Schweiz
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Jetzt also doch: Springt nach der FDP auch die SVP auf den Klimazug auf?

Privat vor Staat: Doris Fiala plädiert für liberale Lösungen in der Klimapolitik. Jetzt ist es der Präsidentin der FDP Frauen Schweiz gelungen, auch SVP-Präsident Albert Rösti ins Boot zu holen für ihr Anliegen. Das Thema Wasserstoff verbindet sie.

Kari Kälin / CH Media



SVP Parteipraesident Albert Roesti, BE, links, hilft seinem Fraktionskollegen Marcel Dettling, SVP-SZ, beim Schliessen der Manschetten, an der Sondersession des Nationalrats, am Donnerstag, 9. Mai 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

SVP-Präsident Albert Rösti Bild: KEYSTONE

Klima- und Umweltfragen dominieren die tagespolitische Agenda. Gemäss dem SRG-Wahlbarometer vom Februar messen die Wähler dem Thema nach den Krankenkassenprämien und den Beziehungen zur EU am drittmeisten Gewicht bei. Politisches Kapital geschlagen von der Klimadebatte haben an den kantonalen Wahlen im Frühling vor allem die Grünen und Grünliberalen – aber auch die FDP ist auf den Klimazug aufgesprungen.

Die FDP-Parteibasis sprach sich in einer Umfrage für eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe und Flugtickets aus. Ob diese Ergebnisse als Forderungen in ein neues Positionspapier einfliessen, ist noch offen.

Klar ist: In der FDP gibt es Bestrebungen, den Herausforderungen des Klimawandels mit liberalen Rezepten zu begegnen. «Privat vor Staat», lautet das Motto, das Doris Fiala, Zürcher Nationalrätin und Präsidentin der FDP Frauen, propagiert. Für den 1. Juni hat sie in Hunzenschwil im Kanton Aargau einen Anlass organisiert mit dem Titel «Liberale Klimapolitik auf dem Prüfstand: Wasserstoff H2 - Treibstoff für den Klimaschutz». Fiala und andere Redner wollen dabei unter anderem aufzeigen, welches Potenzial die Wasserstoffmobilität birgt, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren.

Portrait von Doris Fiala, Unternehmerin und Nationalraetin FDP des Kantons Zuerich, aufgenommen am 31. Mai 2010 in Zuerich. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Doris Fiala Bild: KEYSTONE

15 Unternehmen, darunter Migros, Coop, Fenaco, die Emil Frey Gruppe oder Galliker Transport und Logistics, haben sich zum Förderverein H2-Mobilität zusammengeschlossen. Das Ziel lautet, dass bis 2023 für diese Unternehmen 1000 Lastwagen fahren, die mit Wasserstoff betrieben werden.

«Wir wollen in Hunzenschwil aufzeigen, dass man neue Technologien fördern muss, anstatt eine dogmatische Umweltpolitik zu predigen,»

sagt Fiala. Die Zürcher Nationalrätin konnte für den Anlass nicht nur Parteikollegen wie Fraktionschef Beat Walti oder Präsidentin Petra Gössi gewinnen. Vielmehr wird auch SVP-Präsident Albert Rösti ans Rednerpult treten, wie die NZZ am Dienstag berichtete.

Das ist für Fiala insofern ein Erfolg, als die SVP bis jetzt versuchte, den Ball in der Klimadebatte möglichst flach zu halten, sie als Medienhype abzutun. Allerdings gab es auch in der wählerstärksten Partei Stimmen, die für einen anderen Ton in der Klimafrage plädierten. Zu seinem Auftritt in Hunzenschwil sagt Rösti:

«Die SVP setzt sich für eine intakte Umwelt ein – dies allerdings nicht wie die Linken mit Panikmache, Verbotswahn und fundamentalistischem Erziehungszwang.»

Die SVP setze vielmehr auf eigenverantwortliches Handeln, eine produzierende Landwirtschaft und die Umsetzung der Erkenntnisse einer unabhängigen Forschung und Wissenschaft. «Daher unterstützen wir auch die Möglichkeit, umweltschonenden Wasserstoff als Treibstoff zu verwenden.»

