Schweiz
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Flavia Kleiner, Co-Praesidentin Operation Libero, links, Laura Zimmermann von der Operation Libero, rechts, und die NR-Kandidaten, Nicola Forster, GLP-ZH, zweite-links,.Sophie Buchs, CVP-GE, dritte-links, Ursula Troisio, BDP-ZH, Mitte-links, Gerhard Andrey, Gruene-FR, Mitte, rechts, Vera Stiffler, FDP-Graubuenden, dritte, rechts, Arber Bullakaj, SP-St. Gallen, zweite-rechts, fotografiert waehrend einer Medienkonferenz von Operation Libero ueber die ueberparteiliches Wahlprojekt, am Freitag, 28. Juni 2019 im Casino Platz in Bern . (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Co-Präsidentinnen der Operation Libero, Flavia Kleiner (ganz links) und Laura Zimmermann (ganz rechts) mit dem nationalen Team der «Wandelwahl»-Kampagne (Juni 2019). Bild: KEYSTONE

Streit um einen Fragebogen – hat die Operation Libero «Kandidaten gekauft»?

Die «Wochenzeitung» zitiert aus einem vertraulichen Papier der Operation Libero. Das Dokument soll angeblich aufzeigen, wie sich die Organisation im Gegenzug für eine 1,5 Millionen Franken schwere Wahlkampagne Kandidaten für ihre politischen Ziele einspannt. Die Liberos wehren sich gegen die Vorwürfe.



Die Kampagne

Im Rahmen ihrer Kampagne «Wähle den Wandel» unterstützt die Operation Libero 41 Nationalratskandidatinnen und -Kandidaten in 11 Kantonen. In ihrem Wahl-Appell ruft die Operation Libero die Wählerinnen und Wähler dazu auf, ihre Stimme den «fortschrittlichen Köpfe aus verschiedenen Parteien» zu geben, welche die «Blockade» der vergangenen Legislatur zu überwinden helfen würden. Denn in den vergangen vier Jahren habe in Bern eine «Koalition der Verhinderer» regiert. Inhaltlich geht es bei der Kampagne um die Kernthemen der Operation Libero wie Europa, Bürgerrechte oder die «Ehe für alle». Aber auch Forderungen zu Themen wie der Altersvorsorge oder den Kampf gegen den Klimawandel gehören dazu. Zur Wahl empfohlen werden je sieben Kandidierende von der SP und den Grünen, sechs von der GLP, neun FDP-Politiker, acht von der CVP und vier von der BDP.

Der Vorwurf

In einem am Donnerstag erschienen Artikel berichtet die «Wochenzeitung» (Woz) über ein vertrauliches Papier. Die Zeitung schreibt von «einer Art Vertrag», in dem sich die Kandidierenden zu vorformulierten Positionen bekennen müssten, um im Gegenzug Werbung finanziert zu erhalten. Das Fazit der «Woz»: «Die Operation Libero versucht, KandidatInnen zu kaufen.»

Den unterstützen Politikern sei ein Kampagnenbudget von 1,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt worden. Die Wochenzeitung wirft die Frage auf, ob das Vorgehen der Operation Libero verfassungswidrig sei. Schliesslich verpflichtet Artikel 161 der Bundesverfassung verpflichtet die Parlamentsmitglieder, «ohne Weisungen» zu stimmen. Gegenüber der «Woz» sagt der Basler Verfassungsrechtler Markus Schefer zwar, Artikel 161 werde nicht verletzt, allerdings widerspreche das Vorgehen der Grundidee des Instruktionsverbots.

Auf Twitter schossen sich infolge des «Woz»-Artikels insbesondere Vertreter der SVP auf die Operation Libero ein. Nationalrat und Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel etwa stellte den Korruptionsvorwurf in den Raum, andere SVP-Vertreter schrieben von einem «Spendenskandal» oder «Verrat an der Schweiz». Die SVP selber gibt grundsätzlich keinerlei Auskünfte über ihr Budget und die Herkunft von Geldern bei Wahl- und Abstimmungskämpfen.

