Unbekannte greifen SVP-Gemeinderatskandidat in Zürich an
Unbekannte haben am Samstagabend in der Stadt Zürich einen Gemeinderatskandidaten der SVP tätlich angegriffen. Der Betroffene hat Strafanzeige erstattet. Die Stadt ruft zu Toleranz auf.
Der namentlich nicht genannte junge Gemeinderatskandidat war am Samstagabend auf dem Albisriederplatz unterwegs, wie die städtische SVP am Dienstag mitteilte. Dort sei er von einer Gruppe Jugendlicher erkannt, angepöbelt und mit Gegenständen beworfen worden.
Zudem habe er eine Ohrfeige erhalten, bevor er in ein Taxi gestiegen sei, um den Ort zu verlassen. Die Stadtpolizei Zürich bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass eine Strafanzeige eingegangen sei. Die Ermittlungen in dem Fall seien am Laufen.
Die SVP zeigte sich in ihrer Mitteilung schockiert über die zunehmende Verrohung und den tätlichen Angriff. In der Stadt Zürich kam es bereits mehrfach zu politisch motivierten Übergriffen. So wurde im Mai 2025 ein Stand der SVP in Witikon von zwei Frauen mit Sirup überschüttet. Im September 2025 wurde ein Stand der Partei an der Schwamendinger Chilbi durch Unbekannte verwüstet.
Stadtrat verurteilt Gewalt
Die SP verurteilte den Angriff auf den SVP-Gemeinderatskandidaten am Dienstagnachmittag ebenfall. Gleichzeitig erinnerte die Partei daran, dass auch ihre Exponenten schon Ziel von Angriffen wurden. So wurde vor zehn Tagen die Wohnung eines SP-Gemeinderatskandidaten im Kreis 10 mit Eiern beworfen. Zudem wurden Plakate von verschiedenen Parteien heruntergerissen.
Auch der Zürcher Stadtrat zeigt sich besorgt über den Vandalismus im Vorfeld der Gesamterneuerungswahlen vom 8. März. «Die Demokratie lebt von der Meinungsvielfalt und von Menschen, die sich politisch engagieren», schreibt er. Der Stadtrat ruft daher zu Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenkenden auf. Gewalt und Sachbeschädigung hätten in einem fairen Wahlkampf keinen Platz. (sda)
