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Luzerner Parlament will an zwei Fremdsprachen festhalten



An den Luzerner Primarschulen sollen weiterhin Englisch und Französisch unterrichtet werden. Der Kantonsrat hat die Volksinitiative «Eine Fremdsprache auf der Primarstufe» mit 72 zu 42 Stimmen abgelehnt.

Das Volksbegehren verlangt eine Revision des Volksschulbildungsgesetzes. Demnach soll in der Primarschule nur noch eine Fremdsprache unterrichtet werden. Welche es sein soll, lässt die Initiative offen. Heute wird in Luzern ab der 3. Klasse Englisch und ab der 5. Klasse Französisch unterrichtet.

Abgelehnt wurde die Initiative, weil sie der gesamtschweizerischen Harmonisierung der Schuldbildung widerspreche. Sie spiegle eine Lösung der im Fremdsprachenunterricht vorhanden Probleme vor, schaffe aber neue. So lasse die Initiative die wichtige Frage offen, welche Fremdsprache beibehalten werden solle. Zudem wäre es falsch, die Schule erneut mit einer Reform zu belasten, hiess es.

Begründet wurde die Initiative damit, dass zwei Fremdsprachen an der Primarschule viele Kinder überfordere. Eine wirkliche Harmonisierung des Fremdsprachenunterrichts habe es in der deutschsprachigen Schweiz nicht gegeben. Zudem müssten die deutsche Sprache und die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer gestärkt werden.

Die Stimmberechtigten des Kantons Luzern können voraussichtlich im September zur Fremdspracheninitiative Stellung nehmen.

Heute scheren einzig der Aargau, Appenzell Innerrhoden und Uri aus dem Sprachenkonzept der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) aus. Dieses sieht vor, dass an der Primarschule zwei Fremdsprachen unterrichtet werden sollen. In den meisten Deutschschweizer Kantonen wird als erste Fremdsprache Englisch unterrichtet. (sda)

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