Doris Fialas Engagement in Umweltfragen kommt nicht von ungefähr. Die Stadt Zürich stimmte 2008 mit deutlichem Resultat für die 2000-Watt-Gesellschaft. «Danach habe ich mir überlegt, wie man bei dieser Ausgangslage eine liberale Umweltpolitik machen könnte.» Fiala identifizierte verdichtetes Bauen, Ernährung aus ökologischer Produktion und Innovation bei der Mobilität als mögliche Handlungsfelder. Die Wasserstoff-Initiative sei ein gutes Beispiel, wie neue Technologien Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels geben könnten.

Fiala will sich nicht bei links-grün anbiedern

Fiala sagt, sie betreibe eine pragmatische Klimapolitik ohne Scheuklappen. Sie habe SVP-Präsident Albert Rösti auch ins Boot geholt, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, sie biedere sich bei links-grün an.

Übrigens: Rösti ist nicht der einzige SVP-Vertreter, der in Hunzenschwil auftritt. Fiala konnte auch die Thurgauer SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr für ein Grusswort gewinnen. Gutjahr, Mitglied der Geschäftsleitung der Ernst Fischer AG Stahl- und Metallbau in Romanshorn, sagt. «Ich möchte aufzeigen, dass die Wirtschaft neue Technologien schafft, die dem Klimaschutz dienen, ohne dass es dafür noch mehr Regulierungen und neue Verbote braucht», sagt die Unternehmerin.

Die Wasserstoffinitiative sei auch ohne staatliche Hilfe zustande gekommen. Als Unternehmerin investiere sie laufend in modernere Produktionsanlagen mit einem möglichst tiefen Energieverbrauch. «Es liegt in unserem eigenen Interesse, Ressourcen zu sparen», sagt sie. Der Klimaschutz beginne bei jedem Menschen selber, die Politik müsse keine Vorgaben machen. Den immer stetig neuen Abgaben und weiterer staatlicher Überwachung auch hier wieder im Zusammenhang mit dem Klimaschutz steht Gutjahr grundsätzlich ablehnend gegenüber.

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  • Zeit_Genosse 15.05.2019 11:16
    Highlight Highlight Man muss den Politikern zugestehen, dass sie die Meinung ändern können.

    Die Einen wollen zum Wohl dem Lande (und ihrer Wählerschaft) etwas verändern, verbessern und entwickeln.

    Die Anderen wollen zum Eigenwohl Mehrheiten zur Durchsetzung eigener (oder Dritter) Interessen mobilisieren.
  • Kruk 14.05.2019 22:36
    Highlight Highlight Hat jetzt der Mensch einen Einfluss auf den Klimawandel oder nicht?



