Schweiz
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Biggest Loser: Das sind die grössten Verlierer (und Gewinner) der Wahlen 2019

Wenn das Volk panaschiert und kumuliert, kommt es auch zu strahlenden Siegenden und enttäuschten Verlierern. Eine Auswertung über die grössten Kantone und alle Listenplätze hinweg zeigt: Die Top- und Flop-Kandidierenden der Wahlen 2019 kommen aus der gleichen Partei.



Aargau

Top

Bild

bild: cvp-aargau.ch

Die absolute Gewinnerin im Aargau ist die Ökonomin Sarah Wiederkehr. Sie kandidierte ursprünglich auf Platz 15 auf der CVP-Liste des Bezirks Zurzach. Wiederkehr machte ganze 13 Sitze wett und erreichte den zweiten Platz. Für den Nationalrat reichte es jedoch nicht.

Flop

Bild

bild: cvp-aargau.ch

Wegen Wiederkehrs Aufstieg stürzte Parteikollege Marijan Detelic dafür ab. Der Betriebsökonom, der auf der gleichen CVP-Liste kandidierte, fiel ganze 12 Plätze zurück.

Zur Auswahl der Kantone

Bei der Auswahl der Kantone haben wir uns auf die grösseren Kantone mit mehr als neun Nationalratssitzen beschränkt. Die Aussagekraft der Auswertung ist grösser und die Auf- und Abstiegsmöglichkeiten bei längeren Listen ist grösser. Zürich ist der Kanton mit den meisten Nationalratssitzen (35). Es liegt daher rechnerisch auf der Hand, warum die schweizweiten Gewinner und Verlierer aus dem Kanton Zürich kommen: Bei 35 Listenplätzen waren die Auf- und Abstiegschancen viel höher als in einem kleineren Kanton wie beispielsweise St. Gallen, der 12 Nationalräte nach Bern schickt.

Bern

Top

Bild

bild: be.gruenliberale.ch

Jubeln über ihr Resultat am Wahlsonntag konnte Bettina Knellwolf. Die Berner Projektleiterin von Start-Ups liess ganze 22 Listenplätze hinter sich und wurde von Platz 23 der Liste «Grünliberale KMU» auf den ersten Platz katapultiert. Für den Einzug in den Nationalrat hat es aber nicht gereicht.

Flop

Bild

bild: bdp/info.ch

Einen herben Dämpfer einstecken musste dafür der Koch Sandro Cantieni. Er rutschte von Platz 4 der Liste der Jungen BDP auf Platz 24 zurück.

Genf

Top

Bild

bild: eag-ge.ch

Grosse Platzgewinnerin im Kanton Genf war die Fotografin Ariane Arlotti. Ursprünglich war sie auf Platz zwölf der Liste «Ensemble à Gauche – Parti du Travail». Arlotti machte ganze acht Listenplätze gut und landete auf Platz vier. Für Bern reichte Arlottis Resultat jedoch nicht.

Flop

Bild

bild: verts-ge.ch

Weniger gut lief es für Didier Bonny. Der Lehrer fiel von Platz vier der Liste der Grünen auf Platz neun zurück.

Luzern

Top

WAHLEN 2019 - NATIONALRAT - KANTON LUZERN - Albert Vitali (bisher), FDP. (KEYSTONE/Parteien/Handout) === HANDOUT, NO SALES ===

Bild: PARTEI

Das beste Resultat im Kanton Luzern erreichte der Freisinnige Albert Vitali. Er kandidierte auf Platz neun der FDP-Liste machte aber acht Plätze gut und wurde als Folge auch in den Nationalrat gewählt.

Flop

Nationalratskandidatin Fabienne Brauchli und Nationalratskandidat Martin Huber, von links, waehrend der Delegiertenversammlung der FDP Luzern am Mittwoch, 17. April 2019, in Rickenbach. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Viatli siegte auf Kosten der Finanzabteilungsleiterin Fabienne Brauchli. Sie war ursprünglich auf Platz eins der Luzerner FDP-Liste platziert, wurde jedoch vom Wahlvolk auf Platz acht zurückgestrichen.

