Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

10 Jahre und kein bisschen müde: Warum die Berner 031-Sprayer-Gang am Wochenende wieder Polizisten angegriffen hat

Strassenbarrikaden, Leuchtpetarden und fliegende Steine: Am Wochenende lieferten sie sich eine Strassenschlacht mit der Polizei. Auf einem Linienbus hinterliessen sie ihr Zeichen: 031. Die Gang ist seit 10 Jahren aktiv, ein Ende der Gewalt ist nicht vorgesehen – eher im Gegenteil. 



Es ist Freitagabend, kurz nach Mitternacht: Im Berner Dachstock läuten DJ Princess P's House-Bässe die Afterhour ein. Draussen auf der Strasse haben einige Vermummte Lust auf andere «Action»: Mitten im Verkehr zünden sie Feuerwerk, stoppen mittels Strassenbarrikade einen Linienbus, sprühen ihn innerhalb von Minuten mit Graffiti voll, Fahrgäste und Chauffeur wähnen sich wohl in einem vorgezogenen Halloween-Scherz. Auf der Fahrzeugseite kommen drei grosse Nummern hin: 031. Auf der Heckseite ihre wichtigste Nachricht: «Fuck the Police».

Diese werden beim Anrücken mit Flaschen und Steinen beworfen, eine Leuchtpetarde zischt in ihre Richtung, die Polizisten setzen Gummischrot ein. Zeit zum Rückzug: Die Vermummten flüchten ins Innere der Reitschule – vielleicht um ein bisschen House zu hören. 

Solche Szenen wie die vom letzten Wochenende gibt es in Bern mehrmals pro Jahr. Dahinter steckt die 031-Sprayer-Gang, die vor Gewalt nicht zurückschreckt.

Was ist 031? 

031 sind die Ziffern der Berner Telefonvorwahl und der Name einer Berner Sprayer-Gang. Der Tag 031 findet sich aber nicht nur an Fassaden, Türen und Rolläden in ganz Bern, sondern auch in anderen Schweizer Städten und im Ausland. Ausgesprochen wird der Bandenname «Null, drei, eins», nicht «nulleinunddreissig»,für die Mitglieder offenbar eine wichtige Differenzierung.

Die Gang wurde vor rund elf Jahren gegründet. Wer dahinter steckt, ist unbekannt. Auch die Grösse der Gruppe kann nur abgeschätzt werden. Die Berner Sicherheitsdirektion geht von einem inneren Kern von zwischen 10 und 20 Personen und «vielen Mitläufern» aus, sagt Direktor Reto Nause. 

Bild

«031 Crew»: Ein innerer Kern von 10 bis 20 Leuten und «viele Mitläufer».
bild: screenshot/arte webserie «5 minutes»

Was will 031?

Eigentlich vor allem eines: Sprayen, auf Mauern, lieber noch auf Züge und S-Bahnen. Im 10-Jahres Jubiläums-Video von vor einem Jahr, das ihnen eine Arte-Webserie widmete, sagt einer in breitem Berndeutsch und mit künstlich verzerrter Stimme: «Es ist gut, der Welt einen eigenen Stempel aufzudrücken.» Dabei lässt er seinen Blick vom Münster-Turm aus über die Berner Altstadt schweifen. «Meine Graffiti sollen anecken und die Leute zum Denken zwingen», sagt ein anderer «031 ist etwas das passiert und das die Leute nicht verstehen. Logisch haben sie Angst, aber ein normaler Arbeitssklave hat vor allem Angst.»

031 kämpft gegen «das System» und gegen dessen Vertreter; die Polizei. «Ich verabscheue die verlogene Demokratie in diesem Land zutiefst, in der es nur darum geht, wer am meisten Geld oder Stimmen hat», sagt ein Gangmitglied unter einer Eisenbahnbrücke in die Kamera: «Ich verabscheue die Ignoranz in der Gesellschaft, die Gier, die Habsucht, die Konsumsucht.»

Untereinander solidarisieren sich die Mitglieder, Informationen über sie dringen kaum nach Aussen. 

Bild

«Es ist gut, der Welt einen eigenen Stempel aufzudrücken.»
bild: screenshot/arte webserie «5 minutes»

Wie gewalttätig ist 031?

Der Sprecher der Produktionsfirma, die den Film über 031 gedreht hat, gab sich 2014 im Bund überzeugt: «031 ist keine gewalttätige Gang.» Dem widerspricht die Polizei. Sie bringt 031 mit mehreren gewaltätigen Delikten rund um die Berner Reitschule in Verbindung. 

Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause äussert sich gegenüber watson besorgt. Er schätzt das Gewaltpotenzial der 031-Mitglieder als «sehr hoch» ein: «Beängstigend ist, dass zunehmend der öffentliche Verkehr während dem Fahren Ziel der Attacken wird, die Angriffe auf Polizeifahrzeuge häufen sich seit längerem», sagt er. Es war der zweite Bus, der Opfer einer ähnlichen Attacke wurde. Nauser stellt fest, dass Gewalt gegen fremdes Eigentum in der Szene offenbar toleriert wird.

Dass es sich beim aktuellen Angriff um eine Vergeltungsaktion wegen zwei kürzlich in Bern verhinderten Demonstrationen der Revolutionären Jugend gehandelt haben könnte, will Nause nicht kommentieren: «Gewalt ist per se zu verurteilen», sagt er. Die Revolutionäre Jugend ihrerseits kritisierte im Rahmen der Aktionen die «unverhältnismässige Polizeigewalt». 

Ein 27-jähriges Gangmitglied wurde im März diesen Jahres verurteilt. Beim Einsatz der Polizei an einer illegalen Party, kickte er einen Polizisten in den Kopf. Die Polizisten seien «provokativ» und mit «Machtgehabe» aufgetreten, sagte er vor dem Berner Regionalgericht. Er erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten und eine unbedingte Geldstrafe von 5400 Franken. 

Ein Gangmitglied machte sich eines Mordes schuldig: Es habe sich um einen Streit zwischen verfeindeten Fangruppen gehandelt, sagte ein Mitglied 2011 gegenüber dem «Magazin».

Wie hält es die Reitschule mit 031?

Jüngst ging es bergauf mit dem Verhältnis der Berner Reitschule und der Stadt. Stadtpräsident Alexander Tschäppät und eine Studie lobte den Dialog. Dass die Angreifer aber nach vollendeter Tat immer wieder in der Reitschule Schutz finden, stört das Verhältnis. 

Sicherheitsdirektor Nause würde sich von der Reitschule eine klare Abgrenzung zu den 031 erhoffen. «Das ist bis jetzt noch nie passiert», sagt er, «entweder hat man die Situation nicht unter Kontrolle oder man schaut nicht so genau hin.»

Wahrscheinlich ist eher letzteres der Fall. Aus dem Reitschule-Umfeld ist ein widersprüchliches Verhältnis zu 031 zu vernehmen: Die konstruktiven Reitschüler lehnen die Gewalt ab, die ideologischeren heissen die linken Anliegen von 031 gut. Die Reitschule ist basisdemokratisch organisiert, sich auf eine gemeinsame Haltung zu einigen, scheint schwierig. 

Auf eine Anfrage von watson reagierte die Reitschule nicht.

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

68
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • So en Ueli 03.11.2015 15:53
    Highlight Highlight Ach diese Jungchen mögen unser System nicht? Vielleicht hilft ein Standortwechsel. Es gibt Länder in der sich freiheitsliebende Menschen sehr wohl fühlen können und nicht von einer lästigen Staatsmacht drangalisiert werden, weil dort keine existent ist. Was ich ausserdem auch nicht verstehe, ist das die Polizei bei solchen halbstarken nicht härter eingreift. Das Paradoxe an 031 ist, dass sie mit ihrer Freiheit, die Freiheit ihrer Mitmenschen beeinträchtigen.
  • Darkside 03.11.2015 14:56
    Highlight Highlight Das sind nur dumme Kinder. Wie genau sich das System (oder irgendwas anderes) ändern wird wenn sie eine Zahl irgendwohin sprayen kann keiner von denen erklären. Mich stören die Sprayereien überhaupt nicht, aber die Begründung dafür ist einfach nur lächerlich.
  • Buebi 03.11.2015 12:00
    Highlight Highlight Was ich nie verstehen und nachvollziehen kann und will, ist die selbstverständliche Anwendung von Gewalt. Es gibt/gab genügend Persönlichkeiten auf der Welt die ohne jegliche Gewalt das "System bekämpft" haben. Die hatten überhaupt keine demokratischen Rechte. Und haben es dennoch geschafft. Nehmt euch verdammt nochmal an denen ein Beispiel. Nutzt das Demokratische System zu euren gunsten. Das kann man nämlich. Die Möglichkeiten sind da. Man muss sie aber auch nutzen. Und das ist halt mit grösserem geistigem und zeitlichem Aufwand verbunden als Gewalt anzuwenden.
    • Buebi 03.11.2015 18:03
      Highlight Highlight Grundsätzlich gebe ich dir recht. Ich meinte allerdings explizit Körperliche Gewalt. Jeder von denen hat seine eigenen Beweggründe sich gegen das "System" aufzulehnen. Hier geht es definitif nicht um das Gemeinwohl. Sondern es werden die eigenen interessen in den Vordergrund gestellt. Kleines, wenn auch weit hergeholtes Beispiel: es hat ca. Sieben jahre gedauert bis in Kandersteg die Bewilligung zum Bau der Freeridestrecke erteilt wurde. Aber sie wurde schlussendlich, nach langem Kampf gegen das "System" erteilt. Steter Tropfen höhlt den Stein.
    • Buebi 04.11.2015 06:40
      Highlight Highlight Da hast du natürlich recht.
      Allerdings liegt genau dort der Hund begraben. Auf Hass Missgunst und Gier mit körperlicher Gewalt oder auch Sachbeschädigung zu reagieren verfehlt das Ziel Meilenweit. Das wird von den Bürgern eines Landes wie der Schweiz nie Akzeptanz finden.
    • Pius C. Bünzli 04.11.2015 11:03
      Highlight Highlight Vielfach geht die Gewalt auch von der Polizei aus. Wie wir wissen erzeugt Gewalt Gegengewalt.
  • Tropfnase 03.11.2015 08:56
    Highlight Highlight Und die Menschen im Bus, wissen auch nicht was jetzt passiert! Was wen Jemand einen Infarkt, Hirnschlag oder Schock erleidet? Auf Ambulanzen wurden ja auch mehrfach Steine geworfen? Was ist mit dem Flüchtling der erst grad der Hölle entfloh und sich nun wider in Lebensgefahr sieht? Dem Busfahrer der auf die Nachtschicht nicht verzichten kann weil er Familie hat?
  • Tropfnase 03.11.2015 08:39
    Highlight Highlight 20 Vermummte greifen einen Bus an, ob Waffen im Spiel sind kann man nicht ausschliessen(Nacht/Nebel) Tja in jedem anderen europäischen Lande wäre Terroralarm ausgelöst worden! Kosten des Grosseinsatzes zu Handen dieser Spassvögel, kann auch mit ein paar Jährchen im Knast abgesessen werden. 😎
  • samy4me 03.11.2015 00:54
    Highlight Highlight Zerstörte Schaufenster sind echt unnötig, da attackieren die kleinen Leute oft noch einen kleineren Mann. Graffiti jedoch sind eine Bereicherung in dieser immer graueren Welt, Kunst ist ja immer relativ und Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Eigentum ist übrigens auch Relativ, wieso soll irgendjemand einen Flecken besitzen, welcher auf dem selben Planet liegt auf dem Du oder ich leben, was rechtfertigt Grenzen? Soll doch jeder Schmieren wie und wo er will.
    • goschi 03.11.2015 06:11
