Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This Aug. 25, 2016, photo shows the Scientology Cross perched atop the Church of Scientology in Los Angeles. Scientology is about to get its own television channel starting Monday, March 11, 2018. A Twitter handle, website and app for Scientology TV appeared Sunday posting updates to hype the network's availability on DIRECTV, AppleTV, Roku, fireTV, Chromecast, iTunes and Google Play. (AP Photo/Richard Vogel)

Scientology soll weniger Standaktionen durchführen dürfen. Bild: AP/AP

Sektenexperten fordern schärfere Regeln für Scientology-Stände

Städte sollen weniger Standaktionen zulassen und bei Tarnorganisationen für mehr Transparenz sorgen.

Dominic Wirth / CH Media



Vor einer Woche hat sich in der Ostschweiz eine Geschichte abgespielt, die für einige Schlagzeilen sorgen sollte. In der St.Galler Innenstadt hielt ein Mann ein Schild in die Höhe, auf dem geschrieben stand: «Achtung!!! Kauft nicht bei Juden – Version 2019?». Mit dem Finger zielte der Mann auf zwei Personen, die sich in seiner Nähe aufgestellt hatten und ebenfalls Schilder mit sich trugen.

Hintergrund der Geschehnisse ist eine Auseinandersetzung, die schon länger in Städten ausgetragen wird. Es geht um die Standaktionen von Organisationen wie dem CCHR, Narconon oder Dianetik. Dabei handelt es sich laut Sektenexperten um Tarnorganisationen von Scientology.

«Wir wollen so viele Menschen wie möglich vor Scientology retten.»

Untergruppen, die unter anderem Namen auftreten und letztlich dazu dienen, die Lehre der Sekte zu verbreiten. Und es geht um ein Ehepaar aus dem Baselbiet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Passanten darüber aufzuklären – und damit den Unmut der Standbetreiber auf sich zieht.

«Wir wollen so viele Menschen wie möglich vor Scientology retten», sagt Yolanda Sandoval Künzi. Seit Juni dieses Jahres tourt sie mit ihrem Mann durch die Schweiz. Immer wieder kommt es dabei laut den beiden zu Anfeindungen durch die Standaktionenveranstalter. Am Samstag gipfelte dies im Schild mit dem Nazi-Vergleich. Die Behörden klären derzeit, ob es gegen das Gesetz verstösst.

68 Standaktionen allein in Zürich

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie die Schweizer Städte mit Scientology und seinen Tarnorganisationen umgehen sollen. Diese sind in grösseren und vielen kleineren Städten präsent. Nicht überall gibt man auf Anfrage die Zahl der Standaktionen detailliert preis. Bern etwa kann gar keine Angaben machen. In Zürich kam es 2018 zu 68 Standaktionen von Scientology oder einer Untergruppe. Luzern weist seit 2015 die Zahl von 50 aus; St.Gallen zählt für 2018 insgesamt 30 Auftritte von Scientology und 6 der Bürgerrechtskommission für Menschenrechte (CCHR), laut Sektenexperten eine der Tarnorganisationen von Scientology.

Im Umgang mit Scientology ist der Handlungsspielraum der Städte begrenzt. Wer eine Standaktion durchführen will, kann sich auf Grundrechte wie die Religions- oder die Wirtschaftsfreiheit berufen; ein Verbot wäre widerrechtlich. Bleibt als Hebel die Bewilligungspraxis. Städte können etwa Kontingente einführen – also die Zahl der Standaktionen beschränken – oder Auflagen machen. Diese Instrumente setzen sie unterschiedlich ein. Während die Grossstadt Zürich pro Organisation und Jahr 48 Standaktionen gewährt, sind es in Luzern 12. Andere Städte, etwa St.Gallen, kennen keine Kontingente.

«Dort, wo Scientology drin ist, soll auch Scientology draufstehen, und zwar auch bei allen Unterorganisationen.»