St. Gallen

Top

Bild

bild: cvp-sg.ch

Sieger im Kanton St. Gallen war der Geschäftsführer Andreas Widmer. Er kandidierte für die CVP auf Platz 12, machte aber am Wahlsonntag ganze zehn Sitze gut. Den Nationalratssitz schnappten ihm aber dennoch andere CVPler weg.

Flop

Bild

bild: cvp-sg.ch

Weniger zu jubeln hatte Raphael Mösch. Der Unternehmer kandidierte auf der Liste der Jungen CVP und fiel ganze elf Listenplätze zurück. In der Pole-Position gestartet, landete er auf dem zwölften Platz.

Zürich

Top

Bild

bild: junge grünliberale

Nicht nur grosse Gewinnerin im Kanton Zürich, sondern auch schweizweit war Rahel Zingg. Die Redaktorin machte am meisten Listenplätze gut. Zingg kandidierte auf Platz 33 für die Jungen Grünliberalen und schaffte es bis auf den zweiten Platz nach vorne. Sie machte also sage und schreibe 31 Listenplätze gut. Für den Nationalrat reichte das beste Resultate schweizweit trotzdem nicht.

Flop

Bild

bild: junge grünliberale

Auch der schweizweite Verlierer kommt aus dem Kanton Zürich. Wangdü de Silva, ebenfalls Kandidierender auf der Liste der Jungen Grünliberalen, verlor 27 Listenplätze. Der Kampagnen-Koordinator aus Lindau rutschte vom sechsten auf den 33 Platz zurück.

Der Wahlsonntag in Bildern

Wahlen 2019 – SVP steht als Verliererin da

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • I_am_Bruno 31.10.2019 19:45
    Highlight Highlight Ihr immer mit Euren Stock-Fotos ;-)
  • techiesg 31.10.2019 13:24
    Highlight Highlight Naja, das ist eine komische Auswertung- sorry. Die Listenplatzierung hat nicht in allen Kantonen Auswirkung auf das Resultat. Daher: unbrauchbare ‚Rangliste‘ die ihr hier erstellt habt.
    Zudem: Frau Zingg hat auch nur gewonnen (schweizweit) weil der Kt ZH die grössten Listen (meisten NR-Mandate) hat... also nicht wirklich relevant. Oder?
  • Serge Künzli 31.10.2019 13:16
    Highlight Highlight Wahlen sind grausam. Hut ab vor den Politiker*innen für ihren Mut. Gewählt werden ist ja schön und die positiven Emotionen gehen hoch. Abgewählt werden ist die Hölle. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken, was diese Menschen psychisch durchmachen ist nicht zu beschreiben. Meiner Meinung nach sollte man abgewählten Volksvertreter*innen eine Abfindung in Höhe von ca. Fr. 300 000.– zahlen. Mit diesem Geld könnten sie sich auffangen und neu positionieren.
    • MacB 31.10.2019 14:07
      Highlight Highlight Bist du es, Claudio Zanetti?
    • DemonCore 31.10.2019 15:11
      Highlight Highlight Und denen die gar nicht gewählt worden sind zahlen wir dann 600'000?

      Kreativ. Aber doch dumm, die Idee.
    • Serge Künzli 01.11.2019 00:27
      Highlight Highlight Nein, die Idee ist nicht dumm. Schmerz muss gelindert werden, sonst breitet er sich in der Gesellschaft aus. Das ist nicht gut. In einer Demokratie ist es wichtig, dass die Menschen glücklich sind. Auch die Politiker. Geld ist ja da. Geld kann heilsam sein.
  • DerewigeSchweizer 31.10.2019 12:58
    Highlight Highlight Spannend, gar dramatisch, wie hier "Sieger" und "Verlierer" zelebriert werden.

    Z.B. Bettina Knellwolf, «Grünliberale KMU», wurde auf den ersten Platz katapultiert!!!
    ... Für den Einzug in den Nationalrat hat es aber nicht gereicht ... Eine wirklich grosse Siegerin.