Die Verteidigung

Am Donnerstagnachmittag veröffentlicht die Operation Libero eine Stellungnahme auf Twitter und stellt das in der «Wochenzeitung» zitierte vertrauliche Papier auf ihrer Website online.

Bei dem Dokument handele es sich nicht um einen Vertrag «und am allerwenigsten um ein Instrument zur Gleichschaltung der vielfältigen, persönlichen Meinungen und Haltungen unserer Kandidatinnen und Kandidaten», sagt Laura Zimmermann, Co-Präsidentin der Operation Libero, zu watson. Mit dem Fragebogen habe man herausfinden wollen, welche Kandidatinnen und Kandidaten politische Werte hätten, welche den Inhalten der Operation Libero entsprechen.

Laura Zimmermann, Co-Praesidentin Operation Libero, lanciert den Abstimmungskampf gegen die No Billag Volksinitiative mit einer Fahne, am Dienstag, 5. Dezember 2017, in Bern. Die Volksabstimmung ueber die No Billag Initiative  findet am 4. Maerz 2018 statt. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Laura Zimmermann, Co-Präsidentin der Operation Libero, wehrt sich gegen Vorwürfe. Bild: KEYSTONE

Zimermanns Einschätzung wird auch von Mark Balsiger weitgehend geteilt. Er ist Politikberater in Bern und hat schon bei mehreren Abstimmungskampagnen fürs gleiche Lager gekämpft wie die Operation Libero, etwa bei der Schlacht gegen die Selbstbestimmungsinitiative. Ein Mandat für die Operation Libero hatte er aber noch nie. «Was die Operation Libero macht, tun Verbände und Gewerkschaften schon seit Jahrzehnten», relativiert Balsiger.

«Natürlich begibt sich ein Kandidat immer in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis, wenn er durch eine Organisation unterstützt wird», so Balsiger. Dies gelte auch, wenn diese Unterstützung nur indirekt über Wahlempfehlungen und Inserate erfolge und nicht direkt durch Wahlkampfspenden. Doch die politischen Inhalte der «Wandelwahl»-Kampagne der Operation Libero seien relativ allgemein gehalten und offenbar nicht bindend. Dafür habe keiner der ausgewählten Kandidierenden seine politischen Überzeugungen verraten müssen.

Das sagen die Kandidierenden

Die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri wird von der Operation Libero zur Wahl empfohlen. Dass Verbände und Organisationen Fragebogen an Politiker verschickten, um herauszufinden, wer ihre politischen Positionen teile, sei ein normaler Vorgang, sagt sie auf Anfrage von watson Und auf die Ergebnisse dieser Fragebogen stützten Verbände ihre Wahlempfehlungen ab. Sie werde beispielsweise auch vom Aargauer Lehrerverband unterstützt.

Yvonne Feri, Nationalraetin AG, von der SP Schweiz orientiert an einer Medienkonferenz ueber die Reformorientierte Plattform der SP Schweiz zur Praesentation

SP-Nationalrätin Yvonne Feri. Bild: KEYSTONE

Nur weil sie eine Mehrheit im Fragebogen erwähnten Positionen von Operation Libero teile, mache sie sich dadurch nicht käuflich: «Weder habe ich meine Positionen jener der Operation Libero angepasst, noch erhalte ich Spendengelder für meine Wiederwahl.» Sie habe bei einigen Fragen mit «Nein» oder «eher Nein» geantwortet, wo sich ihre Positionen von denen der Operation Libero unterscheide: «Ich unterstütze beispielsweise keine schrittweise Erhöhung des Rentenalters» sagt Feri.

Ähnlich tönt es bei der grünen Nationalrätin Aline Trede, Nationalrätin aus dem Kanton Bern. Sie habe den Fragebogen der Operation Libero gemäss ihren politischen Überzeugungen ausgefüllt, sagt Trede, Teil des «Wandelwahl»-Teams im Kanton Bern. Sie habe teilweise inhaltliche Differenzen zu den im Fragebogen festgehaltenen Positionen der Operation Libero. Dies habe sie offen mitgeteilt. Sie teile aber die grundlegenden politischen Inhalte der Kampagne.

Die Finanzierung

Den Vorwurf, die Operation Libero habe sich Kandidaten gekauft, weist Co-Präsidentin Laura Zimmermann entschieden zurück: «Es fliesst kein Geld an die Kandidierenden.» Die Kampagne basiere auf der Übereinstimmung zwischen der Operation Libero und den Kandidierenden «in wichtigen Punkten für die Zukunft der Schweiz», so Zimmermann.

Die grüne Nationalrätin Aline Trede stellt ebenfalls in Abrede, von der Operation Libero gekauft worden zu sein: «Ich reagiere äusserst sensibel auf potenziell heikle finanzielle Unterstützung und lehne Spenden ab, bei denen ich ein schlechtes Gefühl habe», sagt die Bernerin. Bei der «Wandelwahl»-Kampagne sei von Anfang an klar gewesen, dass kein Geld von Operation Libero an die Kandidaten fliesse, sondern der Verein lediglich im Rahmen seiner eigenen Kampagne Wahlempfehlungen ausspreche. Auch SP-Frau Yvonne Feri betont, dass sie keine Spendengelder für ihre Wiederwahl erhalte.

Aline Trede, GP-BE, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 24. September 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Nationalrätin Aline Trede von den Grünen. bild: KEYSTONE

Die von der «Woz» genannten 1,5 Millionen Franken für die «Wandelwahl»-Kampagne seien eine sehr ambitionierte Zielgrösse, so Laura Zimermann von der Operation Libero: «Aber wir mögen ambitionierte Ziele». Das Zielgrösse sei aktuell noch nicht erreicht. Gemäss der Website der Operation Libero sind derzeit lediglich 26'000 Franken für die Wandelwahl-Kampagne eingegangen. «Bei Wahlen sitzt das Geld bei potenziellen Spendern sehr viel weniger locker als bei Abstimmungskampagnen», so der Kommentar von Politikberater Mark Balsiger, der gar von einem «sehr ambitionierten» Ziel spricht.

Über die Herkunft der Spendengelder will die Operation Libero Mitte September mit einem Zwischenstand informieren. Dabei werden Grossspender über 10'000 Franken namentlich genannt, geringere Beiträge summarisch aufgelistet. Die Finanzierung der Kampagne setze sich aus Crowdfunding und Spenden von Privatpersonen zusammen, so Zimmermann.

Die Erfolgsaussichten

Das Ziel der Kampagne ist es gemäss Laura Zimermann, im Parlament «mehr progressive Politikerinnen und Politiker zu haben, die zu überparteilichen Zusammenarbeit bereit sind». Von den 41 unterstützten Kandidierenden sitzen sieben bereits im Parlament: Nebst Aline Trede und Yvonne Feri sind dies SP-Nationalrat Eric Nussbaumer (BL), die Grüne Sibel Arslan (BS) CVP-Nationalrat Philipp Kutter (ZH) und die GLP-Nationalräte Beat Flach (AG) und Kathrin Bertschy (BE).

Der Politologe Mark Balsiger.

«Leerformel»: Politikberater Mark Balsiger über die «Wandelwahl»-Kampagne der Operation Libero. Bild: zvg

Politikberater Mark Balsiger bezweifelt, ob es die Operation Libero schafft, dank ihrer Kampagne ihr wohlgesinnte Kandidierende in den Nationalrat zu bringen. Neben den sieben Bisherigen hätten maximal vier «Wandelwahl»-Kandidatinnen und Kandidaten realistische Wahlchancen. Im Zentrum seien nicht alleine die Wahlaussichten gestanden, sondern vor allem die Inhalte, entgegnet Laura Zimmermann «Es ist uns darum gegangen, auf die vielen progressive Kandidierenden aufmerksam zu machen, gerade auch auf Junge und auf Frauen.»

