Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

In Laax gilt: Piste frei für die Touristen.

«Pistenverbot» für Einheimische

Dicke Post der Laaxer Bergbahnen: Einheimische sollen zu Hause bleiben, um Touristen nicht zu stören



Um die Wintersportler nicht mit langen Wartezeiten zu vergraulen, greifen die Betreiber der Bergbahnen in Laax GR zu unkonventionellen Mitteln. Sie bitten die Einwohner der umliegenden Gemeinden per Brief, zugunsten der Gäste «zurückzutreten» und auf das Skifahren zu verzichten.

Zwar herrschen nach Angaben der Weissen Arena Gruppe derzeit auf über 1600 Metern «sehr gute Pistenverhältnisse». Doch in tieferen Lagen ist die Schneesituation prekär, keine der Talabfahrten ist geöffnet. Die Bahnbetreiber rechnen deshalb mit längeren Wartezeiten für die Bahnfahrten vom Berg zurück nach Flims, Laax und Falera.

Der Geschäftsführer der Weissen Arena Gruppe, Reto Gurtner, bittet die «geschätzten Einheimischen» in einem Brief vom 24. Dezember deshalb, den Gästen den Vortritt zu lassen. Dies so lange, bis die Talabfahrt nach Flims oder Laax geöffnet werden kann.

Der Brief an die Einheimischen

Und die postwendende Reaktion der Konkurrenz

«Absolute Ausnahmesituation»

Die ausbleibenden Schneefälle und das erwartete Gästeaufkommen führten zu einer absoluten Ausnahmesituation, schreibt Gurtner weiter. Angesichts der prognostizierten tieferen Temperaturen rechnet er mit einer Entspannung zu Beginn der kommenden Woche. Über den Brief hatte Radio Rumantsch am Mittwoch berichtet.

Laax gilt als Mekka für Snowboarder. Bild: KEYSTONE

Der Gemeindepräsident von Flims, Adrian Steiger, äusserte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA Verständnis für die Massnahme der Bergbahnen, «schliesslich sind wir in der Region Gastgeber». Der Brief mit der dringlichen Bitte sei nicht mit der Gemeinde abgesprochen gewesen, er sehe aber kein Problem darin.

Gemäss Steiger sind jene Einheimischen, die sich am Brief stören, die Ausnahme. Der Flimser Gemeindepräsident rechnet überdies nicht mit einem Imageverlust durch das «Pistenverbot» für Einheimische – der Brief zeige vielmehr «unseren Einsatz für den Gast».

 (sda)

Das könnte Sie auch interessieren: Spass im (und mit) Schnee

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wird von Apple als «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Droht uns ein Winter ohne Skifahren? Diese 8 Dinge musst du wissen

Die Skisaison steht auf der Kippe. Also zumindest ihr Beginn in den grösseren umliegenden Ländern. Am Anfang stand eine Forderung des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte. Er will den Beginn der Wintersaison auf europäischer Ebene nach hinten verschieben – bis mindestens Mitte Januar. «Es ist nicht möglich, einen Winterurlaub zuzulassen. Wir können uns das nicht leisten», sagte er am Montag dem Sender «La 7».

Und er ist nicht alleine.

Conte hat gewichtige Unterstützung aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel