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Mann ignoriert 64 rote Lichtsignale und fährt durch gesperrten Gotthard-Tunnel

Ein 25-Jähriger ist in der Nacht auf Donnerstag fast komplett durch den gesperrten Gotthard-Tunnel gefahren. Wenige hundert Meter vor der Tunnelausfahrt wendete er und fuhr zurück.
07.10.2021, 12:1607.10.2021, 16:15
Ein 25-Jähriger fuhr durch den gesperrten Gotthard-Tunnel und ignorierte zahlreiche rote Lichtsignale.
Ein 25-Jähriger fuhr durch den gesperrten Gotthard-Tunnel und ignorierte zahlreiche rote Lichtsignale.bild: keystone

Der Gotthard-Strassentunnel war in der Nacht auf Donnerstag von 23 bis 1 Uhr in beide Fahrtrichtungen wegen Ausnahmetransporten gesperrt. Dennoch bemerkte die Kantonspolizei Uri um etwa 00.30 Uhr, wie ein Auto mit deutschen Kontrollschildern in den gesperrten Tunnel einfuhr.

Das Auto fuhr beinahe komplett durch den geschlossenen Tunnel, wendete schliesslich wenige hundert Meter vor der Tunnelausfahrt in Airolo und fuhr zurück in Richtung Norden, wie die Polizei mitteilte. Dabei überfuhr der 25-jährige Lenker die doppelte Sicherheitslinie und ignorierte rund 64 rote Lichtsignale. Die Kantonspolizei Uri konnte den Fahrer am Ende des Gotthard-Tunnels anhalten. Er wird nun verzeigt.

«Immer wieder solche Fälle»

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Autofahrer in den gesperrten Gotthard-Tunnel gefahren ist. «Leider gibt es immer wieder solche spezielle Fälle», schreibt die Kantonspolizei Uri auf Anfrage. Sie verweist auf einen Vorfall am 14. April dieses Jahres.

Damals fuhr der Lenker eines italienischen Personenwagens vom Kreisel Göschenen auf die Autobahn A2 in Fahrtrichtung Nord. Zu Beginn der Doppelspur wendete er sein Fahrzeug über die Sperrfläche und fuhr als Geisterfahrer in südliche Richtung bis in den Gotthard-Tunnel. Nach mehreren hundert Metern konnte der fehlbare Lenker im Vortunnel durch einen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes angehalten werden. Nach Hinterlegung einer Bussenkaution konnte der ausländische Fahrzeuglenker seine Fahrt fortsetzen.

Aufgrund der Unterhaltsarbeiten, welche damals stattfanden, war der Tunnel jeweils von 22.00 bis 05.00 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Aus diesem Grund habe sich vorsorglich ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes im Tunnel befunden, schreibt die Kantonspolizei Uri. «Glücklicherweise» sei sowohl in der Nacht auf heute als auch im April niemand verletzt worden. (cma/chmedia)

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