Ein Argument, das Mark Balsiger nicht gelten lässt. «In aller Klarheit: Die ‹Wandelwahl› ist eine Leerformel», meint er. Aus diesem Grund sei er überrascht gewesen über das grosse mediale Echo, welches die Operation Libero mit ihren «Wandelwahl»-Kandidatenteams erzielt habe.

«Chancenland»: Die Operation Libero unterstützt 6 Kandidaten

Laura Zimmermann von Operation Libero

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74
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    Alle Leser-Kommentare
  • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 30.08.2019 09:53
    Highlight Highlight Aha. Und ein SVP-Fraktions-Mitglied ist nicht an einen Beschluss gebunden? Und kann frei entscheiden? Was passiert wohl, wenn jemand anders (öffentlich) abstimmt? Oder gar eine Bundesratswahl annimmt?
    Erst vor der eigenen Türe wischen, bevor man andere beschuldigt!
  • NotWhatYouExpect 30.08.2019 08:04
    Highlight Highlight Bin immer noch dafür, dass alle die in der Politik Ihre einkommen usw. öffentlich für alle einsehbar machen müssen.

    Nur so kann man als wähler sehen wer von wem was bekommt.
  • wasps 30.08.2019 07:41
    Highlight Highlight Jene, die nun laut Korruption trompeten o0der twittern sind auch jene, die seit Jahr und Tag gegen die Offenlegung der Finanzierung der Parteien sind. Das sagt alles.
  • Die_Wahrheit 30.08.2019 06:58
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Natürlich 30.08.2019 02:00
    Highlight Highlight Verstehe die Aufregung nicht ganz.
    Weder bin ich ein Fan dieser Organisation noch vertrete ich Ihre Positionen, aber dieses Vorgehen mit den Fragebögen ist doch vollkommen legitim.

    Ich frage mich, ob die Top-Kommentare und Ihre „Herzler“ überhaupt den ganzen Artikel gelesen haben oder direkt bei Köppels-Twitter Eintrag Schnappatmung bekommen haben und dann ihren Kommentar verfassten...
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 30.08.2019 07:24
      Highlight Highlight Ich bin zwar deiner Meinung: das ganze ist harmlos.
      Anderen Meinungen aber einfach zu unterstellen, sie hätten den Artikel nicht gelesen, zielt auf Personen, statt andere Meinungen ernst zu nehmen und selber besser zu argumentieren.
    • Revan 30.08.2019 10:02
      Highlight Highlight Merci, dachte es ginge nur mir so. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht ganz. Ist es denn etwas anders als das was die Parteien, Verbände und andere politische Vereine seit je her machen? Sprich einen Kandidaten der ihre Ansichten vertritt unterstützen? Nur dass diese Parteien wohl nie publik machen würden um wieviel Geld es geht....
  • Twinleaks 30.08.2019 00:14
    Highlight Highlight Wir sollten alle 4 Jahre die Mandate der Politischen Mitwirkung (Legislative) verlosen. Die durch Zufall Bestimmten hätten die Aufgabe, konkrete kurz- und mittelfristig bedeutende Aufgabenstellungen zu lösen. Für die langfristigen Herausforderungen gäbe es noch immer das Gefäss der Exekutive.
    • bebby 30.08.2019 21:53
      Highlight Highlight Aber das ist doch gerade umgekehrt: die Legislative kümmert sich um die Grundlagen und die Exekutive ist fürs Tagesgeschäft da, basierend auf den Gesetzen der Legislative. Sonst landen wir in der Tyrannei.
  • Troxi 30.08.2019 00:03
    Highlight Highlight Die SVP gibt keine Auskunft zur Finanzierung. Tja, dumm nur, dass die Finanzierung von 2007 inzwischen geleakt ist. Es ist relativ komplex aufgebaut und deswegen wird es schwierig mit den auf den Tisch bereitliegenden Vorschlägen zur Transparenz, effektiv aufdecken zu können. Ein Coup der Republik:
    https://www.republik.ch/2019/07/05/wahlkampf-millionen-auf-bestellung
  • D(r)ummer 29.08.2019 23:00
    Highlight Highlight Da stimme ich Köppel (für einmal) zu.