  • Zeit_Genosse 14.05.2019 22:11
    Highlight Highlight Die FDP und evtl. auch noch die SVP würden ja gerne das grüne Mäntelchen (wegen der Wähler) anziehen. Es darf aber nicht das selbe sein, das die Grünen und Grünliberalen bereits anhaben. Man möchte sich modisch differenzieren und eine eigene Persönlichkeit darstellen. Darum wird das (alte) Wasserstoff-Konzept hervorgekramt und als grossen Klima-Brüller verkauft und glaubt dabei selbst man sei nachdem Kernenergie nicht mehr geht, echt innovativ. Dass man alle Unternehmer an Bord holt, die von der Wasserstoffindustrie profitieren ist zu offensichtlich. Profit durch Klimaschutz, na dann halt.
  • DerHans 14.05.2019 22:01
    Highlight Highlight Das dem Rösti als oberster Petrolhead im Lande erst jetzt die Idee mit dem Wasserstoff kommt erstaunt. Ist doch Wasserstoff die letzte Hoffnung die Leute wieder von sich abhängig zumachen.
  • Wander Kern 14.05.2019 20:57
    Highlight Highlight Wasserstoff, ja darauf muss man erstmal kommen!
    Knallgas für Knallköpfe, sozusagen.
  • cgk 14.05.2019 19:58
    Highlight Highlight Aha, wie schaut es nach den Wahlen aus?
  • Platon 14.05.2019 19:51
    Highlight Highlight „Die Wasserstoffinitiative sei auch ohne staatliche Hilfe zustande gekommen.“ Finde ich super! Wenn Fiala nun aber denkt, das entbindet sie von ihrer Pflicht noch weitere Lösungen zu finden, hat sie rein gar nichts verstanden. Eigenverantwortung ist nichts anderes als eine faule Ausrede bürgerlicher Politiker keine Verantwortung übernehmen zu wollen!
  • Rim 14.05.2019 19:49
    Highlight Highlight Schade Doris Fiala. Das klingt selbst für FDP-ler zu fade(n-scheinig). Wer das Thema ernst nimmt (und ernst genommen werden will) der weiss, dass es nebst den Innovationen der Wirtschaft eben auch staatliche Vorgaben braucht. Alles andere ist Augenwischerei und leider nicht wirklich ernst zu nehmen.
  • RichPurnell 14.05.2019 19:44
    Highlight Highlight SVP: "Hey Leute wir haben die Lösung fürs Klimaproblem. Wir machen einfach nichts. Tolle Lösung oder? Ihr dürft uns jetzt zujubeln weil wir so genial und grün sind."
  • Pachyderm 14.05.2019 18:26
    Highlight Highlight Jaja, die Wirtschaft und der Markt soll den Klimawandel regeln. Hat in den letzten zwanzig Jahren ja schon so super funktioniert.
    • alessandro 14.05.2019 21:29
      Highlight Highlight Etwas anderes erwartet man weder von der svp noch von der fdp. Hoffentlich werden es die Wahlen richten.
    • sunshineZH 14.05.2019 22:00
      Highlight Highlight Ja und in der Vergangenheit gab es auch immermal wieder solche Klimadiskussionen, welche dann irgendwann wieder verstummt sind und ein paar Jahre später wieder aufflammen...hat sich etwas geändert? 😉
  • SBran4 14.05.2019 17:47
    Highlight Highlight ..und den Wasserstoff lässt der liebe Gott vom Himmel regnen ...👍🏻
  • Bynaus @final-frontier.ch 14.05.2019 17:44
    Highlight Highlight Wasserstoff! Ausgerechnet! Wasserstoff ist nicht umweltfreundlich. Ok, es entsteht kein CO2 bei der Verbrennung. Aber von der Quelle (heute: Erdgas...) zum Fahrzeug geht enorm viel Energie verloren (Spaltung, Kompression, Kühlungetc.). Es ist viel effizienter, diese Energie direkt für den Antrieb des Fahrzeugs einzusetzen! Der einzige leichte Vorteil ist die hohe Energiedichte des fertigen Wasserstoffs (=hohe Fahrzeugreichweite). Wasserstoff ist sowas wie die Zukunftsvision der 1990er, das passt ja wenn jetzt die Ewiggestrigen das forcieren wollen.
  • Pafeld 14.05.2019 17:41
    Highlight Highlight Wenn sogar Mitch McConnell als Sprecher der Republikanischen Partei so langsam verdruckst hinter hervorgehaltener Hand zugibt, dass der anthropogene Klimawandel wohl eine Tatsache ist, bleiben selbst für die hartgesottensten Realitätsverweigerer der SVP langsam aber sicher keine Ausreden mehr übrig.
  • Nelson Muntz 14.05.2019 17:37
    Highlight Highlight Martullo wird schon wissen wie:

    Dä Kleimet breiks down! Wat du ju du? You fiks it!
    • Phrosch 14.05.2019 19:04
      Highlight Highlight Ju driimer, du 🤣
    • Heini Hemmi 14.05.2019 23:52
      Highlight Highlight Dä biimer brejks daun, wat is dä först sing ju sink ebaud it, mister bärtsch? hä?
      Hey, wat is dä first teim ju duu? Äääh, dä first sing?
  • RescueHammer 14.05.2019 17:37
    Highlight Highlight Die sollen mal in Alpen gehen und sich anschauen, wie weit die Gletscher bis heute dank Eigenverantwortung und Selbstregulierung geschmolzen sind. Es sind Wahlen dieses Jahr!
  • Garp 14.05.2019 17:37
    Highlight Highlight Privat vor Staat, soso und warum ist dann bislang noch nicht viel passiert in der Privatwirtschaft?

    Das CO2 Problem ist mir seit den 80 ern bekannt. Zeit genug würd ich meinen um privat etwas auf die Beine zu stellen.

    Nun können wir nicht noch einmal über 30 Jahre warten. Darum müssen es Gesetze richten.

    Hohle Phrasen bringen nichts mehr.
  • T13 14.05.2019 17:28
    Highlight Highlight Stehen bald Wahlen an?
  • Lowend 14.05.2019 17:27
    Highlight Highlight Ich freue mich schon auf die artistischen Wendefiguren der erklärten Leugner des vom Mensch verursachten Klimawandels!