Sektenexperte Georg Otto Schmid von der evangelischen Informationsstelle relinfo findet, dass die Städte zu wenig aus ihrem Handlungsspielraum machen. Er fordert zahlenmässig klare und kleinere Kontingente als heute. Und er verlangt auch, dass die Städte alle Scientology-Aktivitäten – auch die von Tarnorganisationen – zum gleichen Kontingent rechnen. «Sonst erziehen wir Scientology dazu, die Strategie mit den Untergruppen weiterzuführen», sagt er. Sein Ziel: Die Einschränkung der Aktivitäten von Scientology. Susanne Schaaf von der Fachstelle für Sektenfragen verlangt «klare Transparenz». Dass dort, «wo Scientology drin ist, auch Scientology draufstehen soll, und zwar auch bei allen Unterorganisationen». Ihr schwebt eine gut sichtbare Deklaration am Stand vor.

Städte warnen vor Mehraufwand

Bei den Städten reagiert man wenig begeistert auf die Forderungen. Das Stadtzürcher Sicherheitsdepartement schreibt, Vereine dürften ihre Meinung an Standaktionen kundtun, unabhängig davon, ob sie ähnliche Ziele verfolgten wie andere Vereine. Kurt Fluri, Stadtpräsident von Solothurn und Präsident des Städteverbands, warnt vor «unverhältnismässigem Aufwand». Der FDP-Nationalrat sagt, der aufgeklärte Bürger sei selbst in der Lage, die Scientology-Lehre zu durchschauen.

Bei Scientology wehrt man sich gegen den Ruf nach schärferen Regeln. Jürg Stettler, Präsident von Scientology Zürich, bestreitet auch die Darstellung, dass es sich bei CCHR oder Narconon um Tarnorganisationen handelt: «Das sind eigenständige Vereine. Wer sie zu Scientology rechnet, müsste etwa die Caritas als Untergruppe der katholischen Kirche bezeichnen.»

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

103
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

8
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

28
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

179
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

48
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

103
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

8
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

28
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

179
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

48
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

66
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Raimund Barkam (1) 18.11.2019 06:30
    Highlight Highlight Wenn sich Scientology als Kirche ("Church of Scientology") bezeichnet, gibt es dann dort in der "Kirche Scientology" Gebete, Andachten und Fürbitten?

    Wann sind dort Gebetszeiten?

    Wer in Scientology ist für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zuständig?

    In dem Film "Bis nichts mehr bleibt" war zu sehen, wie Scientologen bis zu 5 1/2-Stunden ohne Unterbrechung in der Sauna waren.
    Ist dieses nicht eher gesundheitsschädlich.

    Ist es üblich das Kirchen Kurse anbieten, die hunderte bis Zehntausende Euros kosten?

    Mit welchem Recht bezeichnet sich die Scientologysekte als Kirche?

    I
  • Gulasch 17.11.2019 13:10
    Highlight Highlight Strenge Regeln müssten nebst Scientology auch für die Zeugen, den Wachturm, die EVP/CimVP, Marsch fürs Läbe, Läderach und Hiltl/Tibits eingeführt werden!
    • DemonCore 17.11.2019 14:50
      Highlight Highlight Religion zerstört die freie Gesellschaft und untergräbt die blutig erkämpften Menschenrechte. Alle Religionen müssen endlich als Gefahr für uns alle betrachtet werden. Staatliche Förderung ist umgehend einzustellen und eine strenge Regulierung ist einzuführen. Kinder müssen in der Schule über die Gefahren religiöser Indoktrinierung aufgeklärt werden.
    • Dani B. 17.11.2019 14:52
      Highlight Highlight Du vermischst so viel im Gulasch, da weiss man nicht, wie Voten.
    • Gulasch 17.11.2019 15:14
      Highlight Highlight @Dani B.: dann lies über die Patrons von Hiltl und Läderach. Wenn ich dann immer noch zu viel vermische, dann darfst du es sagen...
      ansonsten hats in meinem Gulasch nur Rindsleisch, Härdöpfu, Rüebli, Sellerie und die passenden Gewürze!
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 17.11.2019 12:39
    Highlight Highlight Scientology arbeitet ja nicht erst seit kurzem so. Tarnorganisationen sind ein Teil ihrer Strategie. Da gibt es ja auch Nachhilfeorganisationen für Schüler, damit man die möglichst jung "einfangen" kann.
  • Patho 17.11.2019 12:31
    Highlight Highlight Es bräuchte ein generelles Missionierungsverbot!