    Die echten Sieger waren von vornherein klar
    (vielleicht deshalb solche Artikel, um diese Wahrheit zu übertünchen):
    SIEGER ist die Grosspartei SVP/FDP/CVP, mit ihren unterschiedlichen Strömungen.
    Und weil die SPS auch bürgerlich ist, ist auch gesichtert, dass alles beim alten bleibt in unserem Land.

    Verlierer? Die Demokratie.
  • Black Cat in a Sink 31.10.2019 12:18
    Highlight Highlight Was geschah mit Mörgeli?
    • Cash 31.10.2019 19:36
      Highlight Highlight Er fiel von Listenplatz 15 auf Platz 20 zurück
  • rodman 31.10.2019 11:20
    Highlight Highlight Das ist eine Zürcher Eigenart mit dem Listenplatz. In Luzern war die Listenplatzierung noch nie ein Faktor für die Wahlchancen. Die FDP LU präsentiert die Kandidaten traditionell alphabetisch. Viele andere Parteien tun dies ähnlich.

    Sollte Watson eine andere Meinung haben, würde mich Ihre Meinung interessieren, warum die FDP LU die bisherigen systematisch seit Jahrzehnten in die Mitte oder gar zuunterst auf der Liste "rückstuft".
  • MacB 31.10.2019 11:02
    Highlight Highlight Ich bin ehrlich: ich hab schadenfreudig nach Zanetti gesucht...
    • P. Silie 31.10.2019 16:06
      Highlight Highlight 😉 vermutlich 95% der Kommentatoren hier erging es ähnlich
  • adam gretener 31.10.2019 10:51
    Highlight Highlight Es ist zwar bitter, aber Nationalratswahlen sind für die meisten Wähler zu komplex. Eine Liste unverändert einwerfen, das geht gerade noch.
    • PeteZahad 31.10.2019 11:03
      Highlight Highlight Offensichtlich ist es eben nicht zu komplex, sonst gäbe es die "Rutscher" im Beitrag nicht in dem Ausmass.
    • Magnum44 31.10.2019 11:11
      Highlight Highlight Oder man möchte eine Partei einfach maximal unterstützen. In vielen Kantonen wird sowieso nur 1 Person pro Liste im NR sitzen, da kann man sich die Veränderungen auch sparen.
    • satyros 31.10.2019 13:47
      Highlight Highlight Wer eine unveränderte Liste einwirft, hat den Proporz und das Wahlsystem schon mal nicht schlecht verstanden. Besser jedenfalls als jene, die z.B. einfach die 20 obersten bei der Smartvote-Auswertung aufschreiben. Panaschieren bringt eigentlich nur etwas, wenn man ganz spezifische Kandidatinnen und Kandidaten anderer (nahestehender) Listen, die realistische Wahlchancen haben, deren Wahl aber nicht sicher ist, aufschreibt. Ansonsten verschenkt man einfach Listenstimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grosnaldo 31.10.2019 10:48
    Highlight Highlight Hey ich habe noch nichts von einem Swissxit mitbekommen 🤣 Wurde die Schweiz auf 6 Kantone reduziert?
  • ubu 31.10.2019 10:47
    Highlight Highlight Komische Auswahl von Kantonen ...
  • bokl 31.10.2019 10:43
    Highlight Highlight Darum niemals auf einem geraden Listenplatz kandidieren, wenn du nicht zum Panaschieropfer werden willst.
    • gupa 31.10.2019 13:40
      Highlight Highlight Musst du mir mal erklären :)
  • Howard271 31.10.2019 10:42
    Highlight Highlight Finde das ein seltsame Auswertung. Nicht überall wird nach „Rangfolge“ bei den Listen gewählt. Wenn ein Bisheriger auf Platz 9 ist und diese alphabetisch zusammengesetzt ist (wie zB die FDP LU), dann ist ein Vorrücken auf Platz 1 nicht weiter erstaunlich oder „top“.

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