    Köppel, Zanetti, Rösti und wie die ganzen Figuren aus Blochers finsterer Schattenwelt noch so heissen, werden nach gewagten geistigen Schrauben und Pirouetten und einigen doppelten «Wir waren ja nur gegen die bösen Linken»-Saltos ihren Schäfchen schon bald erklären, dass sie schon immer glühende Verfechter der Wissenschaft gewesen seien, aber von der bösen Presse und vom linkslastigen Fernsehen einfach immer falsch verstanden wurden! Wetten?
    • E7#9 14.05.2019 18:03
      Highlight Highlight Naja, ich hab ihn im Sonntalk gesehen und da sagte er: „Auch wir möchten saubere Luft, wollen den Zustand jedoch mit Innovation anstatt mit Verboten erreichen.“ Von Klima hat er nie was gesagt. Wenn jetzt die Presse (wie in diesem Fall) schreibt, die SVP wolle nun auch auf den grünen Klimazug aufspringen, dann hätte er bereits recht mit seiner von dir prophezeiten Aussage. Es stimmt nämlich nicht. Er distanziert sich nach wie vor wehement von der grünen Klimapolitik.
    • Lowend 14.05.2019 23:14
      Highlight Highlight Es geht ja nicht um die Luftqualität. Das wäre ein ganz anderes Thema. Hier und jetzt geht es um das Klima und da hilft einfach nur die Reduktion des fossilen Energieverbrauchs. Das dadurch die Luft besser wird, ist nur ein Nebeneffekt.

      Würde sagen eineinhalbfacher Salto mit geistiger Schraube zur Rückenlandung. Kenner aus der SVP lieben solchen sinnfreien Slapstick. Für intelligente und informierte Menschen wäre die Wertung eher ein fünffacher 🤦‍♂️🤦‍♀️🤦‍♂️🤦‍♀️🤦‍♂️
  • Der Tom 14.05.2019 17:04
    Highlight Highlight Die ganze Infrastruktur für Wasserstoff aufbauen während die grossen Autobauer sich vom Wasserstoff Antrieb verabschieden. Man sollte lieber Elektroautos und Solarenergie stark fördern. An Wasserstoff weiter forschen ist richtig aber wir brauchen JETZT saubere Mobilität nicht erst in 10 Jahren.
    • Past, Present & Future 14.05.2019 18:12
      Highlight Highlight Die Autobauer verabschieden sich nicht vom Wasserstoff. Toyota, einst Vorreiter in der heute verbreiteten Hybridtechnik arbeitet intensiv am Wasserstoffantrieb und verkauft bereits ein Modell.

    • Astrogator 14.05.2019 20:06
      Highlight Highlight Also die grossen Autobauer haben alle Wasserstoff - Autos bereits im Verkauf oder in der Pipeline. Keine Ahnung wo du deine Infos her hast.
    • Der Tom 14.05.2019 21:38
      Highlight Highlight Die grossen Automarken pröbeln schon seit vielen Jahren mit Wasserstoff rum. Geklappt hat es ganz offensichtlich nicht. Die Technologie ist sehr umständlich. Wasserstofftank, Akku, Brennstoffzellen. Wasserstoff kann nicht effizient hergestellt werden und müsste mit Tanklastwagen verteilt werden. Wasserstoff könnte für andere Anwendungen interessant sein. Für PW wohl eher nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 14.05.2019 16:53
    Highlight Highlight "(Die SVP setze vielmehr auf) eigenverantwortliches Handeln"
    Ich kriege jedes Mal einen dicken Hals, wenn man mit Eigenverantwortung kommt. Selbstregulierung ist auch so ein Wort. Die FDP und sogar die GLP tönen da ziemlich identlisch.
    Das funktioniert nicht! Vor allem beim Klima haben wir einfach keine Zeit mehr für Eigenverantwortung.
    Dieser Zug ist längst abgefahren, denn die Mehrheit schert sich zu wenig.
    • Rodney McKay 14.05.2019 17:50
      Highlight Highlight Das würde dann bedeuten, dass Alles reglementiert, reguliert, und überwacht werden muss. Ein netter Gedanke, die totale staatliche Regulierung und Überwachung .......
    • Magnum 14.05.2019 19:40
      Highlight Highlight Du Rodney, bei Haushaltsabfällen haben wir genau dies schon heute. Die Schweiz ist darum kein bisschen weniger frei. Eigenverantwortung beim Umgang mit knappen Gemeingütern ist eben ein Stuss, und ein Recht auf Verschmutzung gibt es so nicht.
    • RichPurnell 14.05.2019 19:42
      Highlight Highlight @Rodney:
      Interessant. Da spricht man davon, dass die 'Jeder kann machen was er will' Mentalität in gewissen Bereichen nicht Zielführend ist und schon kommen Leute wie du und sprechen vom totalitärer Überwachung.

