Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06943164 A participant cools himself during the 27th Street Parade, an annual dance music parade, in the city center of Zurich, Switzerland, 11 August 2018. The annual dance music event Street Parade runs this year under the claim

Für eine kleine Abkühlung war sich dieser Herr nicht zu schade.  Bild: EPA/KEYSTONE

Glitzzzzer überall – Die besten Bilder der Street Parade 2018

12.08.18, 10:08 12.08.18, 12:48


Laut, bunt, schrill und viel nackte Haut: Die grösste Techno-Parade der Welt ist am Samstag durch Zürich gerollt. Rund eine Million Besucher tanzten bei der 27. Street Parade mit.

Die besten Bilder der Street Parade 2018

Dies teilten die Veranstalter am frühen Abend per Twitter mit. Damit knackte der Anlass nach 2001 und 2015 zum dritten Mal die Millionen-Grenze. Grund dafür dürften unter anderem die idealen Wetterbedingungen gewesen sein: Bei strahlendem Sonnenschein war es zwar warm, aber nicht zu heiss.

Der grosse Besucherandrang zeichnete sich bereits beim Warm-up ab, als um 13 Uhr die ersten Bässe und lauten Beats auf den acht grossen Bühnen entlang der Strecke los wummerten. Beispielsweise der Sechseläutenplatz, wo DJ-Grösse Paul Kalkbrenner auf der Mainstage Opéra auflegte, war gerammelt voll.

Ein Beitrag geteilt von Fabian (@grifagno_) am

Auch die Einsatzkräfte waren bereits früh gefordert: Sie mussten immer wieder Wege sperren und so die Besucherströme umleiten. Damit wollten sie verhindern, dass sich zu viele Techno-Fans am gleichen Ort sammeln. Um 17 Uhr konnte das Areal beispielsweise nur noch via Region Bahnhof Enge betreten werden, wie die Stadtpolizei Zürich twitterte.

Dank sorgfältiger Planung und guter Beobachtung – vor allem auch aus der Luft – hätten die Massnahmen jeweils schon nach kurzer Zeit zum gewünschten Erfolg geführt und konnten aufgehoben werden, teilte die Stadtpolizei am Abend in einer ersten Zwischenbilanz mit.

Selbst die 28 Love Mobiles kamen wegen der vielen Besucher nur langsam voran. Die bunt dekorierten Trucks fuhren ab 14 Uhr eine zwei Kilometer lange Strecke rund ums Zürcher Seebecken ab – vom Utoquai via Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz zum Hafendamm Enge.

«Friedliche Stimmung»

Joël Meier, Präsident des Vereins Street Parade, schwärmte gegenüber Tele Züri von der diesjährigen Ausgabe. «Wir wurden überrannt, die Stimmung ist friedlich und es gab keine nennenswerten Zwischenfälle», sagte er kurz nach 19 Uhr, als zwei Drittel der Street Parade vorbei waren. «Es ist so, wie wir uns die Street Parade wünschen.»

Auch die Stadtpolizei teilte die Ansicht einer weitgehend friedlichen Street Parade. Allerdings kam es bis 21 Uhr zu rund 30 Verhaftungen wegen verschiedener Delikte – vor allem Diebstahl und Betäubungsmittelhandel, heisst es in der Zwischenbilanz weiter. Ausserdem verzeichnete sie wegen Auseinandersetzungen vereinzelte Körperverletzungen.

Bunt und schrill

Die 27. Ausgabe stand unter dem Motto «Culture of Tolerance». Damit demonstriere die Street Parade für ein gewaltfreies Miteinander – egal welcher Rasse, Hautfarbe, Religion, sexueller Ausrichtung oder Interessengruppe die Leute angehörten, teilten die Organisatoren im Vorfeld mit. Techno als tolerante Kultur sei zu einem wichtigen Bestandteil in der Gesellschaft gewachsen.

Ob für die Besucher das Motto im Vordergrund stand oder ob es ihnen lediglich um die Lust am Feiern ging, sei dahingestellt. Klar war jedoch, dass sie dank den über 200 DJs aus dem In- und Ausland, die alle auf eine Gage verzichteten, zumindest musikalisch auf ihre Kosten kamen.