    • Nick Name 29.08.2019 23:07
      Highlight Highlight Ehm. Nach dem Lesen des Teils im Beitrag oben, der nach der Köppelstelle kommt, ist das aber nicht mehr möglich.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 30.08.2019 07:25
      Highlight Highlight @Nick Name: selbst wenn wir beide Köppel nicht zustimmen, bestimmst nicht du, welche anderen Meinungen möglich sind.
    • D(r)ummer 30.08.2019 09:34
      Highlight Highlight Naja, gut... war nicht mehr so ganz frisch.

      Man lernt nie aus.

      Die OL bleibt mir aber immernoch unsympathisch weil es da einige EU-Turbos dabei hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nüübächler 29.08.2019 22:53
    Highlight Highlight Nun kann man nur hoffen, dass von diesen Kandidaten niemand gewählt wird.
  • Smacun 29.08.2019 22:50
    Highlight Highlight Typisch, die Linke (hier in Form der WOZ) schiesst gegen die Mitte und schlussendlich profitiert davon nicht die Linke, sondern die SVP...
    • Platon 29.08.2019 23:28
      Highlight Highlight @Smacun
      Hä? Die SVP wehrt sich doch immer gegen Transparenz. Die Linke hat gerade die SVP dazu gebracht sich für Transparenz einzusetzen.
    • sowhat 31.08.2019 09:06
      Highlight Highlight @Platon:nur bei den Ändern. Doch nicht bei sich selbst ; )
  • Shlomo 29.08.2019 22:45
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wie sich Grüne und Linke mit der klar neoliberalen Operation Libero einlassen können.
    • Daniel Caduff 30.08.2019 11:19
      Highlight Highlight Das glaub ich Dir sofort, dass Du das nicht verstehst. Ich erklärs Dir: Linke und Grüne sind meistens auch gesellschaftsliberal. Stichworte wären z.B. Ehe für Alle, liberale Asylpolitik oder Legalisierung von Cannabis. Aber auch z.B. das Thema Klimawandel, etc.

      Bei all diesen Themen sind sich Linke, Grüne und Liberale einig.

      Und der gemeinsame Gegner lautet bei all diesen Themen? Genau. SVP.

      Wenn jetzt Operation Libero ihren Teil dazu beiträgt, dass bei vielen links-liberalen Themen neue Mehrheiten möglich werden, ist das selbstverständlich im Interesse von linken und grünen Wählern.
    • Shlomo 30.08.2019 12:40
      Highlight Highlight Gerade beim Thema Klimawandel ist Operation Liber aber überhaupt nicht auf Linie der SP und der Grünen sonder wohl eher der FDP angesiedelt.
      Und das hochstilisieren der SVP als gemeinsamen Nenner finde ichgeline gesagt Mumpitz, da sie SVP auch nur 30% Wähleranteil hat und nur mit Hilfe der FDP und deshalb mit der neoliberalen Ideologie wie sie auch bei der Operation Libero vertreten wird eine politische Macht hat. Ergo ist Operation Libero nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems.
    • Daniel Caduff 30.08.2019 13:11
      Highlight Highlight
      (2/2)



      Durchsetzungsinitiative

      Selbstbestimmungsinitiative

      Erleichterte Einbürgerung von Ausländern

      Volksinitiative für Ehe und Familie

      NoBillag

      Revision Waffenrecht (Schengen)

      .

      .

      .





      Schau doch mal nach, wie die Parolen von Linken, Grünen und der OL zu diesen Vorlagen waren. Dann schau nach, wie die Parolen der SVP zu diesen Vorlagen waren. Und dann schau nach, wie die Abstimmungen ausgegangen sind.