      Eine Frage: Es gibt heute schon viele Regeln zu allem möglichen, viel mehr als früher. Zum Beispiel darf man nicht mehr einfach Chemikalien in Flüsse leiten. Haben wir jetzt die totale Überwachung weil man das nicht mehr darf?
      Und wenn nein, wieso darf man die Liste Umweltschädlicher Dinge die reguliert werden müssen nicht erweitern? Weil ein paar Leute gut Geld damit verdienen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 14.05.2019 16:41
    Highlight Highlight «Ich möchte aufzeigen, dass die Wirtschaft neue Technologien schafft, die dem Klimaschutz dienen, ohne dass es dafür noch mehr Regulierungen und neue Verbote braucht».

    Falsch.

    Die Wirtschaft sucht sich den günstigsten Weg. Wenn dieser gleichzeitig noch Ressourcen schont - umso besser.
    Leider ist aber der ressourcenschonenste Weg nicht immer der günstigste. Darum braucht es Vorgaben aus der Politik.
  • Ursus der Rächer 14.05.2019 16:39
    Highlight Highlight Was wohl der glorreiche Zanetti dazu meint. Der wettert zusammen mit Köppel auf Twitter andauernd gegen alles was im Verdacht steht, gut für die Umwelt zu sein.
  • redneon 14.05.2019 16:39
    Highlight Highlight ach he die "Fiala" mimimi will sich nicht anbiedern bei den Grünen und der SP...Lieber bei den Wählern anbiedern gell ☃️
  • TheRealDonald 14.05.2019 16:33
    Highlight Highlight Die Parteiprogramme der FDP und SVP sind hinsichtlich Nachhaltigkeit nichts als leere Worthülsen. Wäre ihnen das Thema wirklich wichtig, dann hätten sie längst reagiert und umgesetzt. Die Klimaerwärmung gibt es nicht erst seit Gretas Schulstreik.
    Und das Unterstützen von Wasserstoffantrieben ist ein oberbequemes Feigenblatt. Da muss man nämlich nichts tun, was jemanden verärgern oder einschränken könnte. Und wenn sich die Technologie nicht durchsetzt, kann man die Schuld für das Nichteinhalten des Wahlversprechens auf andere abschieben.
  • Brett-vorm-Kopf 14.05.2019 16:33
    Highlight Highlight Mich machen diese verlogenen, korrupten Trittbrettfahrer und Däumchendreher hässig.
  • manhunt 14.05.2019 16:29
    Highlight Highlight „privat vor staat“ oder anders gesagt: solange wir daran verdienen, bekämpfen auch wir den klimawandel, ansonsten sollen das sndere tun. komisch, war für den röschti die ganze klimadiskussion doch bisher nur eine wählerlaune, welche es für die svp nicht zu berücksichtigen galt. und jetzt plötzlich macht man doch mit, selbstverständlich nicht ohne die gegenseite schlecht zu machen. ganz nach dem motto „sehr her, wir sind wieder die einzigen, welche richtige lösung parat haben!“
  • TheRealDonald 14.05.2019 16:26
    Highlight Highlight Das ist doch Blödsinn. "Privat vor Staat" und "eigenverantwortliches Handeln" funktioniert bei diesem Thema schlichtweg nicht. Würde es das, dann sähen wir heute keine übermotorisierte, schwere Autos auf der Strasse mehr, der Flugverkehr hätte spürbar abgenommen und Ölheizungen gäbe es nur noch in alten Häusern. Die Klimaerwärmung ist schon lange bekannt und wir hätten viel Zeit gehabt, um eigenverantwortlich zu reagieren. Aber es wird mehrheitlich nicht gemacht. Also braucht es gesetzliche Rahmenbedingungen um die gesamte Bevölkerung zu einem nachhaltigen Handeln zu bringen. Leider ist es so.
  • Döst 14.05.2019 16:23
    Highlight Highlight Dass sich Politiker ausgerechnet mit H2 profilieren wollen, ist peinlich. Ich empfehle den Damen und Herren mal die Wirkungsgrade für H2 zu googeln.
    Es macht wenig Sinn Solarstrom in H2 zu wandeln, speichern, wieder verstromen im H2 Auto und dann an Elektromotor. Da bleibt von der ursprünglichen Energie fast nicht mehr übrig.
    Viiiiel besser ist Solarstrom direkt in E-Auto Batterie speichern und dann Elektromotor antreiben.
    Rösti als Vertreter der Erdölvereinigung kann ich noch verstehen: statt Benzin soll H2 getankt werden. Strom zuhause laden für E-Auto ist für Tankstellen Konkurrenz.
    • 01vinc09 14.05.2019 17:36
      Highlight Highlight Ich hab bisher gegrübelt warum er plötzlich dabei ist, jetzt versteht ichs. Dennoch bin ich auch für Wasserstoff, da er deutlich resourcenschonender ist als Batterien und grössere Reichweiten hat. Vlt stehen wir bei den Batterien kurz vor einem Durchbruch, vlt aber auch nicht. Der Wirkungsgrad ist meines Erachtens kein großes Problem. An vielen Orten der Welt haben wir nämlich jetzt schon eine Überproduktion an erneuerbarem Strom. Wir produzieren dann wenn wir Energie haben, und gleichen Schwankungen aus aus, wenn die Sonne nicht scheint. Ein Europäisches H2 Netz wäre die Lösung
    • DerHans 14.05.2019 21:55
      Highlight Highlight 01vinc09 Wasserstoff resourcenschonender? Was denken sie woraus die Brennstoffzelle besteht? Und ohne Akku fährt das H2 Auto keinen Meter. Wirkungsgrad egal? Lassen sie am Bankomat auch 100.- raus und verschenken gleich 90.-? Für H2 Produktion gibts anscheinend immer überschüssigen Strom, für BEV ist Strom immer knapp.
  • FrancoL 14.05.2019 16:21
    Highlight Highlight In der FDP gibt es Bestrebungen, den Herausforderungen des Klimawandels mit liberalen Rezepten zu begegnen. «Privat vor Staat», lautet das Motto.