      Highlight Highlight Nein, innerhalb einer geregelten Gesellschaft ist Eigentum nicht relativ, wieder nur eine faule Ausrede.
  • samy4me 03.11.2015 00:39
    Highlight Highlight Was ist den Vandalismus? Seine Message soll doch jeder verbreiten, auch wenn's nur ein Graffiti ist. Das Problem stellen doch nicht die Sprayer dar, sondern die, die sie bekämpfen. Und wer Farbe auf Fahrzeugen
    mit Gummischrot bekämpft, hat jeglichen Bezug zu einer Freien Gesellschaft verloren. Es wird mit etwas Farbe keinem Menschen auf dieser Welt geschadet, keinem wird weh getan, niemandem. Organe wie die Polizei gehören in diesem Rahmen bekämpft, lieber 1'000'000 Schmierereien als eine gekaufte Plakatwand.
    • Louie König 03.11.2015 10:09
      Highlight Highlight Ich stimme dir im Grossen und Ganzen zu, vor allem bei der Aussage, dass Farbe keinem Menschen schadet. Wenn aber Flaschen und Steine und was weiss ich alles geworfen wird, in der Absicht jemanden zu verletzen, dann wird Gummischrot vertretbarer.
      Ich finde es schade, dass das Sprayen immer noch so kriminalisiert wird, obwohl es grossartige Werke gibt. Städte könnten ein wenig Farbe reinbringen, wenn schon alles aus Stahl und Beton und grau ist.
    • kunubu 03.11.2015 11:22
      Highlight Highlight Habe letzens bei uns einen Zug gesehen, der war ein echtes Kunstwerk. Wohl nicht besprayt aber offensichtlich von den SBB so in Auftrag gegeben. War wirklich gut anzusehen.
    • Louie König 03.11.2015 11:32
      Highlight Highlight @kunubu: Genau solche Aufträge meine ich. Oder öffentlich Wände, irgendetwas...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Heiri 02.11.2015 22:35
    Highlight Highlight Ich find ein schönes Grafitti ab und zu auf einem Zug nicht schlimm. Wenn sie dann noch so nett sind und die Fenster etwas auslassen. Was ich aber nicht ausstehen kann, ist das einfache "taggen", welches überhaupt keine Kunst und Bereicherung im Alltag für mich darstellt.
  • UncleHuwi 02.11.2015 22:02
    Highlight Highlight lost in translation
  • kunubu 02.11.2015 21:58
    Highlight Highlight «Ich verabscheue die verlogene Demokratie in diesem Land zutiefst, in der es nur darum geht, wer am meisten Geld oder Stimmen hat» «Ich verabscheue die Ignoranz in der Gesellschaft, die Gier, die Habsucht, die Konsumsucht.»
    Ich kann die Ohnmacht die sich hinter diesen Worten verbirgt und sich in den genannten Aktionen entlädt irgendwie verstehen. Es ist teilweise wirklich schwer zu ertragen wie unbekümmert wir konsumieren und die Folgen ausblenden. Schöne Kleider, neuestes Smartphone, Essen ohne Ende, während es ganz vielen Menschen auf der Welt beschissen geht.
    • el_chef 02.11.2015 22:17
      Highlight Highlight und deshalb beschädigt man fremdes eigentum? zudem können solche aussagen nur von gescheiterten kommen, die es nicht verkraften können
    • goschi 02.11.2015 22:17
      Highlight Highlight Du relativierst, verharmlost und verteidigst die Falschen, die von dir vorgebrachten Ideale sind kein Beweggrund der angesprochenen Vandalen, höchstens Ausreden.
    • kunubu 02.11.2015 22:50
      Highlight Highlight Ich habe gesagt, dass ich es teilweise verstehe, nicht dass ich es gut finde (wichtiger Unterschied!). Ich habe beim Lesen der Kommentare einfach festgestellt, wie sehr sich alle ereifern und auf die Idioten schimpfen, ohne dass versucht wird zu verstehen warum das passiert. Ist übrigens das gleiche mit den Rechtsextremen. Es ist einfach sie in eine Ecke zu stellen und zu beschimpfen. Konstruktiver wäre sich mit den Gründen zu beschäftigen und sich zu überlegen wo bei der genannten Kritik etwas dran ist. Aber populistische Schwarzweiss-Malerei ist sicher einfacher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • philipp meier 02.11.2015 21:54
    Highlight Highlight nur bei einer form von gewalt drückt herr nause beide augen zu: bei struktureller gewalt. in unserer gesellschaft haben schlicht nicht alle die gleichen chancen.

