Schweiz
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Christian Levrat, Parteipraesident SP, links, gratuliert Toni Brunner, Parteipraesident SVP, rechts, kurz vor Beginn der Elefantenrunde der Parteipraesidenten im Wahlstudio des Schweizer Fernsehens in der Wandelhalle des Bundeshauses, am Tag der eidgenoessischen Wahlen, am Sonntag, 18. Oktober 2015 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Christian Levrat schüttelt Toni Brunner bei der Elefantenrunde im Bundeshaus die Hand. Schafft der SP-Präsident die Wiederwahl in den Ständerat?
Bild: KEYSTONE

Das wird spannend: Wählen die Freiburger Ständerat Christian Levrat wieder? – Jean-François Rime bedroht den SP-Sitz

Die Freiburger Stimmberechtigten entscheiden am heutigen Sonntag, wer in den kommenden vier Jahren den Kanton im Ständerat vertritt. Für Spannung sorgt die Kampfkandidatur von SVP-Nationalrat Jean-François Rime gegen SP-Präsident Christian Levrat. Auch in Genf und der Waadt kommt es zur Stichwahl.



Der Präsident des schweizerischen Gewerbeverbands Jean-François Rime hatte mit seiner Kandidatur für den zweiten Wahlgang im Kanton Freiburg für eine Überraschung gesorgt: Die SVP tauschte kurzerhand ihren Ständeratskandidaten aus. Rime ersetzte Emanuel Waeber, der beim ersten Wahlgang am 18. Oktober nur auf dem vierten Platz gelandet war.

Jean-Francois Rime, Praesident sgv, aeussert sich an einer Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerbeverband sgv zum Service Public der SRG in Bern, am Montag, 7. September 2015. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Jean-François Rime.
Bild: KEYSTONE

Rimes Kandidatur zielt vor allem auf den SP-Präsidenten Christian Levrat, weil der Kanton Freiburg traditionell von einem deutsch- und einem französischsprachigen Ständerat vertreten wird. Für den deutschsprachigen Kantonsteil tritt CVP-Staatsrat Beat Vonlanthen an, der die Nachfolge seines abtretenden Parteikollegen Urs Schwaller anstrebt.

Während Rime als wiedergewählter Nationalrat nichts zu verlieren hat, müsste sich Christian Levrat im Fall einer Niederlage aus dem Bundeshaus verabschieden. Für die SP wäre dies nach der Abwahl ihres Fraktionspräsidenten Andy Tschümperlin ein weiterer harter Schlag.

Beat Vonlanthen, candidat PDC pour le Conseil  Des Etats, parle lors de la journee des resultats des elections federales ce dimanche 18 octobre 2015 a Fribourg. (KEYSTONE/Christian Brun)

Beat Vonlanthen, CVP-Kandidat.
Bild: KEYSTONE

Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass Rime anstatt Levrat den CVP-Kandidaten Beat Vonlanthen gefährden könnte. Die Schlussresultate werden am frühen Nachmittag erwartet.

Bisherige als Favoriten in Genf und Waadt

Auch in den Kantonen Genf und Waadt sind die Stimmberechtigten für zweite Wahlgänge an die Urne gerufen. In beiden Kantonen dürften sich die bisherigen links-grünen Duos durchsetzen. In der Waadt werden die bisherigen Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (Grüne) von FDP-Nationalrat Olivier Français herausgefordert.

Weil Français aber nicht auf die Unterstützung des ganzen bürgerlichen Lagers zählen kann, dürfte er den Sprung in die kleine Kammer verpassen.

Völlig zersplittert präsentieren sich die Bürgerlichen vor der Stichwahl im Kanton Genf. Dort treten neben dem beim ersten Wahlgang drittplatzierten Benoît Genecand (FDP) auch SVP-Nationalrat Yves Nidegger (SVP) und MCG-Gründer Eric Stauffer nochmals an. Das erhöht die Chancen einer Wiederwahl von Liliane Maury Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne), die im ersten Wahlgang an der Spitze lagen. (dwi/sda)

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