      Wenn Du es dann immer noch nicht verstehst, melde Dich einfach!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zahlenheini 29.08.2019 22:37
    Highlight Highlight Als ob es sonst anders laufen würde. Wer sich gegen den Mann vom Herrliberg widersetzt, der wird sofort abgekanzelt.
    Und wie im Artikel steht: bei Gewerkschaften läuft es ähnlich.
    Die Ironie dieser Geschichte ist, dass Köppel einen WoZ-Artikel hochstilisiert 😂
    • /dev/null 29.08.2019 22:53
      Highlight Highlight Bisschen whataboutism!? Danke Watson für den tollen Artikel!
  • Doppelpass 29.08.2019 22:35
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht. Wenn ich jemanden empfehle, will ich wissen wofür er steht.
    Kein Vergleich mit den Verwaltungsratsmandaten und geheimen Grossspenden. Da bestehen Abhängigkeiten.
  • ströfzgi 29.08.2019 22:34
    Highlight Highlight "Zur Wahl empfohlen werden je sieben Kandidierende aus der SP und den Grünen, sechs von der GLP, neun FDP-Politiker, acht von der CVP und vier aus der BDP."

    Ist doch ziemlich deutlich. Wieso wird in den Kommentaren auf die SVP gehackt? Nebelpetarden?
  • Turicum04 29.08.2019 22:25
    Highlight Highlight Wichtig ist:
    Es dürfen nur linke Frauen gewählt werden um den Klimawandel sofort zu erzielen! Zudem müssen uneingeschränkt Schutzsuchende in die Schweiz geholt werden. Auch eine Umverteilung des Kapitals ist nennenswert. Die Wirtschaft darf auf keinen Fall mehr gefördert werden.
    Das ist linke Politik!
    • Nick Name 29.08.2019 22:50
      Highlight Highlight Komme nicht draus: Weder ironisch noch unironisch passts. Was sollte nun die direkte Aussage sein?
    • Manuce 30.08.2019 00:09
      Highlight Highlight Nein, das ist nicht linke Politik sondern Ihr Hirngespinst.
    • DomKi 30.08.2019 01:45
      Highlight Highlight So wie es aussieht, versucht diese Bewegung die Schweiz möglichst schnell und heftig in die EU zu kicken. Und da ist doch ganz klar, dass ganz wenige davon profitieren werden, ich lebe in Spanien und ich weiss wie das abgeht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 29.08.2019 22:21
    Highlight Highlight Nie im Leben kriegt die OL mit ihren Kleinspendern 1.5 mio. CHF zusammen. Wie dem auch sei... Die ganze Geschichte dünkt mich ein Sturm Wasserglas. Die OL meldet sich ja bereits zu weit mehr Themen als Aussenpolitik. Wenn die Politiker „gekauft“ wären, würden sie bei den meisten Themen dieselbe Position vertreten. Das ist ja klar nicht der Fall? Geht auf Smartvote und schaut nach.
  • Helios 29.08.2019 22:17
    Highlight Highlight "Auf Twitter schossen sich infolge des «Woz»-Artikels insbesondere Vertreter der SVP auf die Operation Libero ein."

    Gerade Vertreter der SVP sollten erst selbst mal Transparenz schaffen, bevor sie den Mund zu voll nehmen.
    • The oder ich 29.08.2019 23:46
      Highlight Highlight Ist, so ganz unter Pfarrerstöchtern und vor allem Söhnen, ja gar nicht nötig: an wessen Tropf die SVP hängt, weiss ja eigentlich jede/r, es ist einfach nicht offiziell
  • Gordon Blue 29.08.2019 22:17
    Highlight Highlight Interpretiere ich das falsch oder ist das Ganze tatsächlich nur warme Luft? lch frage mich, was die WOZ sich dabei überlegt hat, aus so dünnem Material, einen vermeintlichen Skandal fabrizieren zu wollen.
  • Nick Name 29.08.2019 21:51
    Highlight Highlight Danke für die Klärung. Das ist Journalismus.

    Und dann kommt der jahrzehnteerfahrene Journi und Chefredaktor Köppel und trötet auf Twitter drauflos.
    Wer kann den immer noch ernst nehmen?
    Und vor allem: Warum?
    • KoSo 30.08.2019 10:46
      Highlight Highlight Fakt ist doch, so wird die SVP zum Opfer...
      entweder da die anderen alle gekauft sind oder weil jetzt alle auf sie losrennen!

      sehr gute Taktik und darum sollte man Köppel doch ernst nehmen.

      cool wäre jetzt ein geleaktes SVP Dokument, das mal über deren Finanzierung informiert und Klarheit schafft.
      also liebe SVP Politiker die Zugang dazu haben und Klärung wollen, sendet eure Dokumente ein, jetzt ist eure Zeit!
    • MarGo 30.08.2019 11:38
      Highlight Highlight oder alle sehen Köppels infantile Taktik und lachen herzhaft über ihn und seine intransparente Partei... Ernst nehme ich ihn schon lange nicht mehr...
      aber du hast recht - die SVP könnte das zu ihrem Vorteil nutzen... werden sie aber nicht...
      dä papi will sicher nöd, dass uschunt, wieviel er sine jünger und jüngerinne amigs zuästupft...
    • Platon 30.08.2019 12:01
      Highlight Highlight @Nick
      Leider haben sie den zweiten Kommentar von Sharky nun auch gelöscht. Jedenfalls war Blochers Internettrupp in dieser Kommentarspalte unterwegs, sonst wäre Goldjunge nicht der beliebteste Kommentator. Sieh mal unter Goldjunges Kommentar, da werden SVP- und Blocherkritische Kommentare weggeblitzt als gäbe es keinen Morgen mehr. Das passt überhaupt nicht zu Watson. Ob du es glaubst oder nicht, die Blitz/Herz-Ratio scheint den Rechten wirklich wichtig zu sein. So viel zu Sharkys Aufregung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • supremewash 29.08.2019 21:35
    Highlight Highlight Unterstützung von Politikern durch Organisationen und Verbände hier. Keine Transparenz bei Parteifinanzierung dort. Listenplätze gegen Bares da.
    Wer jetzt aufschreit, hat Wissenslücken. Oder blinde Flecken wie WOZ und Köppel.
  • Da Fü 29.08.2019 20:35
    Highlight Highlight Dass und Das ist halt nicht easy, egal welche Operation .
  • *sharky* 29.08.2019 20:04
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • *sharky* 29.08.2019 20:03
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 29.08.2019 20:02
    Highlight Highlight Ich verstehe das so, dass die Operation Libero abklärt, welche Positionen sie den Kandidaten in der Kampagne zuordnen darf 🤷‍♂️
  • circumspectat animo 29.08.2019 19:59
    Highlight Highlight Ich muss mich entschuldigen die Operation Libero ist wohl doch nicht so Links wie ich das im Kopf hatte.

    (An die Redaktion: Man kann meinen Vorherigen und diesen Kommentar auch gleich löschen)
  • Peter R. 29.08.2019 19:52
    Highlight Highlight Und so was nennt sich Libero! Diese Organisation ist einfach nur eine einzige Scheinwerbung - so was brauchen wir in unserer Politikwelt nicht.
    • Nick Name 29.08.2019 22:53
      Highlight Highlight Warum «eine einzige Scheinwerbung»?
    • sa5 30.08.2019 04:13
      Highlight Highlight Warum Scheinwerbung ?

      Scheinwerbung weil sich die Gruppierung einen jungen, weltoffenen, liberalen, freiheitlichen, unverkrampften, multikulturellen etc. Anschein gibt. Aber mit den ältesten und abgelutschesten Themen der FDP unterwegs ist.

      Schon der Name Operation Libro ist der reinste Ettikettenschwindel.

      Für Flavia Kleiner und Laura Zimmermann scheint der Ausdruck "Postergirl des Neoliberalismus" passend zu sein.