    Schön dass die FDP schon ein Motto hat, das wird die Umwelt sicherlich beeindrucken und man wird die Herausforderungen es Klimawandels sicherlich damit "bodigen".

    Wir haben nun Jahre verbraten und "Privat vor Staat" walten und agieren lassen und was genau haben wir heute? Ein klar grösseres Problem.

    Mottos sind keine Lösungen!
    • manhunt 14.05.2019 16:43
      Highlight Highlight den rechtsbürgerlichen geht es auch nicht um lösungen, sondern darum an allem noch etwas zu verdienen. darum das motto „privat vor staat“.
      nur wenn sich daraus kapital schlagrn lässt, werden fdp und svp auch etwas gegen den klimawandel unternehmen wollen.
      denn lösungen sollen nicht etwa die lebensumstände aller verbessern, sie sollen in erster linie gut sein fürs eigene portemonnaie. und so wurden tatsächlich schon jahre, wenn nicht eher schon jahrzehnte verbraten.
    • FrancoL 14.05.2019 16:53
      Highlight Highlight Ja das sehe ich auch so, mit der Bemerkung dass man langfristig wohl rechnen müsste und da könnte die "wirtschaftliche" Hinhaltetaktik der rechtsbürgerlichen nicht aufgehen.

      Mit dem Motto "Privat vor Staat" lässt sich dann auch bestens alles blockieren, was irgend eine "staatliche" Komponente hat, da ist keine grosse Hilfe von den rechtsbürgerlichen zu erwarten.
  • Posersalami 14.05.2019 16:20
    Highlight Highlight Um Himmelswillen, jetzt auch noch Wasserstoff 😱 Haben diese Knallköpfe keine anderen Ideen? Genau so gut könnte man auf Fusionsreaktoren setzten. Die stehen, ähnlich wie Wasserstoff, schon in 20 Jahren wirtschaftlich zur Verfügung!

    Anstatt solche Luftnummern zu fabrizieren könnte man auch das Machbare in Angriff nehmen. Als erstes zB. EE und alles was Energie spart massiv fördern.

