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Restaurant Weissfluhjoch Parsenn im Skigebiet Davos (Februar 2015).
Restaurant Weissfluhjoch Parsenn im Skigebiet Davos (Februar 2015).Bild: KEYSTONE

Trotz Frankenschock: Schweizer Skigebiete legen zu – aber Österreich läuft's noch besser

22.03.2015, 08:1322.03.2015, 09:32

Eine Umfrage der Zeitung «Schweiz am Sonntag» bei Seilbahnen und Wintersportorten in der Schweiz zeigt: Bis jetzt verläuft die Wintersaison gut. So ist in Davos die Zahl der Übernachtungen zwischen November und Februar im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent gestiegen. Einen Zuwachs können auch Klosters GR (+ 2,5 Prozent) und Wengen BE (+ 5,6) verbuchen.

«Wir hatten vor allem einen sehr guten Dezember und Februar und liegen bis jetzt im Plus», sagt Ariane Ehrat von Engadin St.Moritz Tourismus. Erst nach Ostern sei ein definitives Fazit möglich. Bis im Februar gingen mehrheitlich Familien in die Schweizer Berge Skifahren. Oft hatten sie weit im Voraus gebucht.

Anders die Frühlingsskifahrer: Häufig sind es Paare, die sich spontan für oder gegen die Berge entscheiden. Auch wägen sie eher Preis und das Wetter ab. Wegen des starken Frankens fehlen jetzt genau diese Gäste. Besonders jene aus den Euromärkten. Das stellt auch Rudolf Büchi, Direktor der Seilbahnen in Disentis GR fest: «Trotz sehr guter Schneeverhältnisse fehlen die Gäste aus Belgien und den Niederlanden. Sie machen sonst zu dieser Zeit 20 Prozent der Wintersportler aus.»

Bis vor zwei Wochen lagen die Zahlen des Skigebiets noch 5 Prozent im Plus. «Wie wir abschliessen, ist ungewiss. Es kommt auf die Ostertage an», sagt Büchi. Urs Gantenbein von den Bergbahnen Wildhaus SG ist zuversichtlich: «Wir haben nach wie vor eine gute Schneelage und Ostern ist dieses Jahr eher früh.»

Rekord in Österreich

Einen Rekord verzeichnet diesen Winter Österreich – auch wegen der Schweizer Gäste. In die Region Vorarlberg reisten fast zwei Prozent mehr hiesige Skifahrer als im Vorjahr. Und ins Tirol gar 9,3 Prozent mehr. Aber nicht erst seit diesem Jahr gehen die Schweizer ins Nachbarland Skifahren. Während vor zehn Jahren noch 88'000 Schweizer in die Region Vorarlberg reisten, sind es heute mehr als 150'000. Die Österreicher sind freundlicher und es ist günstiger, so der Tenor vieler Schweizer Ski-Touristen.

Trotzdem sind auch bei den Bergbahnen Arosa und Lenzerheide Preisreduktionen kein Thema. «Wir haben attraktive Mehrtages-Angebote geschnürt», sagt der Direktor Philipp Holenstein. Dennoch stellt er sich auf eine Stagnation bei den Gästeeintritten ein. «Wegen des starken Frankens wird es ab Sommer noch herausfordernder werden. Da gibt es nichts zu beschönigen.» Markus Hasler von den Zermatter Bergbahnen ist überzeugt, dass Gäste aus Asien, wie auch in Dollar rechnende Regionen, eine immer grössere Bedeutung erlangen. (kri)

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