    • Helios 30.08.2019 12:04
      Highlight Highlight Eine angehende Politikerin des Kalibers Flavia Kleiner als Postergirl zu verunglimpfen, zeugt nicht gerade von viel Sachverstand.

      Im Gegensatz zu allen anderen Versuche von Parteien und Verbänden, die SVP und ihre Kampagnenmaschinerie zu stoppen, war nur die Operation Libero wiederholt erfolgreich.

      Wenn die politischen Gegner der Operation Libero, und das war bislang eigentlich nur die SVP mit ihrer destruktiven Verhinderungspolitik und Unfähigkeit zur politischen Gestaltung, die Zeichein der Zeit noch immer nicht deuten können, dann kann das der Mehrheit der Schweiz nur recht sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 29.08.2019 19:43
    Highlight Highlight Ich stimme ja durchaus nicht mit allem von Libero überein, sie haben halt einen gewissen bildungsbürgerlich-privilegertierten Stallgeruch.

    Aber sie halten der SVP immer wieder perfekt einen Spiegel vor:
    SVP: "Transparenz der Politikfinanzierung? Auf keinen Fall!" Kurz danach: "Wer finanziert die? Etwas Soros?!? Skandal, dass man das (angeblich) nicht weiss!"

    Oder in diesem Fall etwa der Vergleich mit den diversen Verbänden, die seit Jahrzehnten gleich verfahren.
    • The Count 29.08.2019 22:42
      Highlight Highlight Empfinde ich genauso, ÖL bietet einen gesunden Gegenpol zur SVP.

      Guter Beitrag Watson, Recherche und Neutralität, Bravo!
  • häxxebäse 29.08.2019 19:38
    Highlight Highlight Kann mir jmd das problem dabei erklären?
    Ist bei jeder partei so: wer nicht parteikonform ist, wird nicht unterstützt. Blocher hat nicht nur die kandidaten gekauft, sondern gleich noch die medien dazu. Oder versuch mal bei der sp mittig zu sein à la mario fehr...
  • sa5 29.08.2019 19:33
    Highlight Highlight Hier kann man in Zeitlupe betrachten wie Plutokratie im Entstehen begriffen ist.
  • Das dritte Auge 29.08.2019 19:32
    Highlight Highlight Dank an die Redaktion für die Recherche. Hatte schon immer Zweifel an diesem Kuhhandel.
    • satyros 29.08.2019 21:18
      Highlight Highlight Nicht vergessen: Die Recherche stammt von der WoZ.
    • emilybrontë 29.08.2019 23:04
      Highlight Highlight Hä? Recherchiert hat hier ja vor allem die Woz-Redaktion und Watson relativiert die Vorwürfe eher. Woz abonnieren!! (Und Watson Werbung zulassen! Ich möchte beide nicht missen, dem Dank schliesse ich mich nämlich schon auch an, so allgemein!)
  • S.Potter 29.08.2019 19:29
    Highlight Highlight Jetzt ist auch klar welche Politiker meine Stimme nicht bekommen.
  • Goldjunge Krater 29.08.2019 19:24
    Highlight Highlight Das sind die von Economie-Suisse bezahlten Frauen oder? Schräge Organisation..
    • Astrogator 29.08.2019 20:19
      Highlight Highlight Schräg oder nicht, seit Blocher eine ganze Partei gekauft hat und Kandidaten und ganze Kantonalsektionen rauswirft wenn es ihm nicht passt ist das wohl "salonfähig".

      Und irgendwie lustig, dass die SVP die sich dezidiert gegen Transparenz bei Parteienfinanzierung stellt das nun als Skandal empfindet.
    • Majoras Maske 29.08.2019 22:00
      Highlight Highlight Mit irgendwas muss die SVP ja noch auffallen...
    • Platon 29.08.2019 23:26
      Highlight Highlight @Goldjunge
      Die SVP ist doch diejenige Partei, die sich gegen Transparenz stellt? Schräge Partei...
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