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FC St.Gallen: Benedikt Würth spricht über das Chaos beim Cupsieger

Benedikt/Beni Würth, Regierung St. Gallen
Benedikt Würth wird den FC St.Gallen verlassen.Bild: Keystone

«Surreal, was hier passiert»: FCSG-Verwaltungsrat Würth spricht von einem Vertrauensbruch

Turbulente Tage beim FC St.Gallen. Der bisherige Verwaltungsrat Benedikt Würth erklärt nun, warum er sich dazu entschieden hat, seinen Posten beim frischgebackenen Cupsieger zu räumen.
26.05.2026, 17:0126.05.2026, 17:13

Noch vor zwei Tagen freute sich der FC St.Gallen über den Cupsieg und den ersten Titel seit über zwanzig Jahren. Seither kommt es in der Ostschweiz aber zu einem grossen Machtkampf. Die bisherigen Verwaltungsräte Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer und Benedikt Würth werden am 30. Juni aus der Klubführung ausscheiden.

Würth, welcher auch St.Galler Mitte-Ständerat ist, erklärte jetzt gegenüber dem Tagblatt, warum er sich dazu entschieden hat. Bereits im März seien Gründler und Würth informiert worden, dass sie nicht mehr erwünscht seien. Bis heute würden sie die Gründe dafür nicht kennen. «An der wirtschaftlichen und sportlichen Performance kann es nicht liegen – wir haben die gesetzten Eignerziele übererfüllt. Daraufhin haben vier Verwaltungsräte entschieden (als einziger bleibt Patrick Thoma, Anm.d.Red.), ihr Amt per Ende Juni zur Verfügung zu stellen», erklärt Würth sein Vorgehen. Für die vier Verwaltungsräte handelte es sich um einen brüsken Vertrauensentzug.

Der bisherige Verwaltungsrat mit (von rechts) Christoph Hammer, Patrick Gründler, Benedikt Würth und Peter Germann. Ganz links: VR-Sekretärin Riana Podrecca.
Der bisherige Verwaltungsrat mit (von rechts) Christoph Hammer, Patrick Gründler, Benedikt Würth und Peter Germann. Ganz links: VR-Sekretärin Riana Podrecca.Bild: Michel Canonica

Der 58-Jährige wäre gerne beim FCSG geblieben, aber nur, wenn eine solide Vertrauensbasis und klare Regeln zwischen dem Aktionariat und dem Verwaltungsrat geherrscht hätten. «Was hier jetzt passiert, ist surreal, es ist schlicht unglaublich. Ich habe viel Erfahrung mit Arbeit in Verwaltungsräten. Aber so etwas habe ich noch nie erlebt»,sagt der Mitte-Politiker.

Mittlerweile gibt es auch einige Gerüchte, dass es beim FCSG zu einem SVP-Putsch kommen könnte. So soll der ehemalige SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker der neue Präsident bei den St.Gallern werden und somit Matthias Hüppi beerben.

Für Würth ist aber klar, dass die Politik beim frischgebackenen Cupsieger keine Rolle spielen darf: «Es war mir und dem aktuellen Verwaltungsrat immer sehr wichtig, dass wir für alle Menschen da sind, egal, was sie denken. Im Stadion zählt nur Grün-Weiss, die Politik muss draussen bleiben. Dafür stehen wir ein.»

Würth weiss auch nicht, wie es rund um den FC St.Gallen weitergehen wird, er selbst sieht keine Zukunft mehr beim Verein. «Mein grün-weisses Herz will weiterkämpfen, aber mein Verstand sagt mir auch, wie die realen Machtverhältnisse liegen», antwortet der Politiker auf die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, dass er weitermachen wird. (riz)

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133 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Markus86
26.05.2026 17:16registriert Oktober 2014
Das Kommunikationstalent Hüppi ausgerechnet durch die Schlaftablette Kölliker ersetzen zu wollen, zeigt vor allem, wie abgehoben die SVP-Millionärsclique inzwischen ist. Das Aufschnaufen der Lehrerschaft nach seinem Ausscheiden als RR war jedenfalls kaum zu überhören. In Erinnerung bleiben eine teure, weitgehend nutzlose IT-Bildungsoffensive und das Sportfeld-Debakel. Politisches Vermächtnis zum Wegdösen.
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DerAlteBenisun2
26.05.2026 17:27registriert März 2024
Politik ist egal, der Leistungsausweis zählt. Als FCZ Fan kann ich nur sagen, so solid aufgestellt wie der FCSG wären wir auch gerne. Nun die Crew auszuwechseln, die jahrelang darauf hingearbeitet hat, ist nicht nachvollziehbar.

Evtl. holt man ja noch Malenovic, dann kommt das richtig gut im ehemaligen Espenmoos…
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espe
26.05.2026 17:25registriert Februar 2016
Man kann nur hoffen, das Hüppi & Co. diesen Machtkampf gewinnt. Alles andere hätte weitreichende ud womöglich fatale Folgen für den FCSG.
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