Die Urner Regierung hat am Montag einen Einzelwolf in Realp UR zum Abschuss freigegeben. Dieser riss in den vergangenen Tagen auf der Alp Schweig im Witenwasserntal 14 Hausziegen und überschritt damit die bundesrechtliche Schadensschwelle.
Die Schwelle gilt als überschritten, wenn ein Wolf in seinem Streifgebiet innert vier Monaten mindestens sechs Nutztiere tötet, wie die Sicherheitsdirektion am Dienstag mitteilte. Zudem müssen die Herden geschützt oder nicht zumutbar schützbar sein. Laut Amt für Landwirtschaft ist die Alp Schweig nicht zumutbar schützbar.
Die Sicherheitsdirektion hat die Abschussbewilligung auf 60 Tage befristet. Der Abschussperimeter entspricht dem Alpperimeter der Wolfrisse im Witenwasserntal. Für den Abschuss zuständig ist das kantonale Amt für Forst und Jagd.
Aktuell werden noch zehn Hausziegen vermisst, wie es weiter hiess. Auch müsse mit weiteren Übergriffen gerechnet werden. Herdenschutzmassnahmen wie die Erstellung eines Nachtpferchs auf der Alp sollen weitere Schäden verhindern.
Das Urserntal gilt als Wolfpräsenzgebiet, in dem es in der Vergangenheit bereits zu mehreren Wolfrissen kam. Zuletzt waren im Kanton Uri 2022 zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben worden. Beide Tiere konnten innert der vorgegebenen Frist nicht abgeschossen werden und entkamen den Behörden. (sda)
Das Urserntal gilt als Wolfpräsenzgebiet, in dem es in der Vergangenheit bereits zu mehreren Wolfrissen kam. Zuletzt waren im Kanton Uri 2022 zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben worden.
Den Nachtpferch wäre nicht möglich gewesen von Beginn weg aufzustellen???