Schweiz
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Türkische Spione in der Schweiz: Bundesanwaltschaft ermittelt

24.03.17, 12:35 24.03.17, 15:51


ARCHIV - ZUR MELDUNG DASS DIE SCHWEIZER BUNDESANWALTSCHAFT EIN VERFAHREN WEGEN DES BERLIN-ANSCHLAGS EROEFFNET HAT, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Sicht auf den Sitz des Departements fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport, VBS, wo auch der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) ansaessig ist, am Freitag 28. September 2012, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)..

Zentrale des Nachrichtendienst des Bundes. Bild: KEYSTONE

Die Bundesanwaltschaft eröffnet mit Ermächtigung des Bundesrats ein Strafverfahren wegen Verdachts auf politischen Nachrichtendienst. Ihr liegt der konkrete Tatverdacht vor, wonach im Umfeld der türkischen Gemeinde in der Schweiz mutmasslich Spionage betrieben wird.

Die Bundesanwaltschaft (BA) bestätigte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA eine entsprechende Meldung des Schweizer Fernsehens SRF. Die Behörde habe beim Bundesrat um Entscheid über die gerichtliche Verfolgung ersucht.

Für Schlagzeilen sorgten vor dem 16. März mehrere Ereignisse. Der «Tages-Anzeiger» hatte publik gemacht, dass es an der Universität Zürich angeblich zu Bespitzelungen von Türkei-Kritikern gekommen war. Zwei Männer sollen an einer Veranstaltung zum Thema Völkermord an den Armeniern systematisch Besucher gefilmt haben. Auch bei einem weiteren Anlass an der Universität, der Würdigung des Chefredaktor der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet», wurden anscheinend Besucher gefilmt.

Vor vermutlichen nachrichtendienstlichen Aktivitäten der Türkei in der Schweiz warnte vor zwei Wochen auch die Grüne Partei Schweiz. Sie machte einen Brief der türkischen Botschaft in Bern an die Behörden im Heimatland publik. Darin werden detailliert Bildungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen aufgelistet, welche «Aktivitäten dieser Parallelstrukturen» fördern. Gemeint sind Anhänger des Predigers Fethullah Gülen, der von der Türkei beschuldigt wird, hinter dem Staatsstreich gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stecken.

Den Verdacht auf Spionagetätigkeiten hegt auch der Urner FDP-Ständerat Josef Dittli. Er hat bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Erdogan-Kritiker in der Schweiz seien teilweise aggressiven Massnahmen ausgesetzt, begründete er die Anzeige. Sie würden physisch bedroht und wirtschaftlich boykottiert. Laut Dittli soll sogar eine E-Mail-Adresse eingerichtet worden sein, über die regimekritische Personen nach Ankara gemeldet werden können. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kuunib 24.03.2017 14:03
    Highlight Es gibt schin leute in den Niederlanden welche verfolgt werden wegen regierungskritischen Äusserungen, da liegt es nahe dass so etwas auch in der Schwiez passiert. Das verfahren ist absolut gerechtfertigt.
    29 0 Melden
  • pamayer 24.03.2017 14:03
    Highlight Erdogan hat lange Arme.
    14 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 24.03.2017 14:22
      Highlight Die US-Justiz hat auch lange Arme.
      2 2 Melden
    • Wehrli 24.03.2017 14:37
      Highlight Kurze Beine, einen kleinen Schnauz aber laaaaaange Arme ....
      4 1 Melden
    • CASSIO 24.03.2017 18:20
      Highlight lange arme oder lange finger?
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pletscher 24.03.2017 13:18
    Highlight Sind die Verantwortlichen der UNIVERSITÄT denn blind?
    9 4 Melden
    • Wehrli 24.03.2017 14:38
      Highlight Die Uni ist eine Bildungseinrichtung und hat keine Abteilung für Hysterie&Konterspionage.
      5 0 Melden
    • Ragnarok 24.03.2017 15:46
      Highlight Es ist statistisch gesehen eher unwahrscheinlich das ein Blinder Verantwortlicher von der Universität wird.
      5 0 Melden

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