauf von Billetten und Tageskarten genutzt werden – mit dem Halbtax-Rabatt. Mittels der «Easy-Ride»-Funktion der SBB wird der Preis für die Fahrt direkt in der App ermittelt und vom Guthaben abgezogen. Wird der Einstiegspreis – zum Beispiel 2000 Franken – nicht ausgeschöpft, erhalten die Kundinnen und Kunden die Differenz zurück. Entsprechendes Guthaben über dem Einstiegspreis verfällt nach Ablauf der Abofrist.

Welche Billete genau man kaufen kann oder ob es Einschränkungen gibt, auch das ist noch nicht abschliessend klar.

An wen richtet sich das Angebot?

Das flexible Abo richtet sich primär «an Halbtax-Vielnutzer mit Potenzial für zusätzliche Freizeitreisen», sagte die Alliance Swiss Pass im Oktober gegenüber watson. Die Zielgruppe sind also Nutzerinnen und Nutzer, die das Halbtax stark beanspruchen, für die sich ein GA für 3860 Franken jedoch nicht rechnet.

Gegenüber dem SRF sagte Geschäftsführer Helmut Eichhorn: «Es ist eine Kombination aus Planungssicherheit, was die Kostenseite angeht, und letztlich voller Freiheitsgrad bei der Nutzung.» In der Testphase, die noch bis im Februar 2023 läuft, sei das Angebot gut angekommen, sagt auch Thomas Ammann. «Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen.»

Wieso braucht es das?

Mit dem neuen Angebot reagiert die Branche auf die sinkende Anzahl GA-Inhaber. Zwischen 2019 und 2021 sankt die Zahl der Generalabonnements von 499'530 auf 406’371. In diesem Jahr hat sich die Situation etwas stabilisiert. Diesen Herbst besassen 430’551 Personen ein solches Abo.

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«Wir haben gesehen, dass während und nach der Pandemie viele Kundinnen und Kunden ihr GA nicht erneuert haben. Ihnen möchten wir künftig ein Abo anbieten, das ihren veränderten Mobilitätsbedürfnissen Rechnung trägt», begründete Alliance Swiss den Schritt zu watson.

Wird es noch weitere neue Abos geben?

Momentan werden auch noch weitere Modelle getestet. Etwa ein Wahltage-Abo, oder «Flexi-Abo», das aktuell in der Waadt und in Freiburg getestet wird. Es soll den Kunden erlauben, die Gültigkeit des Abos auf einzelne Wochentage verteilen zu können. Ein Mobility-Pricing-Konzept, das zu Reisen zu Randzeiten animieren soll. Welche dieser Abos ebenfalls eingeführt werden, darüber wird die Branche voraussichtlich bis Ende Jahr befinden. (dfr)

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150 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Delamain
11.11.2022 15:08registriert Dezember 2020
Guthaben die ablaufen gehen gar nicht.
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miklapp
11.11.2022 15:09registriert Juli 2022
4. Wieso braucht es das?

Ihr habt im Artikel vergessen zu erwähnen, dass sich die Prepaid Angebote, Gutscheine etc. welche ein Verfalldatum haben, sich für einen Anbieter immer lohnen.

Es gibt immer Kunden die ihren Gutschein oder Prepaid nicht einlösen und somit verfällt der Wert und der Anbieter muss keine Leistung mehr erbringen, obwohl er dafür im Vorraus bezahlt wurde.

Marketing und Gewinnoptimierung!
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B-M
11.11.2022 18:22registriert Februar 2021
Also ich sehe das Problem mit dem ablaufen nicht. Ich kaufe für 2000 Franken 3000 Franken Guthaben. Wenn ich dann innert Jahresfrist für 3000 Billetts kaufe, habe ich 1000 Franken gespart. Wenn ich aber nur für 1000 Franken einkaufe, erhalte ich 1000 Franken zurück. Ich riskiere also nichts, ausser dass mein Kapital in dieser Zeit blokiert ist.
So kompliziert finde ich das nicht.
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