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Frühlingsputz bei der SVP: Toni Brunners Stellvertreter wird aus der Partei ausgeschlossen



Die SVP kommt nicht zur Ruhe. Am Donnerstagabend schloss die Waadtländer Sektion Claude-Alain Voiblet aus, weil dieser vor den Eidgenössischen Wahlen im vergangenen Herbst Vandalenakte gegen eigene Parteiplakate verübt haben soll.

Voiblet war bisher Vizepräsident der nationalen SVP. Letzte Woche teilte die Parteispitze mit, dass man ihn nicht für die Wiederwahl am 23. April vorschlagen werde – ebensowenig wie die Vizepräsidenten Luzi Stamm und Judith Uebersax.

Die Waadtländer Sektion gab den Ausschluss von Voiblet sowie von Pierre Oberson, Präsident der SVP-Sektion des Distrikts Lausanne, am Donnerstagabend nach einer Sitzung ihres Zentralkomitees per Communiqué bekannt. Die beiden seien angehört worden und mit «Beweisen» für den Vandalismus gegen die eigene Partei konfrontiert worden, hiess es.

Screenshot 24 Heures SVP-Politiker Voiblet Vandalismus

Diese Aufnahme, welche die Westschweizer Zeitung «24 heures» veröffentlichte, soll den Vandalenakt zeigen.
Bild: «24 Heures»

Verantwortung bestritten

Beide hätten die Vorwürfe zurückgewiesen und ihre Verantwortung bestritten. Das Komitee habe mit «Bedauern und Traurigkeit» festgestellt, dass eine weitere Zusammenarbeit mit ihnen nicht möglich sei. Der Ausschluss aus der SVP Waadt und ihren Sektionen sei im 16-köpfigen Gremium fast einstimmig beschlossen worden.

Für Voiblet, der massgeblich am Ausbau der SVP Waadt in den vergangenen Jahren beteiligt war, handelt es sich um einen weiteren Rückschlag in kurzer Zeit: Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die nationale SVP-Führung nicht mehr auf ihn als SVP-Vizepräsident zählt, im Herbst hatte er die Wahl in den Nationalrat verpasst. Voiblet war am Abend für die Nachrichtenagentur sda nicht erreichbar.

SVP Waadt scheint Skandale anzuziehen

Deux candidats au Conseil des Etats, de gauche a droite, Claude-Alain Voiblet et  Fabienne Despot ecoutent les questions sur scene lors de l'assemblee generale de l' Union democratique du centre, UDC Vaud, avant les elections federales 2015 ce jeudi 26 mars 2015 a Prilly, Vaud. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Als Präsidentin der SVP Waadt zurückgetreten: Fabienne Despot (hier zusammen mit Claude-Alain Voiblet). 
Bild: KEYSTONE

Der Parteiausschluss ist eine weitere Episode in einer stürmischen Zeit für die Waadtländer SVP. Vor den Wahlen kam die damalige Parteipräsidentin Fabienne Despot unter Beschuss, nachdem bekannt wurde, dass sie eine Sitzung heimlich aufnahm. Despot blieb Kandidatin bei den Wahlen, scheiterte aber und trat als Präsidentin zurück.

Michael Buffat, candidat UDC au Conseil des Etats, reagit lors du congres extraordinaire de l'UDC Vaud ce jeudi 13 aout 2015 a Noville. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Strafanzeige gegen ihn wurde abgewiesen: SVP-Nationalrat Michaël Buffat.
Bild: KEYSTONE

Für Aufsehen sorgte auch ein Vorwurf der Belästigung und Körperverletzung gegen den Waadtländer SVP-Nationalrat Michaël Buffat durch eine ehemalige Freundin. Eine Strafanzeige der Frau blieb ohne Folge. Die Staatsanwaltschaft wies sie ab, weil sie mehr als drei Monate nach den angeblichen Straftaten und damit zu spät eingereicht wurde. Buffat hatte die Vorwürfe stets bestritten und zeigte die Klägerin seinerseits an. (kad/sda)

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