Schweiz
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Umfrage zu Europa

Schweizer ziehen Bilaterale den Kontingenten à la SVP vor

Vor bald einem Jahr hat das Schweizer Stimmvolk die SVP-Initiative zur Einführung von Zuwanderungskontingenten knapp angenommen (50,3 Prozent). Seither wird diskutiert, ob die Stimmberechtigten sich damit auch gegen die bilateralen Verträge ausgesprochen haben. 

Anhaltspunkte gibt nun eine Umfrage: Demnach würden sich 58 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der bilateralen Verträge aussprechen, wenn die Umsetzung der SVP-Initiative nicht mit diesen vereinbar wäre. 

Das geht aus einer Erhebung hervor, die das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern im Auftrag des Wirtschaftsverbands Swisscleantech durchgeführt hat. Über die Studie berichteten die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Befragt wurden rund 1200 Personen im vergangenen November, der Stichprobenfehler liegt bei 2,9 Prozent.

Die Befragten in sämtlichen Regionen befürworten diese Präferenzordnung. Nur 35 Prozent sprechen sich für die Einführung von Arbeiterkontingenten aus. Dagegen sind 52 Prozent für eine Vertiefung der Beziehungen mit der EU. (trs/sda)

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Falls nicht beides gleichzeitig möglich ist – was ist dir wichtiger?

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252 Votes zu: Falls nicht beides gleichzeitig möglich ist – was ist dir wichtiger?

  • 19%Die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative
  • 76%Die Beibehaltung der bilateralen Verträge mit der EU
  • 2%Mir egal
  • 2%Weiss nicht

Auf Facebook und Twitter geht die Abstimmung über die SVP-Zuwanderungsinitiative weiter

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.02.2015 07:19
    Highlight Highlight Auch mit solchen Gegenüberstellungen können die Mainstream-Medien die öffentliche Meinung manipulieren!
  • Donald 01.02.2015 19:00
    Highlight Highlight Die Frage ist doch, ob wir uns mit der EU gegen den Rest der Welt abschotten oder ob wir weltoffen bleiben.

    Für mich bedeutet die EU Stillstand. Da wird alles in Stein gemeisselt und es wird sich nie mehr ändern. In der heutigen Zeit kann man damit nur verlieren.
  • MergimMuzzafer 01.02.2015 17:37
    Highlight Highlight 1. Sind Umfragen des gfs-Instituts mit Vorsicht zu geniessen, wie man in der Vergangenheit gesehen hat.
    2. Sind Volksentscheide strikt umzusetzen. Sei das die MEI oder die Alpeninitiative, Initiativen müssen zwingend nach dem Volkswillen umgesetzt werden! Und in diesem Fall hier hat sich das Volk für eine Kontingentierung ausgesprochen, weshalb das auch zwingend umgesetzt werden muss, egal was die Folgen davon sein können.
    • Michèle Seiler 01.02.2015 19:07
      Highlight Highlight Auch wenn "das Volk" damit gleichzeitig über das Leben von Menschen entscheidet, die keine Stimme haben - und sich zulasten dieser Menschen ein (noch) schöneres Leben macht?

      Hoffentlich haben die gleichen Leute, die das sagen oder schreiben, auch den Mumm, um hinterher für den Schaden geradezustehen, den sie mit ihrer Entscheidung angerichtet haben.

      Alles andere ließe nicht unbedingt darauf schließen, dass sie die Reife besitzen, um solche Entscheidungen zu treffen (worauf auch anderes hinweisen kann).
    • Bowell 02.02.2015 14:10
      Highlight Highlight "Über das Leben anderer entscheiden"...Wir leben nun mal in einer Demokratie wo der rote Pass Privilegien aber auch Pflichten mit sich bringt. Wer stimmberechtigt sein will soll sich einbürgern lassen.
    • Michèle Seiler 02.02.2015 19:53
      Highlight Highlight "Wir leben nun mal in einer Demokratie wo der rote Pass Privilegien aber auch Pflichten mit sich bringt. Wer stimmberechtigt sein will soll sich einbürgern lassen."

      Japp. Aber zu den Pflichten gehört m. E., verantwortungsvoll mit der Macht, die man über Menschen hat, umzugehen ... Was man sicherlich nicht tut, wenn man die, die sich nicht wehren können (allgemeiner: Die Schwächsten der Gesellschaft) benachteiligt, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.

      Was die Einbürgerung angeht, würde ich zustimmen, wenn die Anforderungen nicht unverhältnismäßig hoch wären. Da geht's m. E. vielen weniger um Zweckmäßigkeit als um übertriebenen Nationalstolz (oder 'was Anderes) und den Versuch, Andere, vermeintlich Minderwertige, fernzuhalten - wobei ich Vernunft für unabdingbar halte, wenn kluge Entscheidungen gefragt sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sigmund Freud 01.02.2015 14:17
    Highlight Highlight Tja, blöd gelaufen Christoph. Dann musst diese verdammte Demokratie doch abschaffen.
  • TomBenZeen 01.02.2015 13:51
    Highlight Highlight ... wieso kommentiert man eine Umfrage vom gfs...? Das institut an sich ist schon ein Witz somit auch alle Artikel gefolgt von den Kommentaren... (uups, meiner ist auch einer davon...)
  • Jol Bear 01.02.2015 11:34
    Highlight Highlight Die Fragestellung unterstellt, dass die bilateralen Verträge starr und nicht verhandelbar sind. Die Personenfreizügigkeit ist nur ein Bestandteil davon. Man müsste fragen, ob die Durchsetzung der Masseneinwanderungsinitiative auch bei Abstrichen oder Zugeständnissen in andern Bereichen der Bilateralen Priorität haben soll. Wenn nämlich beide Vertragspartner, Schweiz und EU, an beidseitig stabilen Beziehungen Interessiert sind, sind Verhandlungen immer möglich. Die EU sollte beweisen, dass sie demokratische Entscheide der CH respektiert. Sie tat und wird das nämlich gegenüber ihren Problemfällen innerhalb, z.B. Griechenland, immer wieder tun, sogar unabhängig von geltenden Verträgen.
    • saukaibli 01.02.2015 13:13
      Highlight Highlight Die Personenfreizügigkeit ist in der EU in vielen Ländern hoch umstritten, nur schon deshalb wird sie bei diesem Thema niemals nachgeben. Das war aber für jeden, der ein klein wenig von Politik versteht, schon vor der Abstimmung klar. Wenn die EU der Schweiz nachgeben würde, gäbe sie den europafeindlichen Kräften in den anderen Ländern Munition für deren Ambitionen.
    • saukaibli 02.02.2015 08:09
      Highlight Highlight @ David Müller: Nein.
      Es geht ja gar nicht drum, ob ich das gut finde, was die EU macht, im Gegenteil. Ich persönlich bin gegen die Personenfreizügigkeit, finde sie aber noch das kleinere Übel als die Kündigung der Bilateralen.
      Ob die Schweiz nun in der EU ist oder nicht, hat nichts damit zu tun, ob die EU bei uns nachgibt oder nicht.

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