Schweiz
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So will McDonald's aus der weltweiten Krise finden – die Schweiz spielt dabei eine wichtige Rolle

Der neue McDonald's-Chef will das Unternehmen mit einem umfassenden Sanierungskonzept neu organisieren. Die weltgrösste Schnellrestaurant-Kette soll ein «modernes, fortschrittliches Burger-Unternehmen» werden. 



Ein Artikel von

Spiegel Online
Eine Bedienung traegt am Dienstag, 27.Februar 2007, im Restaurant der Zentrale des Unternehmens in Muenchen ein Tablett mit Drinks und einem Burger zu den Kunden. Der Fast-Food-Riese erzielte mit 2,57 Milliarden Euro einen Rekordumsatz. (AP Photo/Diether Endlicher) A waitress carries a tray with drinks and a burger to customers in the restaurant of the company's headquarter in Munich, southern Germany, Tuesday, Feb. 27, 2007. (AP Photo/Diether Endlicher)

Die Schweiz gehört zu den «Märkten mit starkem Wachstum».  Bild: AP

Die Kunden bleiben weg, die Umsätze schrumpfen: McDonald's muss sich neu erfinden. Jetzt hat der neue Konzernchef Steve Easterbrook sein mit Spannung erwartetes Sanierungskonzept vorgelegt. Ziel ist demnach, die weltgrösste Restaurantkette in ein «modernes, fortschrittliches Burger-Unternehmen» umzuformen.

Easterbrook setzt dazu an verschiedenen Stellen an: Er will die Kosten senken, die Lebensmittelqualität verbessern, Restaurants an Franchisefirmen verkaufen und Managementebenen streichen. Insgesamt soll der Konzern sich in vier neue operative Bereiche aufgliedern. «Ich werde nicht davor zurückschrecken, die dringend nötige Neuaufstellung anzugehen», sagte Easterbrook, der seit Anfang März im Amt ist.

Demnach sollen bis Ende 2018 nur noch 10 statt bisher 19 Prozent der Filialen in Eigenregie betrieben werden. Bis 2017 wolle das Unternehmen jährlich 300 Millionen Dollar einsparen. Wie die Fast-Food-Kette mitteilte, sollen bis Ende 2018 weitere 3500 der insgesamt 36'000 Läden weltweit an Franchisenehmer übergeben werden. Damit folgt McDonald's seinem Konkurrenten Burger King, der in den USA und in Kanada gerade einmal ein Prozent seiner 7300 Filialen selbst betreibt.

Auch die Aufteilung der Geschäftsfelder nach Weltregionen will McDonald's ändern. Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland und Grossbritannien sollen demnach künftig als «internationale Führungsmärkte» zusammen weiterentwickelt werden. China, Russland, Polen, Spanien, die Schweiz, Südkorea, Italien und die Niederlande gelten künftig als «Märkte mit starkem Wachstum». Die restlichen Länder werden in einem Segment zusammengefasst, als Einzelmarkt bestehen bleiben die USA.

McDonald's will mit dem neuen Konzept wieder wachsen. In den USA macht der Fast-Food-Kette vor allem die harte Konkurrenz zu schaffen, die regelmässig mit Sonderangeboten um Kunden wirbt. In China und Japan haben Lebensmittel- und Hygieneskandale im vergangenen Jahr den Ruf von McDonald's schwer beschädigt. Das Unternehmen hat eines seiner bislang schwächsten Geschäftsjahre hinter sich.

nck/Reuters/AFP

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thaddäus 05.05.2015 10:33
    Highlight Highlight Ich ging früher sehr gern ein Bigmac Menü essen doch wie sie heute die burger zusammen klatschen ist einfach ziemlich uncool, die sehen aus als hätte sie ein 2 jähriger gemacht und meistens schmecken sie nicht wie sie sollten. Und was zum teufel ist mit den Pommes geschehen? Die waren mal richtig lecker. Heute haben sie entweder zuviel oder zuwenig salz und sind praktisch immer pampig.
    Es gibt sicher einige die nicht bei McDonalds essen weil es ungesund ist aber die meisten essen nicht mehr dort weil es schlicht und einfach nicht mehr schmeckt.
  • Shock Berry 05.05.2015 09:30
    Highlight Highlight Sicher spannend zu sehen wie das ganze Konzept dann am Schluss bei uns Kunden ankommt und wie der Umsatz ist.

    Ein anderer Punkt ist sicher die Sache mit dem Abfall. Die grösste Restaurantkette hat wohl einen ziemlich grossen Verbrauch von Verpackungen. Die Frage ist, wie man diesen verringern kann.
    Teller? Würde das funktionieren? Anstatt Burger in Kartons zu servieren, diese in Papier wie die Cheeseburger?

    Was meint die Community?
  • Mandelmus 05.05.2015 08:15
    Highlight Highlight Es würde schon helfen, wenn echte Lebensmittel anstelle von Plastik verkauft würde..
    • Adrian Bürgler 05.05.2015 09:24
      Highlight Highlight Ach bitte das sind doch Ammenmärchen. Zumindest hier in der Schweiz untersteht McDonald's genau den selben Lebensmittelgesetzen wie alle anderen Restaurants auch. Zudem wird beim Schweizer Ableger wenn immer möglich mit Schweizer Produkten produziert.
      Das macht das Ganze natürlich noch lange nicht lecker oder gesund. Aber die Idee dass Mattratzenfüllungen im Burger sein sollen, ist eine Idee aus den Simpsons ;-)
    • Shock Berry 05.05.2015 09:55
      Highlight Highlight Immerhin werden so die alten Matratzen wiederverwertet! :P
  • exeswiss 05.05.2015 02:55
    Highlight Highlight "Er will die Kosten senken, die Lebensmittelqualität verbessern, Restaurants an Franchisefirmen verkaufen und Managementebenen streichen"
    wie soll denn das bitteschön gehe, mit kosten sparen und gleichzeitig lebensmittelqualität anheben, die sonst schon niedrig ist?
    • mastermind 05.05.2015 08:19
      Highlight Highlight Managementstellen streichen, flachere Hierarchien - so steht es geschrieben :)
    • küde333 05.05.2015 11:08
      Highlight Highlight @mastermind
      Das sagt er...er meint aber, noch mehr aus dem beschissen bezahlten Personal herauspressen....

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