Schweiz
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Auns kämpft mit Slogan «Es wird eng» für Begrenzungsinitiative



Die neuen Plakate fotografieret an der Seite von Camille Lothe, Junge AUNS

Die Auns will für Begrenzung mobilisieren. Bild: KEYSTONE

Aus Sicht der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) wird es eng in der Schweiz. Sie sieht die freie Zuwanderung als Ursache etwa für steigende Mieten und überfüllte Strassen und Züge. Am Donnerstag hat sie ihre Kampagne für die Begrenzungsinitiative lanciert.

«Die Botschaften, wieso die Zuwanderung eingeschränkt werden muss, liegen auf der Strasse», sagte Werner Gartenmann, Geschäftsleiter der Auns, bei der Lancierung der Abstimmungskampagne für die Begrenzungsinitiative am Donnerstag vor den Medien in Bern. Die Begrenzungsinitiative der Auns und der SVP verlangt, dass das Freizügigkeitsabkommen mit der EU innert eines Jahres neu verhandelt wird.

Unter anderem führt die Auns Platzgründe ins Feld, weswegen sie den Slogan «Es wird eng» gewählt hat. Sie spricht von über 80'000 Menschen, die jährlich in die Schweiz einwandern, «mehr als die Einwohner der Städte Biel und Aarau zusammen».

Sandra Schneider, Stadtbielerin und 28-jährige Präsidentin der Jungen Auns, sagte, dass durch die Zuwanderung die Infrastruktur überstrapaziert werde, da diese nicht mitwachse. Doch während die freie Zuwanderung zugelassen werde, würden Infrastrukturprojekte wie der umstrittene West-Ast in Biel oder der Rosengartentunnel in Zürich abgelehnt. Mit einem Ja zur Begrenzungsinitiative könne «die Notbremse» gezogen werden.

«Unsere Regierung kniet vor der EU»

Gemäss Auns wird durch die Zuwanderung etwa auch der Wohnraum insbesondere in den Städten und den Agglomerationen knapper und teurer; Lebensräume würden «zubetoniert», die Umweltbelastung steige und die Biodiversität leide; der Freiraum schwinde, etwa auch in Freizeit und Sportanlagen; auf Strassen, in Trams und in Bahnen herrsche Dichtestress.

«Konzept hat versagt»

Neben diesen Gründen bringt die Auns auch Folgen auf dem Arbeitsmarkt vor. Camille Lothe, von der Jungen Auns Zürich, sagte mit Verweis auf Zahlen des Amtes für Arbeit und Wirtschaft des Kantons Zürich, dass vier von fünf Eingewanderten keine Arbeitnehmer seien, die den Fachkräftemangel bekämpfen würden. Es handle sich bei diesen weder um Ärzte noch um Ingenieure.

«Wir müssen der Tatsache ins Auge blicken und einsehen, dass das Konzept der Personenfreizügigkeit versagt hat», sagte sie vor den Medien. Die Schweiz brauche ein Konzept, mit dem nur diejenigen Personen ins Land kommen, die das Land brauche. Mit der Begrenzungsinitiative könne die Schweiz wieder selber bestimmen, wie viele Menschen ins Land kommen sollen und welche Qualifikationen diese mitbringen müssten.

Zudem werde gerade für ältere Arbeitnehmende die Situation zunehmend schwierig, und der Lohndruck nehme generell zu. Bei den Sozialwerken könne man eine «Milchbüchlirechnung» machen, sagte zudem Werner Gartenmann. Wenn Menschen ins Land kämen, die erst später in die Sozialwerke einbezahlten, gehe dies nicht auf.

«Regierung kniet vor der EU»

Die Auns hat sich auch die Jugend ins Kampagnenboot geholt. Die 17-jährige Gymnasiastin Stephanie Gartenmann sagte, sie kämpfe aus Überzeugung für die Begrenzungsinitiative, da sie sich um die Zukunft ihrer Generation Sorgen mache.

«Unsere Regierung kniet vor der EU», sagte sie. Der Bundesrat verkaufe die Schweiz unter Wert. Im EU-Konstrukt sehe sie aber keine Nachhaltigkeit. Der Brexit etwa zeige doch, dass etwas nicht stimme. «Gerade wir Jungen lassen uns nicht einschüchtern, weder von Bern noch von Brüssel», sagte sie.

Über die Begrenzungsinitiative wird am 17. Mai abgestimmt. Sie verlangt, dass das Freizügigkeitsabkommen mit der EU innerhalb eines Jahres neu verhandelt wird. Justizministerin Karin Keller-Sutter glaubt nicht, dass eine solche Verhandlung innert eines Jahres erfolgreich abgeschlossen werden könnte, wie sie am Dienstag gegenüber den Medien sagte.

Bei einem Scheitern der Verhandlungen müsste die Schweiz das Abkommen kündigen. Zudem träten wegen der Guillotine-Klausel alle weiteren Verträge der Bilateralen I ebenfalls ausser Kraft.