    Religion ist Privatsache und es gebietet sich schlicht nicht, zu behaupten der eigene Glauben (oder Nicht-Glauben) sei besser als der Glauben einer/s Anderen. Jede mündige Person kann selber entscheiden, ob sie sich einer religiösen Organisation anschliessen will oder nicht – und welcher, aber Niemandes religiöse Gefühle sind besser als die von Anderen...
    • DemonCore 17.11.2019 14:48
      Highlight Highlight Alle Religionen sind gleich falsch. Einige sind etwas weniger gewaltbereit als andere. Grundsätzlich sind Religionen eine gesellschaftliche Geissel, wie Alkoholismus, Kriminalität und Korruption. Eine gute Gesellschaft ist areligiös. Statistiken und die Geschichte lügen nicht.
    • Dani B. 17.11.2019 15:38
      Highlight Highlight Hallo DemonCore!
      Ich bin Atheist. Wo gab es je Gesellschaft ohne Religion? Statistiken und die Geschichte interessieren uns wohl alle.
    • DemonCore 17.11.2019 16:18
      Highlight Highlight Eine komplett atheistische Gesellschaft ist mir nicht bekannt. Aber geringe Religiosität und Säkularismus korrelieren sehr stark mit Wohlstand, geistiger und körperlicher (sexueller!) Gesundheit, mit Bildung, mit Frieden(!) und mit persönlichen und gemeinschaftlichen Freiheiten. Beispiele: Schweden, Frankreich, Tschechische Republik, Norwegen, Dänemark, Kanada, Baltikum. Auch hier in der Schweiz wurden die Religionen stark zurückgebunden und seither geht es aufwärts. Es bleibt aber noch viel zu tun.

      Gegenbeispiele: Naher Osten, teile der USA, Mittel- und Südamerika, Afrika.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 17.11.2019 12:07
    Highlight Highlight Die Anwerbung jeglicher Kirchen, Religionen und Glaubensgemeinschaften sollte reguliert werden. Filme, Spiele und Drogen haben Altersfreigaben und dürfen nur in Fachgeschäften verkauft werden.

    Geschickte Manipulationstechniken der Religionen darf man unbesehen schon auf kleinste Kinder und verletzliche, einsame Erwachsene anwenden.

