Das sind die luxuriösesten Bahnhöfe der Welt – die Schweiz hat die Nase vorne
Täglich frequentieren Hunderttausende Pendler und Reisende den Zürcher Hauptbahnhof. Während die nationale Wahrnehmung oft von Pünktlichkeit und Effizienz geprägt ist, fokussiert sich eine neue Analyse auf das Premium-Erlebnis vor Ort.
Der britische Reiseversicherer AllClear hat in einer umfassenden Analyse weltweit führende Bahnhöfe unter die Lupe genommen und das Resultat lässt das Zürcher Herz – und das der SBB – höherschlagen: Denn der grösste Bahnhof der Schweiz belegt mit 83 von 100 Punkten den ersten Platz im Ranking der luxuriösesten Bahnhöfe der Welt.
Für das Ranking wurden Bahnhöfe weltweit nach fünf spezifischen Faktoren beurteilt, die über den reinen Transport hinausgehen:
- First-Class-Wartebereiche
- Gourmet-Gastronomie
- Einkaufsmöglichkeiten
- 4- und 5-Sterne-Hotels in der Nähe
- Positive Bewertungen von Reisenden
Die erste Adresse für Zugreisende
Der 1847 eröffnete Zürcher Hauptbahnhof punktet laut den Studienautoren vor allem durch das «durchgängig hochwertige Erlebnis». Während man in anderen Metropolen oft durch dunkle Katakomben irrt, ist der Zürcher HB sauber, hell und – zumindest für Touristinnen und Touristen – ein Premium-Einstieg in die Stadt.
Bei den 4- und 5-Sterne-Hotels sowie der Gourmet-Gastronomie schnitt der HB zwar nur durchschnittlich ab. Ein First-Class-Wartebereich, über 100 Geschäfte und eine Bewertungsquote von 90 Prozent mit mindestens vier Sternen machten ihn aber dennoch zur ersten Adresse für Zugreisende.
Die grösste Konkurrenz für Zürich stammte aus Fernost: Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die japanischen Bahnhöfe Osaka Station City (77 Punkte) und Kyoto Station (74 Punkte). Osaka beeindruckte die Studienmacher vor allem mit einer «Farm in the Sky» im 14. Stockwerk, während Kyoto mit futuristischer Architektur und einem gläsernen Panoramatunnel punktete.
Das Mekka der Luxus-Bahnhöfe scheint aber dennoch Europa zu sein. Mehr als die Hälfte der Top-20-Bahnhöfe liegt auf dem «Alten Kontinent». Neben Zürich belegen auch Florenz (Platz 5), Amsterdam (Platz 7) und der Gare de Lyon in Paris (Platz 11) eine Spitzenposition. Deutschland ist mit München und Berlin erst am unteren Ende der Top 20 vertreten.
Die Studienmacher glauben, dass Zugreisen in den letzten Jahren für viele Touristen eine attraktive Art zu reisen geworden sei. Vor allem für jene, die langsamer und nachhaltiger unterwegs sein möchten. «Bahnhöfe sind deshalb keine rein funktionalen Orte mehr. Sie bieten Erlebnisse auf dem Niveau der besten Flughäfen der Welt», so Letitia Smith, Head of Communications bei AllClear. (pre)
