Roger Federer dreht die Zeit zurück und schlägt Weltnummer 12 im Training
Da war sie wieder, diese wunderschöne Rückhand entlang der Linie von Roger Federer. Gegner Casper Ruud hat keine Chance, an den Ball heranzukommen. Wie in alten Zeiten zeigte sich der 44-jährige Baselbieter in Melbourne und liess die Tennisfans in Erinnerungen schwelgen. Doch war es nur ein Trainingsmatch, das Federer und die norwegische Weltnummer 12 in der Rod Laver Arena zeigten.
Oh, Roger 😍
— #AusOpen (@AustralianOpen) January 16, 2026
That backhand down the line will never get old 💫 pic.twitter.com/FAD8yOiQi9
Während sich Ruud auf das am Sonntag beginnende Australian Open vorbereitet, steht Federer morgen Samstag wieder auf dem Platz in Melbourne. Gemeinsam mit Andre Agassi, Lleyton Hewitt und Patrick Rafter spielt er dann bei der Eröffnungszeremonie ein Exhibition-Match.
Aber zuvor beglückte Federer die Fans am Australian Open mit einem öffentlichen Training. Und das wollte sich kaum jemand entgehen lassen, wie das volle Stadion zeigt. Die rund 45-minütige Session wurde per Livestream in die Welt übertragen. Höhepunkt war selbstverständlich das Trainings-Tie-Break, in dem Federer zeigen konnte, dass er zumindest über kurze Strecken noch mit den Topspielern mithalten kann. Der 2022 zurückgetretene Federer setzte sich nämlich 7:2 durch.
«Er hat hier schon viele Spiele gewonnen und jetzt hat er einen weiteren Sieg erreicht», sagte Ruud danach und fügte an: «Er sieht so geschmeidig aus wie eh und je. Es hat echt Spass gemacht und war eine Ehre, mit ihm zu spielen.» Später legte er auf Instagram nach und schrieb unter ein gemeinsames Bild: «Der beste Trainingspartner seit langer Zeit.»
Roger Federer, der erst noch viele Autogrammwünsche zu erfüllen hatte, gab ebenfalls noch ein Interview auf dem Platz und äusserte seine Vorfreude auf das Show-Doppel mit drei weiteren Tennis-Legenden. Es sei immer speziell, nach Melbourne zu kommen, so Federer. «Ich hatte hier so viele schöne Momente, es ist eine kleine Reise in die Vergangenheit», so Federer, der am Australian Open nicht nur seinen 20. und letzten Grand-Slam-Titel gewonnen hat, sondern 2004 auch erstmals zur Weltnummer 1 wurde.
Der 20-fache Grand-Slam-Sieger lehnte das Angebot der Moderatorin, mit Turnierdirektor Craig Tiley zu sprechen, um eine Wildcard zu bekommen, jedoch ab: «Ich bin nicht hier, um zu spielen. Meine Wade zwickt, der Körper ist nicht bereit und mein Kopf auch nicht.» (nih)
