Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Zecken-Saison ist eröffnet – so gehst du den Viechern aus dem Weg

Mit dem Frühling beginnt die Zeckensaison. Wer Gestrüpp und Unterholz meidet, geschlossene Kleidung trägt, Zeckenschutzmittel verwendet und sich nach einem Wald- oder Gartenaufenthalt auf Zeckenstiche kontrolliert, kann sich vor den Stichen und ihren Folgen schützen.



Zecke Zecken Zeckenbiss

Bild: shutterstock.com

Die Zecke ist vor allem im Frühling und im Herbst aktiv. Das Spinnentier braucht Blut: Wenn es sticht, kann es aber Krankheiten übertragen. In der Schweiz sind dies vor allem die Borreliose oder die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME).

Die FSME wird durch einen Virus verursacht und kann einen schweren Verlauf nehmen. Die Zecken sind nur in bestimmten Gebieten von diesem Virus befallen. Gegen die FSME gibt es eine Schutzimpfung.

Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der von Zecken übertragenen FSME mit 323 Fällen einen neuen Höchststand. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren es 191 Fälle. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres war diese Krankheit nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit erst zwei Mal registriert worden. Im mehrjährigen Vergleich ist dies eher wenig. Erfahrungsgemäss nehmen die Fallzahlen im April und Mai stark zu.

Keine Impfung gegen Borreliose

Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Sie wird durch Bakterien verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden. Häufig verläuft die Infektion unbemerkt.

ZEcken FSME-Fallzahlen Quelle: BAG

Die Statistik bis und mit 2018 Bild: Aargauer Zeitung / Mia

Versicherungsrechtlich sind die durch Zeckenstiche verursachten Krankheiten Unfälle. Die Unfallversicherer registrierten jedes Jahr rund 10'000 Fälle, teilte die Suva am Montag mit. Bei 95 Prozent der Fälle handle es sich um Borreliose, rund 5 Prozent der Fälle seien FSME-Infektionen.

Die Zeckenunfälle verursachen nach Angaben der Suva jährlich Kosten von 11.6 Millionen Franken. Mehrheitlich sind Männer betroffen. In 90 Prozent der Fälle werden die Opfer in der Freizeit gestochen. 4900 Zeckenunfälle passieren beim Spazieren, 1600 zu Hause oder im Garten, 300 beim Joggen und 900 beim Reiten, Biken oder auf der Jagd.

Mit richtigem Verhalten Stichen vorbeugen

Das Risiko eines Zeckenstichs könne schon mit einfachen Verhaltensweisen vermindert werden, schreibt die Suva. Wer Gestrüpp und Unterholz meide, streife auch keine Zecken ab.

Vier grosse Irrtümer im Winter

abspielen

Video: srf

Vor Zeckenstichen schützt auch eine geschlossene Kleidung. Ist diese von heller Farbe, werden Zecken besser entdeckt und können entfernt werden, bevor sie auf die Haut gelangen. Weiter empfiehlt die Suva, Zeckenschutzmittel für Haut und Kleider zu benutzen.

Nach einem Aufenthalt im Wald oder Garten solle der Körper nach Zecken abgesucht werden, schreibt die Suva. Falls eine gefunden werde, solle sie so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden. (aeg/sda)

Was Waldtiere machen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen

Zecken fallen übrigens nicht einfach von den Bäumen

Play Icon

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Todeszwieback 09.04.2019 10:57
    Highlight Highlight Zecken sind glaub die einzige Schöpfung die völlig sinnbefreit und fürn Arsch sind.
    • Hier könnte Dein Name stehen 09.04.2019 17:04
      Highlight Highlight Nah. Du hast die Mücken vergessen.
    • milkdefeater 09.04.2019 18:14
      Highlight Highlight Mücken?
  • outdoorch 09.04.2019 03:06
    Highlight Highlight Bin viel draussen. Obschon ich obengenannte Tipps seit Jahren beherzige, erwischen mich pro Saison 1-2 dieser Viecher - hatte bis anhin jedoch Glück und bin von einer Infiszierung verschont geblieben.

    Falls Ihr Euch einen Zeckenbiss einfängt: Bildet sich um die Bissstelle ein roter Ring - ab zu Arzt. Dies ist ein Erkennungsmerkmal für eine Borrelioseinfektion.
    • Fip 09.04.2019 18:01
      Highlight Highlight Ich habe meine Borreliosen ganz ohne Ring bekommen!
      Also auch unbedingt auf weitere Symptome achten!
  • strell 08.04.2019 19:34
    Highlight Highlight Ich wohne am Waldrand und entferne unseren Katzen pro Tag je 5-10 Zecken. Dies trotz einreiben von Arznei- und/oder Hausmittel. Ich kann die Tendenz somit bestätigen, dass dieses Jahr viele Zecken unterwegs sind.
  • laser13 08.04.2019 18:24
    Highlight Highlight Ich finde die Aufklärung zu den Gefahren und Vermeidung von Zeckenbissen ja gut aber müsst ihr dieses hässliche Titelbild jedes Jahr wieder verwenden?
  • why_so_serious 08.04.2019 16:40
    Highlight Highlight Kommt es mir nur so vor, oder wird das Thema Zecken dieses Jahr extrem gepuscht?
    • Dr. Houz 08.04.2019 17:32
      Highlight Highlight Meine mutter war vor 3 tagen im wald und 21 zeckenbisse!!!!
    • Pitsch Matter 08.04.2019 20:07
      Highlight Highlight Studiere mal die FSME-Fallzahlen Statistik. Logisch ist man besorgt.
  • Uf em Berg 08.04.2019 14:44
    Highlight Highlight Ganz einfach: Kommt in die Berge. Idealerweise Engadin, da Zecken auf dieser Höhe (1'800m) nicht vorhanden sind. :-)
    • Alphonse Graf Zwickmühle 08.04.2019 15:51
      Highlight Highlight Hahahaha...wie lange noch?
    • outdoorch 09.04.2019 03:12
      Highlight Highlight Im schönen Engadin bist Du natürlich auf der sicheren Seite.

      Aber die Scheissviecher „klettern“ immer höher. Mir sind div. Gegenden in ca. 1000 m/üM bekannt, die vor 10-20 Jahren noch zeckenfrei waren. Mittlerweile tauchen sie dort jedoch auf. Die Klimaerwärmung lässt da wohl grüssen.

Interview

Eine Schweizer App gegen das Virus? «Wir müssen alle am selben Strick ziehen»

Für Schweizer Smartphone-User wird «Contact Tracing» zum heissen Thema. Im Interview erklärt der App-Experte Mathias Wellig, worauf es ankommt.

Seit watson in der vergangenen Woche über das Potenzial von automatisiertem Contact Tracing per Smartphone-App berichtet hat, überschlagen sich die Ereignisse.

Im nachfolgenden Interview erklärt Ubique-Geschäftsführer Mathias Wellig, wie bei einer Contact-Tracing-App der Schutz der sensitiven User-Daten gewährleistet werden kann und geht auch auf Kritik von watson-Usern ein. Seine Antworten zeigen, dass vor einer Lancierung in der Schweiz grundlegende Fragen und technische Details zu klären sind.

Artikel lesen
Link zum Artikel