    Als nächstes mit EE Öl und Gas synthetisieren, damit wir bei den Gebäuden vom Fleck kommen. Anstatt zu warten das saniert wird würde ich den Leuten CO2 neutralen Brennstoff aufzwingen.
  • sägsäuber 14.05.2019 16:13
    Highlight Highlight Man kann schon lange eigenverantwortlich handeln mit mit Sonne, Wind, Wasser und Sparen. Warum tun sie das nicht?
    Und jetzt plötzlich H2-Technologie! Schon lange bekannt, aber wird vielleicht in 10 Jahren soweit entwickelt sein, dass sie klimawirksam wird.
    Unterdessen kann man die Hände weiterhin in den Schoss legen, der „Klimahype“ wird sich dann schon beruhigt haben
  • khargor 14.05.2019 16:08
    Highlight Highlight Einziger Vorteil der Wasserstofffahrzeuge gegenüber Elektroautos ist, dass die Ölindustrie sich die zentralen Vertriebswege wieder unter dem Nagel reissen kann und somit kein Risiko für sie besteht. Das Stromnetz ist nämlich schon gebaut und die Besitzverhältnisse sind schon geregelt.
    • Pryda 14.05.2019 22:55
      Highlight Highlight Deshalb setzt sich doch auch der Öllobby Rösti dafür ein.
  • wasps 14.05.2019 16:03
    Highlight Highlight Sie wollen die unabhängige und glaubwürdige Forschung unterstützen. Welche Forschung? Die Schweizer Klimaforschung kann es ja nicht sein, denn diese ist weltweit führend! In Herrliberg glaubt man aber nicht an den Klimawandel und die Wissenschaft ist eh des Teufels, da elitär. Ziemlicher Spagat, den Rösti hier versucht, auf den Boden zu bringen.
  • sheimers 14.05.2019 16:01
    Highlight Highlight Wählt keine Wendehälse, hört nicht auf Wahlversprechen. Wählt Politiker, die sich in der Vergangenheit schon zuverlässig für eure Themen eingesetzt haben. Schaut dazu die namentlichen Abstimmungsprotokolle aus dem Nationalrat an. Nur daran sieht man, wie ein Politiker wirklich handelt.
    • Nelson Muntz 14.05.2019 17:37
      Highlight Highlight Also niemanden....
    • sheimers 15.05.2019 17:43
      Highlight Highlight Wendehälse sind kleine Vögel, die ihren Kopf gerne wenden. Das tun sie nicht nur ein mal, sondern immer hin und her. Genau wie gewisse Politiker: Vor den Wahlen nach links, nach den Wahlen wieder nach rechts. https://de.wikipedia.org/wiki/Wendehals_(Vogel)
  • Heinz Schmid 14.05.2019 16:00
    Highlight Highlight Was soll jetzt bitte anders sein?
    Hat man nicht 40 Jahre vorgegeben die Eigeninitiative und privaten Bestrebungen zum Umweltschutz zu unterstützen?
    Habt Ihr wirklich das Gefühl, das geht ohne Anpassungen im Markt?
    Wie soll ein Elektrolyse-Wasserstoff Produkt aus erneuerbarer Energy jemals mit einem fossilen Wasserstofferzeugnis konkurrieren, solange das billigst aus dem Boden gewonnen wird?
    Das ist lächerliche Scheinpolitik! Es braucht Markteingriffe, Umverteilung und vor allem staatliche Investitionen, anders geht es schlicht nicht.
  • AlteSchachtel 14.05.2019 15:49
    Highlight Highlight Wenn Walter Frey seine Wasserstoff-Fahrzeuge präsentieren will und kann, schlüpfen die Hampelmänner und -frauen sofort ins grüne Mäntelchen.....

    Widersprüchlich und ohne Stolz, wie peinlich.
    • Thecaptainsolo 14.05.2019 19:09
      Highlight Highlight Jemandem der Walder Frey heisst vertraue ich aus Prinzip nicht ;)
  • Faceoff 14.05.2019 15:45
    Highlight Highlight Gute Ideen sollten willkommen sein, egal aus welchem politischen Eck. Wir sollten unser eigenes, politisches Game of Thrones unterbrechen, denn der Winter naht.
    • Dr. Zoidberg 14.05.2019 16:02
      Highlight Highlight nee, der sommer naht.