    Religion = psychologische Droge
  • Peter Mü 17.11.2019 11:49
    Highlight Highlight Doppelmoral überall Politik Medien. Bei uns werden die Scientologen wie Aussätzige behandelt und die GLEICHEN Gruppen bejubeln das Scientology Regime in der Ukraine. 3/4 der ukrainischen Regierung sind in dem Verein dabei und nicht nur als Fussvolk.
    • adam gretener 17.11.2019 13:24
      Highlight Highlight Du hast bestimmt auch belastbare Quellen... Grüsse nach St. Petersburg.
    • blobb 17.11.2019 14:10
      Highlight Highlight Quellen?
  • sonwat 17.11.2019 11:44
    Highlight Highlight Zwar nicht Scientology, aber seit einigen Monaten dünkt es mich, als wären die Zeugen in Bern viel aktiver. Letzthin habe ich einen koreanisch oder japanisch angeschriebenen Stand gesehen direkt unter dem Zytglogge! Meinungsfreiheit ist ja gut und recht, aber kann man da echt nichts dagegen machen..?
    • DemonCore 17.11.2019 14:45
      Highlight Highlight Doch. Man muss diese Religionen beim Wort nehmen und ihre Grundlagentexte als das betrachten was sie sind: Aufrufe zu Gewalt, Mord, Umsturz, gegen die Menschenrechte, gegen die Gewissensfreiheit, gegen die psychische Gesundheit und gegen den gesellschaftlichen Frieden. Diese Religionen haben alle nur ein Ziel: Die Zerstörung der freien, aufgeklärten Gesellschaft und die Errichtung einer totalitären Theokratie.
  • Schlingel 17.11.2019 10:22
    Highlight Highlight Bin an einem Wochenende an der Bahnhofsstrasse auch schon innerhalb von 20 Metern an bewilligten(!) Ständen von Scientology, den Zeugen Jehovas und "Lies!" vorbeigegangen. Ich frage mich in solchen Momenten immer wieder, warum solche Aktionen bewilligt werden, obwohl man genau weiss, dass solche Organisationen äusserst gefährlich sind.
    • DemonCore 17.11.2019 14:42
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach gehören diese Fanatiker alle verwahrt. Scientology, Christentum und der Islam haben unzählige Menschenleben ruiniert und werden dennoch gedulded, teilweise gehuldigt und abgefeiert. Religionen sind tödlich für das Wohlergehen der Menschheit.
  • Magnum44 17.11.2019 10:07
    Highlight Highlight Es erstaunt mich doch sehr, dass man überhaupt Leute findet, die für so einen Müll empfänglich sind.
    • weachauimmo 17.11.2019 13:41
      Highlight Highlight Lass den Leuten doch ihre individuelle Suche nach dem Lebenssinn. Der Esoterik-Wahn, politische Radikalisierung und die zunehmende Unterstützung autoritärer Gesellschaftsformen bereiten mir weit größere Sorgen als ein paar Scientology-Standbetreiber, die niemanden belästigen.
    • adam gretener 17.11.2019 14:30
      Highlight Highlight weachauimmo: Komm mal in die Winterthurer Altstadt, setze dich auf eine Bank und schau dir an, wie die Scientologen gezielt Jagd auf Jugendliche machen. Unhaltbar.
    • DemonCore 17.11.2019 14:40
      Highlight Highlight Scientology IST eine autoritäre, um nicht zu sagen faschistische Religion. Genauso wie der Islam. Strenges Führerprinzip, verbriefte und unumstössliche "Wahrheiten", die vom Oberguru herausgegeben wurden. Religionen gehören streng reguliert und jegliche Aktivität in der Öffentlichkeit verboten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luthiena 17.11.2019 09:54
    Highlight Highlight Versteh nicht wieso man wegen „Mehraufwand“ die (vor allem jungen und psychisch fragilen) Menschen vor so etwas nicht schützen möchte?

    Genau das ist doch die Aufgabe und der Sinn und Zweck des Sicherheitsdepartements??

