Schweiz
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Bernhard Russi former ski racer of Switzerland reacts in the finish area during the men's Alpine Skiing downhill and super-combined training at the XXII Winter Olympics 2014 Sochi at the Rosa Khutor ski center in Krasnaya Polyana, Russia, on Thursday, February 6th, 2014. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Skilegende Bernhard Russi verletzte sich beim Gemsstock am Knie. 
Bild: KEYSTONE

Ausgerechnet: Bernhard Russi musste beim Skifahren von der Rega gerettet werden

Der ehemalige Skistar geriet ausserhalb der markierten Pisten in Not. Soldaten der Schweizer Armee halfen ihm.

SACHA ERCOLANI / schweiz am Sonntag



Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Im idyllischen Bergdorf Andermatt ist der beliebte SRF-Kommentator und Skipistenbauer Bernhard Russi (67) aufgewachsen, an den Hängen am Nätschen und Gemsstock hat der Abfahrts-Olympiasieger von Sapporo 1972 Ski fahren gelernt und kennt aufgrund seiner vielen Sommer- und Wintertouren jeden Winkel in der Region. Und trotzdem geriet der Profi, der nach eigenen Angaben noch immer den Adrenalinkick sucht und «übers Limit» geht, in den von ihm so geliebten Bergen ausserhalb der markierten Pisten in eine bedrohliche Situation.

Bei der anspruchsvollen Abfahrt im Skitouren-Gebiet Gafallenlücke beim Gemsstock passierte ein Unfall: Bernhard Russi erlitt einen so harten Schlag auf sein schon vorher lädiertes Knie, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war.

Glück im Unglück

In seiner misslichen Lage versuchte er per Handy die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) zu alarmieren. Vergeblich. Russi hatte keinen Empfang – dafür aber grosses Glück im Unglück. Denn im gleichen Gebiet war eine Gruppe von Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee samt Bergführer unterwegs. Sie beobachteten, dass etwas nicht stimmte, und eilten zu Hilfe.

Per Militärfunk gelang es den Soldaten, mit der Rega Kontakt aufzunehmen. Doch plötzlich riss gemäss Aussagen eines Beteiligten auch diese Verbindung ab. Also stieg der Soldat mit den Fellen an den Skiern einige hundert Meter in die Höhe, von wo es ihm schliesslich gelang, den Alarm und die genaue Stelle durchzugeben. Kurz darauf rettete die Rega Bernhard Russi und flog ihn per Helikopter direkt in ein Spital.

Russi bestätigt gegenüber der «Schweiz am Sonntag» den Vorfall, spielt ihn aber herunter: «Das war alles halb so schlimm, und ich war nie wirklich in Not», sagt Russi am Telefon. Er widerspricht dem Soldaten und sagt, der Militärfunk habe ja gar nicht funktioniert, sondern zum Schluss habe er selber doch mit dem Handy die Rega erreicht. Mittlerweile gehe es ihm wieder besser, er sei am Knie operiert worden.

In seiner Karriere als Skirennfahrer ist der Olympiasieger unzählige Male gestürzt, meistens vor laufender Kamera. So auch bei seinem schlimmsten Sturz. Dieser hat sich nicht bei einem Skirennen, sondern bei einer Verfolgungsjagd zugetragen: 1969 agierte Russi als Stuntman für den Bond-Streifen «Im Geheimdienst Ihrer Majestät». Bei den Aufnahmen am Schilthorn stürzte Russi schwer und brach sich einen Halswirbel. Natürlich war sofort ein Helikopter zur Stelle, der ihn ins Spital flog.

Als Bernhard Russi Olympiasieger wurde: Die goldenen Tage von Sapporo

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • urs eberhardt 27.03.2016 20:06
    Highlight Highlight Warum kann er nicht zugeben, dass ihm andere helfen mussten? Wenn er so weitermacht, bekommt er bei seiner Brillenfirma 100% Rabatt...
  • Maxx 27.03.2016 14:24
    Highlight Highlight Ab in den Ruhestand, bevor er noch mehr Schaden anrichtet.
  • Tschüse Üse 27.03.2016 13:23
    Highlight Highlight Gute Besserung
  • Michael Mettler 27.03.2016 11:35
    Highlight Highlight Die Versicherung kann nun getrost die Leistungen kürzen.
  • rodolofo 27.03.2016 10:47
    Highlight Highlight Trotz allem:
    Bernhard Russi bleibt für mich "der beste Skifahrer aller Zeiten"!
    Sofort erkennt er jeweils, wenn ein Skirennfahrer die Ideallinie auch nur um wenige Zentimeter verlässt!
    Kaum hat er das fachkundig zu Hüppi gesagt, erscheint der Fehler bereits in der nächsten Zwischenzeit!
    Bernhard Russi hat mir aber auch beigebracht, dass es manchmal sinnvoll sein kann, die Ideallinie zu verlassen, um mit einem kleinen Umweg mehr Schwung und Tempo mitzunehmen ins nächste Gleiterstück.
  • sentir 27.03.2016 10:34
    Highlight Highlight Alter schützt vor Torheit nicht ;-)
    Gute Besserung

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