Spital Wallis dementiert Gerücht über Journalisten in weissen Kitteln
Das Spital Wallis hat auf Instagram ein Gerücht dementiert, wonach Journalisten weisse Kittel angezogen hätten, um Zugang zu den Zimmern der Opfer des Brandes in Crans-Montana zu erhalten. Dieses Gerücht kam auf, nachdem Eric Bonvin, Generaldirektor des Spitals Wallis, in einem Interview mit der «Sonntagszeitung» gesagt hatte, dass Journalisten versucht hätten, in die Einrichtung einzudringen, um Informationen zu erhalten.
Dieser Vorfall bezog sich, wie das Krankenhaus auf seinem Instagram-Account schreibt, auf den schrecklichen Busunfall von Sierre im Jahr 2012, bei dem 28 Menschen ums Leben kamen, darunter 22 belgische und niederländische Kinder.
Die Affäre um die «Journalisten in weissen Kitteln», die durch kritische Leitartikel in verschiedenen Redaktionen der Romandie und der ganzen Schweiz grosse Aufmerksamkeit erlangte, ist also nicht real.
Eric Bonvin wird folgendermassen im Beitrag zitiert:
In den letzten Tagen wurde nur ein einziger Grenzfall festgestellt: Ein Journalist, der von einem Angehörigen eines Patienten begleitet wurde, versuchte, eine Krankenhausstation zu betreten. Es gab weder eine Identitätsfälschung noch unangemessenes Verhalten, wie behauptet wurde.
Am Dienstag schrieb «Impressum», die grösste Journalistenorganisation der Westschweiz, dass der «Imageschaden für den Berufsstand real ist». Unter diesen Umständen weist der Berufsverband erneut auf die Bedeutung der journalistischen Berufsethik hin. (svp/hkl)