    Vielleicht sollten die Herren mal die Doku-Show von Leah Remini ansehen, bevor sie es auf die leichte Schulter nehmen...
  • moedesty 17.11.2019 09:53
    Highlight Highlight gibt eigentlich keinen unterschied zum christentum. märchengeschichte, finanzielle abgaben und ein guru. also bevor ihr euch aufregt, schaut lieber dass ihr aus eurer sekte austretet.
    • weachauimmo 17.11.2019 13:36
      Highlight Highlight Danke, @moedesty.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.11.2019 13:55
      Highlight Highlight Naja, einen Unterschied gibt es.
      Scientology wurde theoretisch ausschließlich dafür gegründet, um Geld zu generieren.
      Es gibt da ein schönes Zitat von L. Ron Hubbard:
      "Wenn man wirklich reich werden will, so soll man keine Firma gründen, sondern eine eigene Religion."
  • Don Alejandro 17.11.2019 09:47
    Highlight Highlight Achtung vor dieser kriminellen Organisation. "Gläubige" werden willenslose Lemminge, die Spitze bereichert sich wie im Sinne eines Mafiaclans. Aber sie sind schlau, lobbyieren geschickt. Eigentlich ein Fall für den Verfassungsschutz.
    • Lilamanta 17.11.2019 14:36
      Highlight Highlight Verfassungsschutz gibt's in der Schweiz nicht. Wir haben noch nicht mal ein Verfassungsgericht...
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.11.2019 09:47
    Highlight Highlight Narconon und CCHR SIND Unterorganisationen von Scientologen.
    Man konnte es vor Jahren noch herausfinden, wenn man genügend tief gegraben hatte.
    Wie es jetzt ist, weiß ich leider nicht.
  • Füürtüfäli 17.11.2019 09:21
    Highlight Highlight Bis heute kann ich bei Scientology immer nur spontan an diese wunderbare South Park Folge mit Tom Cruise denken. In einer Zeit als die Serie wirklich an der Spitze ihrer politischen Satire war, hat das für mich so perfekt das Netzwerk Scientology beschrieben, dass ich mich nur fragen kann, wie irgendjemand das ganze wirklich als Religion akzeptieren und tatsächlich daran glauben kann, der nicht "wehrlos" in die Sache gezogen/geboren wurde.
    • Silent_Revolution 17.11.2019 12:21
      Highlight Highlight Ach komm, als ob die anderen Religionen nicht noch lächerlicher wären.

      Gott erschuf zwei Menschen aus dem Nichts, verbannt sie weil sie einen Apfel essen, die menschliche Evolution wird auf Inzucht zurückgeführt, seinen Sohn kann er anscheinend nicht erschaffen, sondern muss ihn gebähren lassen, allerdings ohne jeglichen Sexualkontakt. Der Sohn wird gekreuzigt, wiederaufersteht grundlos, ohne etwas zu tun, geht zurück in den Himmel. Das wars.

      Im Gegensatz zu anderen Religionen, ist die Existenz des Angebeteten (L. Ron Hubbard) wenigstens gesichert und Scientologen sind keine Massenmörder.
    • weachauimmo 17.11.2019 13:42
      Highlight Highlight Danke, @Silent_Revolution.
    • Füürtüfäli 17.11.2019 16:01
      Highlight Highlight Ich bin aus der Kirche ausgetreten weil ich kein "Gotteshaus" brauche um zu glauben.

      Soll jeder glauben, ob mit oder ohne Kirche, an das was er möchte und die Andersgläubigen respektieren.

      Was ICH aber nicht mag ist das missionieren und das geziehlte suchen nach Jungen und leider naiven Leute.

    Weitere Antworten anzeigen
  • adam gretener 17.11.2019 09:06
    Highlight Highlight Lustig, dass dieser Artikel heute erscheint.

    Ich schrieb diese Woche unsere Stadtverwaltung an und fragte, wieso sie den Scientologen immer und immer wieder Standbewilligungen erteilen.s

    Daraufhin meldete sich ein Polizist bei mir. Solange eine Organisation in der Schweiz nicht verboten ist und sie formal alle Anforderungen für eine Bewilligung erfüllen, muss eine Bewilligung erteilt werden.
    • weachauimmo 17.11.2019 13:36
      Highlight Highlight Sind Sie überfordert mit der Freiheit, die wir hier haben? Oder wurden Sie aktiv belästigt durch die Standbetreiber?
    • DemonCore 17.11.2019 14:39
      Highlight Highlight Religionen schädigen die Gesellschaft. Alle Religionen gehören streng reguliert und aus der Öffentlichkeit verbannt. Jegliche staatliche Duldung ist auf das absolute Minimum einzuschränken. Die unregulierte und unbeaufsichtigte Rekrutierung von Mitgliedern muss verboten werden. Religionen greifen gezielt schwache und verzweifelte Menschen an. Kinder, Leute in einer schwierigen Situation (Trennung, Verlust, arbeitslos). Religionen schaffen Probleme wo sonst eine fröhliche, menschlich und geistig gesunde Gesellschaft blühen könnte.
    • weachauimmo 17.11.2019 14:59
      Highlight Highlight @DemonCore:
      Die „labilen Menschen“ suchen sich dann einfach eine Ersatzreligion. Es findet sich immer eine Gruppe, die die alleinige Wahrheit für sich gefunden hat und andere Leute davon überzeugen möchten.