    und zu den tags (ich weiss, ich wiederhole mich;): auch werbung und v.a. firmenlogos sind quasi reviermarkierungen von grossen playern unserer marktwirtschaftlich geprägten gesellschaft (und deren penetrante präsenz könnte auch als visuelle gewalt ausgelegt werden).
    ich finde es bedenklich, wenn nur diejenigen mit ihren messages im öffentlichen raum präsent sein dürfen, die viel kohle hinblättern.
    • goschi 02.11.2015 22:04
      Highlight Highlight Nein, das ist, auch zum wiederholten male, einfach nicht das gleiche.

      es wäre dann vielleicht ähnlich, wenn die Werbung ohne Erlaubnis und hässlich einfach so auf ihr Auto geklebt werden würde, oder an ihre Haustüre.
    • philipp meier 02.11.2015 22:12
      Highlight Highlight @brandbeschleuniger: ähm, wie kommst du denn darauf? wenn du meinen kommentar nochmals (etwas aufmerksamer;) liest, dann wirst du feststellen, dass ich mich noch mit keinem wort zu 031 geäussert habe.
      du darfst mir jedoch gerne vorwerfen, dass ich die aktionen von 031 dazu benutze, um auf mögliche schwachpunkte in unserem gesellschaftssystem hinzuweisen. aber dann musst du auch den kritikern von 031 vorwerfen, dass sie deren aktionen dazu benutzen, um ihre sicht der dinge unter die leute zu bringen.
    • philipp meier 02.11.2015 22:18
      Highlight Highlight @goschi: kannst du dir vorstellen, dass leute werbung per se hässlich finden? ist es einer demokratie würdig, dass einfach diejenigen ihre politischen messages verbreiten können, die genug kohle haben? haben frauenbilder in der werbung keinerlei einfluss auf magersucht oder sonst welche komplexe? ein tag an meiner hausfassade ist schlimmer als das werbeplakat vor meinem wohnzimmerfenster?
    Weitere Antworten anzeigen
  • felixJongleur 02.11.2015 21:07
    Highlight Highlight 1up
  • Statler 02.11.2015 19:47
    Highlight Highlight "Das System" ist sicher total beeindruckt von diesen Aktionen und wird sich, angesichts des enormen Drucks, bestimmt in absehbarer Zeit selbst auflösen.
    Vielleicht aber auch nicht...
    • samy4me 03.11.2015 00:47
      Highlight Highlight Genug beeindruckt, dass jede Stimme welche sich gegen dieses System auflehnt, mit Verboten und Repression mundtot gemacht wird.
    • Statler 03.11.2015 09:34
      Highlight Highlight @beide: natürlich soll man es nicht einfach hinnehmen. Aber man bringt die Leute nicht dazu, einem zu zu hören, indem man ihre Spielzeuge kaputt macht.
      Und @samy4me: Du kannst hier (und an vielen anderen Orten) Deine Stimme erheben, ohne Repression zu fürchten oder mit Verboten zu rechnen, oder irre ich mich da?
    • kunubu 03.11.2015 23:44
      Highlight Highlight :D naja bei Kindern funktioniert das mit dem Spielzeugentzug schon recht gut. Die sind dann ganz Ohr!
  • goschi 02.11.2015 18:53
    Highlight Highlight Aha, meine Hauswand, die meiner Nachbarn, die Schaufenster des Quartierladens um die Ecke und die Kinderzeichnungen der KiTa nebenan zu beschmieren ist also "Kampf gegen das System"?

    na danke euch Deppen...

