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Gewitter, Murgänge und Überschwemmungen – hier hat es am meisten geregnet



Nach einer Serie von schweren Gewittern am Vortag ist es am Mittwoch im gleichen Takt weitergegangen. Von den Unwettern heimgesucht wurden am späteren Mittwochnachmittag die Voralpen. In der Nordostschweiz wüteten in der Nacht auf Mittwoch heftige Gewitter.

Gegen 16.30 Uhr zog es schwarz über den Kanton Schwyz auf. Heftige Regenfälle gingen nieder. Innert rund zwei Stunden gingen bis am frühen Abend 20 Notrufe ein, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die Feuerwehren mussten wegen Wassereinbrüchen in Kellern und Tiefgaragen ausrücken. In Sattel und Galgenen waren zudem Strassen überflutet.

Im Kanton Zug musste in der Stadt die Geissbodenstrasse auf den Zugerberg wegen Überflutung vorübergehend geschlossen werden, es kam zu einem massiven Murgang, heiss es in einer Medienmitteilung der Zuger Polizei. Auch die Sattelstrasse zwischen Morgarten und Sattel war wegen des Wassers teilweise unpassierbar.

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Die gesperrte Geissbodenstrasse. bild: daniel hegglin, ffz

Meteoschweiz zählte am Mittwochnachmittag 8000 Blitzeinschläge. Der Wetterdienst Meteocentrale.ch mass in Schüpfheim-Wolfgang innert zehn Minuten 20 Liter Regen pro Quadratmeter und am Napf 18 Liter. Auf der Schwägalp kamen in einer Stunde 53 Liter zusammen.

Diese Gewitter über den Voralpen waren die Fortsetzung der Unwetter, die sich bis am Mittwochmorgen entluden. Es gab viel Regen, aber kein absoluter Rekord, wie SRF Meteo twitterte.

Hier hat es am meisten geregnet

In den zwölf Stunden bis am Mittwochmorgen fielen in Meiringen im Berner Oberland 42.7 Millimeter Regen. Das war schweizweit die grösste Niederschlagsmenge. In Schaffhausen waren es 39.2 Millimeter, in Les Avants bei Montreux 35.4 Millimeter und in Bern noch 26.0 Millimeter.

Kräftige Gewitter-Regen mit Hagel gingen am Dienstagabend in Kreuzlingen nieder. Im Thurgau kam es erneut zu überschwemmten Kellern und Strassen. Die Feuerwehr war im Grosseinsatz. Nach ersten Erkenntnissen waren die Überschwemmungen regional breit gestreut.

Insgesamt seien über 80 Meldungen eingegangen, sagte Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage. Es habe eine enorm grosse Zahl an Blitzen gegeben. Diese seien teilweise in Bäume eingeschlagen. Über weitere Schäden sei im Moment nichts bekannt.

Im Kanton St. Gallen kam es in der Nacht nur vereinzelt zu Einsätzen der Feuerwehr wegen der Regenfälle, dies vor allem im Toggenburg und in Buchs im Rheintal. Das sei marginal und weniger als in der Nacht auf Dienstag, sagte der St. Galler Polizeisprecher Hanspeter Krüsi. (sda)

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