Vom Ausgang der Abstimmung hängt auch das weitere Vorgehen beim Rahmenabkommen zwischen der EU und der Schweiz ab. Nach der Abstimmung kommt für den Bundesrat der Zeitpunkt, seine Position zu konsolidieren und der EU ein Angebot zu unterbreiten. (aeg/sda)

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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • α Virginis 15.02.2020 11:28
    Highlight Highlight Offensichtlich bin ich nicht der Einzige, der AUNS regelmässig als die Bezeichnung eines - uns allen bekannten - Ringmuskels liest...
    Naja, da kannst dann sagen: "Diese Abstimmung war fürn AUNS" ;)
  • Schneider Alex 15.02.2020 05:56
    Highlight Highlight JA zur Begrenzungsinitiative: Nur heimatmüde Parteien wollen eine
    12 Millionen-Schweiz!
    In den letzten 13 Jahren wanderten 1 Million Menschen in die Schweiz ein.
    1 Million mehr Menschen bedeuten:
    • 454‘000 neue Wohnungen
    • Grünflächen im Umfang von 57‘000 Fussballfeldern neu überbaut
    • 543‘000 mehr Autos auf den Strassen
    • 789 mehr Busse
    • ca. 2 Milliarden Kilowattstunden mehr Stromverbrauch pro Jahr
    • ca. 59 Milliarden Liter mehr Wasserverbrauch jährlich

  • Influenzer 15.02.2020 00:52
    Highlight Highlight Aus den rechtskonservativen Kreisen Umweltschutz als Argument zu hören ist ebenso unglaubwürdig wie die Opferrolle die sie ausgerechnet uns als Globalisierungsgewinner und Nutzniesser einer vernetzten Welt einreden wollen.
  • SyWe 14.02.2020 16:20
    Highlight Highlight Es wird eng auf der ganzen Welt!
    Die 10mio.Schweiz schaffen wir noch!
    Die Klimaflüchtlinge sind schon unterwegs!



    Benutzer Bild
  • Geiwetschteiler 14.02.2020 12:07
    Highlight Highlight 17 Mai für mich 3 mal ja. 👍
  • Q anon = B annon 13.02.2020 16:23
    Highlight Highlight LOL
    Sorry, wenn ich es gerade so sage.
    Auns und SVP wollen mit der Begrenzungsinitiative angeblich nur die Lösen die die SVP im Parlament ja erst Verursacht! Nur aber ist diese Initiantive nicht die Lösung!
    1. Es steht wieder nicht drin, wie hoch die Einwanderung sein soll. Also weder Zahl, % noch eine Berechnung, Begrenzung = X = ist 0 bis 1 Mia!
    2. Kulturland Verlust! Okay welche Partei verhindert Aktive alle Bodeninitiativen die das Verlangen? Ja die selben die mehr Kulturland umzonen möchten!
    3. Wer bekämpft die Flankierenden Massnahmen und Mindestlohn. Die die Einwanderung Begrenzen?
  • oh snap 13.02.2020 15:28
    Highlight Highlight ASNI (Azione per una Svizzera neutrale e independente)

    Wieso auf Deutsch nicht auch zuerst neutral und dann unabhängig? 🤔
  • Der Typ 13.02.2020 15:26
    Highlight Highlight Also sind wir Ausländer schuld an unsere veraltete Infrastruktur?
  • Capslock 13.02.2020 15:09
    Highlight Highlight Dann lasst die mal "kämpfen", hat bis heute aber auch nicht gerade viel hervorgebracht, im Gegenteil, entsprechende "Aktiönli" sind stets im Nirwana verpufft
  • Neruda 13.02.2020 15:04
    Highlight Highlight Bei erhöhrter Auns Präsenz an einem Ort wird es mir auch immer geistig zu eng.
  • Kaspar Floigen 13.02.2020 15:01
    Highlight Highlight "Es wird eng"...bei diesem Anagram...Ich lache mich gerade tot
  • Dan Rifter 13.02.2020 14:01
    Highlight Highlight Hihi, Anus.