    Meine toleranz gegenüber solchen Deppen und deswegen gegenüber allen Sprayern ist mittlerweile gen Null tendiert, meine Freundlichkeit der Reithalle gegenüber wird auch immer geringer, ich bezweifle, dass ich bei der nächsten Abstimmung noch für deren Erhalt stimmen werde, dafür zu danken ist den radikalen Elementen wie den 031ern.
    • revilo 02.11.2015 21:22
      Highlight Highlight klar verstehe ich deinen unmut. sicher sind solche aktionen ärgerlich für sie. mir stellt sich jedoch die fragen, wo genau das problem liegt bei sprayerein. wenigstens wird dadurch die welt etwas bunter.
    • goschi 02.11.2015 21:35
      Highlight Highlight Das Problem?
      Beschädigung von fremdem Eigentum ist immer ein Problem, ich sehe da nicht ein, dass ich das dulden sollte, egal mit welcher Begründung.


      und Bunt?
      wir sprechen mehrheitlich von solchem Schund, keinen achso hippen tollen Graffitis an schlichten Betonfassaden, nein, es geht mehrheitlich um gepflegte Wohnhäuser die verschandelt werden...

      Darf ich ihr Auto verkratzen mit der Begründung "macht es doch nur interessanter", oder ihre Wohnung versauen mit "etwas Abwechslung reinbringen", Sachbeschädigung ist Sachbeschädigung.
      Benutzer Bild
    • nilu98 02.11.2015 21:44
      Highlight Highlight @revilo: ein schwarzer 031 Schriftzug soll die Welt bunter machen? Waren Sie überhaupt schon mal in Bern?
      Wen sie sich beim Sprayen wenigstens ein bisschen Mühe geben würden...;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yolo 02.11.2015 17:56
    Highlight Highlight Wieder eine grossartige Leistung der Vorwahldeppen aus Bern. Bin das ewige Katz und Maus spiel leid, ich bin sogar soweit das Anliegen der SVP - die Reitschule zu schliessen - zu unterstützen. Es ist wirklich schade und traurig, dass ein solch kulturell wertvoller Ort durch solch Chaoten stückweise zerstört wird.
  • samy4me 02.11.2015 17:41
    Highlight Highlight «Gewalt ist per se zu verurteilen» So, so Herr Nause, ausser es handelt sich natürlich um Polizisten die Gummi und Pfeffer in die Menge feuern. Zeit dass es diesem verlogenen Heuchler an den Kragen geht.
    • dnsd 02.11.2015 18:45
      Highlight Highlight Wer in der CH Gummi und Pfeffer abkriegt, hat es nicht anders gewollt...
    • samy4me 02.11.2015 20:07
      Highlight Highlight Jo logo, gegen Rassismus und Hass zu demonstrieren, gehört mit ner Ladung Pfeffer bestraft.
  • elmono 02.11.2015 17:36
    Highlight Highlight Wohlstandsgeschwüre. Kein Bock was aus sich zu machen, lieber allen anderen die Schuld für das eigene Versagen und die eigene Orientierungslosigkeit geben. Ziemlich einfach so durchs Leben zu schländern und heute leider viel zu verbreitet. 0 % Schulabschluss, 3 Bier Vormittags, 1 kümmerliches Leben
    • kunubu 02.11.2015 23:41
      Highlight Highlight Und für keinen fünfer weiter studiert...
    • samy4me 03.11.2015 01:04
      Highlight Highlight Ach echt? Ich habe einen Job, auch wenn ich hin und wieder verpenne. Trotzdem sehe ich das Ganze nicht so, obwohl ich weder versagt habe, noch im Leben komplett gescheitert bin.

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

Die Diskussion dauert noch nicht einmal fünf Minuten, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga trotz Mikrofon von lauten Buh-Rufen aus dem Publikum übertönt wird. Rund 400 interessierte Zuhörer haben sich im Zentrum Bärenmatte in Suhr eingefunden, als Notlösung haben die Veranstalter spontan zusätzliche Stühle im Foyer aufgestellt.

Die Besucher sind überwiegend männlich und weisslichen Hauptes. Die Arme verschränkt, die Mundwinkel unzufrieden nach unten geformt. Die Stimmung im Saal ist bereits …

Artikel lesen
Link zum Artikel