Viele der Techno-Fans zeigten sich auch in diesem Jahr gerne bunt und schrill. «Je glänzender und auffallender, desto besser», lautet die Devise. Zu sehen gab es beispielsweise viel Gold, Pailletten, Federn und kunstvolle Körperbemalungen.

Zwar trug die Mehrzahl der Besucher normale Strassenkleider – zu sehen gab es unter anderem aber auch Indianer, Pharaonen, Kobolde und die schon fast obligaten Polizisten. Die Zahl der verkleideten Teilnehmer ist im Vergleich zu den Vorjahren aber eher rückläufig.

Mehr Einsätze für Schutz & Rettung

Gegenüber dem Vorjahr um einen Drittel zugenommen haben dafür die Einsätze von Schutz & Rettung, wie sie in einer Zwischenbilanz mitteilten. Mehr Besucher und wärme Temperaturen seien unter anderem Gründe für die bis um 20.30 Uhr total 461 durchgeführten medizinischen Behandlungen. Laut Mitteilung dürfte die Zahl der Patienten und Behandlungen erfahrungsgemäss in der Nacht noch zunehmen.

Zu behandeln gab es bisher vor allem Schnittverletzungen, Schürfwunden, sehr viele Insektenstiche sowie Opfer von übermässigem Drogen- und Alkoholkonsum, wie es weiter hiess.

Ausserdem verzeichnete die Organisation zwei schwere Vorfälle: Ein junger Mann verletzte sich beim Kopfsprung von der Quaibrücke infolge des tiefen Wasserstandes und musste mit noch unbestimmten Kopf- und Nackenverletzungen ins Spital gebracht werden. Kurz nach 20 Uhr verletzte sich ein weiterer Mann bei einem Sturz aus grosser Höhe schwer. Auch er wurde mit noch unbestimmten Verletzungen in ein Spital überführt. (sda)

Street Parade: Was wäre noch schweizerischer?

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

«Aus Gewissensgründen» – Diese Apothekerin verbannt Homöopathie aus Regalen

Wie du dir als Gymi-Schüler die Lehre vorstellst – und umgekehrt

«Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein»: 11-Jährige erleiden Burn-out

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Osi_unterwegs 12.08.2018 18:04
    Highlight Ja, auch ich war einer der rund 1 Mio. Besucher der Streetparade 2018 🤩Cool war vor allem die Aftershow der Swiss Hardstyle Mafia
    5 4 Melden
  • el heinzo 12.08.2018 13:50
    Highlight „... sowie Opfer von übermässigem Drogen- und Alkoholkonsum, ...“

    Äh ja, sind ja eben eigentlich keine Opfer, sondern Täter, gegenüber sich selbst.
    9 3 Melden
  • artyfrosh 12.08.2018 11:00
    Highlight Super Parade! Aber ironischeer Weise war das Motto Toleranz und meine Kolleginen mussten sich übermässig oft von übergriffen schützen. Unter den doch "normalen" Rock zu grabschen, fanden einige nur lustig und liessen sich nur mit männlicher Einflussnahme stoppen. Traurig das es immernoch so viele Idioten gibt und man sowas toleriert. Unter Toleranz verstehe ich etwas anderes.
    63 4 Melden
  • w'ever 12.08.2018 10:25
    Highlight eigentlich der gleiche bericht wie von der parade 17, und 16, und 15, und...;)
    28 4 Melden
    • Paddiesli 12.08.2018 13:06
      Highlight Sei dankbar darüber.
      9 3 Melden

So sieht unsere neue 200er-Note aus 🤑

Erst vergangenen Oktober präsentierte die Schweizerische Nationalbank die neue 10er-Note. Heute stösst die 200er-Note in einem neuen Design dazu. 

Das Geheimnis ist gelüftet: Die Schweizerische Nationalbank präsentierte heute Mittwoch das neue Design der 200er-Note.  

Das Thema der neuen Banknotenserie lautet «Die vielseitige Schweiz». So illustriert jede einzelne Banknote ein typisches Merkmal unseres Landes. Die neue 200er-Note zeigt die wissenschaftliche Seite der Schweiz. Sie ist, wie auch die 10er-, 20er- und 50er-Note, kleiner und kürzer als die alte 200er-Note. Die braune Farbe wurde beibehalten.  

Auf der …

Artikel lesen