    "Das Boot ist voll" wäre punkto Gesinnung noch etwas präziser.
  • ChlyklassSFI 13.02.2020 13:36
    Highlight Highlight Ohne (A)UNS.
    • SyWe 14.02.2020 15:36
      Highlight Highlight Chlyklass sind Live voll Geil!
  • patnuk 13.02.2020 13:13
    Highlight Highlight Wie soll ich jetzt das verstehen, Einwanderer verantwortlich der Erhöhung der Mieten, heisst dies es kommen immer mehr vermögende Ausländer die sich solchen Mieten leisten können....also nicht unbedingt ausländische Arbeitskräfte, dann würde ich vorschlagen die Steuern für die zu erhöhen, ist auch effizient damit sie nicht einwandern
    • Geiwetschteiler 13.02.2020 14:15
      Highlight Highlight Nein das heisst das die Migranten in den billigen genossenschaftlichen "sozial" Wohnungen leben.
  • Magnum 13.02.2020 13:13
    Highlight Highlight Als EU-Bürger werde ich mich sogleich auf die Suche nach einem blauen Ganzkörperstrumpf mit goldenen Sternen machen, der auch mein Gesicht verdeckt. Schliesslich bin ich laut der Aktion für eine neutrale und unabhängige Schweiz (ANUS) Teil einer anonymen, bedrohlichen Masse. Seit über 40 Jahren, um genau zu sein.
  • PC Principal 13.02.2020 13:12
    Highlight Highlight Bald wird wie Bevölkerung wieder sinken. Wenn die Geburtenstarken Jahrgänge im Seniorenalter sind, übersteigt die Sterberate die Geburtenrate. Dann sind wir froh um alle, die in die AHV und die PKs einzahlen.
    • Geiwetschteiler 13.02.2020 14:18
      Highlight Highlight Migranten beginnen zu spät mit dem einzahlen und werden falls sie in der Schweiz ins AHV Alter kommen finanzielle Unterstützung benötigen.
    • PC Principal 13.02.2020 16:54
      Highlight Highlight @Geiwetschteiler: Im Durchschnitt zahlen Ausländer mehr als sie beziehen. Ein grosser Anteil kommt nur für ein paar Jahre um zu Arbeiten und gehen dann wieder in die EU.
  • chnobli1896 13.02.2020 12:53
    Highlight Highlight Im Titel zuerst Anus gelesen. Macht im Zusammenhang mit dem Slogan sogar noch mehr Sinn.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 13.02.2020 13:04
      Highlight Highlight Und ich dachte schon, dass das nur mir passiert. 😂😂
    • Geiwetschteiler 13.02.2020 14:18
      Highlight Highlight Bin dafür die Gruppe absofort nur noch ANUS zu nennen! 🤣😂👌
  • Edel Weiss 13.02.2020 12:51
    Highlight Highlight Warum lese ich diese vier Buchstaben immer in der falschen Reihenfolge?

    Da bekommt "Auns kämpft mit Slogan «Es wird eng»" schnell eine ganz andere Bedeutung...
    • RETO1 13.02.2020 17:38
      Highlight Highlight Weil du deine Reihenfolge schon auf deiner Festplatte hast
  • Kenshiro 13.02.2020 12:26
    Highlight Highlight mhhhhhh die gleichen Argumente eines Trumpels, Selfini und Bor(xit)is.

    Bin mir da nicht sicher, aber könnte es sein dass die Züge "überfüllt" sind weil wir Arbeitnehmer arbeiten gehen?

    Es wird eng.....


    • El Tirador 13.02.2020 16:06
      Highlight Highlight ne das siehst du falsch, die sind nur wegen den Ausländern unterwegs und darum so voll.
  • MarGo 13.02.2020 12:06
    Highlight Highlight ... 4 von 5 seien weder Ärzte noch Ingenieure...
    aha... ganz was Neues... und welcher Schweizer steht bitte im 3-Schicht-Betrieb vor mehreren lauten Maschinen und macht Tag ein Tag aus immer den gleichen lahmen Stuss - und das ganze für 23.59/std???
    Unsere Industrie würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, hätten wir hier nicht schlecht ausgebildete Arbeitskräfte, die den hinterletzten Job machen müssen!

    ach, was nerv ich mich... die ANUS nimmt ja zum Glück eh niemand ernst ;)
    • Geiwetschteiler 13.02.2020 14:12
      Highlight Highlight In unserem 3 Schichtbetrieb machen "den gleichen lahmen Stuss" und "den hinterletzten Job" zu 90% Schweizer.
      Finde du brauchst nicht so herablassend über die Arbeiterklasse zu schreiben.
      Und mit Sicherheit würde unsere Industrie nicht wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
      Sonst geh sie dir doch mal anschauen die Schweizer Industrie.
      Bizeli mehr Respekt bitte sehr.
    • MarGo 13.02.2020 16:59
      Highlight Highlight Das Herz hast du von mir ;)
      und ich meine das nicht despektierlich, sondern habe eine Hochachtung vor solchen Mitarbeitern, die zum Teil echt unten durch müssen... Ich seh nicht in deinen Betrieb hinein, aber habe schon etliche Betriebe gesehen und auch schon mitgearbeitet. In den Betrieben, mit denen wir zusammenarbeiten, sind zu 95% Ausländer angestellt, temporär zu diesem miesen Lohn, unter Bedingungen, die ich niemanden wünsche... (Lärm, Gestank, Hitze/Kälte)
      Und für diese Jobs finde ich keine Schweizer, die das machen würden - so sieht hier im Rheintal zumindest die Realität aus.

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