Schweiz
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Deutsche Wirtschaft brummt: Euro kostet fast 1.10 Franken



Der Franken hat nach dem unerwartet starken Anstieg der deutschen Exporte im Juli gegenüber dem Euro an Wert verloren. Ein Euro kostete am Dienstag kurz um 15.30 Uhr rund 1.0944 Franken und damit so viel wie seit rund einem Monat nicht mehr.

Anfang August hatte der Euro bereits einmal mehr als 1.09 Franken gekostet - zum ersten Mal seit der Aufhebung des Mindestkurses im Januar. Danach hatte er sich aber wieder abgeschwächt und bewegte sich im letzten Monat im Bereich von 1.08 Franken.

Deutsche Wirtschaft brummt

Dass die Marke von 1.09 Franken nun erneut überschritten wurde, begründeten Händler mit der unterschiedlichen konjunkturellen Dynamik in der Schweiz und in der Eurozone. In der Eurozone brummt vor allem der wirtschaftliche Motor der grössten Volkswirtschaft Deutschland.

In der Schweiz hingegen leiden manche Branchen erheblich unter dem starken Franken. Im ersten Halbjahr stagnierte die Wirtschaft. Im August stieg die Arbeitslosenquote von 3.1 Prozent im Juli auf 3.2 Prozent, was zwar vor allem saisonale aber auch konjunkturelle Gründe hat.

Erholung an den chinesischen Börsen stützt Euro

Ausserdem profitiere der Euro von der Erholung an den chinesischen Börsen, hiess es. «Die Anleger wetten darauf, dass die konjunkturstützenden Massnahmen Pekings wirken», sagte ein Händler. Dies würde die Exportaussichten Deutschlands aufhellen, was wiederum dem Euro zugutekomme.

Der Aufwärtstrend des Euro wird laut Händlern zudem durch charttechnische Faktoren verstärkt. «Bei 1.09 Franken wurde ein Kaufsignal ausgelöst, das den Kurs bis zum Widerstand bei 1.0960 Franken hieven könnte», sagte ein Händler. (whr/sda/reu)

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