      Viele politische Gruppierungen nehmen rasch religiöse Züge an. Der Mensch braucht das offenbar.

      Solange sie uns so leben lassen, wie wir das wollen, sollen wir sie auch leben lassen, wie sie das wollen.
  • azoui 17.11.2019 08:37
    Highlight Highlight Scientology ist keine Sekte, sonder eine kriminelle Organisation.
    • Linus Luchs 17.11.2019 09:13
      Highlight Highlight Manchmal schliesst das eine das andere nicht aus.
  • CogitoErgoSum 17.11.2019 08:24
    Highlight Highlight In Luzern stehen sie zu zweit beinahe jeden Tag beim Bahnhof. Ostausgang. Das ist der Durchgang für Berufsschüler und Studierende der Hochschule und Universität Luzern.
    • weachauimmo 17.11.2019 13:33
      Highlight Highlight Gehe da auch oft entlang. Ich sehe jedoch nicht, dass von diesen Standaktionen irgendeine Gefahr ausgehen würde. Sie sind da weder aufdringlich, sondern sehen eher so aus, als ob sie ihre Schicht „abstehen“ würden.

      Habe noch nie gesehen, dass irgendjemand sich mit denen ausgetauscht oder sich zumindest interessiert genähert hätte; das ganze wirkt allzu wunderlich, als dass man es ernst nehmen müsste.

      Wie ich unten geschrieben habe, glaube ich, dass das Desinteresse schlimmer ist für diese Missionare, als wenn man ihnen die Stände verbieten würde.
  • Mira Bond 17.11.2019 07:54
    Highlight Highlight Bei uns in Basel hat die Organisation ein ganzes Quartier infiltriert und kauft Häuserzeile um Häuserzeile. Einen Tempel haben sie ebenfalls gebaut und ich staune seit Jahren darüber, dass es gesetzlich erlaubt ist, junge Menschen auf der Strasse zu überreden, einer Sekte beizutreten...denn genau das ist die Scientology.
    • DemonCore 17.11.2019 12:01
      Highlight Highlight Was ist der Unterschied zwischen einer Kirche und eine Sekte?

      Die Anzahl Mitglieder.
  • Linus Luchs 17.11.2019 07:09
    Highlight Highlight "Der FDP-Nationalrat sagt, der aufgeklärte Bürger sei selbst in der Lage, die Scientology-Lehre zu durchschauen."

    Welch eine Doppelmoral. Bei Wahlen und Abstimmungen wird mit Desinformation und Manipulation gearbeitet, dass es kracht. ("Verlust von Arbeitsplätzen!" "Steigende Kriminalität!") Die Parteien, die so vorgehen, wissen genau, dass das funktioniert. Aber wenn es darum geht, die Menschen vor den manipulativen Methoden von Sekten zu schützen, verweisen sie scheinheilig auf die mündigen Bürgerinnen und Bürger.
    • Optimist 17.11.2019 08:43
      Highlight Highlight So ist es eben. Jede/r ist für sein Tun oder eben Lassen (im Fall S....) selbst verantwortlich. Ich bin froh und dankbar, dass wir diese Freiheiten haben in der Schweiz.
    • PurpleWasabi 17.11.2019 09:52
      Highlight Highlight Gut ... die meisten Politiker haben ja auch nicht den Durchblick. Wie sollten die dann ...
      Gibt es nicht die Politiker-Sekte, von Lobbyismus beeinflusst und fast zur Unfähigkeit zu Handeln
      degradiert.
      Seit Jahren wählen ich nicht, weil ich da keinen unabhängigen, intelligenten Lichtblick sehe.
      Das sind alles ..... na, Sie wissen schon.
    • weachauimmo 17.11.2019 13:27
      Highlight Highlight @PurpleWasabi:
      Und gar nicht wählen zu gehen, verbessert die Situation?

