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Der Unfall auf der A2 hat einer vierköpfigen Familie am Dienstag das Leben gekostet.<br data-editable="remove">
Der Unfall auf der A2 hat einer vierköpfigen Familie am Dienstag das Leben gekostet.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Nach Drama auf der Gotthard-Autobahn: Mobile Warnanzeige sollen ab Freitag auf Staus hinweisen

28.07.2016, 17:5828.07.2016, 18:02

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat auf den Unfall auf der A2 bei Quinto TI reagiert, der am Dienstag einer vierköpfigen Familie das Leben kostete. Ab Freitag soll ein Fahrzeug mit einer Warntafel auf dem Pannenstreifen stationiert werden, um Staus auf der Autobahn anzuzeigen.

Die Situation auf der A2 sei nach dem Unfall überprüft worden, teilte das ASTRA am Donnerstag in einem Communiqué mit. Die vorhandene Signalisation und auch die Sichtweiten entsprächen zwar geltenden Bestimmungen, trotzdem habe man sich in Absprache mit der Tessiner Kantonspolizei zu einer «Vorsichtsmassnahme» entschlossen.

Bis die Ursachen des Unfalls abschliessend geklärt seien, wird laut dem ASTRA ein Fahrzeug mit einer «Wechseltextanzeige» auf dem Pannenstreifen stationiert werden. Es soll die Verkehrsteilnehmer vor der Staulänge auf dem Autobahnabschnitt warnen.

Familie getötet

Bei dem Unfall am Dienstagmittag war eine deutsche Familie aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz mit zwei Mädchen im Alter von 8 und 12 Jahren ums Leben gekommen. Die erwachsenen Todesopfer, eine Frau und ein Mann, waren beide 43-jährig. Laut dem Südwestrundfunk (SWR) wohnte die Familie zuletzt in Otterberg bei Kaiserslautern. Der dortige Bürgermeister sagte am Mittwoch gegenüber dem Sender, dass die Betroffenheit der Gemeinde gross sei.

Die Familie stand mit ihrem Wagen am Ende eines Staus auf der Autobahn A2 bei Quinto TI in Fahrtrichtung Norden, als ein 50-jähriger Lenker mit seinem Lastwagen auf das Auto auffuhr und es in einen weiteren Lastwagen vorne in der Schlange schob. Der Wagen wurde so stark zerdrückt, dass er auf Bildern zwischen den beiden Lastwagen kaum zu erkennen war.

Ähnlicher Auffahrunfall im Mai

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich äusserst anspruchsvoll. Lange Zeit war gemäss der Kantonspolizei Tessin nur klar, dass es Todesopfer im Wageninnern gab. Die Zahl war jedoch ungewiss, weil die Rettungskräfte kaum an das Unfallauto herankamen.

Die Lage noch schwieriger gestaltet hat die Ladung der beiden Laster: Der eine transportierte dem Verkehrsinformationsdienst Viasuisse zufolge Granit, der andere Wasser. Sie mussten erst entladen werden, bevor sie von einander weggezogen werden konnten.

Bereits Mitte Mai starben zwei Frauen aus Israel bei einem Auffahrunfall auf der A2 bei Quinto in Richtung Nord. Ihr Fahrzeug wurde zwischen einem vorausfahrenden Lastwagen und einem nachfolgenden Auto mit Bootsanhänger regelrecht zerquetscht. (whr/sda)

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