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Karl Egloff scheitert erneut mit Rekordversuch am Mount Everest

Karl Egloff
Karl Egloff musste seinen Rekordversuch am Mount Everest abbrechen.Bild: zvg

Karl Egloff scheitert erneut mit Rekordversuch am Mount Everest

Auch Karl Egloffs zweiter Versuch, den Mount Everest in Rekordzeit zu besteigen, ist gescheitert: Diesmal, weil sich sein Kletterpartner schlecht fühlte.
27.05.2026, 16:0027.05.2026, 16:00
Simon Häring
Simon Häring

Wie im vergangenen Jahr hat der Speedbergsteiger Karl Egloff seinen Weltrekordversuch am Mount Everest abbrechen müssen. Der 45-Jährige Schweiz-Ecuadorianer kehrte auf einer Höhe von 7903 Metern um und erreichte gemeinsam mit Kletterpartner Nicolas Miranda das Basislager.

Die ersten Stunden seien planmässig verlaufen. Doch nach 13 Stunden und 41 Minuten verschlechterte sich der Zustand von Miranda auf knapp 8000 Metern Höhe. Das Duo, das sich seit seiner Kindheit kennt, entschied sich zum Abbruch der Expedition und zur Rückkehr ins Basislager. Dieses erreichten sie nach 24,23 Kilometern und 20 Stunden und 45 Minuten.

Karl Egloff im Zelt, das Höhenluft simuliert
Um sich auf den Even vorzubereiten, schläft Egloff «Höhentraingszelt.»Bild: zvg

«Für uns ist die Gesundheit wichtiger»

Egloff war am 26. Mai um 16.00 Uhr Ortszeit zusammen mit Nicolas Miranda vom Basislager auf 5346 Metern gestartet. Ziel des Projekts war es, den höchsten Berg der Welt ohne zusätzlichen Sauerstoff in weniger als 24 Stunden zu besteigen und wieder ins Basislager zurückzukehren. Miranda selber kletterte mit Sauerstoff und führte für den zweifachen Familienvater Egloff eine Sauerstofflasche für den Notfall mit.

«So ist es am Berg. Es müssen 1000 Sachen passen, damit so ein Unterfangen gelingt. Für uns ist die Gesundheit wichtiger. Natürlich bin ich traurig, aber das ist Teil des Sports», lässt Egloff mitteilen.

Extrembergsteiger Karl Egloff macht einen Rekordversuch auf den Mount Everest
Egloff posiert im GebirgeBild: zvg

Egloff hält an seinem Projekt fest

Für Egloff ist es bereits der zweite gescheiterte Versuch, den Mount Everest in Rekordzeit zu besteigen. Im vergangen Jahr war er trotz ungünstigen Bedingungen aufgebrochen, musste den Versuch aber auf rund 7000 Metern über Meer abbrechen, nachdem Schneefall eingesetzt hatte.

Egloff hatte sich während Jahren auf dieses Ziel vorbereitet und weilte seit Mitte April in Nepal, wo er sich während 45 Tagen akklimatisierte. Zudem absolvierte er mehr als 220 Trainingsstunden in einem Höhenzelt, das die Bedingungen auf der Höhe des Basislagers simulierte.

Trotz des Rückschlags hält Egloff an seinem Projekt fest. Im Oktober plant er die Besteigung der Carstensz-Pyramide in Ozeanien, im Dezember soll der Mount Vinson in der Antarktis folgen. Sein Ziel: Als erster Mensch alle Seven Summits ohne Flaschensauerstoff in Rekordzeit zu besteigen. (aargauerzeitung.ch)

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