      @Optimist:
      Endlich ein Lichtblick. Danke.

      @Linus Luchs:
      Ich sehe hier keine Doppelmoral. Es geht doch eben um mündige Bürgerinnen und Bürger, die für sich jederzeit selber einschätzen und bewerten können, was für sie in ihrem Leben, in ihrer jeweiligen Lebensphase wichtig und das Richtige ist - sei es bezüglich Politik, Spiritualität, Kultur, Kulinarik, etc.

      Wenn ihnen die Lehre der Scientology etwas gibt, was sie sonst nirgendwo kriegen, sei es so. Und falls es Probleme gibt, leben wir in einem Rechtsstaat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • weachauimmo 17.11.2019 06:24
    Highlight Highlight «Der FDP-Nationalrat sagt, der aufgeklärte Bürger sei selbst in der Lage, die Scientology-Lehre zu durchschauen.»

    Erstens das und zweitens hält ja eh kaum ein Passant an und interessiert sich für diese Aktionen. Für die Standbetreiber ist das gezeigte Desinteresse viel schlimmer als keine Stände mehr betreiben zu dürfen. Gegen letzteres lässt sich medienwirksam klagen. Gegen ersteres hilft nur die Erkenntnis, dass ihre Standaktionen und/oder die vermittelten Inhalte vorgestrig sind.

    Wir brauchen nicht noch mehr Verbote und Regulierungen.
    • DemonCore 17.11.2019 14:35
      Highlight Highlight Doch. Religionen schädigen die Gesellschaft. Künstliche Aufspaltung, künstliche Ängste und Verunsicherung. Hörigkeit, Empfänglichkeit für absurde Theorien, d.h. Verschwörungstheorien. Religionen machen Gesellschaften ärmer, dümmer, krank (psychisch und körperlich) und sie trennen die Menschen in verschiedene Gruppen, ohne Grund.
    • weachauimmo 17.11.2019 15:03
      Highlight Highlight @DemonCore:
      Auch hier. Religionen sind hierbei leider nicht die einzigen, sonst würde ich Ihnen allenfalls zustimmen. Ich bin auch gegen Spaltung der Gesellschaft und gegen das Schüren und Bewirtschaften von Ängsten.

      Letztendlich fängt es mit Einschränkung der Rede-, Tätigkeits- und Versammlungsfreiheit bei Religionen an und bald schon gelten Menschenrechte überhaupt nichts mehr?!
    • DemonCore 17.11.2019 15:27
      Highlight Highlight Das Leugnen des Holocausts ist verboten. Das Leugnen der wissenschaftlich etablierten Fakten zum Ursprung des Universums und des Lebens wird staatlich gefördert oder geduldet und als kulturell bereichernd angesehen.

      Religionen schädigen die Gesellschaft. Eine Einschränkung der Grundrechte ist dort nötig und vertretbar.

      Bei Hasspropaganda mit rassistischem oder politischem Ursprung ist man ja offenbar ebenfalls zu Ausnahmen bereit.
    Weitere Antworten anzeigen

Der Weltwoche-Journalist, die Edelprostituierte und was daraus wurde

Man stelle sich vor, man geht an ein Geschäftsessen mit einem Kunden. Das Gespräch läuft gut, man ist sich sympathisch und plaudert auch bald mal über Persönliches. Ein paar Tage oder Wochen später liest man über die ausgetauschten Intimitäten in der Zeitung. Genauer gesagt in der Weltwoche. Glaubt man Salomé Balthus, ist dies genau so geschehen.

Die Edelprostituierte und Kolumnistin Salomé Balthus wurde dieses Jahr einer breiten Öffentlichkeit bekannt, weil Roger Schawinski sie vor laufender …

Artikel lesen
Link zum Artikel