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Der Mann mit den meisten Bewerbungen heisst Köbu. Wieso? Wegen der beiden Jöh-Tierli!
Der Mann mit den meisten Bewerbungen heisst Köbu. Wieso? Wegen der beiden Jöh-Tierli!
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TV-Hit «Bauer, ledig, sucht...»

Da staunt nicht nur der Köbu: Frauen sind komplizierter als Kühe!

25.07.2014, 16:3427.07.2014, 09:59

Köbu lebt mit seinen Ponys am Bielersee, backt «Züpfe» und serviert Eistee aus dem eigenen Kräutergarten. Er sagt, dass er nach Möglichkeit lieber keine «Geschminkte» wolle, und dass er auf dem Podest der Liebe nicht auf dem ersten Platz starten wolle, sondern lieber auf dem dritten, denn da gäbe es noch Aufstiegschancen. Wie entzückend ist das denn!

Cyrill aus dem Fribourgischen wiederum will keine, die bei ihm «Ferien macht», sondern eine «Stabile», die einen Französischkurs besucht, damit sie im Laden seine Würste besser verkaufen kann als er selbst. Da kuckt Christa Rigozzi aber skeptisch und findet es gar nicht «eerzig». Zur Strafe schüttet der Himmel auf Cyrill herab. Wir sind in der 10. Staffel des 3+-Hits «Bauer, ledig, sucht...». Mitten im Geranium-trifft-Kuhfladen-Dekor, aber auch mitten im aufkeimenden Herzschmerz,  im Glauben an die Erschütterung beim ersten Blick. Und daran, dass Stallgeruch der Liebeslust keinen Abbruch tun kann.

Die Christa findet ihrerseits den Ralph, dessen Hobby Säulirennen sind, wunderwunderschön, und Ralph sie auch. Aber Ralph, der selbstverständlich eine will, die erstens schön und zweitens sportlich ist, weil das die Schönheit tendenziell verlängert, ist hinterhältig und stellt eine Jessica (schön) und eine Lorena (schöner) auf die Probe: er lässt sie über einen Alpsee (am schönsten) rudern und am Alpseeufer Holz hacken, was beide nicht können, aber Lorena sieht logischerweise besser aus dabei. Wahrscheinlich geht es bei seinen Säulirennen ähnlich zu und her.

DAS wäre die wahre Romanze der Jubiläumsstaffel von «Bauer, ledig, sucht...»: Bauer Ralph mit Moderatorin Christa.
DAS wäre die wahre Romanze der Jubiläumsstaffel von «Bauer, ledig, sucht...»: Bauer Ralph mit Moderatorin Christa.
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Ralph stellt Jessica (links) und Lorena auf die Probe und will «alles an Power aus ihnen herausholen, was sie parat haben».
Ralph stellt Jessica (links) und Lorena auf die Probe und will «alles an Power aus ihnen herausholen, was sie parat haben».
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Anton findet Frauen komplizierter als Kühe und hat das Lebensmotto «alles kann, nichts muss». Bis jetzt hat er als einsamer Adler gelebt, aber jetzt seien die «Wolfstage» angebrochen, weil Wölfe Rudeltiere seien und so ein Rudel aus mindestens zwei Tieren bestehe. Er bastelt gerne Traumfänger und ist überhaupt viel sensibler als seine Cowboystiefel aussehen. 

Typische Brautschau für Bauern.
Typische Brautschau für Bauern.
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Eine Babs, die ihm zufälligerweise auch einen Traumfänger gebastelt hat, sagt, sie habe ihre «Gefühle unterschätzt», denn als sie den Anton gesehen habe, da hätte sie «mehrere kleine Explosionen» in sich gespürt, das sei «extrem intensiv» gewesen, und sie wolle den Anton unbedingt, sonst sei sie 60 und könne den Laden gleich dichtmachen. Ich glaube, das hat Anton gespürt, deshalb versucht er's jetzt mit der Iris.

Toni aus dem Wallis verrät Marco Fritsche, dass er eine möchte, die schlank sei, nicht so bullig wie seine Kampfkühe. Er ging Donnerstagnacht nach der ersten Sendung leer aus, da konnte er den Frauen noch so sehr Bergkristalle schenken, ich hab's nicht ganz begriffen, Tonis Kampfkühe sahen glücklich aus und seine Tochter auch.

Köbu schenkt Eistee aus und wählt Barbara (rechts).
Köbu schenkt Eistee aus und wählt Barbara (rechts).
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Der schwule Jeroen aus St. Gallen lächelt rätselhaft und verspricht, dass er seinem Bauern echt viel bieten könne. Er wählte dann den Kandidaten, der ihm mehr bot, nämlich den Ingo, der sang Bryan Adams für Jeroen. 

Der scheue Christian, Herr über 8000 Hühner, fand die Claudia, die wie er Schlager liebt und einen ungeheuer ambitionierten Schichtenlook-Chic präferierte, nämlich Shorts über Leggins und eine kurzärmlige Bluse über was Langärmliges. Es war, besonders neben Christa Rigozzi, ein echter Hingucker. Genauso wie Köbi, der mit der feinen Seele Köbu nichts gemein hat und schon bei der ersten Kutschfahrt seine Hände bei beiden Kandidatinnen in Richtung Schoss wandern ...

Symbolbild mit Bienen und Blüten ...
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Ein weiteres Jöh-Tierli!
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Ach, ich will's gar nicht wissen! Denn sonst verhielten sich die Männer eben alle nicht wie die Horror-Bauern von RTL, wo sich ja der Trash eines TV-Formats mit dem Dreck verkommener Höfe mischt und wo man die Jauchegrube schon beim Zusehen riecht. 

Antons Kuh ...
Antons Kuh ...
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Nein, sie waren manierlich und auch gar nicht hässlich, und ihre Gehöfte gepflegt bis blendend, aber vielleicht waren diese ja bereits das Resultat einer andern Reality-Show, einer, die sich um Notsanierungen von Häusern und das Ausräuchern von Messie-Burgen kümmert ... 

Item, die Kandidaten machten sich trotzdem ganz «ordeli», sie hatten auch alle nicht diese störrische, den Schweizern innewohnende Abneigung gegen TV-Kameras, nein, sie waren ganz organische Teile einer überwältigend üppigen und naturwundervollen Landschaft. 3+, muss ich sagen, hat einen hochbegabten Location-Scout und ebensolche Casting-Beauftragten. 

... und Antons Stiefel.
... und Antons Stiefel.
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Das war, bei aller Ballenberg- und Nationalpark-Seligkeit, die man offenbar auch ausserhalb von SRF verströmen muss, um hierzulande erfolgreich zu sein (ein Gedanke, der an sich elend genug ist), rund und gut gemachtes Fernsehen. Nette Leute, keine Langeweile, viele Jöh-Tierli und Traktoren – die Vorteile von Bauern eben – und ein Moderatorenduo, das in besonders angespannten Momenten auch mal einfach allen einen Schnaps ausschenkte. 

Und was wurde da geschmützelt am Ende! Bei Anton und Iris mit Zunge! Und so, dass die Kamera sich irgendwann von selbst schamhaft verzog. Und bei Köbu! Dem Ralph hingegen trau ich zu, dass er sich heimlich darauf freute, zuhause noch einmal den Korb mit der Kandidatinnenpost zu durchwühlen und nach einer zu suchen, die ein bisschen mehr wie Christa Rigozzi aussieht ...

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