Waldbrandgefahr in der Schweiz – da hilft auch ein Gewitter wenig
In weiten Teilen der Schweiz herrscht mässige Waldbrandgefahr. Im Aargau, in Teilen des Wallis sowie der Kantone Graubünden, Glarus und Tessin gilt erhebliche Gefahr. In einigen Bündner Gebieten herrscht sogar grosse Waldbrandgefahr, wie MeteoSchweiz meldet.
Das heisst, dass Feuer auf die Kronen von einzelnen Bäumen übergreifen können und Flugfeuer möglich sind. Eine Bekämpfung eines solchen Waldbrandes ist schwierig und aufwendig. Deshalb gilt auch, dass im Freien keine Feuer entfacht werden dürfen. Nur feste Feuerstellen mit betoniertem Boden, die von den Behörden gekennzeichnet sind, dürfen mit grösster Vorsicht benutzt werden. Bei Wind darf kein Feuer entfacht werden.
Denn schon ein Funkenflug genügt, um mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Brand auszulösen. In den Bezirken Moesano, Bergell, San Bernardino und Puschlav wurde deshalb ein absolutes Feuerverbot erlassen.
Dort, wo erhebliche Gefahr herrscht, darf nur in bestehenden Feuerstellen grilliert werden. Die Flammen müssen zudem stets im Auge behalten werden und bei einem Funkenwurf sofort gelöscht werden. Er kann nämlich bereits einen Flächenbrand auslösen. Auch ein brennendes Streichholz kann ein Feuer entfachen.
Selbst bei mässiger Gefahr ist Vorsicht geboten. Zigaretten und Raucherwaren dürfen nicht sorglos weggeworfen werden. Auch hier gilt zudem: Grillfeuer stets im Auge behalten.
Lediglich in der Ostschweiz – genauer gesagt in Teilen des Kantons St.Gallen und des Kantons Thurgau – herrscht derzeit keine Waldbrandgefahr. Eine Entspannung der Lage ist derzeit noch nicht in Sicht. Zwar dürfte es an manchen Orten am Dienstag einige Regengüsse geben – aber längst nicht überall. Gemäss Meteonews wird es wohl im zentralen und östlichen Mittelland sowie am Nordrand trocken bleiben.
Leere Seen und schmelzende Gletscher
Die Meteorologen von Meteonews gehen denn auch davon aus, dass die Trockenheit ein länger andauerndes Thema sein dürfte. Wegen der ausbleibenden Niederschläge gibt es in den Bergen unterdurchschnittlich viel Schnee und die Speicherseen sind leerer als sonst. Selbst die Pegelstände der grossen Schweizer Seen sind unterdurchschnittlich.
Bleibt das so, hat das nachhaltige Folgen. Denn dann könnte die Stromproduktion im Sommer ebenfalls unterdurchschnittlich sein. Den Schweizer Gletschern droht zudem eine erneute Rekordschmelze, da sie wegen der geringen Schneemenge schnell eisfrei werden und ein heisser Sommer befürchtet wird.
