Schweiz
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CEO Severin Schwan of Swiss drugmaker Roche smiles as he addresses the annual news conference at the company's headquarters in Basel January 28, 2015. Roche forecast sales and profit to grow at the same rate in 2015 as last year as the Swiss drugmaker posted full-year earnings which missed expectations. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: DRUGS SOCIETY BUSINESS LOGO)

Severin Schwan zeigt sich äusserst optimistisch.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Good News: Roche-Chef rechnet mit mehreren hundert neuen Jobs in der Schweiz



Der Chef des Pharmakonzerns Roche, Severin Schwan, will die Produktionskapazitäten in der Schweiz weiter ausbauen. Er rechnet mit der Schaffung von mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen in der Schweiz in diesem Jahr, wie er im Interview der «SonntagsZeitung» sagte.

«Ich bin mit dem Geschäftsverlauf in diesem Jahr sehr zufrieden», sagte Schwan. Deshalb sei er zuversichtlich, dass das Geschäft weiter ausgebaut werden könne. «So, wie es ausschaut, werden wir dieses Jahr in der Schweiz mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen», sagte er.

Auf die Frage, ob Roche wegen des starken Frankens und der erstmals seit Jahren rückläufigen Pharmaexporte Arbeitsplätze ins Ausland verlagere, sagte Schwan: «Nein. Roche ist vom Exportrückgang nicht betroffen.» Die Produktionskapazitäten in der Schweiz würden weiter ausgebaut.

Neues Vergütungsmodell denkbar

Der Roche-Chef zeigte sich auch offen für die Idee, dass Preise von Medikamenten künftig anhand ihres Erfolges festgesetzt werden könnten. Dies würde beispielsweise bedeuten, dass Roche einen höheren Preis erhielte, je länger ein Patient trotz eines Tumors am Leben bliebe. Sterbe er hingegen frühzeitig, erhielte der Hersteller nichts. «Heute werden wir hingegen einfach pro gelieferte Packung vergütet», sagte der Roche-Chef.

In Italien gebe es erste Ansätze, bei denen es Roche gelungen sei, Vergütungsmodelle nach dem Nutzen einzuführen. «Ich kann mir vorstellen, dass solche differenzierten Ansätze über die Zeit auch in anderen Ländern kommen», sagte er. Die Krankenkassen seien grundsätzlich offen dafür. Die Umsetzung sei aber mit vielen Hürden verbunden. (viw/sda)

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