      ich habe 1987 eine semesterarbeit über einsatz und erzeugung von wasserstoff als ersatz für öl und benzin geschrieben. die ist heute noch auf dem stand der technik. 32 jahre lang ist genau nichts passiert (ok, ein bisschen brennstoffzellenforschung. aber ohne praktisch nutzbare ergebnisse.)
      lass uns mal überlegen, warum dass so ist. eventuell weil die wirtschaft keinen bock auf teure, langfristige projekte hat, bei denen am ende evtl. nix zu verdienen ist? genau! anders gesagt: ohne gesellschaftlichen zwang wird das mal grad gar nichts.
    • Fabio Haller 14.05.2019 16:14
      Highlight Highlight Eher ein erneuter Rekord Sommer😅
    • FrancoL 14.05.2019 16:17
      Highlight Highlight Wenn die Ideen mehr als Marketing daher kommen, sind sie meistens nicht tauglich oder nur für eine gelenkte ineffiziente Lösung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 14.05.2019 15:39
    Highlight Highlight Wenn sie eine anständige Klimapolitik bis 2023 durchziehen, dann würde ich sie vielleicht wählen. Für 2019 wird aber nichts daraus. Zu tief sind die Wunden, die die SVP zu Verantworten hat.
  • Neruda 14.05.2019 15:39
    Highlight Highlight Die SVP kommt dann schon, wenn den Bauern alles verdorrt!
    • "Sünneli" 14.05.2019 16:35
      Highlight Highlight Ja, aber mit der hohlen Hand.
    • sägsäuber 14.05.2019 16:36
      Highlight Highlight Aber nicht mit Lösungen sondern mit weiteren Subventionsforderungen...
  • Magnum 14.05.2019 15:34
    Highlight Highlight Fenaco und die Emil Frey Gruppe sind mit an Bord, und lanciert wird die Wasserstoff-Initiative in Hunzenschwil: Da hat's noch ein paar Berührungspunkte mehr zur SVP als nur den Auftritt vom Rösti. Der abgesehen davon wieder mit Schlagworten *argumentiert*, die auf seine eigene Partei in Sachen Migration 1:1 zutreffen: Panikmache und Verbotswahn.
    Leider kann ich in dieser Initiative nicht mehr als eine Pfläschterli-Politik erkennen, ein Feigenblatt fürs Wahljahr ohne echte Überzeugung oder Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann mit der Verschwendung und Verschmutzung.
  • Freebee 14.05.2019 15:28
    Highlight Highlight LOL: "Die Umsetzung der Erkentnisse unabhaengiger Forschung"? Und vor einer Woche hat er den Klimawandel noch bestritten? Mir scheint, fie SVP hat ihre eigene "unabhaengige Klimaforschung". LOL
  • sherpa 14.05.2019 15:28
    Highlight Highlight passt doch irgendwie zur UDC, zuerst immer gegen alles sein und wenn dann damit keine Lorbeeren gesammelt werden können, springt man auf den Zug der Andersdenkenden auf und hofft damit, doch noch einige Wähler hinter dem Ofen hervor locken zu können.
  • La Plaga 14.05.2019 15:28
    Highlight Highlight PSSST.

    Sämtlicher, aktuell, am Markt erhältlicher Wasserstoff ist ein Nebenprodukt der Ölförderung.

    Wenn Ihr wissen wollt wieso der Rösti mitmacht ;)
  • Heinzbond 14.05.2019 15:25
    Highlight Highlight Was privat vor Staat bringt hat man bei Abschaffung des verbleiten Benzin, FCKW, Einführung des Katalysator und vielen anderen Gelegenheiten sehen können...
    Privat macht nur wenn Gewinn zu erwarten ist...
  • Alice36 14.05.2019 15:23
    Highlight Highlight Wasserstoff, im Ernst? Schon mal recherchiert was es zur Produktion und Lagerung von Wasserstoff braucht? Eher nicht, Hauptsache auch noch auf den Zug aufspringen bevor er abgefahren ist.

13 Fakten über sexuelle Gewalt an Frauen in der Schweiz

430'000 Frauen – ungefähr so viele Menschen wie in der Stadt Zürich leben – wurden in der Schweiz Opfer von sexueller Gewalt. Das zeigt eine neue Studie. Diese 13 weiteren Fakten musst du darüber wissen.

Jüngere Frauen machen sich deutlich mehr Sorgen, sexuell belästigt zu werden, als ältere Frauen. Bei den 16- bis 39-Jährigen sind es 55 Prozent, bei den 40- bis 64-Jährigen 36 Prozent, bei den über 65-Jährigen 23 Prozent.

In der Schweiz kennen fast die Hälfte aller Frauen ab 16 Jahren andere Frauen, die ungewollt sexuelle Handlungen erleben mussten.

Viele Formen der sexuellen Belästigung sind weit verbreitet. Am häufigsten kommen unerwünschte Berührungen, Umarmungen und Küsse vor. 59 Prozent …

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